Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

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Agape
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Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Agape » Do 6. Jan 2022, 20:27

Ich nehme wahr, dass eine Kluft besteht zwischen etwas, das jetzt schon da ist und etwas anderem, das noch nicht da ist. Es handelt sich um Seligsein, einen Zustand, den ich mir nicht vorstelle, weil er wohl alle Vorstellungen bei weitem "übertrifft". Ich glaube, diesen Zustand durch die Begegnung mit anderen Wesen erahnen zu können. Aber eine Kluft dazwischen verhindert, dass aus der Ahnung auch ein Erfahren wird.

Zu diesem Thema fand bereits in folgendem Thread ein Austausch statt: viewtopic.php?f=2&t=68&p=3042#p3042

Marsianer hat geschrieben:Wie klar wirkt dessen Wahrnehmung? Wieviel "Zusammenreimen darumherum" wäre Teil des Sehnens geworden, neben dem "Fühlen" an sich?

Agape hat geschrieben:Ein Ahnen ist meiner Auffassung nach ein diffuses und kein klares Wahrnehmen. Aber deswegen ist es nicht verwerflich.

Marsianer hat geschrieben:Nein, aber je nach genutzten Mitteln der Beobachtung erschließt sich dem Beobachter nur einiges und vielleicht anderes nicht. Und wenn manches so für den Beobachter rätselhaft bleibt, dann wird er wohl meist anfangen zu überlegen, die Lücken zu schließen versuchen mit "Zusammenreimen darum herum", vielleicht auch "Lehren dazu konsultieren". Und manches davon kann durchaus auch treffend sein, es kann aber auch einiges solcher "Lückenfüllung" in die Irre führen.

Agape hat geschrieben:In meinem Falle trifft das nicht zu. Ich sehne mich zwar danach, die Lücken zu schliessen, aber eine mentale Befassung damit ist bei mir nicht zielführend. Ich weiss, dass es allem voran Geduld braucht - soweit "erschliesst" es sich mir in meinem Inneren.

Marsianer hat geschrieben:Ich würde sagen, ein Sehnen kann auch als das verstanden werden, wohin es das Herz eines Menschen zieht, wo er schon ist. Sehnen, (Sein)Wollen ...

Agape hat geschrieben:Das würde gemäss Deiner Aussage bedeuten, dass es dabei mehr oder weniger um ein "sich im Kreis drehen" geht? Wenn dem so ist, wie bricht man aus diesem Kreis aus? Steckt nicht auch ein ganz bestimmter Sinn dahinter, sich dort zu drehen und Geduld zu üben?

Marsianer hat geschrieben:Diese Reaktion verstehe ich nicht. Ich wollte eigentlich darauf hinaus, in dem, was vielleicht "Sehnen" oder auch "Wollen" genannt wird, nicht rein etwas zu sehen, das noch nicht da wäre, wo es sein wollte. Das kann sein, muß es aber nicht, würde ich sagen. Ich merkte das an, weil ich es für eine für das Verständnis dieses "Etwas" eventuell sinnvolls Anmerkung hielt. Jemand kann sich so verstanden dann auch nach etwas sehnen, bei dem er bereits wäre. Das ginge dann auch Richtung Seligsein?

Agape hat geschrieben:Ich habe meine Tendenz zum Grübeln erkannt, nachdem ich mir den Kopf, mit dem ich durch die Wand gehen wollte, einige Male heftig angestossen hatte. Das Grübeln funktioniert seither nicht mehr.

Marsianer hat geschrieben:Grübeln" meint meistens, daß jemand intensiver überlegt? Das müßte hierbei aber aus meiner Sicht nie der Fall gewesen sein für ein "Zusammenreimen".

Agape hat geschrieben:Woran erkenne ich denn, wie es sich bei mir verhält?

Marsianer hat geschrieben:Mir ging es da nicht um Begriffe, sondern hier etwas, das oft hinter diesen Begriffen steckt. Es gibt offenbar ein Ahnen, das schon auch ein Wahrnehmen wäre. Daran wird etwas als ansprechend empfunden, erstrebenswert, es wird sich danach gesehnt, nachdem sich länger eine Kluft dahin offenbar nicht überwinden läßt.

Agape hat geschrieben:Aber ich weiss nichts von einem Zusammenreimen, ich müsste es doch wissen, wenn es so wäre?

