Prelest

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Louis
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Re: Prelest

Beitragvon Louis » So 11. Sep 2022, 05:42

Agape hat geschrieben:Hm - ich meinte oben eigentlich eher „seelischen“, weniger körperlichen Schmerz. Kennst Du so etwas nicht? Hast Du noch nie einen Schmerz (ähnlich wie ein Messerstich) im Herzen verspürt?


Achso. Doch kenne ich.
„Dass sie im Unterschied zu körperlichen Schmerzen noch Jahre später so schmerzhaft sein können, ist nicht einfach nachzuvollziehen.“
Diese Schmerzen meinst du?

Louis hat geschrieben:Sieht Father Keating ähnlich.
„Leiden bedeutet, dass wir dem Schmerz Widerstand leisten. Im Evangelium drückte Jesus in seiner Aufforderung: „Widerstehe nicht dem Bösen“, aus, es wäre besser, wenn wir das nicht tun würden, dem, was wir als böse wahrnehmen, Widerstand entgegen zu bringen. Leiden ist wahrscheinlich das, was größtenteils als böse wahrgenommen wird, so wie auch der Tod. Wenn unsere Haltung dem Schmerz gegenüber wäre, dass wir ihn akzeptieren, so wie er ist, dann könnte unnützes Leiden vielleicht stark verringert werden.“


Agape hat geschrieben:Ja, gemäss eigener Erfahrung wirkt es sich bei mir wohl ganz ähnlich aus. Widerstand führt zu einer gewissen Verhärtung im Herzen, so nehme ich es jedenfalls wahr.


Widerstehst du dem Bösen?

Wie paßt das eigentlich zusammen?
„So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“ Jakobus 4,7
„Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar“ Matthäus 5:39

Louis hat geschrieben:Zuerst sollten wir uns bewusst sein, daß „Leiden“ nicht gleich „Schmerzen“ ist. Schmerzen könnte man vielleicht als ein Resultat von Leiden betrachten.


Agape hat geschrieben:Du meinst eine Folge davon?


Ja, könnte man so sagen.

Nochmal:
Schmerz: Im Budddhismus gibt es eine ganz klare Unterscheidung zwischen Schmerz und Leid. Schmerz gehört zum Leben aller Menschen. Wir können ihm nicht ausweichen. Niemand, egal wie bewusst, achtsam oder gesund wir leben.

Leiden: Ist ein zentraler Begriff buddhistischer Existenzerfahrung.
Leiden ist jene Konstante, die allem Dasein zugrunde liegt;
es entsteht dadurch, dass wir uns an eine Welt binden, in der nichts von Bestand ist und bewahrt werden kann.

Louis hat geschrieben:Leiden hat mit Schmerz nichts zu tun.


Agape hat geschrieben:Indem nicht jedes Leiden unbedingt Schmerz verursacht?


Auch dieses.
Schmerz gehört zum Leben aller Menschen.

Von Leiden, die entstehen indem wir uns an eine Welt binden in der nichts von Bestand ist und bewahrt werden kann, sollten wir uns entbinden.
So in etwa.

Louis hat geschrieben:Auf „alles“. Ist nicht „alles“, was wir an Gott herantragen, in einer gewissen Weise mit einer Erwartung verbunden. Selbst eine Danksagung?


Agape hat geschrieben:Heisst, eine Erwartung zu haben automatisch, davon auszugehen, dass sie erfüllt wird? Ich würde in diesem Falle eher von Hoffnung, als von Erwartung sprechen. Die Hoffnung lässt mich offen bleiben für unterschiedliche Entwicklungen - eine Erwartung ist meiner Ansicht nach eher etwas, das festhält, das meinen Blick (und mein Herz) „eng“ macht.


„Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.“ Sprüche 10:28

„Der Gerechten Wunsch muß doch wohl geraten; und der Gottlosen Hoffen wird Unglück.“ Sprüche 11:23

Louis hat geschrieben:Ja, diese Lehren sind mir im großen und ganzen ein Begriff.
„Ziel aller buddhistischen Praxis ist die Überwindung des Leids durch die Realisierung des Nicht-Ich, um so die dauerhafte Befreiung im Erlöschen aller Begierden und Leiden-schaften (sic!) im vollständigen Nirv ā na [31] zu erlangen.
Gänzlich Verstanden?


Agape hat geschrieben:Hm - grundsätzlich ja - jedoch gehe ich etwas anders daran heran. Weniger „theoretisch“ - eher darin „einen Sinn begreifend“. Wenn ich Gott in meinem Herzen viel Raum gebe, weil ich ihn über alles liebe, dann ist es weniger „Überwindung“, sondern viel eher Freude, die meinen Befreiungsprozess begleitet. Verstehst Du, wie ich es meine?


Ja. Deine Herangehensweise leuchtet mir ein.

Agape hat geschrieben:Siehe oben. Je grösser die Liebe zu Gott, desto weniger Verlangen nach materiellen Dingen. Dies ist eine Art von Massstab für mich - wobei mein Verlangen nach materiellen Dingen nie besonders stark war - bei mir ist es eher die Neigung zu Bequemlichkeit, welche mich noch an materiellen Dingen anhaften lässt. Mich für materielle Dinge anzustrengen, ist mir jedoch nicht in die Wiege gelegt worden und ich habe mich stets über Menschen gewundert, die so etwas tun - als ihren einzigen Lebenszweck verstehen.


Gut.
Demzufolge mußt du dir über Leiden wenig Gedanken machen. Und Schmerz gehört zum Leben aller Menschen. ...

Louis hat geschrieben:...Die Frage die dann aber noch für mich im Raum steht: wie bringt man ein Herz zum reden? Hättest du eine Idee?


Agape hat geschrieben:Ja - auf nichts drängen, sich auf nichts versteifen, sondern Gott immer wieder liebevoll zugewandt sein - in oben erwähnter Haltung der Hoffnung - nicht Erwartung.


Hm. So weit würde ich dem zustimmen. Erwartung weniger Hoffnung würde ich sagen.
Hoffen sie „auf das kommen des Erlösers“, oder warten sie, „erwarten sie das kommen des Erlösers“? ;)

Agape hat geschrieben:Ich versuche mir nichts vorzustellen, denn Vorstellungen können in die Irre führen. Ich ahne eher, wie es sich anfühlte, als ich noch ein reines Lichtgeschöpf Gottes war - und dorthin zieht es meine Seele wieder - zurück zu meinem Ursprung.


Warum hat sich deine Seele, ein reines Lichtgeschöpf Gottes, von deinem Ursprung (vorübergehend) getrennt? Ein reines Lichtgeschöpf Gottes trennt sich doch nicht von Gott?

Agape hat geschrieben:Langmut wäre eine Frucht des Geistes. Hätte diese nichts mit Geduld zu tun? Worin bestünde diesbezüglich der Unterschied?


„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht. Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.“

„die geduld ist eine frucht des geistes, und wo wir ungeduldig sind, handeln wir nach dem fleisch und nicht nach dem geist.“

Und manche Ungeduld bedeutet, daß man auch mal nach dem Fleisch (handeln muß) um das Ziel zu erreichen. Deswegen bin ich hier, meine Leidenschaft und Begierde, rein nach dem Geist wie im Himmel zu handeln, vorübergehend gekreuzigt.
„Gehöre“ Christus Jesus da erfüllt man, was erwartet wird.

Agape hat geschrieben: Ich würde vermuten, dass es davon abhängt, inwieweit man sich eher vom Geist - oder von den Begierden des Fleisches leiten lässt?


Ja. Von welchem Geist? Gibt mehrere. Der eigene Geist, der Geist Gottes, der heilige Geist... welcher ist gemeint, von welchem Geist läßt du dich leiten?

Agape hat geschrieben:Wobei „Mitgefühl“ und "Mitleid“ meiner Ansicht nach nicht dasselbe ist. Ersteres nimmt wahr, „was ist“, verstrickt sich selbst aber nicht wie Letzteres im Leid des anderen, sondern bleibt in seiner stabilen Mitte - kann aus dieser Stabilität heraus agieren. Ist jemand in Mitleid gefangen, hat er eventuell die Verbindung mit seinem inneren Zentrum verloren und agiert infolgedessen eher aus konditioniertem Verhalten heraus, zum Beispiel einer eher „angelernten“ Ethik und Moral folgend.


Mitgefühl ist keine Schwäche und Mitleid nicht so zart wie Liebe.
Nichts des zu Trotz:
„Gott hat das Selbstmitleid an die Seite der Verzweiflung gestellt wie das Heilmittel an die Seite der Krankheit“. Tränen, aus einem tiefen Mitleid heraus, als Heilmittel für andere (weiß kaum einer).

Agape hat geschrieben:Ja, das stimmt? Was könnte denn beispielsweise hinter Schuldgefühlen stehen?


Louis hat geschrieben:Z.B. ein nicht Göttliches Handeln.


Agape hat geschrieben:Welches dann ein schlechtes Gewissen zur Folge hätte. Und anstatt bei sich selbst hinzuschauen, werden andere für das eigene Handeln verantwortlich gemacht - die Schuld wird nach aussen projiziert.


So endet es nicht selten, wie man es täglich miterlebt.

Agape hat geschrieben:Um dieser Idealvorstellung zur Wirklichkeit zu verhelfen, wäre gemäss meines derzeitigen Wissens genügend starke Willenskraft im Herzen notwendig. Und dieser Willenskraft läge (ungeteilte) seelische Liebe zu Gott zugrunde. Ich habe „ungeteilte“ bewusst in Klammern gesetzt - denn ich vermute, dass es diesbezüglich bei mir noch hakt.


Louis hat geschrieben:Wieso bringst du Gott keine „ungeteilte“ Liebe entgegen? Woran erkennst du das? Hat sich Christus beschwert?


Agape hat geschrieben:Nein, ich erkenne bei mir Blockaden, die mich geistig zurzeit zurückhalten. Würden solche Blockaden bestehen, wenn ich keine anderen „Väter“ neben Gott hätte?


Die Blockaden können nicht so schwerwiegend sein, wenn sich Christus bisher nicht beschwerte? Blockaden, was für Blockaden?, bedeuten doch nicht schlussfolgernd, daß du andere Väter neben Gott hast?
Wieviel „Väter“ gibt es denn? Definierst du „Vater“ genauso wie Marsianer?
Oder definierst du „Vater“ wie Marsianer, weil er es so definiert?

Das erste Gebot: „Du sollt keine anderen Götter neben mir haben“ (2Mo 20,3).
Lese nichts von: Du sollst keine anderen Väter neben mir haben.
„Schaut ihr mich, schaut ihr den Vater“... Wo liest du was von Väter, wie kommst du darauf?

Agape hat geschrieben:Ja - nach der Endzeit „das neue Jerusalem“. Und was geschieht mit den Menschen, die geistig noch nicht so weit sind?


Louis hat geschrieben:Sehr gute Frage. Hatten sie nicht lange genug Zeit, sich geistig zu entwickeln?


Agape hat geschrieben:Offenbar nicht lange genug. Vor allem wurden wohl immer wieder falsche Entscheidungen getroffen, welche nicht aus Liebe zu Gott, sondern aus Liebe zu Fleischlichem erfolgten. Wie vielen Menschen ist es bewusst, dass sie nicht ihr Körper sind, dass ihre Werke des Fleisches sie „niederdrücken“, in der Materie gefangen halten? Dass alles Materielle vergänglich ist und letztendlich nur die Liebe im Herzen zählt? Lernt man so etwas in der Schule?


Ja. Was lernt man sonst in den Schulen außer Dinge die man im Leben nicht gebrauchen kann? (Meine Meinung, halte von unserem „Bildungs“System reichlich wenig)
Hm. Offenbar nicht lange genug? Wie lange würdest du ihnen Zeit geben? Was nützt denjenigen noch mehr Zeit? Ist es nicht auch da wie in der Schule? Manche kapieren es nie, ganz nach dem Motto: Wer lernt und nicht selber denkt ist verloren?
„dass ihre Werke des Fleisches sie „niederdrücken“, in der Materie gefangen halten? Dass alles Materielle vergänglich ist...“ Siehst du Agape, das Wort Leiden selbst definiert. ;)

Agape hat geschrieben:Wäre es „unbewussten“ Menschen dann überhaupt möglich, dies vollumfänglich „zu sehen“?


Ist es „unbewußten “ Menschen derzeit möglich, ihn zu erkennen?
Möglich schon, erkennen sie ihn?
Was ist schon „unbewußt “ und „bewußt“? Fest im Glaube würde ich es nennen.
Nicht das Materielle sondern Gott zu lieben würde bedeuten, ihn zu erkennen.
(In keiner Zeit wäre es einfacher gewesen...)

Louis hat geschrieben:Hm. „Geistig mehr sehen“... Wer entscheidet das wer „mehr sieht“?


Agape hat geschrieben:Letztendlich das Seelenwesen, das sich für einen bestimmten „Vater“ entschieden hat? Ist es nicht so, dass lichter Geist „mehr sieht“ als finsterer?


Manchmal habe ich das Gefühl du würdest im Sinne von Marsianer antworten, seine Worte verwenden. Wieso? ich z.B. kenne nur einen Vater, auch wenn Marsianer das anders sieht. Vertraue keinem blind, egal wer es ist. Man kann natürlich Dinge übernehmen, letztendlich solltest du auf dein Herz hören, Gott spricht mit dir, kannst ihn alles fragen, falls du dir mal unsicher wärst.
Lichter Geist sieht nicht „mehr“, weitsichtiger und klarer würde ich es nennen.

Louis hat geschrieben:Vor allem „Geistig mehr sehen können“... Wieso sollten andere „mehr sehen können“ wie ich? Es mag schon möglich sein „Geistig mehr sehen zu können“, aber dann möchte ich selbst dazu gehören. So sollte deine Einstellung sein. :)


Agape hat geschrieben:Nichts mehr als das - und dennoch gibt es da offenbar noch Dinge, welche diesem „möchten“ entgegenstehen.


Wenn diesem „möchten“ was entgegensteht, bist du nur es selbst, sonst niemand.
Denk immer daran: du bist ein reines Lichtgeschöpf Gottes. So hast du dich selbst definiert. Entrümple was dir eventuell entgegensteht und suche den Weg, der Christus ist. Falls du ihn nicht findest, bitte Gott Geist, im Stillen, darum. ;)
Wem du Glauben schenken sollst? Gott und deinem Herzen.

Louis hat geschrieben:Zudem, geht es um die Liebe.


Agape hat geschrieben:Ja.


Gut, mehr brauchst du nicht als Agape, Agape.

Agape hat geschrieben:Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass „Liebe“ in dieser Form, wie ich sie empfinde und weitergebe, teils nicht ankommt und eher angezweifelt wird, weil ich nicht genügend zu erfassen in der Lage sei, um andere wirklich verstehen zu können.
Da muss doch was dran sein, sonst würde ich diese Erfahrung wohl kaum machen?


Denke nicht das da was dran ist, ich spüre deine Liebe, die du weiter gibst. Viele wissen nicht wie man, daß man so etwas in einem Gespräch spüren kann. ich schon, bin überzeugt, daß du auf dem richtigen Weg bist, ihn bald findest...

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..es gibt zwei Arten von Weltgeschichte:

Agape
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Re: Prelest

Beitragvon Agape » Di 13. Sep 2022, 13:14

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hm - ich meinte oben eigentlich eher „seelischen“, weniger körperlichen Schmerz. Kennst Du so etwas nicht? Hast Du noch nie einen Schmerz (ähnlich wie ein Messerstich) im Herzen verspürt?

Achso. Doch kenne ich.
„Dass sie im Unterschied zu körperlichen Schmerzen noch Jahre später so schmerzhaft sein können, ist nicht einfach nachzuvollziehen.“
Diese Schmerzen meinst du?

Ja. Sie lösen sich nicht in Luft auf, sondern rufen nach Wandel. Der Mensch soll ihren Ursprung möglichst bewusst erkennen - das könnte der erste Schritt in Richtung Heilung bedeuten.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Sieht Father Keating ähnlich.
„Leiden bedeutet, dass wir dem Schmerz Widerstand leisten. Im Evangelium drückte Jesus in seiner Aufforderung: „Widerstehe nicht dem Bösen“, aus, es wäre besser, wenn wir das nicht tun würden, dem, was wir als böse wahrnehmen, Widerstand entgegen zu bringen. Leiden ist wahrscheinlich das, was größtenteils als böse wahrgenommen wird, so wie auch der Tod. Wenn unsere Haltung dem Schmerz gegenüber wäre, dass wir ihn akzeptieren, so wie er ist, dann könnte unnützes Leiden vielleicht stark verringert werden.“

Ja, gemäss eigener Erfahrung wirkt es sich bei mir wohl ganz ähnlich aus. Widerstand führt zu einer gewissen Verhärtung im Herzen, so nehme ich es jedenfalls wahr.

Widerstehst du dem Bösen?

Sofern ich das Gute erkenne, folge ich diesem. Man kann kaum etwas Böses bewirken, wenn man aufrichtigen Herzens Gutes will.

Wie paßt das eigentlich zusammen?
„So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“ Jakobus 4,7
„Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar“ Matthäus 5:39

Siehe meine oben stehende Ausführung. „Dem Bösen widerstehen“ verhält sich ähnlich, wie der Versuch, „nicht an den rosaroten Elefanten zu denken“. Hast Du dies eventuell schon mal versucht und dabei Erfolg gehabt? ;)

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Siehe oben. Je grösser die Liebe zu Gott, desto weniger Verlangen nach materiellen Dingen. Dies ist eine Art von Massstab für mich - wobei mein Verlangen nach materiellen Dingen nie besonders stark war - bei mir ist es eher die Neigung zu Bequemlichkeit, welche mich noch an materiellen Dingen anhaften lässt. Mich für materielle Dinge anzustrengen, ist mir jedoch nicht in die Wiege gelegt worden und ich habe mich stets über Menschen gewundert, die so etwas tun - als ihren einzigen Lebenszweck verstehen.

Gut. Demzufolge mußt du dir über Leiden wenig Gedanken machen. Und Schmerz gehört zum Leben aller Menschen. ...

Wobei sich Gedanken über Leiden zu machen nicht identisch ist mit den Leiden selbst. Die Gedanken sind wie ein Vorhang, den man vor dem Leiden zugezogen hat. Jedoch hinter dem Vorhang befindet sich das Leiden noch immer - also ist es im Grunde genommen müssig, sich über Leiden Gedanken zu machen. Wenn es „da“ ist, wäre es wohl ein guter Weg, sich ihm hinzugeben und durch das Leiden hindurchzugehen - stets fest und standhaft im Gottesvertrauen und -glauben verbleibend.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:...Die Frage die dann aber noch für mich im Raum steht: wie bringt man ein Herz zum reden? Hättest du eine Idee?

Ja - auf nichts drängen, sich auf nichts versteifen, sondern Gott immer wieder liebevoll zugewandt sein - in oben erwähnter Haltung der Hoffnung - nicht Erwartung.

