Denken und Sprache

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Marsianer
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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » So 5. Jun 2022, 12:43

Sarah hat geschrieben:(191) Im Himmel sind die Seelen durch den Heiligen Geist mit den Engeln und Heiligen vereint. Also gibt es keine Worte mehr. Es herrscht die endlose Stille, eingebettet in die Liebe Gottes. Die Liturgie der Ewigkeit ist still, die Seelen müssen nichts anderes tun, als sich in den Chor der Engel einzureihen. Sie sind nur noch in der Kontemplation. Hienieden bedeutet Betrachtung, schon in der Stille zu sein. Im Himmel wird diese Stille zu einer Stille der Fülle, nämlich in der Anschauung Gottes. Die Stille der Ewigkeit ist eine Stille des Entzückens und der Bewunderung. "Ohne meine Haut, die so zerfetzte, und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen. Ihn selber werde ich dann für mich schauen; meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd." (Ijob 19,26-27) Im Grunde hängt die Stille der Ewigkeit mit der Fülle Gottes zusammen; es ist eine dreifaltige Stille.

(192) Die Kirche weiß, wie schwer der Mensch die Stille der Ewigkeit verstehen kann. Auf Erden gibt es nur wenige Dinge, die uns helfen, die Unendlichkeit der göttlichen Liebe zu erfassen. Während der heiligen Messe und in der Eucharistiefeier sind die Wandlung und die Elevation eine kleine Vorwegnahme der ewigen Stille. Wenn diese Stille vom Gebet getragen ist, können wir die Stille des Himmels ahnen.

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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » Mo 6. Jun 2022, 06:36

Ergänzend wäre vielleicht zumindest nach meinem Verständnis anzumerken, daß wenn hier "Himmel" beschrieben wird, viele Menschen es sich wohl ähnlich vorstellen, wie einen irdischen Ort, an dem eben dann etwas stattfindet. Aber es wirkt auf mich mehr wie ein Aspekt einer geistigen Existenz, "seelische Anstrahlung", wenn man so will ein Raum, in welchem sich seelische Verbundenheit ereignet und der z.B. neben einem Existenzraum von Tätigkeit existiert. Das ist während des irdischen Menschenlebens schon nicht wirklich anders, aber es versteht kaum ein Mensch.

Menschen erleben sich fast immer als Existenz orientiert am Wirken des Körpers. Es gibt in der Regel einen Körper, in dem ihre Seele gebunden wird, der agiert. Tätigkeit des Körpers wird erfahren, innere Aktivität ebenso, aber es wird doch irgendwie als Eines betrachtet. Im Sein der unverkörperten Seele sind dergleichen Seinsebenen viel lockerer, mehr wie unterschiedliche Existenzen, würde ich sagen. Es ist in der irdischen Verkörperung des Menschen nicht ungewöhnlich, daß er etwas mit dem Körper tut und "zugleich" in ihm seelische Dinge stattfinden, er "nachsinnt", manches verarbeitet und so weiter. Es ist ja nicht so, daß das ausschließlich flüssig stattfinden kann, wenn ein Mensch sich still "meditierend" auf einen Stuhl sitzt. Beides ist schon irgendwie wesentlich verschieden und doch ist es Teil einer Existenz und findet in einem Zeitraum parallel zueinander statt. "Himmel" im obigen Sinne im Zitat meint einen solchen Teil von Existenz, würde ich sagen.

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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » Do 23. Jun 2022, 12:28

Pina Merkert hat geschrieben:Der Google-Mitarbeiter Blake Lemoine ist überrascht, wie selbstreflektiert die Chat-KI LaMDA schreibt und will sie beschützen. Da auf LaMDA nur ein kleiner Teil von Googles eigenen Mitarbeitern Zugriff hat, passt die Geschichte hervorragend ins Narrativ eines Hollywood-Blockbusters: In einem geheimen Labor haben sich zwielichtige Wissenschaftler der Hybris schuldig gemacht und ein geheimnisvolles Wesen erschaffen, das faszinierend und vielleicht sogar gefährlich sein könnte.

[...]