Marsianer hat geschrieben:Nicht unbedingt. Es würde nach meinem Verständnis bedeuten, daß irgendwelche Schlüsse (meist wohl nicht so bewußt) gezogen werden, vielleicht auch aus Äußerungen anderer Wesen, die ahnende Wahrnehmung überlagern könnten, ähnlich wie bei "Konditionierungen".

Agape hat geschrieben:Und diese "unbewussten" Schlüsse wären künftig vielleicht für mein Bewusstsein zugänglicher, nachdem ich nun weiss - oder zumindest in Betracht ziehe, dass so etwas in mir vorliegen könnte?

Marsianer hat geschrieben:Ich weiß nicht. Aber es gibt wohl wenige Menschen, die etwas betrachten können, ohne daß von denen in sich gleich alles mögliche in solcher Weise "zusammengereimt" wird?

Agape hat geschrieben:Vielleicht gehöre ich zu den wenigen Ausnahmen? ;)

Marsianer hat geschrieben:Würde das zu manchen Erscheinungen passen?

Agape hat geschrieben:Diese Erscheinungen könnten ja auch eine andere Ursache haben - nicht eine des "sich etwas Zusammenreimens"?

Marsianer hat geschrieben:Aber so wirklich weitergekommen waren wir hier auch nicht. Und diese wieder recht strikte Ablehnung, es könnte soetwas sein spricht für mich auch eher für eine Abwehrreaktion. Da steht ein Begriff im Raum und du möchtest offenbar nicht, daß er zutrifft. Aber das alles bleibt nach meinem Eindruck viel zu sehr auf der begrifflichen Ebene, statt einfach "zu schauen" was da nun wäre.

Ich bin dabei. Wenn es zutrifft, dann trifft es zu, ob ich abwehre oder nicht. Dann wäre die Frage vielleicht: Weshalb wehre ich ab? Ist dieser Begriff für mich "negativ" besetzt? Was verstehe ich denn darunter? "Zusammenreimen" könnte zum Beispiel mit "fantasieren" und dies im Weiteren mit etwas in Verbindung gebracht werden, das "an der Wahrheit" vorbeigeht?

Ja, ich habe Probleme mit "Unwahrheit" - bei mir und auch bei anderen Menschen. Während des Schreibens dieser Worte zieht sich gerade mein Herz zusammen und sehr viel Traurigkeit steigt in mir auf. Was hat das zu bedeuten? Ich möchte der Wahrheit näher kommen.
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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Marsianer » Fr 7. Jan 2022, 13:07

Agape hat geschrieben:Ich nehme wahr, dass eine Kluft besteht zwischen etwas, das jetzt schon da ist und etwas anderem, das noch nicht da ist. Es handelt sich um Seligsein, einen Zustand, den ich mir nicht vorstelle, weil er wohl alle Vorstellungen bei weitem "übertrifft". Ich glaube, diesen Zustand durch die Begegnung mit anderen Wesen erahnen zu können. Aber eine Kluft dazwischen verhindert, dass aus der Ahnung auch ein Erfahren wird.

Ausgangspunkt ist als ein "Erahnen" in der Begegnung mit anderen Wesen. Dieses entziehe sich gewisserart eigener Vorstellung, wohl da das Erahnte zu unverständlich, greifbar wirke? Und auch nicht selbst so erfahrbar.
"Zusammenreimen" könnte zum Beispiel mit "fantasieren" und dies im Weiteren mit etwas in Verbindung gebracht werden, das "an der Wahrheit" vorbeigeht?

Letztlich schon, wobei "fantasieren" wohl eher verwendet würde, wenn jemand ausdrücken wollte, daß derjenige recht frei, losgelöst zusammenreimt?

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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Agape » Fr 7. Jan 2022, 14:45

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich nehme wahr, dass eine Kluft besteht zwischen etwas, das jetzt schon da ist und etwas anderem, das noch nicht da ist. Es handelt sich um Seligsein, einen Zustand, den ich mir nicht vorstelle, weil er wohl alle Vorstellungen bei weitem "übertrifft". Ich glaube, diesen Zustand durch die Begegnung mit anderen Wesen erahnen zu können. Aber eine Kluft dazwischen verhindert, dass aus der Ahnung auch ein Erfahren wird.

Ausgangspunkt ist als ein "Erahnen" in der Begegnung mit anderen Wesen.

