Lobpreis

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Marsianer
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Lobpreis

Beitragvon Marsianer » Mi 17. Mai 2023, 15:09

Der Begriff ist vor allem, aber nicht nur in christlichen Kreisen soweit ich sehe ziemlich präsent.

Was hat es damit eigentlich auf sich? Ja, teils wird er in Form von Musik präsentiert. Mir geht es hier nicht so sehr um Formen "von Lobpreis", sondern eher um das Wieso. Was soll das eigentlich?

Ich würde vermuten, dieser auch biblisch breit beschriebene Brauch hat damit mit einer inneren Verfasstheit zu tun, die dazu neigt immer von Gott abzuirren. Aus dieser Spannung könnte "Lobpreis" attraktiv wirken?
Theresa von Avila, Die Seelenburg, Siebte Wohnung, Drittes Hauptstück hat geschrieben:6. Ihr habt schon gesehen, welche Leiden und Trübsale diese Seelen in ihrem Verlangen nach dem Tode auf sich genommen haben, um zum Genusse des Herrn zu gelangen. Jetzt aber hat ihr Verlangen, ihm zu dienen und zu seinem Lobpreis und wenn möglich zur Förderung irgendeiner Seele beizutragen, sehr zugenommen. Anstatt zu sterben, wünschen sie recht lange unter den größten Leiden zu leben, damit, wenn es möglich wäre, der Herr auch nur ein klein wenig durch sie gepriesen werde. Ja, wüßten sie gewiß, daß sie nach ihrem Hinscheiden sogleich zum Genusse Gottes gelangen würden, so achteten sie nicht darauf; und denken sie an die Glorie, deren sich die Heiligen erfreuen, so verlangen sie in keiner Weise, jetzt schon daran teilzunehmen. Ihre Seligkeit ist es, wenn möglich dem Gekreuzigten in etwa behilflich sein zu können, besonders wenn sie sehen, wie sehr er beleidigt wird und wie wenige sich, von allem losgeschält, die Förderung seiner Ehre ernstlich angelegen sein lassen.

7. Freilich vergessen solche Seelen zuweilen das, was ich eben erwähnte, und es regt sich in ihnen wieder ein zärtliches Verlangen nach dem Genusse Gottes und nach dem Verlassen dieses Landes der Verbannung, besonders wenn sie sehen, wie wenig sie im Dienste Gottes leisten. Aber bald kehren sie wieder in sich selbst zurück und schauen auf den, den sie dauernd bei sich haben. Damit geben sie sich zufrieden und bringen der göttlichen Majestät das Verlangen zu leben als das kostbarste Opfer dar, das sie ihr zu bringen imstande sind? Vor dem Tode aber fürchten sie sich so wenig, daß er ihnen vielmehr als eine süße Verzückung erscheint. Er, der ihnen zuvor jenes äußerst qualvolle Verlangen (nach seiner Anschauung) verliehen, gibt ihnen jetzt das Verlangen zu leben ein. Er sei gelobt und gepriesen in Ewigkeit!

8. Diese Seelen haben auch kein Verlangen nach geistigen Wonnen und Süßigkeiten, da sie den Herrn selbst in sich besitzen, und Seine Majestät ist es, die jetzt in ihnen lebt. War doch das eigene Leben des Herrn hienieden offenbar nichts anderes als ein beständiges Martyrium, und so gestaltet er auch ihr Leben dem seinigen gleichförmig, wenigstens dem Verlangen nach; im übrigen leitet er sie als schwache Menschen, wenn er ihnen auch gern von seiner Stärke mitteilt, sobald er es für sie als notwendig erachtet. Sie leben in einer großen Losschälung von allem Erschaffenen und wünschen immer allein zu sein oder zum Nutzen einer Seele sich zu betätigen. Sie haben weder Trockenheiten des Geistes noch innere Leiden; und während sie mit ihren Gedanken bei unserem Herrn weilen, tragen sie eine so zärtliche Liebe zu ihm, daß sie ihn ohne Unterlaß lobpreisen möchten. Werden sie aber hierin schläfrig, so weckt sie der Herr selbst in der genannten Weise wieder auf; daraus ist ganz deutlich zu erkennen, daß diese Anregung — ich finde keinen anderen Ausdruck — vom Inneren der Seele ausgeht, wie ich dies auch bei den heftigen Antrieben hervorhob. Diese Anregung vollzieht sich mit großer Lieblichkeit, aber sie ist weder auf das eigene Denken noch auf das Gedächtnis zurückzuführen; man kann auch nicht annehmen, daß zu diesem Vorgang die Seele ihrerseits etwas beigetragen hat. Die Person, die ich hier wieder im Auge habe, hat dies mit Aufmerksamkeit beobachtet, da es ihr oft, ja gewöhnlich begegnet. Denn wie das Feuer, so sehr man es auch anfachen mag, nicht nach abwärts lodert, sondern seine Flamme nach oben entsendet, ebenso erkennt man auch hier, daß die innere Anregung vom Seelengrunde ausgeht und die Vermögen der Seele erweckt.

