Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

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Agape
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Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Agape » Do 15. Sep 2022, 11:29

viewtopic.php?f=2&t=13

Marsianer hat geschrieben:Ich würde sagen Spiritualität ist eine Art inneres Erleben von irgendetwas. Vielleicht auch nur ein Erahnen auf verschiedenen Ebenen. Und soetwas kann sicherlich auch Weltbilder von Menschen beeinflussen, wenn es jemandem geschieht.

Marsianer hat geschrieben:Da hätte man schon zwei recht verschiedene Ansätze. Der eine würde darauf Wert legen "Energien" wirken zu lassen, der andere auch auf Kommunikation in Menschensprache gerade auch als Weg der Überprüfung von eigenen Eindrücken. Denn wer meint "der andere kann das noch nicht verstehen, da braucht es noch Zeit, mehr Wirken von Energien, mehr Meditation und so weiter" und nicht Überprüfung durch Kommunikation in Menschensprache sucht, der kann sich auch gehörig über so manches für ihn selbst schmeichelhaften Illusionen hingeben.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wie kann jemand, der offenbar "undifferenziert" glaubt, etwas über eine differenziertere Betrachtungsweise aussagen, ohne dass dies bereits wieder einem "blinden Folgen" - diesmal den Betrachtungen eines anderen Menschen - wäre?

Ohne entsprechendes Interesse aus sich?

Nein, jedoch vor allem mit eigenen Erfahrungen aus Begegnungen mit Jesus - aus einem Empfinden heraus, das mich völlig überwältigt hat und das ich bis jetzt immer noch nicht vollständig begreifen kann.


Ich fühle Offenheit und Bereitschaft, über mein erneutes spirituelles Erleben zu diskutieren, diesem auf den Grund zu gehen, indem ich es vorrangig möglichst nüchtern betrachte, ohne dabei dessen grundlegenden „Wert“ anzuzweifeln.

Im oben stehenden Zitat von mir äusserte ich mich bereits bezüglich „Begegnungen mit Jesus“, welche ich Anfang dieses Jahres hatte, und die mich "davon überwältigt" zurückliessen. Seither sind mehrere Monate vergangen, in denen sich diesbezüglich nichts Neues mehr ergab. Ich nutzte diese Zeit zur Suche nach mehr Stille in mir, nach mehr Begegnung mit meiner Seele. Ob mir das gelungen ist, sei dahingestellt und soll in diesem Thread auch nicht die Hauptrolle spielen. Es geht hier nun vielmehr darum, oben erwähnte Begegnungen mit Jesus, zu denen sich vorletzte Nacht eine weitere „Begegnung“ dazugesellte, näher zu beleuchten.

Ausgangslage war in der vorletzten Nacht eine relativ kurze Schlafphase, aus der ich jäh erwachte und mich mit einer etwas bedrückenden Seelenverfassung konfrontiert sah, da mich ein irdisches Vorhaben am folgenden Tag gedanklich beschäftigte. Das Vorhaben an und für sich versprach mir zwar einige neue „Freiheiten“, jedoch die dazu notwendigen Schritte schienen mich in eine Welt zu führen, in der ich mich fremd fühle, die es nun aber aufzusuchen galt, um das Vorhaben zu Ende bringen zu können.

Während dieser gedanklichen Beschäftigung nahm ich eine zunehmende innere Bedrücktheit wahr, als ob ich in einer geistigen (eher finsteren) Sphäre schweben würde, die nicht mehr sehr viel mit derjenigen (eher lichteren) Sphäre zu tun hatte, in der ich mich sonst meistens bewege. Da erwachte in mir ein „unbändiger“ Drang, mich aus dieser eher finsteren Sphäre, die ich als bedrohlich empfand, zu befreien - ich wollte dort nicht Fuss fassen, da ich mich in keiner Weise heimisch fühlte. Recht klar und bewusst begann ich damit, Jesus deutlich anzurufen und ihn um Beistand zu bitten. Es war in diesem Moment meine Entscheidung, die finstere Sphäre zu verlassen und verstärkte Zugehörigkeit zu Jesus zu bekräftigen, wobei ich keinerlei Vorstellung in mir trug, was eventuell in der Folge dieser Entscheidung geschehen könnte.

Was dann geschah, war ziemlich identisch mit dem, was bereits vor etlichen Monaten geschehen war. Es war dasselbe Erleben, das mich unter anderem auch körperlich erfasste, indem ich - wie mir bereits bekannt - Unmengen an Körperflüssigkeit verlor (auch in der Form von intensivem Tränenfluss, Nasenlaufen etc.). Ich befand mich während einiger Stunden in einem tranceähnlichen Zustand, hatte kein Gefühl mehr für Zeit und Raum, war nur noch auf Jesus, seine unendliche Liebe, Güte und Fülle ausgerichtet, die mich kräftigte und mich von meiner vorgängigen seelischen Bedrückung befreite, sodass ich am nächsten Tag zwar übernächtigt, jedoch voller Zuversicht und Gelassenheit meinem Vorhaben entgegentreten konnte, wonach sich alles zur höchstmöglichen Zufriedenheit sämtlicher Beteiligten fügte.

Was sagt diese erneute Begegnung aus? Wie lässt sie mich im Vergleich zu den vorherigen Begegnungen zurück?