Vielleicht wäre präziser ausgedrückt, dass Begegnung mit anderen Wesen ein schon seit langem in mir bestehendes Erahnen bestätigt und intensiviert. Aber offenbar existiert in mir eine Spaltung zwischen einerseits Anteilen, welche solchem Erahnen gegenüber sehr offen sind - andererseits Anteilen, die sich aus mir bisher noch unklaren Gründen davor verschliessen. Nicht, indem sie es direkt ablehnen, sondern eher, indem sie in mir das Empfinden hervorrufen, "nicht würdig genug" zu sein, Einblicke in etwas zu haben (oder zumindest zu ersehnen), das viel zu "heilig" sei, als dass es mir "erlaubt" wäre, so etwas je zu erleben, worum es bei dem Erahnen hauptsächlich geht.

Dieses entziehe sich gewisserart eigener Vorstellung, wohl da das Erahnte zu unverständlich, greifbar wirke? Und auch nicht selbst so erfahrbar.

Aus oben genannten Gründen wehrt sich teils etwas in meinem Inneren dagegen, mir eigene Vorstellungen davon zu machen - so nach dem Motto: es könnte dadurch etwas "entheiligt" werden.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:"Zusammenreimen" könnte zum Beispiel mit "fantasieren" und dies im Weiteren mit etwas in Verbindung gebracht werden, das "an der Wahrheit" vorbeigeht?

Letztlich schon, wobei "fantasieren" wohl eher verwendet würde, wenn jemand ausdrücken wollte, daß derjenige recht frei, losgelöst zusammenreimt?

Das wäre eine von zahlreichen Bedeutungen. Eine andere jedoch wäre zum Beispiel "flunkern/schwindeln" - bis hin zu Lügen erzählen - oder wie oben "die Unwahrheit sagen". Und das wäre im Zusammenhang mit ahnendem Wahrnehmen "etwas Heiliges in den Schmutz zu ziehen" - letzten Endes sogar "Sünde"?

Es könnte sich hierbei vielleicht um etwas handeln, das ich als Seele in diese Verkörperung mitgebracht habe. Dass es jetzt darum ginge, solche hindernde Glaubenssätze (möglicherweise aus vergangenem dogmatischem Hintergrund stammend) zu erkennen und mich davon zu befreien.
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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Marsianer » Fr 7. Jan 2022, 15:21

Agape hat geschrieben:Vielleicht wäre präziser ausgedrückt, dass Begegnung mit anderen Wesen ein schon seit langem in mir bestehendes Erahnen bestätigt und intensiviert.

Um ein für dich vielleicht auch inzwischen emotional aufgeladenes Wort zu verwenden: Sprichst du da von "Anstahlung" im Allgemeinen? Was findet da statt? Was wird so "erahnt" in Begegnungen mit Wesen?
Aber offenbar existiert in mir eine Spaltung zwischen einerseits Anteilen, welche solchem Erahnen gegenüber sehr offen sind - andererseits Anteilen, die sich aus mir bisher noch unklaren Gründen davor verschliessen. Nicht, indem sie es direkt ablehnen, sondern eher, indem sie in mir das Empfinden hervorrufen, "nicht würdig genug" zu sein, Einblicke in etwas zu haben (oder zumindest zu ersehnen), das viel zu "heilig" sei, als dass es mir "erlaubt" wäre, so etwas je zu erleben, worum es bei dem Erahnen hauptsächlich geht.

Wo kommt solche "Heiligenscheu" wohl her? Kommt es wirklich aus dir oder irgendwoher von außen?
Aus oben genannten Gründen wehrt sich teils etwas in meinem Inneren dagegen, mir eigene Vorstellungen davon zu machen - so nach dem Motto: es könnte dadurch etwas "entheiligt" werden.

Jetzt ginge es also ums "Vorstellungen machen". Aber irgendwie wird das Erahnte" in dir ja wirken? In manchem "so sein und nicht so"?
Eine andere jedoch wäre zum Beispiel "flunkern/schwindeln" - bis hin zu Lügen erzählen - oder wie oben "die Unwahrheit sagen".

Ja, aber darum würde es bei dir nicht gehen?
Und das wäre im Zusammenhang mit ahnendem Wahrnehmen "etwas Heiliges in den Schmutz zu ziehen" - letzten Endes sogar "Sünde"?

Es würde etwas geahnt, wahrgenommen und das dann ausgeschmückt, z.B. von jemandem, der schlau rüberkommen will statt eher sagen zu müssen: Ich verstehe da etliches nicht?