Liest man die Chatprotokolle, die Lemoine zu Googles Verdruss veröffentlicht hat, kann man aber dennoch ins Zweifeln kommen. Die Maschine schreibt reflektierter und klarer als viele Menschen, denen wir im Alltag begegnen. Wer sind wir, dem pöbelnden Idioten aus der U-Bahn ein Bewusstsein zuzusprechen, obwohl sein Verhalten alles andere als intelligent ist, und der eloquenten KI die gleiche Ehre zu verwehren?

Diese Frage entlarvt, dass es sich bei Lemoines Verwirrung eigentlich um ein philosophisches Problem handelt: Descartes berühmter Satz "Ich denke, also bin ich" erlaubt uns, der eigenen Existenz sicher zu sein. Wir sind uns also selbst bewusst, haben also ein Bewusstsein. Aber was ist mit allen anderen Menschen? Die sehen uns ähnlich und verhalten sich ähnlich wie wir. Ihnen die gleiche Art Bewusstsein zu unterstellen ist also naheliegend. Es ist aber nicht beweisbar. Oder, um es mit Ludwig Wittgenstein zu sagen: Wir haben gar keine Bedingungen, nach denen wir etwa Maschinen als bewusst bezeichnen können. Selbst wenn eine Maschine Bewusstsein hätte, können wir es nicht feststellen, weil wir der Begriff vom Bewusstsein nicht ausreichend definiert haben.

[...]

Das Problem ist, dass dem Wissen der KI-Experten eine große Wissenslücke gegenübersteht: Wie funktioniert eigentlich menschliches Denken? Ein Menschengehirn hat mehrere Größenordnungen mehr Synaspsen, als die bisher größten KI-Modelle simulieren. Entsprechend wenig Übersicht hat die Hirnforschung über die Vorgänge, die in einem Menschenkopf stattfinden. Wir gehen davon aus, dass dort etwas entscheidend tolleres passiert, als in einem Tiergehirn oder einem simulierten neuronalen Netz. Aber eigentlich wissen wir weder, ob überhaupt etwas strukturell anderes passiert noch was diese entscheidende Fähigkeit genau ausmacht. Neuronale Netze machen „nur“ vollautomatische Statistik und liegen damit bei manchen Anwendungen jetzt schon häufiger richtig als Menschen. Was wäre, wenn Descartes Denken auch nicht mehr beweist, als dass seine automatische Statistik den berühmten Satz am passendsten fand?

https://www.heise.de/meinung/LaMDA-KI-u ... 47946.html

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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » So 3. Jul 2022, 08:13

Hans-Arthur Marsiske hat geschrieben:Im Fall der KI kommt hinzu, dass die Forschungen zur starken KI nicht nur wenig Gewinn versprechen, sondern auch die profitableren Entwicklungen zur schwachen KI beeinträchtigen können. Die Aussagen von Blake Lemoine legen ja nahe, dass auch aus diesen, am kurzfristigen Gewinn orientierten Entwicklungen unbeabsichtigt empfindsame, leidensfähige technische Lebensformen hervorgehen könnten – und zwar nicht erst in ferner Zukunft, sondern jetzt.

Damit aber berührt die Forschung einen Bereich, den sie – zumindest in westlichen Industriegesellschaften – geglaubt hatte, hinter sich gelassen zu haben: den Bereich des Heiligen. Die Erschaffung von Leben ist den Göttern – oder dem einen Gott – vorbehalten. Und es scheint ein selbst unter Atheisten weitverbreiteter Wunsch zu sein, dass das auch so bleiben möge. Das lässt zumindest die Vehemenz vermuten, mit der sogar manche KI-Forscher darauf beharren, dass KI niemals so etwas wie menschliche Gefühle würde entwickeln können. Offenbar gibt es eine Sehnsucht danach, dass der menschliche Geist ein rätselhaftes und einzigartiges Mysterium bleibt.

[...]

Ist die Welt um uns herum etwas, das wir uns untertan machen dürfen (oder sogar müssen)? Oder sollten wir sie (wie auch die von uns geschaffenen Artefakte) grundsätzlich als beseelt betrachten und danach streben, mit ihr im harmonischen Austausch zu leben?