Ja, ich war wohl während mehrerer Stunden sozusagen „in Verzückung“. Dennoch fühle ich mich nun im Nachhinein etwas anders als noch vor ein paar Monaten. Zum Beispiel bezüglich meiner Bereitschaft „zu hinterfragen“.

Klar, meiner bisherigen Neigung folgend würde ich nun am liebsten einfach „undifferenziert glaubend“ hinnehmen, was ich empfangen hatte. Es war „unbeschreiblich schön“ - weshalb sollte ich dieses Empfinden durch skeptisches Hinterfragen schmälern? Könnte es überhaupt „geschmälert“ werden? Wenn es Wahrhaftigkeit entspräche, wohl eher nicht? Wenn es Illusion entspräche, würde es möglicherweise heilsam sein, diese Illusion zu erkennen?

Im Moment fühle ich mich frei und offen, dem erneuten spirituellen Erleben so zu begegnen, dass sich eventuell diesbezüglich mehr Klarheit/Erkenntnis einstellen kann - was dies auch immer zu bedeuten hätte.
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Marsianer » Do 15. Sep 2022, 13:25

Agape hat geschrieben:Im oben stehenden Zitat von mir äusserte ich mich bereits bezüglich „Begegnungen mit Jesus“, welche ich Anfang dieses Jahres hatte, und die mich "davon überwältigt" zurückliessen. Seither sind mehrere Monate vergangen, in denen sich diesbezüglich nichts Neues mehr ergab.

Aha.
Während dieser gedanklichen Beschäftigung nahm ich eine zunehmende innere Bedrücktheit wahr, als ob ich in einer geistigen (eher finsteren) Sphäre schweben würde, die nicht mehr sehr viel mit derjenigen (eher lichteren) Sphäre zu tun hatte, in der ich mich sonst meistens bewege.

Das wirkt auf mich wie Beschreibungen von "Hochsensiblen", in denen z.B. manche andere Menschen seelisch als finster empfunden und daher gemieden werden, nicht wegen deren körperlich-menschlichen Verhaltens also wenn derjenige z.B. auf der ebene auch fies agieren würde gegenüber demjenigen. Das könnte daran liegen, daß diese Menschen sich in der Regel immer seelisch mit denen verbinden, die körperlich oder situativ in die eigene Nähe kommen. Zwangsläufig ist das gemäß meinem Verständnis nicht und für "Agape" würde ich soetwas soweit auch nicht halten. Eher eine Art von "Einswerden", die ich weniger sinnvoll finde. Zumal es ja auch oft dann tatsächlich Distanzierungen bewirkt.
Da erwachte in mir ein „unbändiger“ Drang, mich aus dieser eher finsteren Sphäre, die ich als bedrohlich empfand, zu befreien - ich wollte dort nicht Fuss fassen, da ich mich in keiner Weise heimisch fühlte.

Ja, aber wieso kam es überhaupt zu dem Empfinden?
Ich befand mich während einiger Stunden in einem tranceähnlichen Zustand, hatte kein Gefühl mehr für Zeit und Raum

Und die Angabe "Stunden" kommt daher, daß du z.B. vorher und nachher auf eine irdische Uhr schautest?
war nur noch auf Jesus, seine unendliche Liebe, Güte und Fülle ausgerichtet, die mich kräftigte und mich von meiner vorgängigen seelischen Bedrückung befreite, sodass ich am nächsten Tag zwar übernächtigt, jedoch voller Zuversicht und Gelassenheit meinem Vorhaben entgegentreten konnte, wonach sich alles zur höchstmöglichen Zufriedenheit sämtlicher Beteiligten fügte.

Aha.
Was sagt diese erneute Begegnung aus?

Daß Jesus dir da dann wohl in der von dir empfundenen Ausgangslage auf die Bitte hin beistand? Warum auch nicht.
Wie lässt sie mich im Vergleich zu den vorherigen Begegnungen zurück?

Ja, ich war wohl während mehrerer Stunden sozusagen „in Verzückung“. Dennoch fühle ich mich nun im Nachhinein etwas anders als noch vor ein paar Monaten.

Aha.
Zum Beispiel bezüglich meiner Bereitschaft „zu hinterfragen“.

Klar, meiner bisherigen Neigung folgend würde ich nun am liebsten einfach „undifferenziert glaubend“ hinnehmen, was ich empfangen hatte. Es war „unbeschreiblich schön“ - weshalb sollte ich dieses Empfinden durch skeptisches Hinterfragen schmälern?

Darum geht es beim Einordnen nicht? Für einen "Hochsensiblen" bedeutet "Hinterfragen" aber vielleicht irgendwie "sich vom Einssein mit etwas trennen"?

Agape
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Agape » Fr 16. Sep 2022, 10:13

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Während dieser gedanklichen Beschäftigung nahm ich eine zunehmende innere Bedrücktheit wahr, als ob ich in einer geistigen (eher finsteren) Sphäre schweben würde, die nicht mehr sehr viel mit derjenigen (eher lichteren) Sphäre zu tun hatte, in der ich mich sonst meistens bewege.