Hm. So weit würde ich dem zustimmen. Erwartung weniger Hoffnung würde ich sagen.
Hoffen sie „auf das kommen des Erlösers“, oder warten sie, „erwarten sie das kommen des Erlösers“? ;)

https://www.bibelwissen.ch/wiki/Die_Hof ... zuschanden
Die Hoffnung ist für jeden Menschen ein ganz großer Motivator. Ohne Hoffnung sind wir eigentlich kaum lebensfähig. Die stabilisierende und stärkende Wirkung der Hoffnung wird auch im Hebräerbrief beschrieben:
• Hebr 6:18-19 - damit wir durch zwei unveränderliche Dinge, bei denen Gott [doch] unmöglich lügen kann, einen starken Trost hätten, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die vorhandene Hoffnung zu ergreifen. 19 Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele, der in das Innere des Vorhangs hineinreicht, ...
Aus menschlicher Sicht könnte man auch sagen, dass die Hoffnung wie ein Lebenselixier auf unsere Seele wirkt. Die Hoffnung treibt uns an. Wer die Hoffnung verloren hat, wird apathisch und depressiv. Aus biblischer Sicht ist die Hoffnung ein Anker für die Seele. Bevor ich zu diesem "Anker der Seele" etwas erwähnen werde, möchte ich noch etwas zu der Unterscheidung zwischen Hoffnung und Erwartung weitergeben.
Hoffnung oder Erwartung
Bei den Bibelübersetzern gab es immer wieder die Diskussion, ob man die hebr. Wörter tiqvâh (DBR = Erharrtes) und tôcheleth (DBR = Erwartung) und das griech. Wort elpis nicht besser mit Erwartung, anstelle mit Hoffnung übersetzen sollte. Dazu gibt es 2 Aspekte, die wir beachten sollten:
1. Wenn eine Frau auf ein Kind hofft, dann ist sie in der Regel noch nicht schwanger und sie weiß auch nicht, ob sie noch ein Kind bekommen wird. Wenn eine Frau ein Kind erwartet, dann ist sie schwanger und dann wird sie auch ein Kind bekommen, wenn nicht etwas dazwischen kommt. Die Erwartung beinhaltet also eine wesentlich höhere Zuversicht, als die Hoffnung. Die biblische Erwartung beinhaltet eine noch größere Zuversicht, als die Zuversicht, die eine schwangere Frau hat, wenn sie auf ihr Kind wartet. Ebenso kann ein Sohn das Erbe oder einen Teil des Erbes von seinem Vater erwarten, währenddem ein treuer Diener nur auf ein kleines Geschenk seines verstorbenen Herrn hoffen kann. Aus dieser Sicht, ist das Wort "Erwartung" die geeignetere Übersetzung für tôcheleth und elpis.
2. Der Begriff "Erwartung" enthält im Deutschen aber auch eine negative Komponente. So kann man z. B. sagen, "ich erwarte eine große Wirtschaftskrise"; man sagt in der Regel nicht, "ich hoffe auf eine Wirtschaftskrise". Man kann Gutes oder Schlechtes erwarten, aber man hofft nicht auf etwas Schlechtes! Aus dieser Sicht, ist das Wort "Hoffnung" die geeignetere Übersetzung für tôcheleth und elpis. Man könnte auch sagen, dass es sich hier um eine "schöne oder freudige Erwartung" handelt.
Wenn ich also über die "Hoffnung" spreche, dann meine ich die "freudige, zuversichtliche und biblische Erwartung". Nicht jede Stelle, wo wir die Begriffe tôcheleth und elpis finden, beinhaltet auch automatisch die "freudige, zuversichtliche und biblische Erwartung". Ob es sich um eine göttliche Erwartung handelt, zeigt uns immer auch der Kontext. So gibt es auch widergöttliche Erwartungen, die nicht in Erfüllung gehen werden, wie z. B. Folgende:
• Spr 11:7 - Mit dem Tod eines gottlosen Menschen geht [seine] Hoffnung (tiqvâh) verloren, und die trügerische Erwartung (tôcheleth) ist verloren.
• Apg 16:19 - Als aber ihre Herren sahen, dass die Hoffnung (elpis) auf ihren Gewinn dahin war, griffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Markt zu den Vorstehern.
Die biblische Erwartung ist eine Hoffnung, die nicht enttäuscht wird! Die biblische Erwartung ist sicherer als das „Amen in der Kirche“. Wenn wir auf das hoffen, was Gott versprochen hat, dann wird diese Hoffnung nicht enttäuscht werden! Unsere Vorstellung von der Erfüllung einer Verheißung, kann jedoch falsch sein und deshalb auch enttäuscht werden.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich versuche mir nichts vorzustellen, denn Vorstellungen können in die Irre führen. Ich ahne eher, wie es sich anfühlte, als ich noch ein reines Lichtgeschöpf Gottes war - und dorthin zieht es meine Seele wieder - zurück zu meinem Ursprung.

Warum hat sich deine Seele, ein reines Lichtgeschöpf Gottes, von deinem Ursprung (vorübergehend) getrennt? Ein reines Lichtgeschöpf Gottes trennt sich doch nicht von Gott?

Hm - ich mag mich nicht mehr daran erinnern, was geschehen war - aber offenbar hatte sich meine Seele irgendwann einmal von Gott abgewandt - warum auch immer? Vielleicht wurde sie von Satan verführt? Ich kann diesbezüglich nur mutmassen, dennoch gibt es bestimmte Ursachen, weshalb ich aktuell stehe, wo ich gerade stehe. Es hat keinen Sinn zu leugnen, was sich derzeit abspielt. Dennoch bin ich nicht ohne Hoffnung und fühle mich keineswegs von Gott verlassen - dann schon viel eher von Satan - ich kann wenig mit einer Welt anfangen, die von Satan regiert wird. Aber wo genau ich stehe, kann ich irgendwie nicht richtig erfassen.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich würde vermuten, dass es davon abhängt, inwieweit man sich eher vom Geist - oder von den Begierden des Fleisches leiten lässt?

Ja. Von welchem Geist? Gibt mehrere. Der eigene Geist, der Geist Gottes, der heilige Geist... welcher ist gemeint, von welchem Geist läßt du dich leiten?

Ich vermute, davon gibt es noch mehrere - sonst würde meine Seele wohl „homogener“ - klarer ausgerichtet sein. Ich bin zwar sehr stark nach dem Göttlichen ausgerichtet, jedoch suche ich dieses Göttliche teils noch in anderen Menschen, anstatt aus mir selbst heraus zu schöpfen.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Nein, ich erkenne bei mir Blockaden, die mich geistig zurzeit zurückhalten. Würden solche Blockaden bestehen, wenn ich keine anderen „Väter“ neben Gott hätte?

Die Blockaden können nicht so schwerwiegend sein, wenn sich Christus bisher nicht beschwerte?

Ob sie schwerwiegend sind, kann ich nicht beurteilen.

Blockaden, was für Blockaden?, bedeuten doch nicht schlussfolgernd, daß du andere Väter neben Gott hast?

Siehe weiter oben bezüglich „sich von Geist leiten lassen“.

Wieviel „Väter“ gibt es denn?

Offenbar steht „Vater“ für etwas, das dem innersten Wollen entspricht?

Definierst du „Vater“ genauso wie Marsianer? Oder definierst du „Vater“ wie Marsianer, weil er es so definiert?

Ich habe bisher noch keine eigene Definition gefunden. Jedoch gehe ich stark in Resonanz mit dem, was mir Marsianer vermittelt hat.

Das erste Gebot: „Du sollt keine anderen Götter neben mir haben“ (2Mo 20,3).
Lese nichts von: Du sollst keine anderen Väter neben mir haben.
„Schaut ihr mich, schaut ihr den Vater“... Wo liest du was von Väter, wie kommst du darauf?

Ich habe keine anderen Götter - jedoch offenbar noch ein Wollen in mir, das nicht in allen Teilen Gottes Wollen entspricht.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Offenbar nicht lange genug. Vor allem wurden wohl immer wieder falsche Entscheidungen getroffen, welche nicht aus Liebe zu Gott, sondern aus Liebe zu Fleischlichem erfolgten. Wie vielen Menschen ist es bewusst, dass sie nicht ihr Körper sind, dass ihre Werke des Fleisches sie „niederdrücken“, in der Materie gefangen halten? Dass alles Materielle vergänglich ist und letztendlich nur die Liebe im Herzen zählt?

Hm. Offenbar nicht lange genug? Wie lange würdest du ihnen Zeit geben?

Jedem „gemäss seinem freien Willen“.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wäre es „unbewussten“ Menschen dann überhaupt möglich, dies vollumfänglich „zu sehen“?

Nicht das Materielle sondern Gott zu lieben würde bedeuten, ihn zu erkennen.

Jaaa. :)

Hm. „Geistig mehr sehen“... Wer entscheidet das wer „mehr sieht“?

Grundsätzlich jeder Mensch selbst. Aber es kommt wohl des Öfteren vor, dass der Mensch einer Illusion folgt und entsprechend meint, „viel zu sehen“. Jedoch ist das, was er sieht, eher Trug und Schein, als die Wahrheit.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Letztendlich das Seelenwesen, das sich für einen bestimmten „Vater“ entschieden hat? Ist es nicht so, dass lichter Geist „mehr sieht“ als finsterer?

Manchmal habe ich das Gefühl du würdest im Sinne von Marsianer antworten, seine Worte verwenden. Wieso?

Dies wurde von mir weiter oben bereits „erklärt“. Es ist ein Effekt, der weder Marsianer noch mir „gefällt“. Dennoch ist er da und kann nicht unbeachtet bleiben. Es gibt in diesem Forum bereits zahlreiche Gespräche, welche um dieses Thema kreisen, ein diesbezüglicher „Durchbruch“ ist jedoch bisher noch nicht gelungen.

ich z.B. kenne nur einen Vater, auch wenn Marsianer das anders sieht.

Du kannst offenbar auf reichliches spirituelles Selbsterfahrenes zurückgreifen. Das kann ich in diesem Ausmass wohl noch nicht. Vielleicht deshalb, weil ich trotz meiner Neigung zum Einzelgängertum in meinem Herzen überaus offen für andere Menschen bin - oft in einem Masse, das zwar für andere gut sein mag - für mich selbst aber eher hinderlich ist, was eigenes spirituelles Erfahren betrifft.
Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wozu ich eigentlich hier (auf der Erde) bin. Geht es eher darum, mich (meine mir innewohnende Liebe) an die Menschen zu verschenken - oder darum, die Geschenke Gottes für mich selbst zu nutzen - im Sinne von Suche nach der Wahrheit. Es sind zwei Seiten (zwei Seelen in meiner Brust) - die ich noch nicht „entwirrt“ habe - es fühlt sich manchmal an wie ein „gordischer Knoten“, der noch einer Lösung bedarf.

Vertraue keinem blind, egal wer es ist.

Nein, nicht „irgendjemandem“, sondern nur jemandem, dem mein Herz vertraut, weniger der Verstand.

Man kann natürlich Dinge übernehmen, letztendlich solltest du auf dein Herz hören, Gott spricht mit dir, kannst ihn alles fragen, falls du dir mal unsicher wärst.

Ja - mein Herz spricht: „Vertraue“ - deshalb folge ich ihm. Ich vertraue niemals „gegen mein Herz“ - egal was dabei herauskommt. Bis jetzt habe ich praktisch nur „gute“ Erfahrungen damit gemacht.

Lichter Geist sieht nicht „mehr“, weitsichtiger und klarer würde ich es nennen.

Ja, so etwas Ähnliches war von mir oben gemeint.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Nichts mehr als das - und dennoch gibt es da offenbar noch Dinge, welche diesem „möchten“ entgegenstehen.

Wenn diesem „möchten“ was entgegensteht, bist du nur es selbst, sonst niemand.

Ja, davon gehe ich aus. ;)

Denk immer daran: du bist ein reines Lichtgeschöpf Gottes. So hast du dich selbst definiert. Entrümple was dir eventuell entgegensteht und suche den Weg, der Christus ist. Falls du ihn nicht findest, bitte Gott Geist, im Stillen, darum. ;)

Naja - auf diesem Weg bin ich doch bereits? Jedoch bedeutet dies für mich nicht, Menschen, die ich mag, „aus meinem Herzen zu entrümpeln“. Es muss einen anderen Weg geben - ich kann nicht glauben, dass Gott dies von mir abverlangt. Und wenn es so wäre - muss ich aktuell bekennen, dass ich noch nicht bereit bin, dies zu tun.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass „Liebe“ in dieser Form, wie ich sie empfinde und weitergebe, teils nicht ankommt und eher angezweifelt wird, weil ich nicht genügend zu erfassen in der Lage sei, um andere wirklich verstehen zu können.
Da muss doch was dran sein, sonst würde ich diese Erfahrung wohl kaum machen?

Denke nicht das da was dran ist, ich spüre deine Liebe, die du weiter gibst. Viele wissen nicht wie man, daß man so etwas in einem Gespräch spüren kann. ich schon, bin überzeugt, daß du auf dem richtigen Weg bist, ihn bald findest...

Danke. :)
"Schreiben ist der direkte Weg zum Herzen"

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Re: Prelest

Beitragvon Louis » Sa 17. Sep 2022, 07:24

Agape hat geschrieben:Hm - ich meinte oben eigentlich eher „seelischen“, weniger körperlichen Schmerz. Kennst Du so etwas nicht? Hast Du noch nie einen Schmerz (ähnlich wie ein Messerstich) im Herzen verspürt?


Louis hat geschrieben:Achso. Doch kenne ich.
„Dass sie im Unterschied zu körperlichen Schmerzen noch Jahre später so schmerzhaft sein können, ist nicht einfach nachzuvollziehen.“
Diese Schmerzen meinst du?


Agape hat geschrieben:Ja. Sie lösen sich nicht in Luft auf, sondern rufen nach Wandel. Der Mensch soll ihren Ursprung möglichst bewusst erkennen - das könnte der erste Schritt in Richtung Heilung bedeuten.


Ja. „Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig. Jeder Schmerz ist ein Aufschrei einer sehnsüchtigen Seele, der es an etwas mangelt.“

Louis hat geschrieben:Widerstehst du dem Bösen?


Agape hat geschrieben:Sofern ich das Gute erkenne, folge ich diesem. Man kann kaum etwas Böses bewirken, wenn man aufrichtigen Herzens Gutes will.


Gut. Bist du ein Kristallkind?

Agape hat geschrieben:Siehe meine oben stehende Ausführung. „Dem Bösen widerstehen“ verhält sich ähnlich, wie der Versuch, „nicht an den rosaroten Elefanten zu denken“. Hast Du dies eventuell schon mal versucht und dabei Erfolg gehabt? ;)


Bei deiner oben stehende Ausführung geht es darum: „Man kann kaum etwas Böses bewirken...“?
Etwas „Böses bewirken“ hat mit dem „Bösen widerstehen“ nichts zu tun.
Warum sollte ich „dem Bösen widerstehen“? Christus sagte doch: „Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen...“ ;)

Agape hat geschrieben:...wobei mein Verlangen nach materiellen Dingen nie besonders stark war...


Louis hat geschrieben:Gut. Demzufolge mußt du dir über Leiden wenig Gedanken machen. Und Schmerz gehört zum Leben aller Menschen. ...


Agape hat geschrieben:Wobei sich Gedanken über Leiden zu machen nicht identisch ist mit den Leiden selbst.


ich weiß.
„Der Mensch leidet, weil er Dinge zu besitzen und zu behalten begehrt, die ihrer Natur nach vergänglich sind; so wie der Acker verdorben wird durch Unkraut, wird der Mensch verdorben durch seine Gier.“
Bist du nicht gierig nach materiell- und vergänglichen Dingen, mußt du dir schlussfolgernd keine Gedanken über eigene Leiden machen, denn Leiden entstehen nur durch diese Gier. So war‘s gemeint.

Agape hat geschrieben:Die Gedanken sind wie ein Vorhang, den man vor dem Leiden zugezogen hat. Jedoch hinter dem Vorhang befindet sich das Leiden noch immer - also ist es im Grunde genommen müssig, sich über Leiden Gedanken zu machen. Wenn es „da“ ist, wäre es wohl ein guter Weg, sich ihm hinzugeben und durch das Leiden hindurchzugehen - stets fest und standhaft im Gottesvertrauen und -glauben verbleibend.


„Wenn es „da“ ist, wäre es wohl ein guter Weg“, sich von den Dingen zu lösen die Leiden verursachen. Die Gier...
„stets fest und standhaft im Gottesvertrauen“ ist etwas auf das wir, nicht nur bei Leiden, bauen sollten.

Agape hat geschrieben:Ja - auf nichts drängen, sich auf nichts versteifen, sondern Gott immer wieder liebevoll zugewandt sein - in oben erwähnter Haltung der Hoffnung - nicht Erwartung.


Louis hat geschrieben:Hm. So weit würde ich dem zustimmen. Erwartung weniger Hoffnung würde ich sagen.
Hoffen sie „auf das kommen des Erlösers“, oder warten sie, „erwarten sie das kommen des Erlösers“? ;)


Agape hat geschrieben:Die Hoffnung ist für jeden Menschen ein ganz großer Motivator. Ohne Hoffnung sind wir eigentlich kaum lebensfähig. Die stabilisierende und stärkende Wirkung der Hoffnung wird auch im Hebräerbrief beschrieben:
• Hebr 6:18-19 - damit wir durch zwei unveränderliche Dinge, bei denen Gott [doch] unmöglich lügen kann, einen starken Trost hätten, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die vorhandene Hoffnung zu ergreifen. 19 Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele, der in das Innere des Vorhangs hineinreicht, ...
Aus menschlicher Sicht könnte man auch sagen, dass die Hoffnung wie ein Lebenselixier auf unsere Seele wirkt. Die Hoffnung treibt uns an. Wer die Hoffnung verloren hat, wird apathisch und depressiv. Aus biblischer Sicht ist die Hoffnung ein Anker für die Seele. Bevor ich zu diesem "Anker der Seele" etwas erwähnen werde, möchte ich noch etwas zu der Unterscheidung zwischen Hoffnung und Erwartung weitergeben.
Hoffnung oder Erwartung
Bei den Bibelübersetzern gab es immer wieder die Diskussion, ob man die hebr. Wörter tiqvâh (DBR = Erharrtes) und tôcheleth (DBR = Erwartung) und das griech. Wort elpis nicht besser mit Erwartung, anstelle mit Hoffnung übersetzen sollte. Dazu gibt es 2 Aspekte, die wir beachten sollten:
1. Wenn eine Frau auf ein Kind hofft, dann ist sie in der Regel noch nicht schwanger und sie weiß auch nicht, ob sie noch ein Kind bekommen wird. Wenn eine Frau ein Kind erwartet, dann ist sie schwanger und dann wird sie auch ein Kind bekommen, wenn nicht etwas dazwischen kommt. Die Erwartung beinhaltet also eine wesentlich höhere Zuversicht, als die Hoffnung. Die biblische Erwartung beinhaltet eine noch größere Zuversicht, als die Zuversicht, die eine schwangere Frau hat, wenn sie auf ihr Kind wartet. Ebenso kann ein Sohn das Erbe oder einen Teil des Erbes von seinem Vater erwarten, währenddem ein treuer Diener nur auf ein kleines Geschenk seines verstorbenen Herrn hoffen kann. Aus dieser Sicht, ist das Wort "Erwartung" die geeignetere Übersetzung für tôcheleth und elpis.
2. Der Begriff "Erwartung" enthält im Deutschen aber auch eine negative Komponente. So kann man z. B. sagen, "ich erwarte eine große Wirtschaftskrise"; man sagt in der Regel nicht, "ich hoffe auf eine Wirtschaftskrise". Man kann Gutes oder Schlechtes erwarten, aber man hofft nicht auf etwas Schlechtes! Aus dieser Sicht, ist das Wort "Hoffnung" die geeignetere Übersetzung für tôcheleth und elpis. Man könnte auch sagen, dass es sich hier um eine "schöne oder freudige Erwartung" handelt.
Wenn ich also über die "Hoffnung" spreche, dann meine ich die "freudige, zuversichtliche und biblische Erwartung". Nicht jede Stelle, wo wir die Begriffe tôcheleth und elpis finden, beinhaltet auch automatisch die "freudige, zuversichtliche und biblische Erwartung". Ob es sich um eine göttliche Erwartung handelt, zeigt uns immer auch der Kontext. So gibt es auch widergöttliche Erwartungen, die nicht in Erfüllung gehen werden, wie z. B. Folgende:
• Spr 11:7 - Mit dem Tod eines gottlosen Menschen geht [seine] Hoffnung (tiqvâh) verloren, und die trügerische Erwartung (tôcheleth) ist verloren.
• Apg 16:19 - Als aber ihre Herren sahen, dass die Hoffnung (elpis) auf ihren Gewinn dahin war, griffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Markt zu den Vorstehern.
Die biblische Erwartung ist eine Hoffnung, die nicht enttäuscht wird! Die biblische Erwartung ist sicherer als das „Amen in der Kirche“. Wenn wir auf das hoffen, was Gott versprochen hat, dann wird diese Hoffnung nicht enttäuscht werden! Unsere Vorstellung von der Erfüllung einer Verheißung, kann jedoch falsch sein und deshalb auch enttäuscht werden.