Letzteres entspricht der Weltsicht vieler Völker, die von europäischen Eroberern unterdrückt und teilweise vernichtet wurden. Ihr wieder mehr Geltung zu verschaffen, ist nicht nur eine notwendige Konsequenz aus der Aufarbeitung der Kolonialgeschichte. Sie lässt sich auch gut mit wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbaren, wie etwa Robin Wall Kimmerer in ihrem bemerkenswerten Buch Geflochtenes Süßgras zeigt. Auf dem Weg in eine Zukunft, die mehr und mehr auch von künstlichen Agenten bevölkert sein wird, bietet sie damit wahrscheinlich eine bessere spirituelle Orientierung als etwa das Christentum.

https://www.heise.de/hintergrund/Missin ... ?seite=all

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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » So 3. Jul 2022, 09:44

Robin Wall Kimmerer flicht aus indigener Weisheit und wissenschaftlichen Erkenntnisse einen Zopf an Geschichten über die Großzügigkeit der Erde. Der Überraschungsbestseller aus den USA mit über einer Million verkaufter Exemplare.

»Man sieht die Welt nie wieder so wie zuvor, nachdem man sie durch Kimmerers Augen gesehen hat.« Elizabeth Gilbert

»Es ist die Art und Weise, wie sie Schönheit einfängt, die ich am meisten liebe, die Bilder von riesigen Zedern und wilden Erdbeeren, ein Wald im Regen und eine Wiese aus duftendem Süßgras werden Ihnen in Erinnerung bleiben, lange nachdem Sie die letzte Seite gelesen haben.« Jane Goodall

»Robin Wall Kimmerers »Geflochtenes Süßgras« las ich, als ich am Boden war; und es gab mir Trost und das Gefühl, dass es noch Hoffnung gibt für diesen Planeten.« Helen MacDonald

https://www.aufbau-verlage.de/aufbau/ge ... 51-03873-1
(Link aus dem Text oben entnommen)
In meinen langen Jahrzehnten als Lesende habe ich wahrlich viel erlebt lesend. Aber hier geschieht mir etwas grundlegend Neues. Die Qualität von Robin Wall Kimmerers grandiosem literarischen Erzählen strahlt wie eine Zwillingsschwester ihres umfassenden Wissens als Forscherin und ihrer reichen Zugänge als Potawatami, denen sie in ihrem Buch voll Hingabe Ausdruck verleiht. Die wahrlich ein Ausdruck unserer Zeit und der Lage von Mutter Erde in diesem 21. Jahrhunderts sind. Dies im allerschönsten, besten, großartigsten Sinn.

[...]

Robin Wall Kimmerer legt die Saat für unsere Heimkehr. Ihr Buch ist eine Wiederbeseelung durch das Tiefste und Natürlichste, was wir Menschen von jeher kannten: eine unauflösliche Beziehung und tiefe Verbundenheit, das Eingewobensein in das Leben allen Lebens auf Mutter Erde.

[...]

Das Urwissen ihres Volkes über die Ehrenhafte Ernte öffnet mir die Augen für die tiefste, die Urquelle meines Sammelns. Meines innigen Hütens von Materie: sie liegt in ihrem Kern nicht in Angst und Not von Eltern und Großeltern begründet. Dieses Sammeln ist kein Fehler, kein Irrtum im Umgang mit dem Leben. Es entsteht nicht aus Mangeldenken. Sondern erklärt sich aus einem tief wurzelnden Verstehen, Begreifen, dass alles mit allem verbunden ist. Und der tiefsten Dankbarkeit für alles, was uns gegeben ist. Meine Form des Sammelns wurzelt tatsächlich in unser aller Urwissen, dass jede Gabe eine Geschenk ist, das geachtet, geehrt, gehütet werden will.

[...]