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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Agape » Fr 7. Jan 2022, 16:48

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Vielleicht wäre präziser ausgedrückt, dass Begegnung mit anderen Wesen ein schon seit langem in mir bestehendes Erahnen bestätigt und intensiviert.

Um ein für dich vielleicht auch inzwischen emotional aufgeladenes Wort zu verwenden: Sprichst du da von "Anstahlung" im Allgemeinen?

Nein.
Was findet da statt? Was wird so "erahnt" in Begegnungen mit Wesen?

Das Erahnen bezieht sich nicht nur auf „Zukünftiges“, sondern auch auf bereits „Vergangenes“. Auf mögliche Zusammenhänge zwischen aktueller Begegnung, Begegnungen, die schon stattgefunden hatten und solche, die noch kommen werden. Wobei das Spezielle daran ist, dass ich nicht unterscheiden kann, was bereits war und was erst noch kommen wird. Und dies hat eine starke Verunsicherung zur Folge, die teils mit Inhalten dieser Ahnungen zu tun haben, welche von verschiedener Art sind. Seligsein wäre am einen Ende der Skala, am anderen Ende kann durchaus von Gegenteiligem gesprochen werden.

Ich könnte mich schon etwas konkreter ausdrücken, jedoch befürchte ich, dass dies zu weit in Privates hineinreichen und vielleicht aufgrund von mir nicht ganz präzis ausgedrückter Menschensprache eher für Verwirrung als für Klarheit sorgen würde.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber offenbar existiert in mir eine Spaltung zwischen einerseits Anteilen, welche solchem Erahnen gegenüber sehr offen sind - andererseits Anteilen, die sich aus mir bisher noch unklaren Gründen davor verschliessen. Nicht, indem sie es direkt ablehnen, sondern eher, indem sie in mir das Empfinden hervorrufen, "nicht würdig genug" zu sein, Einblicke in etwas zu haben (oder zumindest zu ersehnen), das viel zu "heilig" sei, als dass es mir "erlaubt" wäre, so etwas je zu erleben, worum es bei dem Erahnen hauptsächlich geht.

Wo kommt solche "Heiligenscheu" wohl her? Kommt es wirklich aus dir oder irgendwoher von außen?

Ich nehme an, dass es von aussen her kam, jedoch teils von mir verinnerlicht wurde. Da würde sich jedoch wieder die Frage stellen, was wäre Ursache und was Wirkung? Allerdings empfinde ich diese „Heiligenscheu“ nicht, wenn ich direkt im Kontakt mit Jesus bin. In Begegnungen mit ihm fühle ich Vertrautheit und alles andere als Scheu.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aus oben genannten Gründen wehrt sich teils etwas in meinem Inneren dagegen, mir eigene Vorstellungen davon zu machen - so nach dem Motto: es könnte dadurch etwas "entheiligt" werden.

Jetzt ginge es also ums "Vorstellungen machen". Aber irgendwie wird das Erahnte" in dir ja wirken? In manchem "so sein und nicht so"?

Das Erahnte wirkt in mir über Gefühle, die ich nur schwer mit Vorstellungen gleichsetzen kann. Unter Vorstellungen verstehe ich etwas, worüber man nachdenkt und woraus dann etwas Bestimmtes gefolgert wird. So etwas kann ich in mir beim besten Willen nicht finden, jedenfalls ist mir nichts derartiges bewusst.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Eine andere jedoch wäre zum Beispiel "flunkern/schwindeln" - bis hin zu Lügen erzählen - oder wie oben "die Unwahrheit sagen".

Ja, aber darum würde es bei dir nicht gehen?

Nein.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Und das wäre im Zusammenhang mit ahnendem Wahrnehmen "etwas Heiliges in den Schmutz zu ziehen" - letzten Endes sogar "Sünde"?

Es würde etwas geahnt, wahrgenommen und das dann ausgeschmückt, z.B. von jemandem, der schlau rüberkommen will statt eher sagen zu müssen: Ich verstehe da etliches nicht?

Genau - und so etwas will ich mit aller Entschiedenheit nicht. Das ist auch der Grund dafür, dass es mir viel bedeutet, über manches, noch nicht Verstandenes, auszutauschen und dabei möglicherweise dem Verstehen einen Schritt näherzukommen.
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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Marsianer » Fr 7. Jan 2022, 18:35

Agape hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Um ein für dich vielleicht auch inzwischen emotional aufgeladenes Wort zu verwenden: Sprichst du da von "Anstahlung" im Allgemeinen?