Das wirkt auf mich wie Beschreibungen von "Hochsensiblen", in denen z.B. manche andere Menschen seelisch als finster empfunden und daher gemieden werden, nicht wegen deren körperlich-menschlichen Verhaltens also wenn derjenige z.B. auf der ebene auch fies agieren würde gegenüber demjenigen.

Nein, wegen konkreter Verhaltensweisen wohl eher nicht. Aber vielleicht aufgrund finsterer Wesensanteile, mit denen ich manchmal in Resonanz gehe? Oder, wie teils auch schon erfahren, ein Erahnen von eher Ungutem, das sich anbahnen könnte, aber noch nicht „spruchreif“ ist? Wobei ich noch die Möglichkeit hätte, in dieses Geschehen einzugreifen - dieses eher günstig zu beeinflussen?

Das könnte daran liegen, daß diese Menschen sich in der Regel immer seelisch mit denen verbinden, die körperlich oder situativ in die eigene Nähe kommen.

Ja.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Da erwachte in mir ein „unbändiger“ Drang, mich aus dieser eher finsteren Sphäre, die ich als bedrohlich empfand, zu befreien - ich wollte dort nicht Fuss fassen, da ich mich in keiner Weise heimisch fühlte.

Ja, aber wieso kam es überhaupt zu dem Empfinden?

Siehe oben. Es könnte eine Art von „Zukunftsahnung“ gewesen sein, dies wäre nichts völlig Ungewöhnliches bei mir. Ich bin sonst eher jemand, der nicht so oft die Initiative für etwas ergreift. Aber in solchen Momenten scheint es irgendwie zwingend zu sein, sozusagen „das Ruder herumzureissen“ und eine rasche, spontane Aktivität zu entwickeln, die ein Geschehen massgeblich beeinflussen kann - erfahrungsgemäss meist zum Guten. Wenn es anders wäre, würde ich wohl in der Folge eher „problematische“ Erfahrungen machen, was aber nicht der Fall ist.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich befand mich während einiger Stunden in einem tranceähnlichen Zustand, hatte kein Gefühl mehr für Zeit und Raum

Und die Angabe "Stunden" kommt daher, daß du z.B. vorher und nachher auf eine irdische Uhr schautest?

Ja, als ich jäh aus einer Schlafphase erwachte, schaute ich auf die Uhr. Danach lange Zeit nicht mehr, da ich zuerst diese unguten Wahrnehmungen hatte - und in der Folge die Begegnung mit Jesus. Während dieser Zeit wäre ich dazu nicht fähig gewesen und es hatte mich auch kaum interessiert, auf die Uhr zu schauen - erst dann, als ich mir meines Alltagszustandes wieder zunehmend gewahr wurde, sah ich, dass inzwischen wohl etwa vier Stunden vergangen waren.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Was sagt diese erneute Begegnung aus?

Daß Jesus dir da dann wohl in der von dir empfundenen Ausgangslage auf die Bitte hin beistand? Warum auch nicht.

Hm - jedoch wovon hing es ab, dass sich der Beistand auf diese Art und Weise gestaltete? Hat das etwas mit mir zu tun? Weshalb diese massiven (auch körperlichen) Reaktionen?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Klar, meiner bisherigen Neigung folgend würde ich nun am liebsten einfach „undifferenziert glaubend“ hinnehmen, was ich empfangen hatte. Es war „unbeschreiblich schön“ - weshalb sollte ich dieses Empfinden durch skeptisches Hinterfragen schmälern?

Darum geht es beim Einordnen nicht? Für einen "Hochsensiblen" bedeutet "Hinterfragen" aber vielleicht irgendwie "sich vom Einssein mit etwas trennen"?

Aber könnte nicht gerade diese Auffassung hinterfragt werden? Die ist doch nicht „in Stein gemeisselt“?
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Marsianer » Fr 16. Sep 2022, 10:55

Agape hat geschrieben:Hm - jedoch wovon hing es ab, dass sich der Beistand auf diese Art und Weise gestaltete? Hat das etwas mit mir zu tun?

Dich soweit "zu sich ziehen", daß es trotz diese von mirr erwogenen Neigung sich mit allem zu verbinden über die bevorstehende Situation getragen hätte?
Weshalb diese massiven (auch körperlichen) Reaktionen?

Du neigst allgemein zu denen?
Aber könnte nicht gerade diese Auffassung hinterfragt werden?

Das tat ich hier?
Aber vielleicht aufgrund finsterer Wesensanteile, mit denen ich manchmal in Resonanz gehe?

Wobei bei der Annahme "da verbindet sich jemand mit jedem, der seine Aufmerksamkeit erregt" nicht unbedingt Resonanz so entscheidend sein könnte. Es wäre auch möglich, daß eben unterschieden wird zwischen einem Angenehmem oder nicht Angenehmem, das aber äußerlich situativ angegangen wird, da in situativen Begegnungen da ein solches eher passives Mitschwingen mit allem vorliegen würde, "gegen das sich nicht gewußt wird zu wehren".
Oder, wie teils auch schon erfahren, ein Erahnen von eher Ungutem, das sich anbahnen könnte, aber noch nicht „spruchreif“ ist? Wobei ich noch die Möglichkeit hätte, in dieses Geschehen einzugreifen - dieses eher günstig zu beeinflussen?