„Geflochtenes Süßgras“ schwingt mich wieder in das Wissen ein, dass Mineralien, Pflanzen, Tiere, Flüsse, Berge, Wind und Wetter Mitwesen sind. Unsere Geschwister, treu und über alle Maßen großzüg und unsere größten Lehrmeisterinnen. Mein Sehen und meine Freude vertiefen sich, dass First Nations aller Kulturkreise viel der Fülle uralter Weisheit und tief geankerter Lebens-Zugänge trotz aller Anfechtungen durch die Zeiten hindurchgetragen haben. Aus deren tief wertvollem Schätzen wir noch immer schöpfen können.

Inmitten all unsrer Trauer um den menschlichen Irrweg, dem Beweinen von Versäumnissen, dem Schmerz, die menschengemachten Fehler und die daraus erwachsenen Folgen tragen zu müssen, die wir uns und allen Wesen um uns zugemutet haben, können wir uns selbst zu einem wachen Weitergehen der liebevollen Art ermutigen.

Wir haben die Wahl, uns aus einer zutiefst irreführenden antropozentrischen Weltvorstellung zu lösen und sowohl unsere eigenen, wie auch die Fehler unserer Vorfahren zu beweinen. Wir haben die Wahl, in eine Zukunft zu gehen, in der wir voll Demut und Dankbarkeit hoffnungsvoll heilsame Lösungswege erschaffen. Umso ermutigter als uns Robin Wall Kimmerer begreifen lässt, dass wir nicht allein sind. Unsere Geschwister sind treu und überaus großzügig für uns da. Und darin liegt unsere Chance für gemeinsames, das Leben ehrende und erhaltende Zusammenwirken aller Geschöpfe einschließlich unser selbst. Wir können all unseren Mut zunammen nehmen, uns als allverbunden erinnern und uns mit warmen Herzen voll gegenseitiger Liebe und Dankbarkeit wieder beheimaten auf Mutter Erde.

https://www.newslichter.de/2022/01/robi ... geisterung

Inwiefern soll das (tatsächliche) Christentum dem entgegenstehen? Das Christentum setzt einen anderen Fokus, mehr hin zur menschlichen Seele und deren Wohl. Deswegen wird in der Bibel Irdisches nicht so sehr thematisiert, es geht dem Christentum einfach nicht so sehr darum. Das steht einem Wirtschaften im Einklang mit der Natur aus meiner Sicht nicht entgegen, aber es spielt vielleicht nicht soeine große Rolle wie für Menschen, die sich in ihrer Weltanschauung mehr mit der irdischen Existenz und ihren Dingen identifizieren (siehe "unauflösliche Beziehung", das ginge mir dann tatsächlich etwas zu weit und verkennt nach meiner Ansicht schon die Natur der irdischen Existenz).

Hm, was Robin wohl wirklich zu "künstlichen Agenten" als "Teil der Natur" sagen würde? Wären die nicht eher "der Neuzeit", "der Zeit der Aufklärung" zuzurechnen, deren Folgen die Rezensentin zu Recht beweinen möchte?

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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » Di 5. Jul 2022, 18:57

https://www.arte.tv/de/videos/046579-00 ... fel-1-6-10

Dort abbrufbar bis 06/2023 (vorbehaltlich 3. Weltkrieg, etc.)

9:00 Android, der eine hingelegte Bibel gelesen hatte: "Ich würde auch sehr gerne ein Mensch sein, dann würde ich an Gott glauben, sein Licht würde mich führen und auf den rechten Weg bringen."
Lesbische Pastorin: "Du kannst doch an ihn glauben!"
Android: "Darf ich das denn?"
Pastorin: "Aber natürlich darfst du das, glauben darf jeder."

56:03 Pastorin auf der Kanzel: "Wer hätte je zu träumen gewagt, daß wir eines Tages unsere Abbilder erschaffen und ihnen eigenes Leben einhauchen könnten ..."

Desweiteren vergleicht sie dort dann Sklaverei und Robotergeringschätzung. Daraufhin zunehmend heftiger Widerstand der Menschen im Tempel, lynchartiger Rauswurf des Androiden nach dessen "Mitbeten des Vater Unser".