Erkennt ihr Ähnlichkeiten oder Unterschiede des hier Beschriebenen zu eurem Inneren? Es wird benannt, daß Gott immer bei dem Menschen sei, der sich in diesem Zustand der "mystischen Vermählung" befindet. Dieses Bild der Ehe ist biblisch. Nun ist es bei manchen Liebespaaren ja auch der Fall, daß dem anderen gegenüber gesagt wird, wie sehr man ihn liebe?

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Re: Lobpreis

Beitragvon Agape » Do 18. Mai 2023, 11:46

Marsianer hat geschrieben:Ich würde vermuten, dieser auch biblisch breit beschriebene Brauch hat damit mit einer inneren Verfasstheit zu tun, die dazu neigt immer von Gott abzuirren. Aus dieser Spannung könnte "Lobpreis" attraktiv wirken?

In diesem Zusammenhang könnte vielleicht unter anderem auch ein „schlechtes Gewissen haben“ eine Rolle spielen? Deshalb würde nach Möglichkeiten gesucht werden, Gott zu preisen, um ihn auf eine gewisse Weise „gnädig“ zu stimmen - und sich dadurch selbst etwas zu entlasten? Wenn dem so wäre, ginge es jedoch bei Lobpreis hauptsächlich um sich selbst und weniger um Gott?

Marsianer hat geschrieben:Erkennt ihr Ähnlichkeiten oder Unterschiede des hier Beschriebenen zu eurem Inneren?

Theresa von Avila, Die Seelenburg, Siebte Wohnung, Drittes Hauptstück hat geschrieben:Sie leben in einer großen Losschälung von allem Erschaffenen und wünschen immer allein zu sein oder zum Nutzen einer Seele sich zu betätigen. Sie haben weder Trockenheiten des Geistes noch innere Leiden; und während sie mit ihren Gedanken bei unserem Herrn weilen, tragen sie eine so zärtliche Liebe zu ihm, daß sie ihn ohne Unterlaß lobpreisen möchten.

Hierin erkenne ich gewisse Ähnlichkeiten mit meinem Empfinden. Wobei ich weniger das Bedürfnis nach Lobpreis habe, sondern eher nach dem Ausdruck meiner Liebe nicht (nur) durch Worte, sondern durch Taten. Während ich also mit meinen Gedanken bei Jesus weile, offenbare ich ihm meinen Wunsch, mich dorthin zu führen, wo es solcher Taten bedarf und wozu ich durch das Wirken von Jesus in mir auch befähigt sein würde.
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Re: Lobpreis

Beitragvon Marsianer » Do 18. Mai 2023, 12:07

Agape hat geschrieben:In diesem Zusammenhang könnte vielleicht unter anderem auch ein „schlechtes Gewissen haben“ eine Rolle spielen? Deshalb würde nach Möglichkeiten gesucht werden, Gott zu preisen, um ihn auf eine gewisse Weise „gnädig“ zu stimmen - und sich dadurch selbst etwas zu entlasten?

Ja.
Wenn dem so wäre, ginge es jedoch bei Lobpreis hauptsächlich um sich selbst und weniger um Gott?

Vielleicht.