Aber in solchen Momenten scheint es irgendwie zwingend zu sein, sozusagen „das Ruder herumzureissen“ und eine rasche, spontane Aktivität zu entwickeln, die ein Geschehen massgeblich beeinflussen kann - erfahrungsgemäss meist zum Guten. Wenn es anders wäre, würde ich wohl in der Folge eher „problematische“ Erfahrungen machen, was aber nicht der Fall ist.

Schon möglich.
sah ich, dass inzwischen wohl etwa vier Stunden vergangen waren.

Aha.

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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Agape » Sa 17. Sep 2022, 12:58

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hm - jedoch wovon hing es ab, dass sich der Beistand auf diese Art und Weise gestaltete? Hat das etwas mit mir zu tun?

Dich soweit "zu sich ziehen", daß es trotz diese von mirr erwogenen Neigung sich mit allem zu verbinden über die bevorstehende Situation getragen hätte?

Dies scheint wohl gut gelungen zu sein.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber könnte nicht gerade diese Auffassung hinterfragt werden?

Das tat ich hier?

Ja. Was ich mich hierzu frage: Bin ich nur solange Eins mit etwas, bis ich es nicht mehr sein will? Oder würde ich mir dann nur etwas vormachen?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber vielleicht aufgrund finsterer Wesensanteile, mit denen ich manchmal in Resonanz gehe?

Wobei bei der Annahme "da verbindet sich jemand mit jedem, der seine Aufmerksamkeit erregt" nicht unbedingt Resonanz so entscheidend sein könnte. Es wäre auch möglich, daß eben unterschieden wird zwischen einem Angenehmem oder nicht Angenehmem, das aber äußerlich situativ angegangen wird, da in situativen Begegnungen da ein solches eher passives Mitschwingen mit allem vorliegen würde, "gegen das sich nicht gewußt wird zu wehren".

Wesentlich wäre vielleicht, ob subjektiv empfundenes „Angenehmes/nicht Angenehmes“ etwas mit Lichtem/Finsteren zu tun hätte? Wäre es möglich, dass etwas als angenehm Empfundenes eher in die Finsternis weist - und umgekehrt? Dann wäre ja weniger höhere Führung im Spiel, sondern eher solches, was die Seele eben mag - oder weniger mag?
In diesem Falle würde ich es aber als eher seltsam empfinden, dass der Beistand von Jesus mich über die bevorstehende Situation getragen hat.

Vermutlich lässt sich dies jedoch wieder einmal mehr nicht pauschal beantworten.
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Marsianer » Sa 17. Sep 2022, 14:03

Agape hat geschrieben:Was ich mich hierzu frage: Bin ich nur solange Eins mit etwas, bis ich es nicht mehr sein will? Oder würde ich mir dann nur etwas vormachen?

Eigentlich ging es an dieser Stelle um Positionierungen zu Dingen, Empfindungen, Ideen mit denen man sich gerade befasst. Aber genausogut würde ich sagen kann es auf den Punkt der Art des Zugehens auf Mitwesen bezogen werden. Und das könnte hier ja auch ein bedeutender Punkt sein, um den es eigentlich in verschiedener Weise schon lange geht.
Wesentlich wäre vielleicht, ob subjektiv empfundenes „Angenehmes/nicht Angenehmes“ etwas mit Lichtem/Finsteren zu tun hätte? Wäre es möglich, dass etwas als angenehm Empfundenes eher in die Finsternis weist - und umgekehrt?

Es könnte da schon um etwas gehen, das mit jemandem resoniert, ihm ähnlicher ist oder weniger.

Was meinst du z.B. im Vergleich zu soetwas?
Weiter meinte sie, daß mein Mann und ich sehr sensibel seien und dieser Geist deshalb leichtes Spiel mit uns hätte. Er würde uns quasi Energie stehlen und versuchen uns irgendwie negativ zu beeinflussen. Tatsächlich ist es so, daß wir seit wir hier sind, ziemlich oft müde und sehr lustlos sind. Wir haben uns schon selber darüber gewundert.

https://www.paranormal.de/para/ballaben ... /05obe.htm
Dann wäre ja weniger höhere Führung im Spiel, sondern eher solches, was die Seele eben mag - oder weniger mag?

Aber "Hochsensible" sind sich in ihren Empfindungen da doch öfters recht ähnlich, verfügen insofern also schon über ein gewisses weniger charakterlich beeinflusstes Koordinatensystem? Sie sind eher ihrer Seele näher in gewisser Weise? Und das bewahrt sie gewisserart auch öfters genau davor sich von dieser zu sehr zu verlieren, wie viele andere Menschen es tun? Aber es bliebe diese Problematik "wie gehe ich auf andere Wesen zu?".
In diesem Falle würde ich es aber als eher seltsam empfinden, dass der Beistand von Jesus mich über die bevorstehende Situation getragen hat.

Aha?

Agape
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Agape » Di 20. Sep 2022, 13:25

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Was ich mich hierzu frage: Bin ich nur solange Eins mit etwas, bis ich es nicht mehr sein will? Oder würde ich mir dann nur etwas vormachen?