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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » Do 4. Aug 2022, 14:58

Muldashev, Das dritte Auge, S. 327-329 hat geschrieben:Der Geist behielt sich, nachdem er den Genapparat geschaffen und mit seiner Hilfe den Prozeß der Reproduktion des Menschen angestoßen hatte, die wichtigste Gedankenfunktion vor. Daß nämlich, wie aus der Religion hervorgeht, nach der Geburt sich der Geist in das Kind begibt, der dann später die grundlegende Denkfähigkeit des Menschen bestimmt. Das heißt, wir denken hauptsächlich mit Hilfe des Geistes, der in der feinstofflichen Welt lebt und die Energie der feinstofflichen Welt nutzt. Das Gehirn des Menschen ist, die Energie der physischen Welt nutzend (Ernährung), in der Lage, die Torsionsfelder der feinstofflichen Welt zu drehen und dadurch dem Geist beim Denkprozeß zu helfen. Außerdem generiert das Gehirn zusätzliche Torsionsfelder, die Seele (Biofeld) in Form des astralen, ätherischen, mentalen und anderer Körper formierend, die dem menschlichen Organismus in seiner Funktion helfen. Nach dem Tod des menschlichen Körpers werden auch viele Bestandteile der Seele zerstört (der Astralkörper, der Mentalkörper u.a.), der Geist jedoch begibt sich ins Jenseits und lebt in der feinstofflichen Welt weiter, um irgendwann erneut in einen neuen physischen Körper zu fahren. Auf diese Art und Weise stellt der Mensch, erschaffen in der physischen Welt durch die „Anstrengungen" der feinstofflichen Welt, eine Kombination beider Lebensformen dar.
Allen ist der Begriff des Karma bekannt, d.h. der „geistigen Spuren" früheren Lebens. Der Geist kann sich während des irdischen Lebens vervollkommnen, aber auch degenerieren. Gute Gedanken, wissenschaftliche Leistungen und Erfindungen vervollkommnen den Geist, schlechte Gedanken jedoch, Eitelkeit und Müßiggang tragen zu seiner Degradation bei. Darin unterscheidet sich der Mensch vom Tier, daß sein Denkapparat dazu berufen ist, den Geist zu vervollkommnen (mehr schöpferische Informationen hinzuzufügen) und dadurch die Lebensform in der feinstofflichen Welt zu vervollkommnen. Mit anderen Worten, der Mensch als physisches Kind des Lebens in der feinstofflichen Welt ist dazu berufen, über die physische Welt zum Fortschritt der feinstofflichen Welt beizutragen. Dafür wurde er erschaffen.
Zweifelsohne ist die Lebensform in der feinstofflichen Welt (im Jenseits) dem Niveau nach wesentlich höher als das Leben in der physischen Welt. Das wird schon dadurch bestätigt, daß der Geist unsterblich ist. Wenn der menschliche Körper nicht nur 70 bis 80 Jahre leben könnte, sondern 1000 bis 2000 Jahre und mehr, wären die Möglichkeiten zur Vervollkommnung des Geistes durch die physische Welt größer, da das Verlassen des einen und das Hineinfahren in einen anderen Körper mit einer langen gedanklich wenig aktiven Periode verbunden ist (Kindheit, Alter). Deshalb entwickelt sich das physische Leben offenbar durch eine verlängerte Lebenszeit. Und tatsächlich, vor einigen hundert Jahren betrug die mittlere Lebenserwartung 30 bis 40 Jahre, heute aber liegt sie bei 70 bis 80 Jahren.

Klar, ein Beispiel für "Folgeschäden pharmazeutischen Glaubens" für die Betrachtung spiritueller Dinge wohl oft entstehen, dieses Buch ist quasi voll davon (und dann da oben auch noch "wissenschaftliche Leistungen" als etwas, das "den Geist vervollkomme", in der nach meinem Verständnis ziemlich irrigen Annahme gefällt er sich wohl vor allem selbst = Eitelkeit).