Mir kommt es so vor, daß du Hoffnung und Erwartung hin und wieder selbst ein wenig „durcheinander würfelst“? Nicht gänzlich im Klaren bist „Hoffnung oder Erwartung“?
Denke kaum jemand würde sagen, daß Hoffnung und Erwartung ein und dasselbe ist. Da sind wir uns doch einig. Dennoch haben Hoffnung und Erwartung mehr „Gemeinsamkeiten“ wie man vielleicht denkt:

Erwartung:
„Dreh dich nicht um und bleib nicht stehen.“
Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind.
Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 56-62)

Agape hat geschrieben:„Die Erwartung beinhaltet also eine wesentlich höhere Zuversicht, als die Hoffnung.“


Richtig. Aufgrund ich, wenn es um göttliche Dinge geht, erwarte und nicht nur hoffe. Fest im Glauben sage ich manchmal. Verstehen viele nicht: Gott ist radikal. (Vor allem was gewisse Dinge angeht.) Lauheit ist da fehlplatziert. Fest im Glauben hoffe ich nicht auf das Kommen von Christ, ich erwarte das Kommen. Auch erwarte ich, wie es zudem biblisch versichert wird, er den Satan (für seine Taten!) richtet ...

Er!, Christus erwartet, ich erwarte. ..
Warum sollten wir von Gott nicht auch gewisse Dinge erwarten? Wer von Gott erwartet, ist Fest im Glaube.. (meine Überzeugung)
Jeder hat seine eigene Berufung, seinen Auftrag, eine Mission. Nenne jeder es wie er wolle. ich erwarte(!) von mir selbst diese Mission „ins Ziel zu bringen“ und hoffe es nicht. Wer auf „Göttlicher Mission“ unterwegs wäre darf nicht glauben, daß Gott darauf hofft, daß diese „Mission“ ins Ziel gerettet wird, Gott erwartet es! Natürlich kann es ein Scheitern dabei geben, aber auch einen Weg, es beim nächsten mal „besser“ zu machen.

Vielleicht etwas überspitzt formuliert könnte man sagen: Hoffnung ist der etwas ängstliche Bruder von Erwartung.
Natürlich hoffe ich, sollte ich in zwei Wochen eine Gartenparty veranstalten, auf Sonnenschein und erwarte diesen nicht. Kann es ja nicht wissen. ;)

Agape hat geschrieben:„Ob es sich um eine göttliche Erwartung handelt, zeigt uns immer auch der Kontext. So gibt es auch widergöttliche Erwartungen, die nicht in Erfüllung gehen werden, wie z. B. Folgende:
• Spr 11:7 - Mit dem Tod eines gottlosen Menschen geht [seine] Hoffnung (tiqvâh) verloren, und die trügerische Erwartung (tôcheleth) ist verloren.“


Hm. Ging die Hoffnung oder die Erwartung verloren?

tiqvâh / tôcheleth beides wird im hebräischen mit Hoffnung übersetzt?

‎תּקוה (tiqvâh) Hoffnung
‎מּקוא מקוה מקוהo (miqveh miqvêh miqvê') Hoffnung
‎תּוחלת (tôcheleth) Hoffnung
‎שׂבר (ώêber) Hoffnung
‎בּטּחון (biţţâchôn) Hoffnung
https://www.bibelwissen.ch/wiki/Hoffnung

Erwartung: (prosdokía) תוֹחֶלֶת

„Man kann Gutes oder Schlechtes erwarten, aber man hofft nicht auf etwas Schlechtes! Aus dieser Sicht, ist das Wort "Hoffnung" die geeignetere Übersetzung für tôcheleth und elpis. Man könnte auch sagen, dass es sich hier um eine "schöne oder freudige Erwartung" handelt.“

Hm. Du meinst Hoffnung wäre eine "schöne oder freudige Erwartung", verstehe ich das richtig?
„Man hofft nicht auf etwas schlechtes...“ Doch, der Satan. Erwarten kann er es nicht, weil er nicht im Wissen ist!

„Wenn ich also über die "Hoffnung" spreche, dann meine ich die "freudige, zuversichtliche und biblische Erwartung".

ich spreche auch von der „freudigen, zuversichtlichen und biblischen Erwartung“, wenn ich diese meine. ;)

„Aus menschlicher Sicht könnte man auch sagen, dass die Hoffnung wie ein Lebenselixier auf unsere Seele wirkt. Die Hoffnung treibt uns an. Wer die Hoffnung verloren hat, wird apathisch und depressiv.“

Hm. Wer die Hoffnung verloren hat, wird apathisch und depressiv? Nie davon gehört? Kannst du ein Beispiel nennen?

„Apg 16:19 - Als aber ihre Herren sahen, dass die Hoffnung (elpis) auf ihren Gewinn dahin war, griffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Markt zu den Vorstehern.“

Ja, erwähnte es weiter oben bereits. Auch Satan hofft, daß seine Gier sich erfüllen wird ...

„Die biblische Erwartung ist eine Hoffnung, die nicht enttäuscht wird! Die biblische Erwartung ist sicherer als das „Amen in der Kirche“. Wenn wir auf das hoffen, was Gott versprochen hat, dann wird diese Hoffnung nicht enttäuscht werden! Unsere Vorstellung von der Erfüllung einer Verheißung, kann jedoch falsch sein und deshalb auch enttäuscht werden.“

Hm. „Erwartung ist eine Hoffnung...“?
„...möchte ich noch etwas zu der Unterscheidung zwischen Hoffnung und Erwartung weitergeben.“ ;)

Würde es so formulieren:
Fest im Glaube ist die biblische Erwartung eine Erwartung, die nicht enttäuscht wird! Die biblische Erwartung ist sicherer als das „Amen in der Kirche“. Wenn wir das von Christus erwarten, was Gott, er uns versprochen hat, dann wird diese Erwartung nicht enttäuscht werden! Fest im Glaube..“

Warum hofft man schwanger zu werden und sagt nicht ich erwarte schwanger zu werden? Weil man eventuell nicht Fest im Glaube ist?

Louis hat geschrieben:Warum hat sich deine Seele, ein reines Lichtgeschöpf Gottes, von deinem Ursprung (vorübergehend) getrennt? Ein reines Lichtgeschöpf Gottes trennt sich doch nicht von Gott?


Agape hat geschrieben:Hm - ich mag mich nicht mehr daran erinnern, was geschehen war - aber offenbar hatte sich meine Seele irgendwann einmal von Gott abgewandt - warum auch immer? Vielleicht wurde sie von Satan verführt? Ich kann diesbezüglich nur mutmassen, dennoch gibt es bestimmte Ursachen, weshalb ich aktuell stehe, wo ich gerade stehe. Es hat keinen Sinn zu leugnen, was sich derzeit abspielt. Dennoch bin ich nicht ohne Hoffnung und fühle mich keineswegs von Gott verlassen - dann schon viel eher von Satan - ich kann wenig mit einer Welt anfangen, die von Satan regiert wird. Aber wo genau ich stehe, kann ich irgendwie nicht richtig erfassen.


Du magst dich nicht daran erinnern, aber du erinnerst dich daran?
Du Glaubst, daß du ein rein lichtes Wesen warst, bis deine Seele eventuell Satan verführte? Hm. Mit was hätte er dich locken und verführen können?
Welche bestimmten Ursachen meinst du? Vielleicht solltest du dir meine obigen Worte über Erwartung mal zu Herzen nehmen und ausnahmsweise nicht auf Gott hoffen, sondern warten, u.a. sein Kommen erwarten. So müßtest du ihn nur noch erkennen und von Christus erwarten, daß er dich zum Vater führt. So einfach könnte es auch mal sein. :)

Agape hat geschrieben:Ich würde vermuten, dass es davon abhängt, inwieweit man sich eher vom Geist - oder von den Begierden des Fleisches leiten lässt?


Ja. Davon hängt vieles ab. Lässt man sich vom Fleisch leiten, begibt man sich in Leiden.

Louis hat geschrieben:Ja. Von welchem Geist? Gibt mehrere. Der eigene Geist, der Geist Gottes, der heilige Geist... welcher ist gemeint, von welchem Geist läßt du dich leiten?


Agape hat geschrieben:Ich vermute, davon gibt es noch mehrere - sonst würde meine Seele wohl „homogener“ - klarer ausgerichtet sein. Ich bin zwar sehr stark nach dem Göttlichen ausgerichtet, jedoch suche ich dieses Göttliche teils noch in anderen Menschen, anstatt aus mir selbst heraus zu schöpfen.


Beides ist korrekt.
Sagte doch, daß es mehrer Geister gibt, deswegen meine obige Frage?
Du lässt dich eher von deinem eigenen Geist, als vom heiligen Geist leiten?

Agape hat geschrieben:Ob sie schwerwiegend sind, kann ich nicht beurteilen.


Aha.

Louis hat geschrieben:Wieviel „Väter“ gibt es denn?


Agape hat geschrieben:Offenbar steht „Vater“ für etwas, das dem innersten Wollen entspricht?


Offenbar weißt du es nicht und glaubst diesbezüglich Marsianer?

„Vater(!) vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“
Was hat dieses Vater, mit dem eigenen innersten Wollen entsprechen zu tun?

Louis hat geschrieben:Definierst du „Vater“ genauso wie Marsianer? Oder definierst du „Vater“ wie Marsianer, weil er es so definiert?


Agape hat geschrieben:Ich habe bisher noch keine eigene Definition gefunden. Jedoch gehe ich stark in Resonanz mit dem, was mir Marsianer vermittelt hat.


ich mit ihr auch. Diesbezüglich nicht.
Warum hast du keine eigene Definition für „Vater“ gefunden? Kann man nicht nur in Resonanz gehen, wenn man eine eigene Meinung vertritt?

Louis hat geschrieben:Das erste Gebot: „Du sollt keine anderen Götter neben mir haben“ (2Mo 20,3).
Lese nichts von: Du sollst keine anderen Väter neben mir haben.
„Schaut ihr mich, schaut ihr den Vater“... Wo liest du was von Väter, wie kommst du darauf?


Agape hat geschrieben:Ich habe keine anderen Götter...


Gut.
Warum hast du geschrieben „Ich habe keine anderen Götter“ und nicht ich habe keine anderen Väter? Somit hast du dem Begriff (himmlischer) Vater doch schon eine eigene Definition gegeben. :)

Christus: Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Die Welt und ihre Begierde vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. ;)
Christus und der Vater sind Eins. ..

Agape hat geschrieben:...jedoch offenbar noch ein Wollen in mir, das nicht in allen Teilen Gottes Wollen entspricht.


Ja. Meine Frage war doch wie du auf Väter kommst?

Louis hat geschrieben:Hm. Offenbar nicht lange genug? Wie lange würdest du ihnen Zeit geben?


Agape hat geschrieben:Jedem „gemäss seinem freien Willen“.


Richtig. Deswegen dreht sich die Menschheit, auch 2000 Jahre nach seinem (damaligen) Erscheinen, immer noch im Kreis. :)

Agape hat geschrieben:Wäre es „unbewussten“ Menschen dann überhaupt möglich, dies vollumfänglich „zu sehen“?


Louis hat geschrieben:Nicht das Materielle sondern Gott zu lieben würde bedeuten, ihn zu erkennen.


Agape hat geschrieben:Jaaa. :)


Jaaa. Du hast ihn erkannt :)

Louis hat geschrieben:Hm. „Geistig mehr sehen“... Wer entscheidet das wer „mehr sieht“?


Agape hat geschrieben:Grundsätzlich jeder Mensch selbst. Aber es kommt wohl des Öfteren vor, dass der Mensch einer Illusion folgt und entsprechend meint, „viel zu sehen“. Jedoch ist das, was er sieht, eher Trug und Schein, als die Wahrheit.


Ja. Andere entscheiden nicht, wer „mehr sieht“. Das entscheide ich selbst. Und wer einer Illusion folgt wird das selbst erkennen.

Agape hat geschrieben:Dies wurde von mir weiter oben bereits „erklärt“. Es ist ein Effekt, der weder Marsianer noch mir „gefällt“. Dennoch ist er da und kann nicht unbeachtet bleiben. Es gibt in diesem Forum bereits zahlreiche Gespräche, welche um dieses Thema kreisen, ein diesbezüglicher „Durchbruch“ ist jedoch bisher noch nicht gelungen.


Deswegen sind wir doch hier, damit ein „Durchbruch“ gelingt?

Agape hat geschrieben:Du kannst offenbar auf reichliches spirituelles Selbsterfahrenes zurückgreifen. Das kann ich in diesem Ausmass wohl noch nicht. Vielleicht deshalb, weil ich trotz meiner Neigung zum Einzelgängertum in meinem Herzen überaus offen für andere Menschen bin - oft in einem Masse, das zwar für andere gut sein mag - für mich selbst aber eher hinderlich ist, was eigenes spirituelles Erfahren betrifft.
Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wozu ich eigentlich hier (auf der Erde) bin. Geht es eher darum, mich (meine mir innewohnende Liebe) an die Menschen zu verschenken - oder darum, die Geschenke Gottes für mich selbst zu nutzen - im Sinne von Suche nach der Wahrheit. Es sind zwei Seiten (zwei Seelen in meiner Brust) - die ich noch nicht „entwirrt“ habe - es fühlt sich manchmal an wie ein „gordischer Knoten“, der noch einer Lösung bedarf.


„Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wozu ich eigentlich hier (auf der Erde) bin“

Dies heraus zu finden wäre aber die „Basis“.
Erkenne dich selbst, die Basis seine eigene Philosophie, Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens, „lebendig leben zu können“.

Louis hat geschrieben:Vertraue keinem blind, egal wer es ist.


Agape hat geschrieben:Nein, nicht „irgendjemandem“, sondern nur jemandem, dem mein Herz vertraut, weniger der Verstand.


Gut.

Agape hat geschrieben:Ja - mein Herz spricht: „Vertraue“ - deshalb folge ich ihm. Ich vertraue niemals „gegen mein Herz“ - egal was dabei herauskommt. Bis jetzt habe ich praktisch nur „gute“ Erfahrungen damit gemacht.


Du wirst mit dieser Vorgehensweise auch weiter „gute“ Erfahrungen machen; meine Überzeugung.

Agape hat geschrieben:Ja, davon gehe ich aus. ;)


ich auch. ;)

Louis hat geschrieben:Denk immer daran: du bist ein reines Lichtgeschöpf Gottes. So hast du dich selbst definiert. Entrümple was dir eventuell entgegensteht und suche den Weg, der Christus ist. Falls du ihn nicht findest, bitte Gott Geist, im Stillen, darum. ;)


Agape hat geschrieben:Naja - auf diesem Weg bin ich doch bereits?


Hast du Christus gefunden?

Agape hat geschrieben:Jedoch bedeutet dies für mich nicht, Menschen, die ich mag, „aus meinem Herzen zu entrümpeln“.


Hab nicht gesagt du sollst Menschen die du nicht magst aus deinem Herzen zu entrümpeln.

Agape hat geschrieben:Es muss einen anderen Weg geben - ich kann nicht glauben, dass Gott dies von mir abverlangt. Und wenn es so wäre - muss ich aktuell bekennen, dass ich noch nicht bereit bin, dies zu tun.


Natürlich würde Gott dies nicht von dir verlangen. „Dreh dich nicht um“..

Erwartung:
„Dreh dich nicht um und bleib nicht stehen.“
Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind.
Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 56-62)

Agape hat geschrieben:Danke. :)


Sehr gerne :)

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..es gibt zwei Arten von Weltgeschichte:

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Re: Prelest

Beitragvon Agape » Sa 17. Sep 2022, 16:50

@Louis:

Ich habe zur Thematik "Hoffnung oder Erwartung?" einen separaten Thread eröffnet:
viewtopic.php?f=2&t=193&p=5115#p5115
"Schreiben ist der direkte Weg zum Herzen"

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Re: Prelest

Beitragvon Agape » Di 20. Sep 2022, 11:16

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ja. Sie lösen sich nicht in Luft auf, sondern rufen nach Wandel. Der Mensch soll ihren Ursprung möglichst bewusst erkennen - das könnte der erste Schritt in Richtung Heilung bedeuten.

Ja. „Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig. Jeder Schmerz ist ein Aufschrei einer sehnsüchtigen Seele, der es an etwas mangelt.“

Eventuell Mangel an innerer Lebendigkeit infolge fehlender Anbindung an die göttliche Geistesquelle?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Widerstehst du dem Bösen?

Sofern ich das Gute erkenne, folge ich diesem. Man kann kaum etwas Böses bewirken, wenn man aufrichtigen Herzens Gutes will.

Gut. Bist du ein Kristallkind?

Wie kommst Du darauf?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Siehe meine oben stehende Ausführung. „Dem Bösen widerstehen“ verhält sich ähnlich, wie der Versuch, „nicht an den rosaroten Elefanten zu denken“. Hast Du dies eventuell schon mal versucht und dabei Erfolg gehabt? ;)

Bei deiner oben stehende Ausführung geht es darum: „Man kann kaum etwas Böses bewirken...“? Etwas „Böses bewirken“ hat mit dem „Bösen widerstehen“ nichts zu tun.

Nein. Jedoch Menschen, die ständig damit beschäftigt sind, „ja nichts Böses zu bewirken“ haben doch einen Grund dafür? Sie leisten zwar dem Bösen Widerstand, aber weshalb zeigt sich das Böse offenbar so deutlich in ihnen? Tut jemand automatisch Gutes, nur weil er nichts Böses tut?

Warum sollte ich „dem Bösen widerstehen“? Christus sagte doch: „Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen...“ ;)

Eben, siehe oben.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wobei sich Gedanken über Leiden zu machen nicht identisch ist mit den Leiden selbst.

ich weiß.
„Der Mensch leidet, weil er Dinge zu besitzen und zu behalten begehrt, die ihrer Natur nach vergänglich sind; so wie der Acker verdorben wird durch Unkraut, wird der Mensch verdorben durch seine Gier.“ Bist du nicht gierig nach materiell- und vergänglichen Dingen, mußt du dir schlussfolgernd keine Gedanken über eigene Leiden machen, denn Leiden entstehen nur durch diese Gier. So war‘s gemeint.

