Das böse Christentum

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Marsianer
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Re: Das böse Christentum

Beitragvon Marsianer » So 3. Jul 2022, 09:04

Sarah hat geschrieben:(275) Täglich begegnet uns unvorhergesehenes Leid und Übel. Wir darben unter dem Schrecken von Hass und vorsätzlicher, barbarischer Gewalt, die von der Bosheit der Menschen auf das offensichtliche Betreiben des Satans hin geplant und ausgeführt wird. Angesichts des Leides und der Anstürme des Bösen vonseiten der Natur oder des Menschen kann allein Gott uns helfen und uns aufrechterhalten.

(276) Christen wissen. dass Gott das Böse nicht will. Und wenn dieses Böse existiert, ist Gott sein erstes Opfer. Das Böse existiert, weil seine Liebe nicht angenommen wird; Seine Liebe wird verkannt, abgelehnt und bekämpft. Die Welt in ihrer Harmonie und Schönheit kann sich nur in einem Dialog der Liebe erhalten, in dem Gott sich mit uns austauscht und wir uns mit ihm. Wenn das Böse Gott selbst erreicht, dann weil wir ihm eine Wunde zufügen, die wir "heilen" mussen, eine Wunde, die nicht aufhört, unsere Fürsorge herauszufordern. Die Geschichte der Christenheit, die ganze Ofenbarung seit der Genesis zeigt, wie sehr wir Gott, dem unendlich Unschuldigen, Leid zufügen. Je abscheulicher das Böse ist, desto mehr scheint Gott das erste Opfer zu sein.

(277) Für den Menschen ist es schwer, das Böse zu vetstehen, solange sich ihm nicht die unverkennbar göttliche Dimension zeigt. In seinem Buch Un autre regard sur l'homme schreibt Maurice Zundel: "Folgendes will das Kreuz uns sagen: Das Böse kann eine göttliche Tragweite haben, das Übel richtet sich schlussendlich gegen Gott. Bei jeglichem Übel ist es Gott, der leidet, und deshalb ist das Böse so schrecklich. [...]
Wie kann Gott vom Leid ergriffen sein? Stellen Sie sich eine Mutter mit ihrem kranken Kind vor. Aus Liebe und Einfühlung kann sie für ihr Kind leiden. Eine Mutter in voller Gesundheit kann das Leiden ihres Kindes schmerzlicher erleben als das Kind selbst, aufgrund dieser Identifizierung der Liebe mit dem geliebten Wesen. Ihre Liebe befähigt sie dazu. Wie kann man meinen, die Liebe Gottes sei weniger mütterlich als die Liebe einer Mutter, wohingegen die Liebe aller Mütter, einschließlich der Ganzheiligen Jungfrau Maria selbst, nur ein Tropfen ist im Ozean der mütterlichen Zärtlichkeit Gottes? Deshalb wird kein einziges Wesen von Widerwärtigkeiten heimgesucht, ohne dass Gott es würde, in ihm, vor ihm und für ihn. [...]

(279) Jene durch Menschenhand gewirkten Greuel und die Werke des Teufels sind ein Geheimnis, das die Menschheit niemals ganz verstehen wird. Das Übel, sei es physisch oder moralisch, ist immer ungerecht und gemein. Es entwürdigt und zerstört den Menschen. Es beschmutzt das Gottesbild, das dem Menschen eingeprägt ist.

[... (283)] Oft ist das Leid Ausdruck einer unermesslichen Liebe. Es hat Erlöserqualität. Leid und Schmerz zeigen, dass wir leben, und ermöglichen dem Arzt eine genauere Diagnose. Wir müssen das Leid annehmen und in Stille aufnehmen.


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