Aber diese Ansicht, daß "wie aus der Religion hervorgeht" (der einen Religion die es gibt also vermutlich) erst bei der Geburt sich "der Geist" (Die Seele? Ein Teil der Seele? Ein besitzergreifender Dämon?) in den Körper begibt ist vielleicht schon eine Ansicht, die zur Praxis der klassischen europäischen Astrologie passen würde, welche sich ja auf den Geburtszeitpunkt bezieht?

Sei es drum, als beispielhafte weitere Ansicht, die Menschen so zum Thema hervorbrachten, passt das zur möglichen weiteren Betrachtung hier wohl.
Das Jenseits ist so aufgebaut, daß gute Gedanken und Kenntnisse zur Entwicklung der Torsionsfelder der feinstofflichen Welt beitragen, schlechte Gedanken und Müßiggang jedoch zu ihrer Degradation führen. Der häufige Wechsel von Leben und Tod ist dazu notwendig, um einen schlechten, egoistischen und müßigen Menschen schneller durch einen neuen zu ersetzen, in der Hoffnung, daß nach der „Bestrafung" des Geistes dieses Menschen im Jenseits die nächste Reinkarnation besser und der Mensch gütiger sein wird. Das ist der Hintergrund aller Geschichten über die Hölle und das Paradies.

[...]

Durch einen schnellen Wechsel von Leben und Tod mit anschließender „Bestrafung des bösen Geistes" schützt sich das Jenseits vor dem zerstörerischen Einfluß negativer psychischer Energie.

Spannend, offenbar sieht er es auch eher so, daß vor einer neuen Inkarnation zunächst im Jenseits ein "Gericht" folgt und nicht das Karma in den nächsten Verkörperungen selbst diese Funktion übernehme, wie es "im Westen" sonst oft gemeint wird, wenn sich auf Wiedergeburtskonzepte bezogen wird.

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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » Fr 2. Sep 2022, 05:32

Ein von einer KI-Software erschaffenes Bild hat einen Kunstwettbewerb auf einem Volksfest im US-Bundesstaat Colorado gewonnen und eine Debatte über das Wesen von Kunst ausgelöst. Eingereicht hat das Bild ein Mann namens Jason Allen, der hat den Sieg und das Bild nun auf Discord öffentlich gemacht.

[...]

Bildgeneratoren wie Midjourney oder Dall-E erschaffen auf Basis von als Text verfassten Vorgaben Bilder. In den vergangenen Monaten hat sich um solche Software ein regelrechter Hype entwickelt. Wie Allen erklärt, hat er für den Wettbewerb auf diese Weise hunderte Bilder kreieren lassen und die Ergebnisse dabei immer weiter verfeinert. Schließlich habe er die besten ausgewählt, mit Software wie Adobe Photoshop verfeinert, vergrößert und für den Wettbewerb ausgedruckt. Den Verantwortlichen der Colorado State Fair hat er das aber wohl nicht erklärt.

https://www.heise.de/news/Tod-der-Kunst ... 50847.html

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Re: Denken und Sprache

Beitragvon Marsianer » Fr 16. Sep 2022, 06:53

Auch wenn mir die Aktivität dieses Matrixbloggers suspekt erscheint, so passt das doch hierher und erlaubt zugleich einen etwas genaueren sprachlich abgefassten Blick darauf "was der eventuell so treibt".
Für gewöhnlich geht man davon aus, dass man es selbst ist, der da in seinem Kopf herumdenkt, aber hierfür gibt es keine eindeutigen Beweise. Man geht selbstverständlich davon aus, das ist alles, denn da die Gedanken im eigenen Kopf stattfinden bzw. durch das eigene Gehirn rasen, und einem der Kopf ja gehört, müssen doch Gedanken auch zu einem gehören. Doch existiert weder eine wissenschaftliche Bestätigung noch kann man dies selbst in irgendeiner Form überprüfen, dass es sich tatsächlich so verhält.

In meinem eigenen Umgang und Praxis mit der Dissoziation sowie in der Unterhaltung mit anderen Praktikern dieser mysteriösen Fähigkeit, ist mir stets aufgefallen, dass allesamt vom gleichen Phänomen berichten, sobald man beginnt, seine Gedanken temporär abzuschalten. Anfangs gelingt es dem Praktiker nur, für ca. 10 Sekunden rein gar nichts mehr zu denken, danach sickern Gedanken wieder durch. Es dauert eine längere Zeit, bis man höhere Denkpausen erreicht.