Ja. Nur deshalb?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Die Gedanken sind wie ein Vorhang, den man vor dem Leiden zugezogen hat. Jedoch hinter dem Vorhang befindet sich das Leiden noch immer - also ist es im Grunde genommen müssig, sich über Leiden Gedanken zu machen. Wenn es „da“ ist, wäre es wohl ein guter Weg, sich ihm hinzugeben und durch das Leiden hindurchzugehen - stets fest und standhaft im Gottesvertrauen und -glauben verbleibend.

„Wenn es „da“ ist, wäre es wohl ein guter Weg“, sich von den Dingen zu lösen die Leiden verursachen. Die Gier...

Könnte die Gier nicht eine tiefere Ursache haben? Könnte sie nicht Wirkung von etwas noch tiefer Liegendem sein? Weshalb ist ein Mensch gierig? Dies könnte doch auch die Folge eines Mangelzustandes sein (siehe weiter oben?

„stets fest und standhaft im Gottesvertrauen“ ist etwas auf das wir, nicht nur bei Leiden, bauen sollten.

Ja.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Warum hat sich deine Seele, ein reines Lichtgeschöpf Gottes, von deinem Ursprung (vorübergehend) getrennt? Ein reines Lichtgeschöpf Gottes trennt sich doch nicht von Gott?

Hm - ich mag mich nicht mehr daran erinnern, was geschehen war - aber offenbar hatte sich meine Seele irgendwann einmal von Gott abgewandt - warum auch immer? Vielleicht wurde sie von Satan verführt? Ich kann diesbezüglich nur mutmassen, dennoch gibt es bestimmte Ursachen, weshalb ich aktuell stehe, wo ich gerade stehe. Es hat keinen Sinn zu leugnen, was sich derzeit abspielt. Dennoch bin ich nicht ohne Hoffnung und fühle mich keineswegs von Gott verlassen - dann schon viel eher von Satan - ich kann wenig mit einer Welt anfangen, die von Satan regiert wird. Aber wo genau ich stehe, kann ich irgendwie nicht richtig erfassen.

Du magst dich nicht daran erinnern, aber du erinnerst dich daran?

Ich mag mich nicht daran erinnern, jedoch gehe davon aus, da ich ja mit den Folgen davon auch aktuell noch konfrontiert zu sein scheine.

Du Glaubst, daß du ein rein lichtes Wesen warst, bis deine Seele eventuell Satan verführte? Hm. Mit was hätte er dich locken und verführen können?

Glauben? Eher mutmassen. Mit etwas, das nicht dem Geist Gottes entspricht.

Welche bestimmten Ursachen meinst du?

Ich meine keine bestimmten Ursachen, sondern nehme lediglich an, dass mein geistig eingeschränkter Horizont nicht einfach Zufall ist, sondern auf (falschen) Entscheidungen beruht, die ich selbst einst getroffen hatte.

Vielleicht solltest du dir meine obigen Worte über Erwartung mal zu Herzen nehmen und ausnahmsweise nicht auf Gott hoffen, sondern warten, u.a. sein Kommen erwarten. So müßtest du ihn nur noch erkennen und von Christus erwarten, daß er dich zum Vater führt. So einfach könnte es auch mal sein. :)

Ich brauche nicht auf Gott zu hoffen, denn Gott ist bereits allgegenwärtig. Aber es wären offenbar noch klare Entscheidungen zu treffen, gewisse (fleischliche) Dinge (die mir zurzeit noch verborgen zu sein scheinen), loszulassen. Es braucht mein diesbezügliches entschiedenes Wollen. Was gibt es da von Gott zu erwarten? Ich selbst habe es doch in der Hand?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich vermute, davon gibt es noch mehrere - sonst würde meine Seele wohl „homogener“ - klarer ausgerichtet sein. Ich bin zwar sehr stark nach dem Göttlichen ausgerichtet, jedoch suche ich dieses Göttliche teils noch in anderen Menschen, anstatt aus mir selbst heraus zu schöpfen.

Beides ist korrekt. Sagte doch, daß es mehrer Geister gibt, deswegen meine obige Frage?
Du lässt dich eher von deinem eigenen Geist, als vom heiligen Geist leiten?

Teils - teils. In gewissen Lebensbereichen lasse ich mich vermutlich noch von meinem eigenen Geist leiten - denn sonst würde ich geistig wohl umfassender wahrnehmen können.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Wieviel „Väter“ gibt es denn?

Offenbar steht „Vater“ für etwas, das dem innersten Wollen entspricht?

Offenbar weißt du es nicht und glaubst diesbezüglich Marsianer?

So ist es derzeit wohl. Ich weiss, dass ich nichts weiss ;)

„Vater(!) vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“
Was hat dieses Vater, mit dem eigenen innersten Wollen entsprechen zu tun?

Der „Vater“ in Deinem oben stehenden Zitat entspricht wohl Gottvater (dem himmlischen Vater). Wenn mein innerstes Wollen dem himmlischen Vater entsprechen würde, dann gäbe es diesbezüglich nur einen „Vater“, aus dem ich wollen würde. Das heisst, alles andere Wollen (irdisches Wollen) würde in den Hintergrund treten, es hätte in meinem Herzen keine erste Priorität mehr. Auf diesem Weg befinde ich mich derzeit vermutlich.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Definierst du „Vater“ genauso wie Marsianer? Oder definierst du „Vater“ wie Marsianer, weil er es so definiert?

Ich habe bisher noch keine eigene Definition gefunden. Jedoch gehe ich stark in Resonanz mit dem, was mir Marsianer vermittelt hat.

ich mit ihr auch. Diesbezüglich nicht. Warum hast du keine eigene Definition für „Vater“ gefunden?

Ich habe „noch“ keine eigene Definition gefunden.

Kann man nicht nur in Resonanz gehen, wenn man eine eigene Meinung vertritt?

Nein, man kann offenbar auch mit etwas in Resonanz gehen, das bereits geahnt wird - oder auf einer diffusen Erinnerung beruht.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Das erste Gebot: „Du sollt keine anderen Götter neben mir haben“ (2Mo 20,3).
Lese nichts von: Du sollst keine anderen Väter neben mir haben.
„Schaut ihr mich, schaut ihr den Vater“... Wo liest du was von Väter, wie kommst du darauf?

Ich habe keine anderen Götter...

Gut. Warum hast du geschrieben „Ich habe keine anderen Götter“ und nicht ich habe keine anderen Väter?

Es sind lediglich verschiedene Begriffe. Für mich gibt es jedoch nur einen Gott, an den ich glaube. Dennoch existieren in meinem Herzen offenbar noch Willensimpulse, die anderen Geistes sind, als dem göttlichen - eher „menschlichen“ Geistes.

Christus: Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Die Welt und ihre Begierde vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. ;)
Christus und der Vater sind Eins. ..

Nach meiner eigenen Einschätzung sind in mir die Begierden des Fleisches nicht mehr häufig anzutreffen - eher Konditionierungen, die noch in diese Richtung wirken (Glaubenssätze etc.). Prahlen mit Besitz? Das würde ich bei mir nicht so sehen - jedoch gewisse Sicherheitsbedürfnisse, die auch an Besitz anlehnen. Jedoch ist es kein Besitz, den ich selbst je angestrebt habe - dieser ist mir durch mein Lebensumfeld sozusagen „in den Schoss gefallen“- ich brauchte nie nach ihm gierig zu sein. Ich selbst sehe dies als Geschenk an, nicht als Selbstverständlichkeit. Sollte es Gottes Wille sein, mich davon zu trennen, wird sich dies kundtun und ich werde diesem göttlichen Willen meinen eigenen Willen unterstellen. Gewisse Schritte in diese Richtung haben sich bereits ergeben.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:...jedoch offenbar noch ein Wollen in mir, das nicht in allen Teilen Gottes Wollen entspricht.

Ja. Meine Frage war doch wie du auf Väter kommst?

Siehe oben.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Hm. „Geistig mehr sehen“... Wer entscheidet das wer „mehr sieht“?

Grundsätzlich jeder Mensch selbst. Aber es kommt wohl des Öfteren vor, dass der Mensch einer Illusion folgt und entsprechend meint, „viel zu sehen“. Jedoch ist das, was er sieht, eher Trug und Schein, als die Wahrheit.

Ja. Andere entscheiden nicht, wer „mehr sieht“. Das entscheide ich selbst. Und wer einer Illusion folgt wird das selbst erkennen.

Ja, zu dieser Erkenntnis muss jeder selbst gelangen. Andere Menschen können lediglich Wegweiser dafür sein.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Du kannst offenbar auf reichliches spirituelles Selbsterfahrenes zurückgreifen. Das kann ich in diesem Ausmass wohl noch nicht. Vielleicht deshalb, weil ich trotz meiner Neigung zum Einzelgängertum in meinem Herzen überaus offen für andere Menschen bin - oft in einem Masse, das zwar für andere gut sein mag - für mich selbst aber eher hinderlich ist, was eigenes spirituelles Erfahren betrifft.
Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wozu ich eigentlich hier (auf der Erde) bin. Geht es eher darum, mich (meine mir innewohnende Liebe) an die Menschen zu verschenken - oder darum, die Geschenke Gottes für mich selbst zu nutzen - im Sinne von Suche nach der Wahrheit. Es sind zwei Seiten (zwei Seelen in meiner Brust) - die ich noch nicht „entwirrt“ habe - es fühlt sich manchmal an wie ein „gordischer Knoten“, der noch einer Lösung bedarf.

„Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wozu ich eigentlich hier (auf der Erde) bin“
Dies heraus zu finden wäre aber die „Basis“. Erkenne dich selbst, die Basis seine eigene Philosophie, Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens, „lebendig leben zu können“.

Ja, das ist derzeit wohl meine „Hauptbeschäftigung“. ;)

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Denk immer daran: du bist ein reines Lichtgeschöpf Gottes. So hast du dich selbst definiert. Entrümple was dir eventuell entgegensteht und suche den Weg, der Christus ist. Falls du ihn nicht findest, bitte Gott Geist, im Stillen, darum. ;)

Naja - auf diesem Weg bin ich doch bereits?

Hast du Christus gefunden?

Ich liebe ihn.
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Louis
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Re: Prelest

Beitragvon Louis » Do 29. Sep 2022, 19:38

Agape hat geschrieben:Ja. Sie lösen sich nicht in Luft auf, sondern rufen nach Wandel. Der Mensch soll ihren Ursprung möglichst bewusst erkennen - das könnte der erste Schritt in Richtung Heilung bedeuten.


Louis hat geschrieben:Ja. „Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig. Jeder Schmerz ist ein Aufschrei einer sehnsüchtigen Seele, der es an etwas mangelt.“


Agape hat geschrieben:Eventuell Mangel an innerer Lebendigkeit infolge fehlender Anbindung an die göttliche Geistesquelle?


Ja Agape. Deiner Einschätzung würde ich zustimmen.
Die „Anbindung an die göttliche Geistesquelle“ ist das „Ein und Alles“.
Ist man mit der göttliche Geistesquelle verbunden Lebt man, Lebendig. Die Erfüllung!

Agape hat geschrieben:Sofern ich das Gute erkenne, folge ich diesem. Man kann kaum etwas Böses bewirken, wenn man aufrichtigen Herzens Gutes will.


Louis hat geschrieben:Gut. Bist du ein Kristallkind?


Agape hat geschrieben:Wie kommst Du darauf?


Spontan nach deiner Aussage „in den Kopf geschossen“? Manchmal ist das so.
Was denkst du, bist du ein Kristallkind?

Agape hat geschrieben:Siehe meine oben stehende Ausführung. „Dem Bösen widerstehen“ verhält sich ähnlich, wie der Versuch, „nicht an den rosaroten Elefanten zu denken“. Hast Du dies eventuell schon mal versucht und dabei Erfolg gehabt? ;)


Louis hat geschrieben:Bei deiner oben stehende Ausführung geht es darum: „Man kann kaum etwas Böses bewirken...“? Etwas „Böses bewirken“ hat mit dem „Bösen widerstehen“ nichts zu tun.


Agape hat geschrieben:Nein. Jedoch Menschen, die ständig damit beschäftigt sind, „ja nichts Böses zu bewirken“ haben doch einen Grund dafür?


Kann diesbezüglich nur mutmaßen. War niemals damit beschäftigt, „ja nichts Böses zu bewirken“. Ja, ich gehe auch davon aus, daß diejenigen ein Grund dafür haben. Wenn ich etwas mit Zwang versuche nicht zu tun, würde ich es doch gerne tun? Wäre meine Vermutung.

Agape hat geschrieben:Sie leisten zwar dem Bösen Widerstand, aber weshalb zeigt sich das Böse offenbar so deutlich in ihnen?


„Böses“ zeigt sich in Menschen nur, wenn sie es zulassen. Kann es nur nochmal wiederholen: Wer Fest im Glaube ist läßt „automatisch“ nur Dinge zu, die vertretbar sind.

Agape hat geschrieben:Tut jemand automatisch Gutes, nur weil er nichts Böses tut?


Jein. ;)

Louis hat geschrieben:„Der Mensch leidet, weil er Dinge zu besitzen und zu behalten begehrt, die ihrer Natur nach vergänglich sind;...


Agape hat geschrieben:Ja. Nur deshalb?


Ja Agape, das Hauptproblem in unserer Gesellschaft. Die Gier nacht „Macht und Reichtum“. „Dinge zu besitzen und zu behalten begehren, die ihrer Natur nach vergänglich sind“.
Wird auch noch andere Ursachen geben, die zumindest mir auf die schnelle nicht einfallen?

Louis hat geschrieben:„Wenn es „da“ ist, wäre es wohl ein guter Weg“, sich von den Dingen zu lösen die Leiden verursachen. Die Gier...


Agape hat geschrieben:Könnte die Gier nicht eine tiefere Ursache haben? Könnte sie nicht Wirkung von etwas noch tiefer Liegendem sein? Weshalb ist ein Mensch gierig? Dies könnte doch auch die Folge eines Mangelzustandes sein (siehe weiter oben?


Natürlich hat auch die Gier eine tiefere Ursache. Jedes Lebewesen entscheidet selbst, wie sein Leben verlaufen soll, noch vor der Inkarnation. Wer voller Gier, nach Dingen die vollkommen irrelevant sind, auf dem Schulungsplaneten Erde strandet kann davon ausgehen: Ziemlich weit am Anfang, auf geistiger Ebene, zu stehen. Noch einen weiten Weg vor sich haben wird, bevor er Gott erfasst...

Louis hat geschrieben:Du magst dich nicht daran erinnern, aber du erinnerst dich daran?


Agape hat geschrieben:Ich mag mich nicht daran erinnern, jedoch gehe davon aus, da ich ja mit den Folgen davon auch aktuell noch konfrontiert zu sein scheine.


Hm. Mit den Folgen auch aktuell noch konfrontiert? Weiß ich nicht, kenne dich ja nicht persönlich? Was aber hätte ein Kristallkind mit dem Satan zu tun, würde ich mir höchstens denken.
((Satan sowieso nur eine „Kreatur“ - die vollkommen überbewertet wird!))

Louis hat geschrieben:Du Glaubst, daß du ein rein lichtes Wesen warst, bis deine Seele eventuell Satan verführte? Hm. Mit was hätte er dich locken und verführen können?


Agape hat geschrieben:Glauben? Eher mutmassen.


Du bist überzeugt davon?, denke ich.

Agape hat geschrieben:Mit etwas, das nicht dem Geist Gottes entspricht.


Ja. War niemals anders, was ihn betrifft.
Denn was dem Geist Gottes entspricht, hat er nicht in seiner Birne. :)

Agape hat geschrieben:Ich meine keine bestimmten Ursachen, sondern nehme lediglich an, dass mein geistig eingeschränkter Horizont nicht einfach Zufall ist, sondern auf (falschen) Entscheidungen beruht, die ich selbst einst getroffen hatte.


Glaube ich nicht. Erkenne bei dir keinen geistig eingeschränkten Horizont. Jeder trifft mal „falsche“ Entscheidungen. Gehört zum Lernprozess.
Hat demzufolge mit dem Satan reichlich wenig zu tun. ;)

Agape hat geschrieben:Ich brauche nicht auf Gott zu hoffen, denn Gott ist bereits allgegenwärtig.


Richtig.

Agape hat geschrieben:Aber es wären offenbar noch klare Entscheidungen zu treffen, gewisse (fleischliche) Dinge (die mir zurzeit noch verborgen zu sein scheinen), loszulassen. Es braucht mein diesbezügliches entschiedenes Wollen. Was gibt es da von Gott zu erwarten? Ich selbst habe es doch in der Hand?


Natürlich hast du es selbst in der Hand. Du lässt diese fleischlichen Dinge los und kannst dann Erwarten, daß Christ dich zum „Vater“, in den dritten Himmel führt. So war‘s gemeint.

Louis hat geschrieben:Du lässt dich eher von deinem eigenen Geist, als vom heiligen Geist leiten?


Agape hat geschrieben:Teils - teils. In gewissen Lebensbereichen lasse ich mich vermutlich noch von meinem eigenen Geist leiten - denn sonst würde ich geistig wohl umfassender wahrnehmen können.


Glaube ich nicht. Wer sagt, daß man sich ausschließlich vom heiligen Geist leiten lassen soll? Meine Überzeugung wäre schon, daß man seinen eigenen Geist auch dafür hat um ihn zu benutzen, sich von ihm leiten zu lassen.
Du solltest weniger an dir zweifeln, darüber nachdenken was vielleicht geschehen ist, warum dies oder jenes so ist wie es ist.
Wer nichts Böses denkt und tut ist genau genommen schon aus dem Gefängnis des Satans ausgebrochen. Dies ist es, was seine Seele nährt. Nicht mehr und nicht weniger. Selbst ohne die „Guten Taten“. Deswegen oben mein Jein. ;)
Vom Weg kommt man schon mal ab. Christus ist da nicht so „kleinlich“, meine Erfahrung mit ihm. Wird wenige geben die er richten wird, die meisten werden sich selbst so lange richten, bis sie Gott erfasst haben. Diesen Weg musst du nicht mehr gehen. Alles gut. ..

Christus: Das alles könnt ihr, und noch viel mehr..
Du solltest dir lieber darüber Gedanken machen, was deine eigene Berufung ist, warum du hier bist (sagte ich bereits):
„Ein voll entfaltetes Kristallkind verbreitet sein Licht und zündet den Lichtfunken in dem ihm umgebenen Menschen an. Ebenso wie Indigo-Kinder sind Kristallkinder aus einem bestimmten Grund auf diese Welt geschickt worden im Falle der Kristallkinder, um Frieden zu stiften und Liebe zu verbreiten. Kristallkinder sind intuitive und einfühlsame Zuhörer sowie hervorragende Mediatoren. Sie haben dabei allerdings nicht nur das Wohl der Menschheit sondern jedes Lebewesens im Sinn“. ...

Agape hat geschrieben:Offenbar steht „Vater“ für etwas, das dem innersten Wollen entspricht?


Louis hat geschrieben:Offenbar weißt du es nicht und glaubst diesbezüglich Marsianer?