Das was ich heute in dieser Erdregion so als breit praktiziert betrachte, hat vielleicht etwas von einer Beschwörung vom Fernem? Es wäre nocheinmal etwas ganz anderes als ein "Ich liebe dich." zu einem bekannten Wesen, mit dem man tatsächlich Umgang hat. Auch das kann unter Erdenmenschen taktisch manipulativ motiviert sein oder eben auch eine ehrliche Äußerung tatsächlichen Empfindend entsprechender Zuneigung. Und während ich persönlich, wenn ich mich so in solche Situationen hineinversetze, authentische Äußerungen solcher Art gegenüber mir noch in gewissem Rahmen sympathisch fände, würde es wohl ins Negative rutschen, wenn ich den Eindruck bekäme jemand würde sich quasi nur einschleimen wollen oder soetwas nachplappern, wo es zu einem eher toten Ritual wurde "lobzupreisen" während ihr Herz eigentlich ziemlich fern wäre.
Hierin erkenne ich gewisse Ähnlichkeiten mit meinem Empfinden.

Ah ja, schon auch eine eher dauerhafte Präsenz Gottes/Jesu, vielleicht mit relativ kurzen Phasen ohne solche?
Wobei ich weniger das Bedürfnis nach Lobpreis habe, sondern eher nach dem Ausdruck meiner Liebe nicht (nur) durch Worte, sondern durch Taten.

Geht aus der zitierten Passage eigentlich auch hervor, das mit "Taten"? "oder zum Nutzen einer Seele sich zu betätigen"
Während ich also mit meinen Gedanken bei Jesus weile, offenbare ich ihm meinen Wunsch, mich dorthin zu führen, wo es solcher Taten bedarf und wozu ich durch das Wirken von Jesus in mir auch befähigt sein würde.

Ja.

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Re: Lobpreis

Beitragvon Agape » Fr 19. Mai 2023, 10:34

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wenn dem so wäre, ginge es jedoch bei Lobpreis hauptsächlich um sich selbst und weniger um Gott?

Vielleicht. Das was ich heute in dieser Erdregion so als breit praktiziert betrachte, hat vielleicht etwas von einer Beschwörung vom Fernem?

An dieses Beschwörungsritual wären dann wohl meistens gewisse Erwartungen geknüpft, die man gerne erfüllt haben möchte, was von einem Mangelzustand zeugen würde.

Es wäre nocheinmal etwas ganz anderes als ein "Ich liebe dich." zu einem bekannten Wesen, mit dem man tatsächlich Umgang hat.

Ja. Eine echte Liebesbezeugung wäre vermutlich frei von Erwartungen und eher aus einem Zustand der Fülle hervorgehend.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hierin erkenne ich gewisse Ähnlichkeiten mit meinem Empfinden.

Ah ja, schon auch eine eher dauerhafte Präsenz Gottes/Jesu, vielleicht mit relativ kurzen Phasen ohne solche?

Ja, eventuell teils in diesem Rahmen: viewtopic.php?f=2&t=209&p=6654#p6654
Jemand fühlt sich innerlich aus sich friedvoll (insofern zufrieden), äußere Situationen geben weniger den Ausschlag, können aber in mildem Umfang gerade über längere Zeit belastend wirken.
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Re: Lobpreis

Beitragvon Marsianer » Fr 19. Mai 2023, 10:55

Agape hat geschrieben:An dieses Beschwörungsritual wären dann wohl meistens gewisse Erwartungen geknüpft, die man gerne erfüllt haben möchte, was von einem Mangelzustand zeugen würde.

Irgendwie so. Stell dir mal vor es gäbe eine Schule, die anderen Menschen beibringt zwecks Partnersuche Erfolg haben zu werden, indem man einfach "seine Liebe immer mitteilt". Dir laufen solche Schüler über den Weg, sie singen und rezitieren, wie sehr sie dich lieben würden, aber es fühlt sich gegenteilig an. Ich fände soetwas ungünstiger als wenn sie geschwiegen hätten. Wie ist es denn mit "falsch Zeugnis ablegen" (solche meinen ja oft diese Gebote an Israel würden für Christen gelten)?

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Re: Lobpreis

Beitragvon christ » Sa 20. Mai 2023, 15:08

Marsianer hat geschrieben:Stell dir mal vor es gäbe eine Schule, die anderen Menschen beibringt zwecks Partnersuche Erfolg haben zu werden, indem man einfach "seine Liebe immer mitteilt".