Eigentlich ging es an dieser Stelle um Positionierungen zu Dingen, Empfindungen, Ideen mit denen man sich gerade befasst. Aber genausogut würde ich sagen kann es auf den Punkt der Art des Zugehens auf Mitwesen bezogen werden. Und das könnte hier ja auch ein bedeutender Punkt sein, um den es eigentlich in verschiedener Weise schon lange geht.

Aber inwiefern wäre dieses Zugehen auf andere willentlich beeinflussbar?
Sich „Eins zu fühlen mit „niederen“ Aspekten eines Mitwesens mag hinderlich sein - jedoch mit „höheren“ Aspekten kann es gegenseitig auch inspirierend wirken. Ich wüsste nicht, wie ich dem anders begegnen sollte - es ist doch ein Teil von mir, so zu sein?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wesentlich wäre vielleicht, ob subjektiv empfundenes „Angenehmes/nicht Angenehmes“ etwas mit Lichtem/Finsteren zu tun hätte? Wäre es möglich, dass etwas als angenehm Empfundenes eher in die Finsternis weist - und umgekehrt?

Es könnte da schon um etwas gehen, das mit jemandem resoniert, ihm ähnlicher ist oder weniger.

Was meinst du z.B. im Vergleich zu soetwas?

Hm - ich glaube eher nicht, dass ich bisher einen Bezug zu so etwas entwickelt habe. Nicht dass ich mich strikte dagegen wehren würde - aber mein Fokus ist vermutlich zu stark nur auf Jesus ausgerichtet, als dass diese Art von Begegnungen viel Raum in mir finden könnten.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Dann wäre ja weniger höhere Führung im Spiel, sondern eher solches, was die Seele eben mag - oder weniger mag?

Aber "Hochsensible" sind sich in ihren Empfindungen da doch öfters recht ähnlich, verfügen insofern also schon über ein gewisses weniger charakterlich beeinflusstes Koordinatensystem?

Aber wie kann es dazu kommen, dass die einen Wesen „hochsensibel“ sind und die anderen nicht? Sind eventuell bestimmte seelische Veranlagungen dafür ursächlich?

Sie sind eher ihrer Seele näher in gewisser Weise? Und das bewahrt sie gewisserart auch öfters genau davor sich von dieser zu sehr zu verlieren, wie viele andere Menschen es tun?

Was mich betrifft, wirkt es auf mich schon so, als würde ich einerseits zwar besonders „exponiert“ sein - andererseits jedoch auf manche Dinge bedeutend weniger ansprechen und durch diese „verführbar“ sein, als die Mehrheit der Menschen, denen ich begegne.

Aber es bliebe diese Problematik "wie gehe ich auf andere Wesen zu?".

Was ich hier schreibe, wirkt vielleicht wieder einmal mehr etwas „werbeprospektmässig“. Jedoch gelingt es mir wohl nicht, eine andere Antwort darauf zu finden als: „in wohlwollender Art und Weise“. Mit offenem Herzen mein eigenes Wesen zum Ausdruck bringen in der Bereitschaft, dabei auch schwierige Erfahrungen zu machen. Aber den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, ist eher nicht das, was mir entspricht.
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Marsianer » Di 20. Sep 2022, 14:31

Agape hat geschrieben:Aber inwiefern wäre dieses Zugehen auf andere willentlich beeinflussbar?

"Ganz einfach". ;)

Theoretisch, aber nicht jeder "ist dazu fähig"? Da wären wir dann z.B. vermutlich auch wieder beim Thema "Anstrahlung" und dem Punkt woher (auf welchem Weg) ein Geschöpf "seine Lebendigkeit" hernimmt.
Sich „Eins zu fühlen mit „niederen“ Aspekten eines Mitwesens mag hinderlich sein - jedoch mit „höheren“ Aspekten kann es gegenseitig auch inspirierend wirken.

Meiner Perspektive entsprechend wäre eher allgemeiner dabei die Frage was für eine Art "Einssein" da vorliegen, gewohnt gelebt würde.

Es wirkt ein wenig so wie "alles was mir gerade begegnet, liebe ich dann über alles"?
Ich wüsste nicht, wie ich dem anders begegnen sollte - es ist doch ein Teil von mir, so zu sein?

Ist es das? Aber was wäre "das" nun eigentlich?
Nicht dass ich mich strikte dagegen wehren würde - aber mein Fokus ist vermutlich zu stark nur auf Jesus ausgerichtet, als dass diese Art von Begegnungen viel Raum in mir finden könnten.

Mir kam es aber schon vor, als würdest du Effekte auf dich beschreiben durch "Einssein", die auf mich dem Zitierten nicht grundsätzlich unähnlich wirken. Spricht das was du beschreibst überhaupt für einen stärkeren, durchdringend in dir wirksamen "Fokus auf Jesus"? Woher würde dann z.B. diese erlebte wohl recht deutliche Diskrepanz während dieses "sprituellen Erlebens" über ein paar Stunden hinweg relativ zu sonstigem Alltagserfahren herkommen?
Aber wie kann es dazu kommen, dass die einen Wesen „hochsensibel“ sind und die anderen nicht?

Z.B. vielleicht ein gewisses Sehnen nach "echtem" Seelischem im Herzen des Menschen? Erstmal aus was für Gründen auch immer.
Sind eventuell bestimmte seelische Veranlagungen dafür ursächlich?