Nein.

Worin würde dich aus deinem Verständnis heraus "Ahnen" von "Angestrahltwerden" unterscheiden?
Das Erahnen bezieht sich nicht nur auf „Zukünftiges“, sondern auch auf bereits „Vergangenes“. Auf mögliche Zusammenhänge zwischen aktueller Begegnung, Begegnungen, die schon stattgefunden hatten und solche, die noch kommen werden.

Es geht dabei also eher um Ereignisse, nicht um Seinszustände?
Wobei das Spezielle daran ist, dass ich nicht unterscheiden kann, was bereits war und was erst noch kommen wird. Und dies hat eine starke Verunsicherung zur Folge, die teils mit Inhalten dieser Ahnungen zu tun haben, welche von verschiedener Art sind.

Aha.
Seligsein wäre am einen Ende der Skala, am anderen Ende kann durchaus von Gegenteiligem gesprochen werden.

Seligsein betrachtest du als eine Art Ereignis?
Ich nehme an, dass es von aussen her kam, jedoch teils von mir verinnerlicht wurde. Da würde sich jedoch wieder die Frage stellen, was wäre Ursache und was Wirkung? Allerdings empfinde ich diese „Heiligenscheu“ nicht, wenn ich direkt im Kontakt mit Jesus bin. In Begegnungen mit ihm fühle ich Vertrautheit und alles andere als Scheu.

Ja.
Das Erahnte wirkt in mir über Gefühle, die ich nur schwer mit Vorstellungen gleichsetzen kann.

Aber Gefühle sind etwas. Und man kann sie prinzipiell auch menschensprachlich beschreiben.
Unter Vorstellungen verstehe ich etwas, worüber man nachdenkt und woraus dann etwas Bestimmtes gefolgert wird.

Zu soetwas hatten wir hier ja schon woanders mal was. Wie würdest du das z.B. hierin einordnen?
Die unmittelbare direkte Erfahrung nennt man im japanischen NEN. Die Erinnerung an eine unmittelbare Erfahrung nennt man NEN-NEN. Aber das sich daraus Ergebene, Drüberliegende permanent kommentierende Bewusstsein, dieses Ego nennt man NEN-NEN-NEN.

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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Agape » Fr 7. Jan 2022, 20:19

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Um ein für dich vielleicht auch inzwischen emotional aufgeladenes Wort zu verwenden: Sprichst du da von "Anstahlung" im Allgemeinen?

Nein.

Worin würde dich aus deinem Verständnis heraus "Ahnen" von "Angestrahltwerden" unterscheiden?

Ich nehme zwei sehr unterschiedliche Qualitäten wahr. Die eine (vermutlich „Ahnen“) ist sehr fein, meist von ganz kurzer Dauer, wie wenn ein Lichtstrahl etwas kurz beleuchtet und sich dann wieder zurückzieht. Es ist ein kurzer Einblick in eine andere Zeit/Raumdimension. Die andere Qualität (vermutlich Angestrahltwerden) ist dagegen wie „ein Hammer“. Sie wirkt mitunter fast aufdringlich, geht bei mir auch mit körperlichem Empfinden einher, könnte beinahe mit einem „Rauschzustand“ verglichen werden, von dem man „immer mehr haben möchte“, es kann sich auch im Extremfall wie „fremdgesteuert sein" anfühlen.

„Angestrahltwerden“ führt eher von mir selbst weg, während „Ahnen“ etwas ist, wo ich ganz bei mir bin, da gibt es nichts, was mich von diesem kurzen Augenblick wegholen könnte.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Das Erahnen bezieht sich nicht nur auf „Zukünftiges“, sondern auch auf bereits „Vergangenes“. Auf mögliche Zusammenhänge zwischen aktueller Begegnung, Begegnungen, die schon stattgefunden hatten und solche, die noch kommen werden.

Es geht dabei also eher um Ereignisse, nicht um Seinszustände?
Seligsein betrachtest du als eine Art Ereignis?

Beim Seligsein geht es nicht um ein Ereignis, damit ist ja auch ein sehr starkes Sehnen verbunden. Hingegen die Ahnungen, die sich auf Ereignisse beziehen, stellen sich mir als Kluft dar, die sich zwischen dem Ahnen eines Zustandes von Seligsein und dem Ist-Zustand befindet.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Das Erahnte wirkt in mir über Gefühle, die ich nur schwer mit Vorstellungen gleichsetzen kann.