Agape hat geschrieben:So ist es derzeit wohl. Ich weiss, dass ich nichts weiss ;)


Das ist doch schon eine ganze Menge. :)

Das Gespräch über den Weg zum Vater
Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?... Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen... Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?... Wer mich schaut, schaut den Vater [Johannes] ;)

Louis hat geschrieben:„Vater(!) vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“
Was hat dieses Vater, mit dem eigenen innersten Wollen entsprechen zu tun?


Agape hat geschrieben:Der „Vater“ in Deinem oben stehenden Zitat entspricht wohl Gottvater (dem himmlischen Vater). Wenn mein innerstes Wollen dem himmlischen Vater entsprechen würde, dann gäbe es diesbezüglich nur einen „Vater“, aus dem ich wollen würde. Das heisst, alles andere Wollen (irdisches Wollen) würde in den Hintergrund treten, es hätte in meinem Herzen keine erste Priorität mehr. Auf diesem Weg befinde ich mich derzeit vermutlich.


Aha. Wir sind uns einig?
Der „Vater“, ist der himmlische Vater: „Wer Christus schaut, schaut den (himmlischen) Vater.“

Agape hat geschrieben:Ich habe „noch“ keine eigene Definition gefunden.


Ja, und warum nicht?

Louis hat geschrieben:Kann man nicht nur in Resonanz gehen, wenn man eine eigene Meinung vertritt?


Agape hat geschrieben:Nein, man kann offenbar auch mit etwas in Resonanz gehen, das bereits geahnt wird - oder auf einer diffusen Erinnerung beruht.


„Nein“ :) Hm.
Ist eine eigene Meinung nicht die Schlussfolgerung nach einer diffusen Erinnerung?

Agape hat geschrieben:Ich habe keine anderen Götter...


Louis hat geschrieben:Gut. Warum hast du geschrieben „Ich habe keine anderen Götter“ und nicht ich habe keine anderen Väter?


Agape hat geschrieben:Es sind lediglich verschiedene Begriffe. Für mich gibt es jedoch nur einen Gott, an den ich glaube. Dennoch existieren in meinem Herzen offenbar noch Willensimpulse, die anderen Geistes sind, als dem göttlichen - eher „menschlichen“ Geistes.


Ja. Der Vater ist Gott, Gott ist Christus. Nicht Gott Geist, würde ich „nur“ als Gott bezeichnen. Allah (Göttin) würde noch eher passen. (Meine Meinung)

Agape hat geschrieben:Nach meiner eigenen Einschätzung sind in mir die Begierden des Fleisches nicht mehr häufig anzutreffen - eher Konditionierungen, die noch in diese Richtung wirken (Glaubenssätze etc.). Prahlen mit Besitz? Das würde ich bei mir nicht so sehen - jedoch gewisse Sicherheitsbedürfnisse, die auch an Besitz anlehnen. Jedoch ist es kein Besitz, den ich selbst je angestrebt habe - dieser ist mir durch mein Lebensumfeld sozusagen „in den Schoss gefallen“- ich brauchte nie nach ihm gierig zu sein. Ich selbst sehe dies als Geschenk an, nicht als Selbstverständlichkeit. Sollte es Gottes Wille sein, mich davon zu trennen, wird sich dies kundtun und ich werde diesem göttlichen Willen meinen eigenen Willen unterstellen. Gewisse Schritte in diese Richtung haben sich bereits ergeben.


Gut. Passt doch alles. Wieso sollte dich Gott von irgendetwas trennen?
Vielleicht doch ein Kristallkind? Die eigene Berufung erkennen. Meditation soll dabei hilfreich sein.

Agape hat geschrieben:Ja, zu dieser Erkenntnis muss jeder selbst gelangen. Andere Menschen können lediglich Wegweiser dafür sein.


Ja.

Louis hat geschrieben:„Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wozu ich eigentlich hier (auf der Erde) bin“
Dies heraus zu finden wäre aber die „Basis“. Erkenne dich selbst, die Basis seine eigene Philosophie, Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens, „lebendig leben zu können“.


Agape hat geschrieben:Ja, das ist derzeit wohl meine „Hauptbeschäftigung“. ;)


Gefällt mir. Geduld; Erfolgreich endet es sowieso, glaub mir das. ;)

Louis hat geschrieben:Hast du Christus gefunden?


Agape hat geschrieben:Ich liebe ihn.


Ja. ich bin überzeugt, du hast ihn gefunden.

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..es gibt zwei Arten von Weltgeschichte:

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Re: Prelest

Beitragvon Agape » So 2. Okt 2022, 19:56

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Gut. Bist du ein Kristallkind?

Wie kommst Du darauf?

Spontan nach deiner Aussage „in den Kopf geschossen“? Manchmal ist das so. Was denkst du, bist du ein Kristallkind?

Was würde es ändern? Ich bin ich. Es wäre vielleicht nur eine von Menschen konstruierte Zuordnung? Oder denkst Du, Gott würde mich mehr lieben, wenn ich ein Kristallkind wäre?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Bei deiner oben stehende Ausführung geht es darum: „Man kann kaum etwas Böses bewirken...“? Etwas „Böses bewirken“ hat mit dem „Bösen widerstehen“ nichts zu tun.

Nein. Jedoch Menschen, die ständig damit beschäftigt sind, „ja nichts Böses zu bewirken“ haben doch einen Grund dafür?

Kann diesbezüglich nur mutmaßen. War niemals damit beschäftigt, „ja nichts Böses zu bewirken“. Ja, ich gehe auch davon aus, daß diejenigen ein Grund dafür haben. Wenn ich etwas mit Zwang versuche nicht zu tun, würde ich es doch gerne tun? Wäre meine Vermutung.

Genau, so würde ich es auch vermuten.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Sie leisten zwar dem Bösen Widerstand, aber weshalb zeigt sich das Böse offenbar so deutlich in ihnen?

„Böses“ zeigt sich in Menschen nur, wenn sie es zulassen.

Ja. Oder Böses (Finsteres) ist nichts anderes als Mangel an Gutem (Licht). Ferne von Gott.

Kann es nur nochmal wiederholen: Wer Fest im Glaube ist läßt „automatisch“ nur Dinge zu, die vertretbar sind.

Aber wieso ist jemand fest im Glauben? Was gibt ihm den Anstoss dazu? Nur damit er Dinge zulassen kann, die vertretbar sind?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Tut jemand automatisch Gutes, nur weil er nichts Böses tut?

Jein. ;)

Tut jemand nur Gutes, wenn er fest im Glauben ist?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:„Der Mensch leidet, weil er Dinge zu besitzen und zu behalten begehrt, die ihrer Natur nach vergänglich sind;...

Ja. Nur deshalb?

Ja Agape, das Hauptproblem in unserer Gesellschaft. Die Gier nacht „Macht und Reichtum“. „Dinge zu besitzen und zu behalten begehren, die ihrer Natur nach vergänglich sind“. Wird auch noch andere Ursachen geben, die zumindest mir auf die schnelle nicht einfallen?

In welchem Zusammenhang damit würde „fest im Glauben sein“ stehen? Wäre „Gier“ für so jemanden nicht vertretbar?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Könnte die Gier nicht eine tiefere Ursache haben? Könnte sie nicht Wirkung von etwas noch tiefer Liegendem sein? Weshalb ist ein Mensch gierig? Dies könnte doch auch die Folge eines Mangelzustandes sein (siehe weiter oben?

Natürlich hat auch die Gier eine tiefere Ursache. Jedes Lebewesen entscheidet selbst, wie sein Leben verlaufen soll, noch vor der Inkarnation.

Woher weisst Du das?

Wer voller Gier, nach Dingen die vollkommen irrelevant sind, auf dem Schulungsplaneten Erde strandet kann davon ausgehen: Ziemlich weit am Anfang, auf geistiger Ebene, zu stehen. Noch einen weiten Weg vor sich haben wird, bevor er Gott erfasst...

Ich vermute eher, dass so jemand von nichts dergleichen ausgeht.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Du Glaubst, daß du ein rein lichtes Wesen warst, bis deine Seele eventuell Satan verführte? Hm. Mit was hätte er dich locken und verführen können?

Glauben? Eher mutmassen.

Du bist überzeugt davon?, denke ich.

Nein, ich mutmasse - folgere - aber nichtsdestotrotz lebe ich „JETZT“. Das heisst, das, was ich jetzt bin, ist die Folge von etwas, das ich einst war.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich meine keine bestimmten Ursachen, sondern nehme lediglich an, dass mein geistig eingeschränkter Horizont nicht einfach Zufall ist, sondern auf (falschen) Entscheidungen beruht, die ich selbst einst getroffen hatte.

Glaube ich nicht. Erkenne bei dir keinen geistig eingeschränkten Horizont.

Hm - oben schriebst Du, mich „nicht zu kennen“? Wie kommt es dann dazu, mich (meinen geistigen Horizont) zu „ER-kennen?

Jeder trifft mal „falsche“ Entscheidungen. Gehört zum Lernprozess. Hat demzufolge mit dem Satan reichlich wenig zu tun. ;)

Aber es waren wohl eher Entscheidungen, die nicht besonders „licht“ waren?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber es wären offenbar noch klare Entscheidungen zu treffen, gewisse (fleischliche) Dinge (die mir zurzeit noch verborgen zu sein scheinen), loszulassen. Es braucht mein diesbezügliches entschiedenes Wollen. Was gibt es da von Gott zu erwarten? Ich selbst habe es doch in der Hand?

Natürlich hast du es selbst in der Hand. Du lässt diese fleischlichen Dinge los und kannst dann Erwarten, daß Christ dich zum „Vater“, in den dritten Himmel führt. So war‘s gemeint.

So einfach? Ich vermute, dass dies nicht für jeden in gleichem Masse gilt. Es sollte meiner Wahrnehmung nach nicht so absolut gesehen werden.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Du lässt dich eher von deinem eigenen Geist, als vom heiligen Geist leiten?

Teils - teils. In gewissen Lebensbereichen lasse ich mich vermutlich noch von meinem eigenen Geist leiten - denn sonst würde ich geistig wohl umfassender wahrnehmen können.

Glaube ich nicht. Wer sagt, daß man sich ausschließlich vom heiligen Geist leiten lassen soll?

Es ginge wohl eher um ein „Wollen“ als um ein „Sollen“ jedes einzelnen. Nicht um etwas, das jemand anderer sagt.

Meine Überzeugung wäre schon, daß man seinen eigenen Geist auch dafür hat um ihn zu benutzen, sich von ihm leiten zu lassen.

Hm - hier wären wir wieder bei den „Vätern“ oder „Herren“:
„Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“
Matthäus 6:24

Du solltest weniger an dir zweifeln, darüber nachdenken was vielleicht geschehen ist, warum dies oder jenes so ist wie es ist.

Und weshalb nicht?

Vom Weg kommt man schon mal ab. Christus ist da nicht so „kleinlich“, meine Erfahrung mit ihm.

Darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass ich es aus mir heraus nicht will - es passt nicht zu der Art von Liebe, die ich zu Jesus empfinde. Es geht mir um Reinheit - und weniger um „Jesus gefällig zu sein“.

Du solltest dir lieber darüber Gedanken machen, was deine eigene Berufung ist, warum du hier bist (sagte ich bereits):
„Ein voll entfaltetes Kristallkind verbreitet sein Licht und zündet den Lichtfunken in dem ihm umgebenen Menschen an. Ebenso wie Indigo-Kinder sind Kristallkinder aus einem bestimmten Grund auf diese Welt geschickt worden im Falle der Kristallkinder, um Frieden zu stiften und Liebe zu verbreiten. Kristallkinder sind intuitive und einfühlsame Zuhörer sowie hervorragende Mediatoren. Sie haben dabei allerdings nicht nur das Wohl der Menschheit sondern jedes Lebewesens im Sinn“. ...

Aber ich möchte es nicht tun, weil ein Kristallkind es offenbar so tut, sondern, weil ich Jesus liebe. Oder gibt es da Deiner Ansicht nach keinen Unterschied?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Kann man nicht nur in Resonanz gehen, wenn man eine eigene Meinung vertritt?

Nein, man kann offenbar auch mit etwas in Resonanz gehen, das bereits geahnt wird - oder auf einer diffusen Erinnerung beruht.

„Nein“ :) Hm. Ist eine eigene Meinung nicht die Schlussfolgerung nach einer diffusen Erinnerung?

Nicht unbedingt. Eine Meinung sollte schon etwas gefestigter sein - auf einem stabileren Fundament gründen.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Nach meiner eigenen Einschätzung sind in mir die Begierden des Fleisches nicht mehr häufig anzutreffen - eher Konditionierungen, die noch in diese Richtung wirken (Glaubenssätze etc.). Prahlen mit Besitz? Das würde ich bei mir nicht so sehen - jedoch gewisse Sicherheitsbedürfnisse, die auch an Besitz anlehnen. Jedoch ist es kein Besitz, den ich selbst je angestrebt habe - dieser ist mir durch mein Lebensumfeld sozusagen „in den Schoss gefallen“- ich brauchte nie nach ihm gierig zu sein. Ich selbst sehe dies als Geschenk an, nicht als Selbstverständlichkeit. Sollte es Gottes Wille sein, mich davon zu trennen, wird sich dies kundtun und ich werde diesem göttlichen Willen meinen eigenen Willen unterstellen. Gewisse Schritte in diese Richtung haben sich bereits ergeben.

Gut. Passt doch alles. Wieso sollte dich Gott von irgendetwas trennen?

Vielleicht weil dieses „Irgendetwas“ mich noch von Gott trennt?
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Re: Prelest

Beitragvon Louis » Fr 7. Okt 2022, 10:23

Agape hat geschrieben:Wie kommst Du darauf?


Louis hat geschrieben:Spontan nach deiner Aussage „in den Kopf geschossen“? Manchmal ist das so. Was denkst du, bist du ein Kristallkind?


Agape hat geschrieben:Was würde es ändern?


Nichts.

Agape hat geschrieben:Ich bin ich.


Gut.

Agape hat geschrieben:Es wäre vielleicht nur eine von Menschen konstruierte Zuordnung?


Natürlich ist es eine Menschen konstruierte Zuordnung. Dennoch gibt es diese Kinder.

Agape hat geschrieben:Oder denkst Du, Gott würde mich mehr lieben, wenn ich ein Kristallkind wäre?


Noch mehr lieben? Ginge das überhaupt?
Nein natürlich würde Gott dich nicht mehr lieben wenn du ein Kristallkind wärst. Gott ist es vollkommen egal was du bist. Gott liebt einen nicht aufgrund irgendwelcher „Titel“.
Mich hat es nur interessiert. Bin bisher keinem „Superkind“ begegnet. Wäre mal interessant, so eine Begegnung. Nur deswegen fragte ich nach. ;)

Louis hat geschrieben:Kann diesbezüglich nur mutmaßen. War niemals damit beschäftigt, „ja nichts Böses zu bewirken“. Ja, ich gehe auch davon aus, daß diejenigen ein Grund dafür haben. Wenn ich etwas mit Zwang versuche nicht zu tun, würde ich es doch gerne tun? Wäre meine Vermutung.


Agape hat geschrieben:Genau, so würde ich es auch vermuten.


Ja, ich denke wir vermuten da schon richtig.

Louis hat geschrieben:„Böses“ zeigt sich in Menschen nur, wenn sie es zulassen.


Agape hat geschrieben:Ja. Oder Böses (Finsteres) ist nichts anderes als Mangel an Gutem (Licht). Ferne von Gott.


Ja, auch dieses. Jedoch wäre „Ferne von Gott“ auch selbstverschuldet. (Meine Überzeugung)

Louis hat geschrieben:Kann es nur nochmal wiederholen: Wer Fest im Glaube ist läßt „automatisch“ nur Dinge zu, die vertretbar sind.


Agape hat geschrieben:Aber wieso ist jemand fest im Glauben? Was gibt ihm den Anstoss dazu? Nur damit er Dinge zulassen kann, die vertretbar sind?


ich denke, daß dieses fest im Glaube einen weiten Weg bedeutet. Das kommt nicht von heute auf morgen. „Was man sät, wird man ernten.“ Wieder und immer wieder.... Solange, bis man Gott immer näher kommt und er eines Tages vor einem steht.
Hat man dies erreicht, gibt es keine Zweifel mehr und die Schlussfolgerung wäre dann, daß man ab diesem Zeitpunkt: Fest im Glaube ist, „automatisch“ nur noch Dinge zulässt, die vor Gott vertretbar sind. Und Gott ist was dies betrifft sicherlich nicht „kleinlich“.

Agape hat geschrieben:Tut jemand automatisch Gutes, nur weil er nichts Böses tut?


Louis hat geschrieben:Jein. ;)


Agape hat geschrieben:Tut jemand nur Gutes, wenn er fest im Glauben ist?


Nein Agape. ich kenne Menschen die glauben nicht an Gott, sind dennoch „gute“ Menschen, tun „gutes“.
Aber, sie sind nicht selten voller Zweifel, halten meist an irdischen Dingen, die vergänglich sind, krampfhaft fest. Sie sind vielleicht Gott begegnet, erkannten ihn nur (noch) nicht? Wie gesagt, fest im Glaube ist ein weiter Weg. Egal, man hat ja „Zeit“. Diese Lernphase braucht „Zeit“. ..

Agape hat geschrieben:In welchem Zusammenhang damit würde „fest im Glauben sein“ stehen? Wäre „Gier“ für so jemanden nicht vertretbar?


Nein. „Gier“ hat mit „fest im Glauben sein“ nichts zu tun, ist nicht vertretbar.

Lukas - Kapitel 9
Die Aussendung der Zwölf
3 Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei Röcke haben. 4 Und wo ihr in ein Haus geht, da bleibet, bis ihr von dannen zieht. 5 Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schüttelt auch den Staub ab von euren Füssen zu einem Zeugnis über sie.

Agape hat geschrieben:Könnte die Gier nicht eine tiefere Ursache haben? Könnte sie nicht Wirkung von etwas noch tiefer Liegendem sein? Weshalb ist ein Mensch gierig? Dies könnte doch auch die Folge eines Mangelzustandes sein (siehe weiter oben?


Louis hat geschrieben:Natürlich hat auch die Gier eine tiefere Ursache. Jedes Lebewesen entscheidet selbst, wie sein Leben verlaufen soll, noch vor der Inkarnation.


Agape hat geschrieben:Woher weisst Du das?


Gute Frage, mußte nachdenken. ich glaube von Gott.
Denkt man selbst „logisch“ nach: Jeder hat unbestritten einen freien Willen. Man ist für sein eigenes Handeln, selbst verantwortlich. Niemand sonst. Nicht ohne Grund inkarniert man auf dem Schulungsplaneten Erde. Die dritte Dimension, sehr grobstofflich. Nennen wir den Schulungsplaneten Erde, die Grundschule.
Nur, was haben „lichte Seelen“ hier zu suchen? Lesen, Schreiben und Rechnen können sie längst. Sie sollen auch nicht das Lesen, Schreiben und Rechnen neu erlernen, sie sind jetzt selbst als „Mentor“ hier. Ausnahmslos.

6 Und sie gingen hinaus und durchzogen die Märkte, predigten das Evangelium und machten gesund an allen Enden. - Lukas 9

Louis hat geschrieben:Wer voller Gier, nach Dingen die vollkommen irrelevant sind, auf dem Schulungsplaneten Erde strandet kann davon ausgehen: Ziemlich weit am Anfang, auf geistiger Ebene, zu stehen. Noch einen weiten Weg vor sich haben wird, bevor er Gott erfasst...


Agape hat geschrieben:Ich vermute eher, dass so jemand von nichts dergleichen ausgeht.