Könnte auch mit soetwas verbunden werden.
Was mich betrifft, wirkt es auf mich schon so, als würde ich einerseits zwar besonders „exponiert“ sein - andererseits jedoch auf manche Dinge bedeutend weniger ansprechen und durch diese „verführbar“ sein, als die Mehrheit der Menschen, denen ich begegne.

Ja.
Mit offenem Herzen mein eigenes Wesen zum Ausdruck bringen in der Bereitschaft, dabei auch schwierige Erfahrungen zu machen.

Aha, wobei das worum es hier geht überwiegend in Bereichen stattfinden würde, in denen kein "Staat" etwas wie eine menschliche "Polizei" betreibt. Wie meinst du wäre die irdische Situation, gäbe es in dem Bereich auch keine?

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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Agape » Fr 23. Sep 2022, 10:34

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber inwiefern wäre dieses Zugehen auf andere willentlich beeinflussbar?

"Ganz einfach". ;)

Wohl eher aus Deiner Perspektive heraus betrachtet? ;)

Theoretisch, aber nicht jeder "ist dazu fähig"? Da wären wir dann z.B. vermutlich auch wieder beim Thema "Anstrahlung" und dem Punkt woher (auf welchem Weg) ein Geschöpf "seine Lebendigkeit" hernimmt.

Ja. Dies weist zwar auf die Ursache hin, jedoch nicht darauf, wie man konkret auf diesen Weg gelangen würde. Und das meine ich nicht theoretisch, sondern „praktisch“.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Sich „Eins zu fühlen mit „niederen“ Aspekten eines Mitwesens mag hinderlich sein - jedoch mit „höheren“ Aspekten kann es gegenseitig auch inspirierend wirken.

Meiner Perspektive entsprechend wäre eher allgemeiner dabei die Frage was für eine Art "Einssein" da vorliegen, gewohnt gelebt würde.

Es wirkt ein wenig so wie "alles was mir gerade begegnet, liebe ich dann über alles"?

Nein, so ist es eher nicht. "Liebe" ich beispielsweise wochenlanges Regenwetter über alles? Was würde es in diesem Zusammenhang bringen, von Liebe oder Nichtliebe zu sprechen? Das Regenwetter wäre da, ob ich es liebe oder nicht. Auch würde ich mich nicht Eins mit dem Regenwetter machen, aber es würde offenbar dazu gehören, hätte seinen Sinn, auch wenn ich diesen nicht entschlüsseln könnte.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich wüsste nicht, wie ich dem anders begegnen sollte - es ist doch ein Teil von mir, so zu sein?

Ist es das?

Vielleicht nicht, aber ich kenne nichts anderes. Wie kann ich etwas sein, das ich nicht kenne?

Aber was wäre "das" nun eigentlich?

Möglicherweise ein mir noch unbekannter Wesensanteil?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Nicht dass ich mich strikte dagegen wehren würde - aber mein Fokus ist vermutlich zu stark nur auf Jesus ausgerichtet, als dass diese Art von Begegnungen viel Raum in mir finden könnten.

Mir kam es aber schon vor, als würdest du Effekte auf dich beschreiben durch "Einssein", die auf mich dem Zitierten nicht grundsätzlich unähnlich wirken. Spricht das was du beschreibst überhaupt für einen stärkeren, durchdringend in dir wirksamen "Fokus auf Jesus"?

Ja, ich nehme Jesus als sehr stark präsent wahr. Das hat sich gerade gestern wieder gezeigt, als ich nach längerem wieder einmal in der Stadt war. Die äussere Situation wäre für mich sozusagen „die Hölle“ gewesen: Überall Baustellen, Lärm, Menschengedränge, Verkehrsumleitungen etc. Geistig nahm ich mich plötzlich als jemanden wahr, der „durch den Jordan“ ging, vor mir „die Bundeslade“ (Jesus), der mir den Weg ebnete und mich durch all diese Drangsal führte, die richtigen Orte finden liess, sodass ich mich relativ schnell zurechtfand und trotz der für den öffentlichen Verkehr teils gesperrten Kernzone einen Bus ergatterte, der mich unversehrt wieder nach Hause brachte.

Das hat eher nichts mit einem solchen Geistwesen zu tun, wie es im Zitat beschrieben wurde.
Es ist für mich nur schwer vorstellbar, dass ich mich an Jesus wende und Jesus sich mir verweigert, indem er mich einem obskuren Geistwesen ausliefert, das mir so viel „Gutes“ tut. ;)

Woher würde dann z.B. diese erlebte wohl recht deutliche Diskrepanz während dieses "sprituellen Erlebens" über ein paar Stunden hinweg relativ zu sonstigem Alltagserfahren herkommen?

Ich würde vermuten, dass das oben beschriebene jüngste Ereignis durchaus einem „sonstigen Alltagserfahren“ zugeordnet werden könnte. Solche Erfahrungen mache ich immer wieder, jedoch beachte ich sie nun wohl mehr, bin diesbezüglich achtsamer und wachsamer geworden, als ich es früher war.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Mit offenem Herzen mein eigenes Wesen zum Ausdruck bringen in der Bereitschaft, dabei auch schwierige Erfahrungen zu machen.