Aber Gefühle sind etwas. Und man kann sie prinzipiell auch menschensprachlich beschreiben.

Ja.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Unter Vorstellungen verstehe ich etwas, worüber man nachdenkt und woraus dann etwas Bestimmtes gefolgert wird.

Zu soetwas hatten wir hier ja schon woanders mal was. Wie würdest du das z.B. hierin einordnen?
Die unmittelbare direkte Erfahrung nennt man im japanischen NEN. Die Erinnerung an eine unmittelbare Erfahrung nennt man NEN-NEN. Aber das sich daraus Ergebene, Drüberliegende permanent kommentierende Bewusstsein, dieses Ego nennt man NEN-NEN-NEN.

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Ich würde es als NEN-NEN einordnen.
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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Marsianer » Fr 7. Jan 2022, 20:43

Agape hat geschrieben:Ich nehme zwei sehr unterschiedliche Qualitäten wahr. Die eine (vermutlich „Ahnen“) ist sehr fein, meist von ganz kurzer Dauer, wie wenn ein Lichtstrahl etwas kurz beleuchtet und sich dann wieder zurückzieht. Es ist ein kurzer Einblick in eine andere Zeit/Raumdimension.

Achso, ich hatte mir das als recht dauerhaft zusammengereimt gehabt.
Die andere Qualität (vermutlich Angestrahltwerden) ist dagegen wie „ein Hammer“. Sie wirkt mitunter fast aufdringlich, geht bei mir auch mit körperlichem Empfinden einher, könnte beinahe mit einem „Rauschzustand“ verglichen werden, von dem man „immer mehr haben möchte“, es kann sich auch im Extremfall wie „fremdgesteuert sein" anfühlen.

Hm, also ich würde sagen "Angestrahltwerden" wirkt nur so, wenn die Antrshlung "besonders kräftig" wäre. Die Masse der Anstrahlungswirkungen zwischen Wesen wird deutlich diffuser verlaufen, würde ich sagen. Aber das hängt sicherlich z.B. auch davon ab, wie "hochsensibel" ein Wesen soetwas wahrnimmt. Siehst du, hier wirkt es auf mich jetzt so, als hättest du dir da wohl längere Zeit etwas zusammengereimt, was ich mit "Anstrahlung" meinen dürfte, das wohl so nicht zutreffend ist.
„Angestrahltwerden“ führt eher von mir selbst weg,

Ich würde sagen, das ist ein Teil damit verbundener Problematiken.
während „Ahnen“ etwas ist, wo ich ganz bei mir bin, da gibt es nichts, was mich von diesem kurzen Augenblick wegholen könnte.

Ja, gut.
Beim Seligsein geht es nicht um ein Ereignis, damit ist ja auch ein sehr starkes Sehnen verbunden.

Jemand kann sich auch stark nach einem Ereignis sehnen?
Hingegen die Ahnungen, die sich auf Ereignisse beziehen,

Wie beziehen sich sich auf welche?
stellen sich mir als Kluft dar, die sich zwischen dem Ahnen eines Zustandes von Seligsein und dem Ist-Zustand befindet.

Das verstehe ich wohl nicht.
Unter Vorstellungen verstehe ich etwas, worüber man nachdenkt und woraus dann etwas Bestimmtes gefolgert wird.

Ich würde es als NEN-NEN einordnen.

Da steckt dann ja schon eine Distanz drin? Geht soetwas ohne "Vorstellungen"? Ich würde mal sagen, eher nicht, sonst wäre es direktes Erfahren (Nen)?

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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Agape » Fr 7. Jan 2022, 21:49

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Die andere Qualität (vermutlich Angestrahltwerden) ist dagegen wie „ein Hammer“. Sie wirkt mitunter fast aufdringlich, geht bei mir auch mit körperlichem Empfinden einher, könnte beinahe mit einem „Rauschzustand“ verglichen werden, von dem man „immer mehr haben möchte“, es kann sich auch im Extremfall wie „fremdgesteuert sein" anfühlen.

Siehst du, hier wirkt es auf mich jetzt so, als hättest du dir da wohl längere Zeit etwas zusammengereimt, was ich mit "Anstrahlung" meinen dürfte, das wohl so nicht zutreffend ist.

Was hätte ich mir denn zusammengereimt? Woraus ziehst Du diesen Schluss?
Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Beim Seligsein geht es nicht um ein Ereignis, damit ist ja auch ein sehr starkes Sehnen verbunden.