Natürlich geht so jemand von nichts dergleichen aus. Sonst hätte derjenige ja Gott erfasst. ;)
Bedeutet aber nicht, daß er diesen Weg, den Weg, nicht noch finden wird.

Agape hat geschrieben:Nein, ich mutmasse - folgere - aber nichtsdestotrotz lebe ich „JETZT“. Das heisst, das, was ich jetzt bin, ist die Folge von etwas, das ich einst war.


Hm. Was jeder ist, ist die Folge, zurückliegender Handlungen. Eher so?

Louis hat geschrieben:Glaube ich nicht. Erkenne bei dir keinen geistig eingeschränkten Horizont.


Agape hat geschrieben:Hm - oben schriebst Du, mich „nicht zu kennen“? Wie kommt es dann dazu, mich (meinen geistigen Horizont) zu „ER-kennen?


Oftmals genügt für diese Erkenntnis ein Satz. ;)

Louis hat geschrieben:Jeder trifft mal „falsche“ Entscheidungen. Gehört zum Lernprozess. Hat demzufolge mit dem Satan reichlich wenig zu tun. ;)


Agape hat geschrieben:Aber es waren wohl eher Entscheidungen, die nicht besonders „licht“ waren?


Wären diese Entscheidung „licht“, wären es ja keine falschen Entscheidungen. :)

Louis hat geschrieben:Natürlich hast du es selbst in der Hand. Du lässt diese fleischlichen Dinge los und kannst dann Erwarten, daß Christ dich zum „Vater“, in den dritten Himmel führt. So war‘s gemeint.


Agape hat geschrieben:So einfach? Ich vermute, dass dies nicht für jeden in gleichem Masse gilt. Es sollte meiner Wahrnehmung nach nicht so absolut gesehen werden.


Ja so einfach. :) Warum sollte Gott es unnötig verkomplizieren?

Mt 19,21 Jesus sagte zu ihm: »Wenn du vollkommen sein willst, dann geh und verkaufe alles, was du hast, und gib das Geld den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Dann komm und folge mir nach.«

Agape hat geschrieben:Teils - teils. In gewissen Lebensbereichen lasse ich mich vermutlich noch von meinem eigenen Geist leiten - denn sonst würde ich geistig wohl umfassender wahrnehmen können.


Louis hat geschrieben:Glaube ich nicht. Wer sagt, daß man sich ausschließlich vom heiligen Geist leiten lassen soll?


Agape hat geschrieben:Es ginge wohl eher um ein „Wollen“ als um ein „Sollen“ jedes einzelnen. Nicht um etwas, das jemand anderer sagt.


Ja. Und warum sollte man es nicht wollen, sich auch mal vom eigenen Geist leiten zu lassen?

Louis hat geschrieben:Meine Überzeugung wäre schon, daß man seinen eigenen Geist auch dafür hat um ihn zu benutzen, sich von ihm leiten zu lassen.


Agape hat geschrieben:Hm - hier wären wir wieder bei den „Vätern“ oder „Herren“:
„Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“
Matthäus 6:24


Hm. Verstehe diesen Vergleich nicht? Den eigenen Verstand zu benutzen hat doch nichts mit dem Mammon dienen zu tun.

Louis hat geschrieben:Du solltest weniger an dir zweifeln, darüber nachdenken was vielleicht geschehen ist, warum dies oder jenes so ist wie es ist.


Agape hat geschrieben:Und weshalb nicht?


„Bleibe niemals stehen, denn das Leben geht weiter.“ ;)

Agape hat geschrieben:Darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass ich es aus mir heraus nicht will - es passt nicht zu der Art von Liebe, die ich zu Jesus empfinde. Es geht mir um Reinheit - und weniger um „Jesus gefällig zu sein“.


Gut. So sollte es auch sein. Warum solltest du etwas wollen, daß nichts mit Reinheit sondern mit „Jesus gefällig zu sein“ zu tun hat? Wer würde so etwas fordern?

Agape hat geschrieben:Aber ich möchte es nicht tun, weil ein Kristallkind es offenbar so tut, sondern, weil ich Jesus liebe. Oder gibt es da Deiner Ansicht nach keinen Unterschied?


Sagte ich nicht, daß du irgendetwas tun sollst weil es ein Kristallkind es vielleicht so tut. Jeder sollte sollte seine eigene Berufung erkennen. Auch Kristallkinder, die schließe ich nicht aus.

Agape hat geschrieben:Nicht unbedingt. Eine Meinung sollte schon etwas gefestigter sein - auf einem stabileren Fundament gründen.


Aha.
Auch mal gedankt der eigenen Erinnerung? Sonst könnte eventuell manch eine Meinung wohl kaum auf einem stabilen Fundament gründen.

Louis hat geschrieben:Gut. Passt doch alles. Wieso sollte dich Gott von irgendetwas trennen?


Agape hat geschrieben:Vielleicht weil dieses „Irgendetwas“ mich noch von Gott trennt?


Und was wäre in diesem Fall mit dem freien Willen? ;)

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..es gibt zwei Arten von Weltgeschichte:

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Re: Prelest

Beitragvon Agape » Sa 8. Okt 2022, 21:03

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Es wäre vielleicht nur eine von Menschen konstruierte Zuordnung?

Natürlich ist es eine Menschen konstruierte Zuordnung. Dennoch gibt es diese Kinder.

Du meinst vermutlich „diese Seelen“? Oder gibt es Deiner Meinung nach nur solche „Kinder“ - keine „Omas“? ;)

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Oder denkst Du, Gott würde mich mehr lieben, wenn ich ein Kristallkind wäre?

Noch mehr lieben? Ginge das überhaupt?

Gottes Liebe ist vermutlich eher nicht in „mehr/weniger“ einzuteilen?

Nein natürlich würde Gott dich nicht mehr lieben wenn du ein Kristallkind wärst. Gott ist es vollkommen egal was du bist. Gott liebt einen nicht aufgrund irgendwelcher „Titel“.

Meine oben stehende Frage war eher rhetorischer Art. ;)

Mich hat es nur interessiert. Bin bisher keinem „Superkind“ begegnet. Wäre mal interessant, so eine Begegnung. Nur deswegen fragte ich nach. ;)

Ich nehme jedoch eher nicht an, dass Deine diesbezügliche „Einteilung“ davon abhängt, ob sich jemand als „Kristallkind“ outet - oder nicht? Oder könnte ich Dir prinzipiell „einen Bären aufbinden“ und behaupten, ich wäre ein Kristall- oder Indigokind (ich „weiss“ es nämlich wirklich nicht ;)) - und Du würdest mir das sozusagen „vorbehaltlos“ glauben?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:„Böses“ zeigt sich in Menschen nur, wenn sie es zulassen.

Ja. Oder Böses (Finsteres) ist nichts anderes als Mangel an Gutem (Licht). Ferne von Gott.

Ja, auch dieses. Jedoch wäre „Ferne von Gott“ auch selbstverschuldet. (Meine Überzeugung)

Wenn davon ausgegangen wird, dass wir einen freien Willen haben, ist das wohl anzunehmen. Ob man dies im Zusammenhang mit „Schuld“ betrachten will, ist vielleicht eher Ansichtssache.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Kann es nur nochmal wiederholen: Wer Fest im Glaube ist läßt „automatisch“ nur Dinge zu, die vertretbar sind.

Aber wieso ist jemand fest im Glauben? Was gibt ihm den Anstoss dazu? Nur damit er Dinge zulassen kann, die vertretbar sind?

ich denke, daß dieses fest im Glaube einen weiten Weg bedeutet. Das kommt nicht von heute auf morgen. „Was man sät, wird man ernten.“ Wieder und immer wieder.... Solange, bis man Gott immer näher kommt und er eines Tages vor einem steht.

Hat man dies erreicht

Erreicht? Haben Liebe (zu) und Glauben (an) Gott mit „etwas erreichen“ zu tun?

gibt es keine Zweifel mehr und die Schlussfolgerung wäre dann, daß man ab diesem Zeitpunkt: Fest im Glaube ist, „automatisch“ nur noch Dinge zulässt, die vor Gott vertretbar sind. Und Gott ist was dies betrifft sicherlich nicht „kleinlich“.

Hm. Nehmen wir zum Beispiel David aus dem AT: er war ein von Gott erwählter König (im Gegensatz zu Saul, welcher vom Volk Israel erwählt worden war). David war vermutlich „fest im Glauben“ - im Vergleich zu den meisten im AT beschriebenen Königen (Menschen) - aber auch er hat gesündigt und sich nicht an das damalige Gesetz gehalten. Dennoch waren diese Sünden offenbar „vor Gott vertretbar“ - hätte dies eventuell damit zu tun, was Du oben meintest?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Tut jemand nur Gutes, wenn er fest im Glauben ist?

Nein Agape. ich kenne Menschen die glauben nicht an Gott, sind dennoch „gute“ Menschen, tun „gutes“. Aber, sie sind nicht selten voller Zweifel, halten meist an irdischen Dingen, die vergänglich sind, krampfhaft fest.

Hat „Zweifel haben“ unbedingt etwas damit zu tun, dass man krampfhaft an irdischen Dingen festhält? Gibt es nicht auch Menschen, die nicht zweifeln, aber dennoch krampfhaft an irdischen Dingen festhalten? Ich denke eher, dass das eine nicht zwingend mit dem anderen zu tun haben muss. Ich meine sogar, tiefgläubige Menschen zu kennen, die es für ziemlich „undifferenziert“ halten, keine Zweifel zu haben - es sind Menschen, die geistig äusserst „wach und umfassend erkennend“ sind. Aber sie sind skeptisch, glauben nicht, ohne zuvor nüchtern und sachlich zu analysieren und darüber zu reflektieren, was da geglaubt wird und was eher nicht.
Wie stehst Du dazu?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:In welchem Zusammenhang damit würde „fest im Glauben sein“ stehen? Wäre „Gier“ für so jemanden nicht vertretbar?

Nein. „Gier“ hat mit „fest im Glauben sein“ nichts zu tun, ist nicht vertretbar.
Lukas - Kapitel 9
Die Aussendung der Zwölf
3 Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei Röcke haben. 4 Und wo ihr in ein Haus geht, da bleibet, bis ihr von dannen zieht. 5 Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schüttelt auch den Staub ab von euren Füssen zu einem Zeugnis über sie.

Gier muss ja nicht zwingend nach „Fleischlichem“ sein. Was meinst Du dazu:
1 Petrus Kapitel 2, 1-3
1 So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede 2 und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil, 3 da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.


Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Natürlich hat auch die Gier eine tiefere Ursache. Jedes Lebewesen entscheidet selbst, wie sein Leben verlaufen soll, noch vor der Inkarnation.

Woher weisst Du das?

Gute Frage, mußte nachdenken. ich glaube von Gott. Denkt man selbst „logisch“ nach: Jeder hat unbestritten einen freien Willen. Man ist für sein eigenes Handeln, selbst verantwortlich. Niemand sonst. Nicht ohne Grund inkarniert man auf dem Schulungsplaneten Erde. Die dritte Dimension, sehr grobstofflich. Nennen wir den Schulungsplaneten Erde, die Grundschule.
Nur, was haben „lichte Seelen“ hier zu suchen? Lesen, Schreiben und Rechnen können sie längst. Sie sollen auch nicht das Lesen, Schreiben und Rechnen neu erlernen, sie sind jetzt selbst als „Mentor“ hier. Ausnahmslos.

Aber grundsätzlich könnte sich auch eine solche „lichte Seele“, die als „Mentor“ hier auf der Erde verkörpert ist, erneut in Finsteres verstricken - auch das wäre „freier Wille“ - oder nicht?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Nein, ich mutmasse - folgere - aber nichtsdestotrotz lebe ich „JETZT“. Das heisst, das, was ich jetzt bin, ist die Folge von etwas, das ich einst war.

Hm. Was jeder ist, ist die Folge, zurückliegender Handlungen. Eher so?

Naja, aber diese Handlungen hatten vermutlich unter anderem auch mit Wesenseigenschaften zu tun, welche zu diesen Handlungen Antrieb waren?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Meine Überzeugung wäre schon, daß man seinen eigenen Geist auch dafür hat um ihn zu benutzen, sich von ihm leiten zu lassen.

Hm - hier wären wir wieder bei den „Vätern“ oder „Herren“:
„Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“
Matthäus 6:24

Hm. Verstehe diesen Vergleich nicht? Den eigenen Verstand zu benutzen hat doch nichts mit dem Mammon dienen zu tun.

Aber vielleicht den eigenen Verstand zu benutzen, ohne Gottes Geist mit einzubeziehen? Sich alleine auf den menschlichen Verstand zu verlassen?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass ich es aus mir heraus nicht will - es passt nicht zu der Art von Liebe, die ich zu Jesus empfinde. Es geht mir um Reinheit - und weniger um „Jesus gefällig zu sein“.

Gut. So sollte es auch sein. Warum solltest du etwas wollen, daß nichts mit Reinheit sondern mit „Jesus gefällig zu sein“ zu tun hat? Wer würde so etwas fordern?

Nur, weil Du schriebst, „Jesus würde nicht so kleinlich sein“. Das wirkte auf mich seltsam, als würde ich darauf spekulieren wollen, sein „nicht kleinlich sein“ auszunutzen, falls ich vom Weg abkommen würde.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Gut. Passt doch alles. Wieso sollte dich Gott von irgendetwas trennen?

Vielleicht weil dieses „Irgendetwas“ mich noch von Gott trennt?

Und was wäre in diesem Fall mit dem freien Willen? ;)

Hm - weshalb gäbe es gewisse „Schicksalsschläge“ - z. B. Menschen, die durch Katastrophen all ihr irdisches Hab und Gut verlieren? Wäre dies (nur) aufgrund ihres eigenen Willens?
"Schreiben ist der direkte Weg zum Herzen"

Louis
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Re: Prelest

Beitragvon Louis » So 23. Okt 2022, 09:46

Agape hat geschrieben:Es wäre vielleicht nur eine von Menschen konstruierte Zuordnung?


Louis hat geschrieben:Natürlich ist es eine Menschen konstruierte Zuordnung. Dennoch gibt es diese Kinder.


Agape hat geschrieben:Du meinst vermutlich „diese Seelen“? Oder gibt es Deiner Meinung nach nur solche „Kinder“ - keine „Omas“? ;)


Beides ist richtig. Jedes Kind auch jede Oma ist natürlich eine Seele. Und jede Oma war ein Kind und ist ein Gotteskind. Demzufolge können auch Omas „Superkids“ sein. ;) Übrigens ist jedes Kind ein Superkind.

Agape hat geschrieben:Oder denkst Du, Gott würde mich mehr lieben, wenn ich ein Kristallkind wäre?


Louis hat geschrieben:Noch mehr lieben? Ginge das überhaupt?


Agape hat geschrieben:Gottes Liebe ist vermutlich eher nicht in „mehr/weniger“ einzuteilen?


So ist es. „Grenzenlos“. Du hast es in „mehr/weniger“ eingeteilt. :)

Louis hat geschrieben:Nein natürlich würde Gott dich nicht mehr lieben wenn du ein Kristallkind wärst. Gott ist es vollkommen egal was du bist. Gott liebt einen nicht aufgrund irgendwelcher „Titel“.


Agape hat geschrieben:Meine oben stehende Frage war eher rhetorischer Art. ;)


ich weiß. ;)

Louis hat geschrieben:Mich hat es nur interessiert. Bin bisher keinem „Superkind“ begegnet. Wäre mal interessant, so eine Begegnung. Nur deswegen fragte ich nach. ;)


Agape hat geschrieben:Ich nehme jedoch eher nicht an, dass Deine diesbezügliche „Einteilung“ davon abhängt, ob sich jemand als „Kristallkind“ outet - oder nicht? Oder könnte ich Dir prinzipiell „einen Bären aufbinden“ und behaupten, ich wäre ein Kristall- oder Indigokind (ich „weiss“ es nämlich wirklich nicht ;)) - und Du würdest mir das sozusagen „vorbehaltlos“ glauben?


Ja. Du könntest mir „einen Bären aufbinden“. Dir würde ich das glauben. Der Haken daran: „Wäre mal interessant, so eine Begegnung.“. Weißt du was ich meine? Kristallkinder erkennt man an den Augen. ;)

Es gibt verschiedene Arten von „Superkindern“:

- Zhang (auch kein Kind mehr) läßt Gegenstände, die sich in verschlossenen Glasflaschen befinden, durch die Glaswand wandern und andere Gegenstände, wie ein Blatt Papier, das vorher beschrieben worden ist, hinein. Professor Song Kongzhi hatte Zhang wiederholt Tests unterzogen und bestätigt, daß er auch in der Lage ist, Schlüssel, Wärmflaschen, Schuhe, in einem Fall sogar einen Sack Zucker durch Wände aus Holz oder Stein zu befördern. Einmal hatten Regierungsbeamte ihn bei einem Test in einen Raum eingeschlossen, und einer der Beamten fand Zhang Baosheng dann bei sich in seinem Zuhause vor. Er ist also auch in der Lage, sich selbst an einen anderen Ort zu versetzen.
Daß dies alles möglich ist, kann ich bestätigen. So wurden die Steinquader für die Pyramiden „gestapelt“. Mir ist es damals gelungen in die „Große Pyramide“ zu gelangen, obwohl es zu dieser Zeit nachweislich keinen Eingang gab. Durch die Wand, ähnlich wie Zhang, die Schwierigkeit damals, im unteren Teil befand sich Wasser. Das sich selbst wieder „zusammensetzen“ im Wasser. ich weiß, einem Märchen würde man mehr Glauben schenken wie meiner Erzählung.

„Es wäre ratsam über dieses gesagte tiefgründiger nachzudenken, denke ich.
„Vielleicht ist die Erleuchtung ja ein Engel, der einen besucht und auf besondere Gedanken bringt, die das ganze Leben verändern können?“

- 1992 bekamen tausende Besucher einer Veranstaltung eine Rosenknospe ausgehändigt. Nachdem alle Platz genommen hatten und Stille im Saal herrschte, betrat eine junges chinesisches Mädchen im Alter von ungefähr sechs Jahren ganz alleine die Bühne und sah in Richtung Publikum. Dann, nach einer sanften Armbewegung, begannen sich all die tausende Rosenknospen vor den Augen derer, die sie in den Händen hielten, zu öffnen und sich in prächtige Rosen zu verwandeln.
- März 1979 wurde in China ein Fall bekannt, bei dem ein kleiner Junge mit seinen Ohren „sehen“ konnte.
- Menschen die in der Lage sind Mikrowellensignale zu “hören” ...

Gibt unzählige Beispiele für solche “Kinder”.
“Das alles könnt ihr auch, und noch viel mehr”. ;)

Agape hat geschrieben:Wenn davon ausgegangen wird, dass wir einen freien Willen haben, ist das wohl anzunehmen. Ob man dies im Zusammenhang mit „Schuld“ betrachten will, ist vielleicht eher Ansichtssache.


Kennst du ein anderes Wort dafür?

Agape hat geschrieben:Aber wieso ist jemand fest im Glauben? Was gibt ihm den Anstoss dazu? Nur damit er Dinge zulassen kann, die vertretbar sind?


Louis hat geschrieben:ich denke, daß dieses fest im Glaube einen weiten Weg bedeutet. Das kommt nicht von heute auf morgen. „Was man sät, wird man ernten.“ Wieder und immer wieder.... Solange, bis man Gott immer näher kommt und er eines Tages vor einem steht.