Aha, wobei das worum es hier geht überwiegend in Bereichen stattfinden würde, in denen kein "Staat" etwas wie eine menschliche "Polizei" betreibt. Wie meinst du wäre die irdische Situation, gäbe es in dem Bereich auch keine?

Hm - wenn finster gesinnte Wesen tun und lassen könnten, wie sie wollten, dann gäbe es so einen „irdischen Staat“ möglicherweise gar nicht (mehr)?
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Marsianer
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Marsianer » Sa 24. Sep 2022, 13:55

Agape hat geschrieben:Wohl eher aus Deiner Perspektive heraus betrachtet? ;)

Alles ist ja bekanntlich relativ. Jemand, dessen Arme gelähmt sind/waren und der langsam mit ungewisser Perspektive lernt sie wieder zu benutzen wird das wohl nicht einfach sein, ja. Und jetzt wäre auch die Frage, was ein Durchschnittsmensch da raten würde? "Streng dich halt an"?
Dies weist zwar auf die Ursache hin, jedoch nicht darauf, wie man konkret auf diesen Weg gelangen würde. Und das meine ich nicht theoretisch, sondern „praktisch“.

Ich weiß nicht, was ich dir gegenüber da sinnvollerweise noch sagen könnte.
Marsianer hat geschrieben:Es wirkt ein wenig so wie "alles was mir gerade begegnet, liebe ich dann über alles"?

Nein, so ist es eher nicht. "Liebe" ich beispielsweise wochenlanges Regenwetter über alles? Was würde es in diesem Zusammenhang bringen, von Liebe oder Nichtliebe zu sprechen?

Nun ging es hier jetzt dann um Mitwesen. Ist Regen für dich ein Mitwesen?
Aber was wäre "das" nun eigentlich?

Möglicherweise ein mir noch unbekannter Wesensanteil?

Aha, also wohl das "es" in "es ist doch ein Teil von mir, so zu sein".
Marsianer hat geschrieben:Spricht das was du beschreibst überhaupt für einen stärkeren, durchdringend in dir wirksamen "Fokus auf Jesus"?

Ja, ich nehme Jesus als sehr stark präsent wahr.

Andererseits hattest du in diesem Thread eine deutliche Steigerung geschildert. Das bedeutet ja auch, vorher war es weniger.
Geistig nahm ich mich plötzlich als jemanden wahr, der „durch den Jordan“ ging, vor mir „die Bundeslade“ (Jesus), der mir den Weg ebnete und mich durch all diese Drangsal führte, die richtigen Orte finden liess, sodass ich mich relativ schnell zurechtfand

Aha.
Das hat eher nichts mit einem solchen Geistwesen zu tun, wie es im Zitat beschrieben wurde.

Da ginge es auch eher um solche Aspekte? "Während dieser gedanklichen Beschäftigung nahm ich eine zunehmende innere Bedrücktheit wahr, als ob ich in einer geistigen (eher finsteren) Sphäre schweben würde, die nicht mehr sehr viel mit derjenigen (eher lichteren) Sphäre zu tun hatte, in der ich mich sonst meistens bewege."
Ich würde vermuten, dass das oben beschriebene jüngste Ereignis durchaus einem „sonstigen Alltagserfahren“ zugeordnet werden könnte.

Vielleicht, da ließe sich dann aber auch eine gleichartige Frage stellen?
Solche Erfahrungen mache ich immer wieder, jedoch beachte ich sie nun wohl mehr, bin diesbezüglich achtsamer und wachsamer geworden, als ich es früher war.

Aha, du meinst vor zehn Jahren z.B. hast du situativ vorübergehend auch schon dergleichen erfahren?
Hm - wenn finster gesinnte Wesen tun und lassen könnten, wie sie wollten, dann gäbe es so einen „irdischen Staat“ möglicherweise gar nicht (mehr)?

Es ist auch eine Frage dessen, was alles in "Schicksal" eingerechnet wird.

Agape
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Agape » So 25. Sep 2022, 16:46

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wohl eher aus Deiner Perspektive heraus betrachtet? ;)

Alles ist ja bekanntlich relativ. Jemand, dessen Arme gelähmt sind/waren und der langsam mit ungewisser Perspektive lernt sie wieder zu benutzen wird das wohl nicht einfach sein, ja. Und jetzt wäre auch die Frage, was ein Durchschnittsmensch da raten würde? "Streng dich halt an"?

Ja, Fleiss, Disziplin, Ausdauer etc., gemäss einer Tugend im irdischen Sinne. Diese Art von „Willen“ ist hier jedoch mit ziemlicher Sicherheit nicht gemeint. Wenn ich jetzt schreibe, „ein Wollen aus dem Herzen“, trifft es wohl eher zu, dann würde vielleicht die Frage auftauchen, was denn mit „Herzen“ gemeint sein könnte. Ich kann das allerhöchstens umschreiben, weil ich es lediglich fühle, wenn ich darüber nachdenke, verlieren solche Worte für mich an Bedeutung. Weder das eine, noch das andere Wort kann es präzise ausdrücken, es klingt alles nur wie ein Abklatsch von dem, wie ich es für mich empfinde. Ich behaupte nicht, dass es unmöglich mit Worten auszudrücken ist, ich schreibe nur, dass „ich“ es nicht ausdrücken kann.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Dies weist zwar auf die Ursache hin, jedoch nicht darauf, wie man konkret auf diesen Weg gelangen würde. Und das meine ich nicht theoretisch, sondern „praktisch“.