Jedem Menschen mitteilt? Wenn die es zu jedem sagen, ohne dass sie diese Liebe denjenigen Menschen gegenüber auch empfinden, dann wäre dies "falsch Zeugnis". Oder auch leere Worte.

Es gibt aber auch Menschen, die können es nicht sagen. Weil sie es nicht selbst bewusst wissen oder fühlen? Oder auch, weil sie dem anderen dies nicht gestehen wollen?

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Re: Lobpreis

Beitragvon Agape » Sa 20. Mai 2023, 15:51

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:An dieses Beschwörungsritual wären dann wohl meistens gewisse Erwartungen geknüpft, die man gerne erfüllt haben möchte, was von einem Mangelzustand zeugen würde.

Irgendwie so. Stell dir mal vor es gäbe eine Schule, die anderen Menschen beibringt zwecks Partnersuche Erfolg haben zu werden, indem man einfach "seine Liebe immer mitteilt". Dir laufen solche Schüler über den Weg, sie singen und rezitieren, wie sehr sie dich lieben würden, aber es fühlt sich gegenteilig an.

Eine seltsame Vorstellung. Aber vielleicht geht es in die Richtung von „Affirmationen“, wo auch davon ausgegangen wird, dass Worte „Energie“ sind und sich durch entsprechende häufige Anwendung energetisch etwas verändern kann?

christ hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Stell dir mal vor es gäbe eine Schule, die anderen Menschen beibringt zwecks Partnersuche Erfolg haben zu werden, indem man einfach "seine Liebe immer mitteilt".

Es gibt aber auch Menschen, die können es nicht sagen. Weil sie es nicht selbst bewusst wissen oder fühlen? Oder auch, weil sie dem anderen dies nicht gestehen wollen?

Und wie wäre dies im biblischen Sinne in Bezug auf die Liebe zu Gott zu verstehen?
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Re: Lobpreis

Beitragvon Marsianer » Sa 20. Mai 2023, 16:30

christ hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Stell dir mal vor es gäbe eine Schule, die anderen Menschen beibringt zwecks Partnersuche Erfolg haben zu werden, indem man einfach "seine Liebe immer mitteilt".

Jedem Menschen mitteilt?

Es sollte in Vergleich mit menschlichen Verhältnissen sein. Wo derjenige Schüler solcher Lehre sich dann an jemanden bestimmten, aber eher jeder Schüler an jemand anderen, heranmachen würde für eine Partnerschaft. Dann wird etwas soetwas ritualartig vollzogen,vielleicht auf Grund eines Nutzwert-Kriterienkatalogs wie "reich, schlank, ..." weil gemeint wird der andere würde es so mögen müssen, daß er dann ganz nett zu einem sein müßte oder so? Da ist das Beispiel dann etwas anders als die Situation einer Lehre, die speziell "Gott" einer Tradition zum Ziel solcher "Liebesbekundungen" erklären würde. Daß der soetwas sogar mögen oder gar verlangen würde.
Es gibt aber auch Menschen, die können es nicht sagen. Weil sie es nicht selbst bewusst wissen oder fühlen? Oder auch, weil sie dem anderen dies nicht gestehen wollen?

Und was würde daraus vielleicht wohl folgen?
Agape hat geschrieben:Aber vielleicht geht es in die Richtung von „Affirmationen“, wo auch davon ausgegangen wird, dass Worte „Energie“ sind und sich durch entsprechende häufige Anwendung energetisch etwas verändern kann?

Ja.