Hat man dies erreicht


Agape hat geschrieben:Erreicht? Haben Liebe (zu) und Glauben (an) Gott mit „etwas erreichen“ zu tun?


Jein. Kommt darauf an wie die Ziele, die man erreichen will, definiert werden. Auch hier gilt der Freie Wille.
Bei mir ist es so (ein etwas überspitztes Beispiel): Lese ich, “Gott Geist geschaut hat bisher niemand” wäre mein Ziel, dieses Ziel zu erreichen. Und in diesem Fall hätte Agape-Liebe und Glauben an Sie, den GeistGottes, etwas mit erreichen zu tun. Erreiche ich Sie nicht, schaue ich die Agape-Liebe nicht. Da sind wir uns doch einig?

„Niemand hat Gott jemals gesehen.“ Zweimal beginnt der Apostel Johannes einen Satz mit diesen Worten. Doch er führt ihn jeweils völlig unterschiedlich weiter.
In Johannes 1,18 heißt es weiter: „Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat ihn kundgemacht.“ Gott bewohnt ein unzugängliches Licht und der Mensch hat Gott Geist noch nicht gesehen und kann es auch nicht. Sie ist die für Menschen “Unsichtbare”. Aber welche Gnade: In dem Sohn hat Gott sich völlig offenbart. Wir dürfen jetzt die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi sehen, der das Bild des “unsichtbaren Gottes” ist, der Abdruck Ihres Wesens und die Ausstrahlung Ihrer Herrlichkeit. Wenn wir wissen wollen, wie Gott Geist ist, müssen wir Christus anschauen. Diese Seite der Offenbarung Gottes im Sohn steht völlig im Einklang mit dem Charakter des Johannesevangeliums.
In 1. Johannes 4,12 geht der Satz wie folgt weiter: „Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.“

So steht es geschrieben...
“Wenn wir wissen wollen, wie Gott Geist ist, müssen wir Christus anschauen.”
Weißt du was ich dir sagen will?
Vielleicht erwartet das Christus von dir? Darüber schon mal nachgedacht?
(Am Rande nur mal erwähnt)

Louis hat geschrieben:gibt es keine Zweifel mehr und die Schlussfolgerung wäre dann, daß man ab diesem Zeitpunkt: Fest im Glaube ist, „automatisch“ nur noch Dinge zulässt, die vor Gott vertretbar sind. Und Gott ist was dies betrifft sicherlich nicht „kleinlich“.


Agape hat geschrieben:Hm. Nehmen wir zum Beispiel David aus dem AT: er war ein von Gott erwählter König (im Gegensatz zu Saul, welcher vom Volk Israel erwählt worden war). David war vermutlich „fest im Glauben“ - im Vergleich zu den meisten im AT beschriebenen Königen (Menschen) - aber auch er hat gesündigt und sich nicht an das damalige Gesetz gehalten. Dennoch waren diese Sünden offenbar „vor Gott vertretbar“ - hätte dies eventuell damit zu tun, was Du oben meintest?


Ja damit hat es auch zu tun. Die “Sünden” (was für Sünden? Kenne die Bibelverse diesbezüglich nicht) die David begangen haben soll waren mit Sicherheit vor Gott vertretbar.

“Singt, jubelt, macht heiligen Krach mit Pauke und Widderhorn, Harfe und Raßeln Wenn es darum geht, den Schöpfer zu loben, können sogar Flüsse in die Hände klatschen und Berge juchzen. Ein Psalm Davids, vorzusingen, nach der Weise ›Die Hirschkuh der Morgenröte‹.” So lautet die musikalische Anweisung zu Psalm 22.
Wählte ihn Christus nicht am Kreuz? So schwerwiegend kann das “gesündigt” Davids kaum gewesen sein. ;)

Agape hat geschrieben:Tut jemand nur Gutes, wenn er fest im Glauben ist?


Louis hat geschrieben:Nein Agape. ich kenne Menschen die glauben nicht an Gott, sind dennoch „gute“ Menschen, tun „gutes“. Aber, sie sind nicht selten voller Zweifel, halten meist an irdischen Dingen, die vergänglich sind, krampfhaft fest.


Agape hat geschrieben:Hat „Zweifel haben“ unbedingt etwas damit zu tun, dass man krampfhaft an irdischen Dingen festhält? Gibt es nicht auch Menschen, die nicht zweifeln, aber dennoch krampfhaft an irdischen Dingen festhalten? Ich denke eher, dass das eine nicht zwingend mit dem anderen zu tun haben muss. Ich meine sogar, tiefgläubige Menschen zu kennen, die es für ziemlich „undifferenziert“ halten, keine Zweifel zu haben - es sind Menschen, die geistig äusserst „wach und umfassend erkennend“ sind. Aber sie sind skeptisch, glauben nicht, ohne zuvor nüchtern und sachlich zu analysieren und darüber zu reflektieren, was da geglaubt wird und was eher nicht.
Wie stehst Du dazu?


ich rede von dem Zweifel, Gott gegenüber.

[Wenn der Satan etwas plappert zweifle ich natürlich]

Zweifel ist der Bruder des Glaubens. Er kann einen überfallartig in Besitz nehmen, egal, ob der eigene Glaube schwach oder stark ist.

„Auch die Bibel erzählt davon:
Die Geschichte des Glaubens ist von Anfang an auch eine Geschichte des Zweifels und Unglaubens: Adam und Eva zweifelten daran, dass es das Beste für sie ist, von einem bestimmten Baum nicht zu essen. (1. Mose 3, 1-24) Die Israeliten zweifelten daran, dass sie das von Gott versprochene Land tatsächlich einnehmen würden. (4. Mose 13, 1-14, 4)
Auch die Jünger Jesu zweifelten fortwährend. Beispielhaft dafür steht Petrus, der Jünger, der sich gerne in der Nachfolge Jesu ganz vorne sah. Eines Tages sah er mit den anderen Jüngern am See Genezareth von einem Boot aus Jesus auf dem Wasser wandeln. Die Jünger dachten, das könne nur ein Gespenst sein. Jesus beschwichtigte sie: "Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht!" Petrus sah in dem wundersamen Geschehen wohl eine Art Sternstunde der Nachfolge und wollte nun selbst auf dem Wasser gehen. (Matthäus 14, 22-33) Tatsächlich schaffte er ein paar Schritte - dann erschrak er jedoch und drohte in den Wellen unterzugehen. Jesus rettete Petrus und tadelte ihn: "Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?"
Der Jünger Thomas ist von den Personen der Bibel der sprichwörtliche Zweifler. Auch er ist ein Nachfolger aus dem engsten Kreis um Jesus. Als die anderen Jünger ihm nach Ostern erzählten, sie hätten den auferstandenen Jesus gesehen, glaubte er ihnen nicht. Er wollte handfeste Beweise: "Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich nicht glauben." (Johannes 20, 25)

Thomas ist der Prototyp des Zweiflers
Damit ist er der Prototyp des Zweiflers, derjenige, der nur das glaubt, was er sieht. Mehr noch: das, was er mit Händen greifen kann. Er möchte die Kreuzeswunden an Jesu Körper sehen und fühlen. Nach acht Tagen bietet ihm Jesus diese Möglichkeit.
Aber Thomas kam - entgegen vieler künstlerischer Darstellungen - gar nicht dazu, seine Hand in Jesu Wunde zu legen. Als Jesus ihm gegenüberstand, erschrak er und konnte nur noch sagen: "Mein Herr und mein Gott." Er erfuhr Christus, den Auferstandenen - eine schockierende Begegnung. Und zugleich eine filmreife Szene, wie Jesus durch geschlossene Türen in den Kreis der Jünger tritt(!) und sich nach einem "Friede sei mit euch" direkt Thomas zuwendet. ...“

“Hat „Zweifel haben“ unbedingt etwas damit zu tun, dass man krampfhaft an irdischen Dingen festhält?” ;)

Agape hat geschrieben:In welchem Zusammenhang damit würde „fest im Glauben sein“ stehen? Wäre „Gier“ für so jemanden nicht vertretbar?


Louis hat geschrieben:Nein. „Gier“ hat mit „fest im Glauben sein“ nichts zu tun, ist nicht vertretbar.
Lukas - Kapitel 9
Die Aussendung der Zwölf
3 Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei Röcke haben. 4 Und wo ihr in ein Haus geht, da bleibet, bis ihr von dannen zieht. 5 Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schüttelt auch den Staub ab von euren Füssen zu einem Zeugnis über sie.


Agape hat geschrieben:Gier muss ja nicht zwingend nach „Fleischlichem“ sein. Was meinst Du dazu:
1 Petrus Kapitel 2, 1-3
1 So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede 2 und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil, 3 da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.


begierig / von großem Verlangen erfüllt
Gier / nimmer satt (nicht nach Göttlichem, sondern irdischen Dingen).
Petrus sagte (wie ich denke) nicht ohne Grund „begierig“.

Jesaja 56:11
Es sind aber starke Hunde von Leibe, die nimmer satt werden können. Sie, die Hirten, wissen keinen Verstand; ein jeglicher siehet auf seinen Weg, ein jeglicher geizet für sich in seinem Stande.

„Gier, „ein jeglicher geizet“, hat einen Anfang, aber kennt kein Ende“...

Agape hat geschrieben:Woher weisst Du das?


Louis hat geschrieben:Gute Frage, mußte nachdenken. ich glaube von Gott. Denkt man selbst „logisch“ nach: Jeder hat unbestritten einen freien Willen. Man ist für sein eigenes Handeln, selbst verantwortlich. Niemand sonst. Nicht ohne Grund inkarniert man auf dem Schulungsplaneten Erde. Die dritte Dimension, sehr grobstofflich. Nennen wir den Schulungsplaneten Erde, die Grundschule.
Nur, was haben „lichte Seelen“ hier zu suchen? Lesen, Schreiben und Rechnen können sie längst. Sie sollen auch nicht das Lesen, Schreiben und Rechnen neu erlernen, sie sind jetzt selbst als „Mentor“ hier. Ausnahmslos.


Agape hat geschrieben:Aber grundsätzlich könnte sich auch eine solche „lichte Seele“, die als „Mentor“ hier auf der Erde verkörpert ist, erneut in Finsteres verstricken - auch das wäre „freier Wille“ - oder nicht?


Natürlich. Das ist ja das „geile“ auf diesem Schulungsplaneten. Jeder Weg ist möglich, selbst noch ein „Geistes-Kranker“. Ein Mentor kann sich z.B. auch erneut (auf ewig) in Finsteres verstricken. Satan wählte einen ähnlichen Weg.
Ein Mentor der sich erneut in Finsteres verstrickt, kapiert es nie!
Gott ist diesbezüglich „radikal“.

Agape hat geschrieben:Naja, aber diese Handlungen hatten vermutlich unter anderem auch mit Wesenseigenschaften zu tun, welche zu diesen Handlungen Antrieb waren?


ist das nicht immer so?

Agape hat geschrieben:Hm. Verstehe diesen Vergleich nicht? Den eigenen Verstand zu benutzen hat doch nichts mit dem Mammon dienen zu tun.
Aber vielleicht den eigenen Verstand zu benutzen, ohne Gottes Geist mit einzubeziehen? Sich alleine auf den menschlichen Verstand zu verlassen?


„Niemand kann zwei Herren dienen“ und niemand kann Gott und dem Mammon dienen finde ich einen sehr guten Vergleich.

Nein, „alleine“ den eigenen Verstand benutzen und Gott Geist, Gott mit einbeziehen. ;)

Agape hat geschrieben:Nur, weil Du schriebst, „Jesus würde nicht so kleinlich sein“. Das wirkte auf mich seltsam, als würde ich darauf spekulieren wollen, sein „nicht kleinlich sein“ auszunutzen, falls ich vom Weg abkommen würde.


So war‘s nicht gemeint.
Christus ist nicht kleinlich: Kurzum, etwas „frech“ sein. Es zu Erwarten (zumindest von dir selbst) Jesus zu begegnen. Dann wirst du sehr schnell erkennen, was mit nicht kleinlich gemeint ist. Jesus zu fühlen ist das eine, Christus zu begegnen das andere. Beides gehört zusammen. (Meine Überzeugung)
Frag sie, auch Marsianer ist Jesus mehrfach begegnet (die Worte von Marsianer). Kannst du dir eine zweite Meinung einholen, Agape, du vertraust Marsianer „blind“.
(Bist Marsianer ja nicht begegnet deswegen das „blind“:)

Agape hat geschrieben:Vielleicht weil dieses „Irgendetwas“ mich noch von Gott trennt?


Louis hat geschrieben:Und was wäre in diesem Fall mit dem freien Willen? ;)


Agape hat geschrieben:Hm - weshalb gäbe es gewisse „Schicksalsschläge“ - z. B. Menschen, die durch Katastrophen all ihr irdisches Hab und Gut verlieren? Wäre dies (nur) aufgrund ihres eigenen Willens?


Ja. Noch vor der Inkarnation.

Danke, diskutiere gerne mit dir, kurz erwähnt.

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..es gibt zwei Arten von Weltgeschichte:

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Re: Prelest

Beitragvon Agape » Do 27. Okt 2022, 12:04

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Mich hat es nur interessiert. Bin bisher keinem „Superkind“ begegnet. Wäre mal interessant, so eine Begegnung. Nur deswegen fragte ich nach. ;)

Ich nehme jedoch eher nicht an, dass Deine diesbezügliche „Einteilung“ davon abhängt, ob sich jemand als „Kristallkind“ outet - oder nicht? Oder könnte ich Dir prinzipiell „einen Bären aufbinden“ und behaupten, ich wäre ein Kristall- oder Indigokind (ich „weiss“ es nämlich wirklich nicht ;)) - und Du würdest mir das sozusagen „vorbehaltlos“ glauben?

Ja. Du könntest mir „einen Bären aufbinden“. Dir würde ich das glauben. Der Haken daran: „Wäre mal interessant, so eine Begegnung.“. Weißt du was ich meine? Kristallkinder erkennt man an den Augen. ;)

Ja, offenbar:
https://mystischerrabe.de/spiritualitat ... -hoffnung/

Was würde eine solche Begegnung in Dir selbst verändern können? Wie wäre Dein Interesse zu verstehen? „Wäre es eher „menschlicher“ Art?

Es gibt verschiedene Arten von „Superkindern“:

- Zhang (auch kein Kind mehr) läßt Gegenstände, die sich in verschlossenen Glasflaschen befinden, durch die Glaswand wandern und andere Gegenstände, wie ein Blatt Papier, das vorher beschrieben worden ist, hinein. Professor Song Kongzhi hatte Zhang wiederholt Tests unterzogen und bestätigt, daß er auch in der Lage ist, Schlüssel, Wärmflaschen, Schuhe, in einem Fall sogar einen Sack Zucker durch Wände aus Holz oder Stein zu befördern. Einmal hatten Regierungsbeamte ihn bei einem Test in einen Raum eingeschlossen, und einer der Beamten fand Zhang Baosheng dann bei sich in seinem Zuhause vor. Er ist also auch in der Lage, sich selbst an einen anderen Ort zu versetzen.

Ja, eine der interessanten Beschreibungen über die „Superkinder aus China“ im Buch „Hände weg von diesem Buch“ von Jan van Helsing, welches ich vor etlichen Jahren gelesen habe.
https://dokumen.tips/government-nonprof ... l?page=283

- 1992 bekamen tausende Besucher einer Veranstaltung eine Rosenknospe ausgehändigt. Nachdem alle Platz genommen hatten und Stille im Saal herrschte, betrat eine junges chinesisches Mädchen im Alter von ungefähr sechs Jahren ganz alleine die Bühne und sah in Richtung Publikum. Dann, nach einer sanften Armbewegung, begannen sich all die tausende Rosenknospen vor den Augen derer, die sie in den Händen hielten, zu öffnen und sich in prächtige Rosen zu verwandeln.

https://dokumen.tips/government-nonprof ... l?page=277

Daß dies alles möglich ist, kann ich bestätigen. So wurden die Steinquader für die Pyramiden „gestapelt“. Mir ist es damals gelungen in die „Große Pyramide“ zu gelangen, obwohl es zu dieser Zeit nachweislich keinen Eingang gab. Durch die Wand, ähnlich wie Zhang, die Schwierigkeit damals, im unteren Teil befand sich Wasser. Das sich selbst wieder „zusammensetzen“ im Wasser. ich weiß, einem Märchen würde man mehr Glauben schenken wie meiner Erzählung.

Ich sehe keinen Grund, Deine Erzählung nicht für möglich zu halten.

„Es wäre ratsam über dieses gesagte tiefgründiger nachzudenken, denke ich.
„Vielleicht ist die Erleuchtung ja ein Engel, der einen besucht und auf besondere Gedanken bringt, die das ganze Leben verändern können?“

Wer weiss?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wenn davon ausgegangen wird, dass wir einen freien Willen haben, ist das wohl anzunehmen. Ob man dies im Zusammenhang mit „Schuld“ betrachten will, ist vielleicht eher Ansichtssache.

Kennst du ein anderes Wort dafür?

Saat? Du hast ja im Absatz weiter unten selbst geschrieben: „Was man sät, wird man ernten.“

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber wieso ist jemand fest im Glauben? Was gibt ihm den Anstoss dazu? Nur damit er Dinge zulassen kann, die vertretbar sind?

ich denke, daß dieses fest im Glaube einen weiten Weg bedeutet. Das kommt nicht von heute auf morgen. „Was man sät, wird man ernten.“ Wieder und immer wieder.... Solange, bis man Gott immer näher kommt und er eines Tages vor einem steht.

Würdest Du die Meinung vertreten, dass ein „skeptischer“ Mensch Gott nicht nahe sein kann?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Erreicht? Haben Liebe (zu) und Glauben (an) Gott mit „etwas erreichen“ zu tun?

Jein. Kommt darauf an wie die Ziele, die man erreichen will, definiert werden. Auch hier gilt der Freie Wille.
Bei mir ist es so (ein etwas überspitztes Beispiel): Lese ich, “Gott Geist geschaut hat bisher niemand” wäre mein Ziel, dieses Ziel zu erreichen. Und in diesem Fall hätte Agape-Liebe und Glauben an Sie, den GeistGottes, etwas mit erreichen zu tun. Erreiche ich Sie nicht, schaue ich die Agape-Liebe nicht. Da sind wir uns doch einig?

Du meinst, Agape-lieben hätte zwingend etwas mit einem Ziel zu tun? Könnte es nicht sein, dass jemand auf diese Weise liebt, weil er nicht anders lieben kann (ohne Ziel vor Augen)? Eher im Sinne „in Agape-Liebe hineinwachsend“?

In 1. Johannes 4,12 geht der Satz wie folgt weiter: „Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.“

Ja, interessant: Unabhängig von Dir (und wohl nicht zufällig) habe ich dieselbe Bibelstelle im Thread „Hoffnung oder Erwartung?“ zitiert:
viewtopic.php?f=2&t=193&p=5342#p5342

So steht es geschrieben...
“Wenn wir wissen wollen, wie Gott Geist ist, müssen wir Christus anschauen.” Weißt du was ich dir sagen will? Vielleicht erwartet das Christus von dir? Darüber schon mal nachgedacht?