Ich weiß nicht, was ich dir gegenüber da sinnvollerweise noch sagen könnte.

Ja, dann bleibt eben diese Frage noch offen.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Es wirkt ein wenig so wie "alles was mir gerade begegnet, liebe ich dann über alles"?

Nein, so ist es eher nicht. "Liebe" ich beispielsweise wochenlanges Regenwetter über alles? Was würde es in diesem Zusammenhang bringen, von Liebe oder Nichtliebe zu sprechen?

Nun ging es hier jetzt dann um Mitwesen. Ist Regen für dich ein Mitwesen?

Im Begriff „ALLES“ ist nach meinem Empfinden alles eingeschlossen. Wenn es lediglich um Mitwesen geht, ist die Sache wohl etwas komplexer. "Über alles" liebe ich nicht alle Mitwesen. Da gibt es schon noch Aspekte in mir, die da etwas mehr differenzieren. Grundsätzlich bin ich Mitwesen gegenüber wohlwollend eingestellt. Das heisst aber nicht, dass ich mit allen etwas zu tun haben möchte. Zu dieser Einstellung bin ich jedoch eher durch gewisse Erfahrungen gekommen, die mich geprägt haben. Bevor ich diese Erfahrungen gemacht hatte, war ich viel weniger selektiv und wohl mehr als nur offen (beinahe naiv, gutgläubig) allen mir begegnenden Wesen gegenüber.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Aber was wäre "das" nun eigentlich?

Möglicherweise ein mir noch unbekannter Wesensanteil?

Aha, also wohl das "es" in "es ist doch ein Teil von mir, so zu sein".

Vermutlich ja.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Spricht das was du beschreibst überhaupt für einen stärkeren, durchdringend in dir wirksamen "Fokus auf Jesus"?

Ja, ich nehme Jesus als sehr stark präsent wahr.

Andererseits hattest du in diesem Thread eine deutliche Steigerung geschildert. Das bedeutet ja auch, vorher war es weniger.

Es war früher eher „das Göttliche“ (Gott), weniger stark auf Jesus bezogen.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Das hat eher nichts mit einem solchen Geistwesen zu tun, wie es im Zitat beschrieben wurde.

Da ginge es auch eher um solche Aspekte? "Während dieser gedanklichen Beschäftigung nahm ich eine zunehmende innere Bedrücktheit wahr, als ob ich in einer geistigen (eher finsteren) Sphäre schweben würde, die nicht mehr sehr viel mit derjenigen (eher lichteren) Sphäre zu tun hatte, in der ich mich sonst meistens bewege."

Naja, dieses Empfinden war ja im Vorfeld der Begegnung mit Jesus. Es könnte schon sein, dass dahinter ein solches (eher „finsteres“) Geistwesen steckte - nur hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht an so etwas gedacht.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich würde vermuten, dass das oben beschriebene jüngste Ereignis durchaus einem „sonstigen Alltagserfahren“ zugeordnet werden könnte.

Vielleicht, da ließe sich dann aber auch eine gleichartige Frage stellen?

Ja, das könnte man bestimmt - aber an der Art des Erlebens würde es eventuell wenig ändern? Was könnte beispielsweise der Effekt des Nachgehens einer solchen Frage sein?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Solche Erfahrungen mache ich immer wieder, jedoch beachte ich sie nun wohl mehr, bin diesbezüglich achtsamer und wachsamer geworden, als ich es früher war.

Aha, du meinst vor zehn Jahren z.B. hast du situativ vorübergehend auch schon dergleichen erfahren?

Ja, nur deutete ich es damals anders, da ich diesen persönlichen Bezug zu Jesus noch nicht hatte. Ich schrieb solche Erlebnisse eher „hohen Energien“ zu.
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Marsianer
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Re: Eigenes spirituelles Erleben auf dem "Prüfstand"

Beitragvon Marsianer » Mo 26. Sep 2022, 12:10

Agape hat geschrieben:Diese Art von „Willen“ ist hier jedoch mit ziemlicher Sicherheit nicht gemeint.

Gemeint war an der Stelle eine Sorte von "Rat" der dann oft gegeben wird, aber im Grunde eher den anderen vor allem frustriert.
"Über alles" liebe ich nicht alle Mitwesen.

Es ging um denjenigen/die wenigen, die dir gerade im Moment in deinem Empfinden nah wären.
Es war früher eher „das Göttliche“ (Gott), weniger stark auf Jesus bezogen.

Aber es wurde als gleichartig von dir erfahren? Ich halte Jesus für ein real existierendes Wesen, das auch auf Menschen wirkt. Und das wäre nicht begrenzt auf solche, die bei sich dann sagen: "Ach schau, das ist Jesus Christus."
Naja, dieses Empfinden war ja im Vorfeld der Begegnung mit Jesus. Es könnte schon sein, dass dahinter ein solches (eher „finsteres“) Geistwesen steckte - nur hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht an so etwas gedacht.

Heute empfindest du soetwas nicht mehr?


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