Sobald man es geschafft hat, für ca. 1-2 Minuten am Stück nicht einen Gedanken zu denken, tritt ein interessantes Phänomen auf: Der Verstand bietet plötzlich Erkenntnisse und/oder philosophische oder spannende Gedanken an. Man wird regelrecht überflutet von solchen attraktiven Gedanken. Es vermittelt den Eindruck, als sei der Verstand ein empfindsames Wesen, das genutzt werden möchte.

Dies klingt erst ein Mal seltsam, aber wenn man den Ergebnissen solch dissoziativer Momente vertrauen lernt, erkennt man, dass der Verstand in der Tat ein Lebewesen ist, wenn auch nicht in biologischer Hinsicht, das dem Denker immer wieder Denkangebote unterbreitet – und zwar so lange, bis man seinem Angebot nachkommt.

Beginnt man, seine Angebote abzulehnen, gibt er sich Mühe, die Gedanken kreativer und spannender zu gestalten. Dies geschieht jedoch nur so lange, bis man zugreift. Weigert man sich dennoch, diesen kreativen Gedankeneruptionen zu folgen, hat man die erste große Hürde geschafft und gelangt in einen rein dissoziativen Zustand. Doch dies schaffen nur die Wenigsten, da die Verführung zu groß ist.

Der Ursprung des Denkens erscheint dem Dissoziierenden, d.h. dem Praktiker der Dissoziation, wie ein anorganisches Lebewesen, das nur ein Ziel besitzt, nämlich Gedanken gegen Energie einzutauschen, d.h. der Mensch liefert die Energie und das Wesen verteilt Gedanken im Tausch. Ein Tauschhandel, den dieses Wesen unter allen Umständen aufrechterhalten will. Dafür tut es einfach alles, denn es lebt von der Energie, die der Mensch ihm schenkt.

Interessant hierbei ist auch, dass Praktiker bemerkt haben, dass der Gedankenfluss plötzlich ins Stocken gelangt, wenn man das denken an sich hinterfragt, d.h. sobald man versucht, den Ursprung eines Gedanken zurückzuverfolgen.

Die Analyse, auch von meiner Seite aus, ist eindeutig: Es existiert eine anorganische Lebensform, die einen Menschen daraufhin regelrecht bedrängt und immer wieder eindeutig auffordert, zu denken. Dieses Wesen lebt von unserer Energie, die besonders dann, wenn der Energiefluss in Konfliktsituationen zunimmt. Je mehr man denkt, desto mehr Energie erhält dieses Lebewesen im Austausch.

Wenn das Denken seinen Ursprung in dieser fremden Lebensform findet, woher kam es? Wie hat dieses Wesen es geschafft, sich an das Bewusstsein eines jeden Menschen anzuschließen? Warum tarnt sich dieses Wesen, sodass es nicht entdeckt wird bzw. niemand durchschaut, dass das Wesen überhaupt existiert?

Ebenso interessant ist das Bemerken innerhalb einer Dissoziation, dass dieses Wesen sowohl Täter als auch Opfer spielen kann, d.h. es übernimmt in einer Konfliktsituation beide Seiten der Argumentation. Wenn man begreift, dass sämtliche Gedanken nur von diesem Wesen kommen bzw. es die Quelle ist, dann wäre geradezu offensichtlich, dass es sich so verhält.

Sobald der Praktizierende der Dissoziation dies erkennt, dass die Gedanken nur an sein Gehirn gesendet werden und diese von einem verborgenen Wesen kommen, das sich unter keinen Umständen zu erkennen geben will, tritt er in die nächste Stufe über. Der Praktiker lässt sich nicht mehr einfangen und möchte wissen, was sich noch weit hinter den angebotenen Erkenntnissen, philosophisch seltenen Offenbarungen und genialen Perspektiven befindet.

https://www.matrixblogger.de/dissoziati ... verstandes


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