Wie kommst Du auf die Idee, dass ich nicht schon auf diesem Weg bin? Ohne das Motiv „Erwartung“, sondern eher einem „sich Jesus hingeben“ entsprechend?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:gibt es keine Zweifel mehr und die Schlussfolgerung wäre dann, daß man ab diesem Zeitpunkt: Fest im Glaube ist, „automatisch“ nur noch Dinge zulässt, die vor Gott vertretbar sind. Und Gott ist was dies betrifft sicherlich nicht „kleinlich“.

Hm. Nehmen wir zum Beispiel David aus dem AT: er war ein von Gott erwählter König (im Gegensatz zu Saul, welcher vom Volk Israel erwählt worden war). David war vermutlich „fest im Glauben“ - im Vergleich zu den meisten im AT beschriebenen Königen (Menschen) - aber auch er hat gesündigt und sich nicht an das damalige Gesetz gehalten. Dennoch waren diese Sünden offenbar „vor Gott vertretbar“ - hätte dies eventuell damit zu tun, was Du oben meintest?

Ja damit hat es auch zu tun. Die “Sünden” (was für Sünden? Kenne die Bibelverse diesbezüglich nicht) die David begangen haben soll waren mit Sicherheit vor Gott vertretbar.

David begehrt eine Frau namens Batseba (künftige Mutter von Salomo), begeht mit ihr Ehebruch und lässt ihren Mann ermorden (2. Samuel, Kapitel 11). Als Nathan, der Prophet David mit seiner Sünde konfrontiert, bekennt David und Gott vergibt ihm. Der Herr sagte allerdings zu David, dass Probleme innerhalb seines eigenen Haushaltes kommen werden.
https://www.die-bibel.de/bibeln/online- ... -Samuel-11

“Singt, jubelt, macht heiligen Krach mit Pauke und Widderhorn, Harfe und Raßeln Wenn es darum geht, den Schöpfer zu loben, können sogar Flüsse in die Hände klatschen und Berge juchzen. Ein Psalm Davids, vorzusingen, nach der Weise ›Die Hirschkuh der Morgenröte‹.” So lautet die musikalische Anweisung zu Psalm 22.
Wählte ihn Christus nicht am Kreuz? So schwerwiegend kann das “gesündigt” Davids kaum gewesen sein. ;)

Naja …. ich urteile ja nicht - ich zitiere lediglich die Bibel. ;)

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hat „Zweifel haben“ unbedingt etwas damit zu tun, dass man krampfhaft an irdischen Dingen festhält? Gibt es nicht auch Menschen, die nicht zweifeln, aber dennoch krampfhaft an irdischen Dingen festhalten? Ich denke eher, dass das eine nicht zwingend mit dem anderen zu tun haben muss. Ich meine sogar, tiefgläubige Menschen zu kennen, die es für ziemlich „undifferenziert“ halten, keine Zweifel zu haben - es sind Menschen, die geistig äusserst „wach und umfassend erkennend“ sind. Aber sie sind skeptisch, glauben nicht, ohne zuvor nüchtern und sachlich zu analysieren und darüber zu reflektieren, was da geglaubt wird und was eher nicht.
Wie stehst Du dazu?

ich rede von dem Zweifel, Gott gegenüber.

Und ich rede zum Beispiel von „blindem“ (gesetzlichem) Glauben an Gott.

Zweifel ist der Bruder des Glaubens. Er kann einen überfallartig in Besitz nehmen, egal, ob der eigene Glaube schwach oder stark ist.

Was verstehst Du unter einem schwachen und was unter einem starken Glauben? Ist nicht auch die Motivation, welche hinter dem Glauben steht, massgeblich? Sind „Zweifel“ zwingend gleichzusetzen mit „Unglauben“? Mit „Zweifel“ meine ich nicht Zweifel gegenüber Gott - sondern Zweifel an der Art des Glaubens an Gott. Das ist meiner Ansicht nach nicht dasselbe.

„Auch die Bibel erzählt davon:
Die Geschichte des Glaubens ist von Anfang an auch eine Geschichte des Zweifels und Unglaubens: Adam und Eva zweifelten daran, dass es das Beste für sie ist, von einem bestimmten Baum nicht zu essen. (1. Mose 3, 1-24) Die Israeliten zweifelten daran, dass sie das von Gott versprochene Land tatsächlich einnehmen würden. (4. Mose 13, 1-14, 4)
Auch die Jünger Jesu zweifelten fortwährend. Beispielhaft dafür steht Petrus, der Jünger, der sich gerne in der Nachfolge Jesu ganz vorne sah. (Matthäus 14, 22-33)

Der Jünger Thomas ist von den Personen der Bibel der sprichwörtliche Zweifler. Auch er ist ein Nachfolger aus dem engsten Kreis um Jesus. (Johannes 20, 25)

Hm - in diesen Beispielen geht es wohl vor allem um eine „menschliche“ Art des Glaubens. Der Mensch braucht „Beweise“ - und solange er diese braucht, um glauben zu können, ist sein Glaube noch nicht fest und stark genug. Der Glaube sollte auf Liebe und nicht auf Beweisen begründet sein.

“Hat „Zweifel haben“ unbedingt etwas damit zu tun, dass man krampfhaft an irdischen Dingen festhält?” ;)

Siehe oben - von solchen (menschlichen) Zweifeln spreche ich nicht, ich spreche von Zweifeln, welche die Art des Glaubens und die Beweggründe dafür betreffen. Weshalb glaube ich? Weil es so in der Bibel steht? Weil Unglauben Sünde ist? Oder glaube ich aus tiefster Herzensliebe zu Gott?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Naja, aber diese Handlungen hatten vermutlich unter anderem auch mit Wesenseigenschaften zu tun, welche zu diesen Handlungen Antrieb waren?

ist das nicht immer so?

Du schriebst: „Was jeder ist, ist die Folge, zurückliegender Handlungen.“ Und ich würde es eher so formulieren: „Was jeder tut, ist die Folge seiner Entscheidungen aus bestimmtem Wollen heraus, welches seiner geistigen Ausrichtung entspricht. Um sein Handeln zu verändern, muss der Mensch zuerst „anderen Geistes werden“.

Louis hat geschrieben:Danke, diskutiere gerne mit dir, kurz erwähnt.

Mein Dank geht an Dich zurück - ich empfinde unseren Austausch wohl ähnlich.
"Schreiben ist der direkte Weg zum Herzen"

Louis
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Re: Prelest

Beitragvon Louis » Fr 11. Nov 2022, 15:41

Louis hat geschrieben:Kristallkinder erkennt man an den Augen. ;)




Danke. Nicht nur Kristallkinder erkennt man an den Augen. Sehr vieles erkennt man an den Augen.

Agape hat geschrieben:Was würde eine solche Begegnung in Dir selbst verändern können?


Nichts. Wozu auch? Meinen Erfahrungsbereich würde es erweitern. Vielleicht könnte ich etwas verändern, in diesem Wesen.

Agape hat geschrieben:Wie wäre Dein Interesse zu verstehen? „Wäre es eher „menschlicher“ Art?


Ob es rein „menschlicher“ Art wäre weiß ich nicht? Kann mir nicht vorstellen, daß alle Superkinder Menschen sind. Vielleicht würde mir ein engelhaftes Wesen gegenüberstehen? Mich würde z.B. interessieren wie weit sich dieses Superkind zurück erinnern kann, oder die Zukunft kennt. Ob es sich überhaupt zurück erinnern kann? Ob es mit seinen Fähigkeiten Christ erkannte. (Falls es ihm begegnet ist). Solche Dinge würden mich interessieren.

Louis hat geschrieben:Es gibt verschiedene Arten von „Superkindern“


Agape hat geschrieben:Ja, eine der interessanten Beschreibungen über die „Superkinder aus China“ im Buch „Hände weg von diesem Buch“ von Jan van Helsing, welches ich vor etlichen Jahren gelesen habe.


Ja. Der Jan hat sehr interessante Fälle von Superkindern zusammengetragen.
Das Mädchen mit den Rosenknospen hab ich selbst in einem Videoclip gesehen, beeindruckend. Die Erzählungen über Zhang habe ich auf eine ähnliche Art selbst erlebt. Halte es nicht nur für möglich, mir ist es bewusst, daß sie diese und viele andere Fähigkeiten haben.
„Hände weg von diesem Buch“ gelesen? Hätte ich dir das von den Steinquadern und der CheopsPyramide nicht erzählen müssen. Der Jan schrieb zumindest ähnliches? Was denkst du über seine Beschreibung, die er im Endeffekt von Muldashev übernommen hat, über den Bau der „Großen“ Pyramide?

(Nenne selten den Autor und das Buch. Denke am Beispiel Jan Van Helsing versteht jeder warum. Viele blocken da schon ab und halten es für Verschwörungen. Habe viele Bücher von ihm gelesen. Kenne ihn flüchtig. Hätte ihn menschlich, aufgrund seiner Bücher, anders eingeschätzt. Nichts des zu Trotz respektiere ich seine Arbeit, seine Bücher sind „wertvoll“ und, er kann noch viel von seinem Vater Johannes lernen)

Agape hat geschrieben:Ich sehe keinen Grund, Deine Erzählung nicht für möglich zu halten.


Wow. Diese Antwort hätte ich nicht erwartet. Gefällt mir.

Agape hat geschrieben:Wer weiss?


Der Engel oder Gott. :)

Agape hat geschrieben:Wenn davon ausgegangen wird, dass wir einen freien Willen haben, ist das wohl anzunehmen. Ob man dies im Zusammenhang mit „Schuld“ betrachten will, ist vielleicht eher Ansichtssache.


Louis hat geschrieben:Kennst du ein anderes Wort dafür?


Agape hat geschrieben:Saat? Du hast ja im Absatz weiter unten selbst geschrieben: „Was man sät, wird man ernten.“


Ja. Säen und Ernte.
Schuld / das Verantwortlichsein. Wer ist für das was wir Säen verantwortlich? ;)

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? (Mt 10,29)

Agape hat geschrieben:Würdest Du die Meinung vertreten, dass ein „skeptischer“ Mensch Gott nicht nahe sein kann?


Kommt drauf an wie du nahe sein definierst? Jeder kann neben Gott stehen, in seiner Nähe sein, deswegen ist er Christ noch lange nicht nahe. Weißt du wie ich meine?
Ob ein „skeptischer“ Mensch Gott nahe sein kann? Nenne mir die Apostel, die nicht skeptisch waren.

Agape hat geschrieben:Du meinst, Agape-lieben hätte zwingend etwas mit einem Ziel zu tun? Könnte es nicht sein, dass jemand auf diese Weise liebt, weil er nicht anders lieben kann (ohne Ziel vor Augen)? Eher im Sinne „in Agape-Liebe hineinwachsend“?


Nein. Agape-lieben hat nichts mit einem Ziel zu tun. Es ist ein „Gefühl“. Wie du sagtest: ...im Sinne „in Agape-Liebe hineinwachsend“
Agape-Liebe zu schauen, hat mit einem Ziel zu tun. Erreiche ich Sie nicht, schaue ich Sie nicht. Aber, man spürt Sie, die Agape-Liebe. Auch wenn man nicht dort ist..
Johannes: „Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.“

Louis hat geschrieben:In 1. Johannes 4,12 geht der Satz wie folgt weiter: „Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.“


Oh. Sorry, dieses Bibelzitat hatte ich schon.

Agape hat geschrieben:Ja, interessant: Unabhängig von Dir (und wohl nicht zufällig) habe ich dieselbe Bibelstelle im Thread „Hoffnung oder Erwartung?“ zitiert:
viewtopic.php?f=2&t=193&p=5342#p5342


:) Ja interessant. Du hast ebenfalls diese Bibelstelle zitiert. Natürlich nicht zufällig.
(Es gibt keine Zufälle.) Zumindest nicht bei so etwas.

Agape hat geschrieben:Wie kommst Du auf die Idee, dass ich nicht schon auf diesem Weg bin? Ohne das Motiv „Erwartung“, sondern eher einem „sich Jesus hingeben“ entsprechend?


„Manchmal, sucht man das Blau der Sehnsucht am Horizont, am Meer und weiter, dabei ist es bereits in unserer Nähe“
Hab nicht gesagt, daß du nicht auf diesem Weg bist. Wenn Christus von dir erwartet, kann die Erwartung nicht gänzlich verkehrt sein, oder? ;) Warum solltest du nicht auch auf ihn warten, ihn erwarten? Vielleicht erwartet er das von dir. So war‘s gemeint.
„Nur der, der Erwartungen hat, kann enttäuscht werden.“
Vielleicht ist es gerade deswegen besser, nichts zu erwarten? (Glaube ich nicht)
Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. (Matthaeus 7)
Will damit nicht sagen, daß du nicht auf dem Weg bist, der zum Leben führt. Meine Anregung wäre, auch mal die enge Pforte und den schmalen Weg zu wagen. :) Christus würde ich wie einen guten Freund behandeln, würde er mir mal gegenüberstehen. Und von meinem besten Freund erwarte ich auch manches...

„sich Jesus hingeben“...
Hm. Der Ausdruck steht nicht in der Bibel. Bekannt? Die Bibel ist aber Gottes Wort (wird erzählt), wäre es so, würde das Christus von dir nicht verlangen. Sehe ich das richtig?
Hingabe bedeutet, aufhören zu kämpfen; du erlaubst Christ dir zu sagen wie dein Leben verlaufen soll? OK, eigentlich nichts einzuwenden, was gibst du Gott hin?

Agape hat geschrieben:David begehrt eine Frau namens Batseba (künftige Mutter von Salomo), begeht mit ihr Ehebruch und lässt ihren Mann ermorden (2. Samuel, Kapitel 11). Als Nathan, der Prophet David mit seiner Sünde konfrontiert, bekennt David und Gott vergibt ihm. Der Herr sagte allerdings zu David, dass Probleme innerhalb seines eigenen Haushaltes kommen werden.


2 Sam 12,16 David suchte Gott wegen des Knaben auf...
Hm. Wie war es David irdisch angeblich möglich Gott zu suchen, ihn zu besuchen?
Erzählt die Bibel nicht, daß Gott irdisch nur 1 mal inkarnierte. (Was ich nicht glaube)
Samuel wurde jedoch 960 vor Christi Geburt geschrieben. ;)
Zudem betrachte ich es mehr noch als kritisch wenn behauptet wird, Gott hätte dieses oder jenes Kind getötet. Meine Überzeugung, Christus tötet oder tötete niemals Kinder. Empfinde diese Behauptung sogar als eine Frechheit.

„Gott vergibt ihm. Der Herr sagte allerdings zu David, dass Probleme innerhalb seines eigenen Haushaltes kommen werden. ...“
Ist es nicht immer so? Gott bestraft nicht, er vergibt; aber, es kommen Probleme, innerhalb des eigenen Haushaltes...

Agape hat geschrieben:Naja …. ich urteile ja nicht - ich zitiere lediglich die Bibel. ;)


ich weiß :) Hättest du David vergeben?

Agape hat geschrieben:Und ich rede zum Beispiel von „blindem“ (gesetzlichem) Glauben an Gott.


Du meinst wie ich zu Gesetz / Gesetzlichkeit, „(gesetzlichem) Glauben an Gott“ stehe?
Da halte ich es wie Jesus, Christus spricht mir diesbezüglich aus dem Herzen, warnte mehrmals am Beispiel der Pharisäer vor dieser Haltung, er sie oft Heuchler nannte.
„Diese „Schriftgelehrten“ gehörten zur jüdischen religiösen Elite seiner Zeit und kannten das Gesetz auswendig (vgl. NT, Johannes 3,1). Sie strebten danach, es bis ins letzte Detail einzuhalten. Soweit gut. Damit setzten sie jedoch die Messlatte so hoch, dass der Normalbürger meinen musste, Gott nie gerecht werden zu können. Hinzu kam, dass die Pharisäer ihre strengen Vorgaben selbst nicht einhielten, weshalb Jesus sie oft Heuchler nannte (vgl. NT, Lukas 11,37-52; Römer 2,17-24). Die Schriftgelehrten standen in der grossen Verantwortung, Gottes Volk auf seinen Wegen zu führen (vgl. NT, Hebräer 13,7.17). Jesus kritisierte letztlich, dass die Pharisäer es dem Volk geradezu erschwerten, Gott näher zu kommen (NT, Matthäus 23,13).“

Louis hat geschrieben:Zweifel ist der Bruder des Glaubens. Er kann einen überfallartig in Besitz nehmen, egal, ob der eigene Glaube schwach oder stark ist.


Agape hat geschrieben:Was verstehst Du unter einem schwachen und was unter einem starken Glauben? Ist nicht auch die Motivation, welche hinter dem Glauben steht, massgeblich? Sind „Zweifel“ zwingend gleichzusetzen mit „Unglauben“? Mit „Zweifel“ meine ich nicht Zweifel gegenüber Gott - sondern Zweifel an der Art des Glaubens an Gott. Das ist meiner Ansicht nach nicht dasselbe.


Starker Glaube (bekannteste Beispiel): Maria und Maria.

Schwacher Glaube: Der Großteil, auch aller Christen.

Natürlich ist auch die Motivation, welche hinter dem Glauben steht, massgeblich. Welche Motivation hat/hatte z.B. Mutter Maria?
Zweifel gegenüber Gott wären schon gleichzusetzen mit „Unglauben“. Zweifelte nicht auch Petrus? Wie nannte Christus ihn?
„Zweifel an der Art des Glaubens an Gott“ setze auch ich nicht gleich mit Zweifel an Gott.

Agape hat geschrieben:Hm - in diesen Beispielen geht es wohl vor allem um eine „menschliche“ Art des Glaubens. Der Mensch braucht „Beweise“ - und solange er diese braucht, um glauben zu können, ist sein Glaube noch nicht fest und stark genug. Der Glaube sollte auf Liebe und nicht auf Beweisen begründet sein.


Sehe ich genauso. Wer würde glauben, er, er, oder er, wäre der Christus, ohne Beweise? ;)

Agape hat geschrieben:Siehe oben - von solchen (menschlichen) Zweifeln spreche ich nicht, ich spreche von Zweifeln, welche die Art des Glaubens und die Beweggründe dafür betreffen. Weshalb glaube ich? Weil es so in der Bibel steht? Weil Unglauben Sünde ist? Oder glaube ich aus tiefster Herzensliebe zu Gott?


Kann nur von mir sprechen. Glaube aus tiefster Agape-Liebe zu Ihr, an die AllerHöchßte.
Kann jeder handhaben wie er möchte. Christen sagen „Vater“, unser im Himmel..., ich halt nicht, was soll‘s. Spielt (eigentlich) kaum eine Rolle.

Agape hat geschrieben:Naja, aber diese Handlungen hatten vermutlich unter anderem auch mit Wesenseigenschaften zu tun, welche zu diesen Handlungen Antrieb waren?


Louis hat geschrieben:ist das nicht immer so?


Agape hat geschrieben:Du schriebst: „Was jeder ist, ist die Folge, zurückliegender Handlungen.“ Und ich würde es eher so formulieren: „Was jeder tut, ist die Folge seiner Entscheidungen aus bestimmtem Wollen heraus, welches seiner geistigen Ausrichtung entspricht. ...


Ist für mich ein und dasselbe Agape.

Agape hat geschrieben:Um sein Handeln zu verändern, muss der Mensch zuerst „anderen Geistes werden“.


Ja. Welchen Geistes?

Louis hat geschrieben:Danke, diskutiere gerne mit dir, kurz erwähnt.


Agape hat geschrieben:Mein Dank geht an Dich zurück - ich empfinde unseren Austausch wohl ähnlich.


Das freut mich :)

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