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Re: Lobpreis

Beitragvon Marsianer » Do 25. Mai 2023, 14:32

Es gibt ja manche Menschen, die "menschliche Schwächen" lobend erwähnen, was auch kulturell einen gewissen erzählerischen Stellenwert einnimmt. Ähnlich "Originale" hervorheben oder schildern, man möge derartige Eigenheiten an Partner, Freunden oder Bekannten. Soweit ich beobachte heben soetwas oft Leute hervor, die nach ihrer "gesellschaftlichen Rolle" eher überdurchschnittlich "angepasst" sind, beziehungsweise sich kaum selbst anderen mal zeigen, eher zu einer Art Kunstprodukt geworden sind und wohl mehr oder weniger (un)bewußt empfinden, wie groß der eigene dabei Verlust ist, auch wenn sie sich üblicherweise einreden es sei die Sache wert es für sich selbst so weiter durchzuziehen. Und so finden sie es gut allerwenigstens etwas solchen gesellschaftlichen Konformitätsanforderungen und ihren in gewissem Umfang erkannten menschenschädlichen Wirkungen entgegenzusetzen. Und zugleich sind sie oft dann doch selbst auch aktiver Teil solcher Wirkdynamiken. Daher wirken solche Leute im Rahmen von Projekten wie dem Jakobgut teils auch etwas wie "falsche Freunde".

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Re: Lobpreis

Beitragvon Agape » Fr 26. Mai 2023, 17:34

Marsianer hat geschrieben:Daher wirken solche Leute im Rahmen von Projekten wie dem Jakobgut teils auch etwas wie "falsche Freunde".

Können solche Leute den Projekten mit ihrer ambivalenten Haltung unter Umständen auch schaden? Oder schaden sie sich vor allem selbst, indem wohl meistens eines Tages ihre "wahre" Einstellung ans Tageslicht tritt und dadurch eventuell Enttäuschung und Frustration die Folge sein könnten?

Was würden denn solche Leute im Projektzusammenhang beispielsweise als "menschliche Schwäche" lobpreisen?
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Re: Lobpreis

Beitragvon Marsianer » Fr 26. Mai 2023, 18:25

Agape hat geschrieben:Können solche Leute den Projekten mit ihrer ambivalenten Haltung unter Umständen auch schaden?

Es ist eine Spielart des Umstands, daß Mitwirkende halt oft geprägt sind von dem was heutige Großmultiplikatoren ("Mainstream") verbreiten und dann oft in insofern auch typischer ganz selbstverständlicher verblendeter Überheblichkeit versuchen das Projekt dann teils in soeine Richtung zu treiben. Und viele dieser Menschen sind auf diverse solcher Reize "dressiert" und springen dann schnell.
Oder schaden sie sich vor allem selbst, indem wohl meistens eines Tages ihre "wahre" Einstellung ans Tageslicht tritt und dadurch eventuell Enttäuschung und Frustration die Folge sein könnten?

Das kann wohl auch sein. Wenn sie zum eigentlichen Projekt Distanz halten und es öffentlich unterstützen würden (wobei dieselben Probleme in anderer Weise wirksam werden können), wäre es wohl noch eine andere Situation.
Was würden denn solche Leute im Projektzusammenhang beispielsweise als "menschliche Schwäche" lobpreisen?

Es ginge da wohl öfters um etwas, in dem Menschen "echter", "lebendiger" (mehr im Einklang mit Teilen ihres "Herzens", ihres tatsächlichen seelischen Zustandes) agieren würden? Während diese Menschen oft stark "überkonditioniert" wären und vor allem daraus handeln würden und in gewisser Weise spüren, wie übel das innerlich für sie ist?

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Re: Lobpreis

Beitragvon Agape » So 28. Mai 2023, 20:55

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Können solche Leute den Projekten mit ihrer ambivalenten Haltung unter Umständen auch schaden?

Es ist eine Spielart des Umstands, daß Mitwirkende halt oft geprägt sind von dem was heutige Großmultiplikatoren ("Mainstream") verbreiten und dann oft in insofern auch typischer ganz selbstverständlicher verblendeter Überheblichkeit versuchen das Projekt dann teils in soeine Richtung zu treiben. Und viele dieser Menschen sind auf diverse solcher Reize "dressiert" und springen dann schnell.

Sie würden sich dann unter Umständen tatsächlich wie „falsche Freunde“ verhalten, auf welche kein Verlass ist, und womöglich meinen, sich dadurch nützlich zu erweisen.

Ein „echter Freund“ (des Projektes und seiner Ausrichtung) wäre vermutlich eher in der Lage zu erkennen, dass an der Ursprungsidee nicht beliebig „herumgebastelt“ werden kann, ohne dadurch das Risiko einzugehen, eventuell Zerstörendes zu bewirken.
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