Jemand kann sich auch stark nach einem Ereignis sehnen?

Ja, aber ich sehne mich nicht nach einem Ereignis, sondern nach Seligsein. ;)

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hingegen die Ahnungen, die sich auf Ereignisse beziehen,

Wie beziehen sich sich auf welche?

Wie schon weiter oben erwähnt, sind es verschiedene Ereignisse von unterschiedlicher Qualität und in unterschiedlichen Zeitverhältnissen, die ich nicht richtig einordnen kann. Jedoch beeinflussen sie Begegnungen.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:stellen sich mir als Kluft dar, die sich zwischen dem Ahnen eines Zustandes von Seligsein und dem Ist-Zustand befindet.

Das verstehe ich wohl nicht.

Ja. Das ist ein Teil meines Problems. Es versteht wohl niemand.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Unter Vorstellungen verstehe ich etwas, worüber man nachdenkt und woraus dann etwas Bestimmtes gefolgert wird.

Ich würde es als NEN-NEN einordnen.

Da steckt dann ja schon eine Distanz drin? Geht soetwas ohne "Vorstellungen"? Ich würde mal sagen, eher nicht, sonst wäre es direktes Erfahren (Nen)?

Ich muss dazu sagen, dass diese NEN-NEN-Theorie nicht wirklich verstehe. Aber das liegt wohl auch daran, dass ich oft kein Zeitempfinden habe, nicht einordnen kann, ob ich mich an etwas erinnere, das schon war, ob es unmittelbares Erfahren ist, oder voraussehendes Wahrnehmen. Um diese Problematik ging es ja im Austausch schon eine ganze Weile, aber irgendwie scheint es mir nicht zu gelingen, dies in einer verständlichen Art und Weise herüberzubringen.
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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Marsianer » Fr 7. Jan 2022, 22:37

Agape hat geschrieben:Was hätte ich mir denn zusammengereimt? Woraus ziehst Du diesen Schluss?

Du schriebst Anstrahlung, so wie du den Begriff verstehst sei "ein Hammer", aufdringlich. Daraus folgere ich, du bist wohl der Meinung Anstrahlung sei grundsätzlich irgendwie kraftvoll, stark?
Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hingegen die Ahnungen, die sich auf Ereignisse beziehen, stellen sich mir als Kluft dar, die sich zwischen dem Ahnen eines Zustandes von Seligsein und dem Ist-Zustand befindet.

Das verstehe ich wohl nicht.

Ja. Das ist ein Teil meines Problems. Es versteht wohl niemand.

Eine Kluft zwischen Zuständen beziehen sich irgendwie auf Ereignisse? Das verstehe ich nicht. Nochmal anders formulieren?
Ich muss dazu sagen, dass diese NEN-NEN-Theorie nicht wirklich verstehe.

Ich habe eine Vermutung wie sie gemeint ist:
Aber das liegt wohl auch daran, dass ich oft kein Zeitempfinden habe, nicht einordnen kann, ob ich mich an etwas erinnere, das schon war, ob es unmittelbares Erfahren ist, oder voraussehendes Wahrnehmen.

Ich würde sagen, wenn du etwas direkt betrachten kannst, dann ist es Nen. Wenn du es nicht direkt betachten kannst, nicht direkt nochmal "mit anderen Augen" anschauen könntest, sondern nur über Erinnerungen verfügst, dann wäre das etwas, das immer mehr oder weniger gefiltert bliebe, je nachdem wie es früher erlebt wurde, wie genau, aus welchen Blickwinkeln etwas betrachtet wurde. Dementsprechend wäre dann die Erinnerung daran. Das wäre dann Nen Nen. Wenn jemand sich auch nicht mehr so wirklich an dieses Etwas erinnert, sind vielleicht nur gedankliche Schlußfolgerungen und mehr dergleichen übrig, Nen Nen Nen. Ich würde sagen die innere Wirklichkeit ist komplexer, aber es wäre schonmal eine gute Annäherung an Fragen die sich hier stellen.

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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Agape » Sa 8. Jan 2022, 12:40

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Was hätte ich mir denn zusammengereimt? Woraus ziehst Du diesen Schluss?

Du schriebst Anstrahlung, so wie du den Begriff verstehst sei "ein Hammer", aufdringlich. Daraus folgere ich, du bist wohl der Meinung Anstrahlung sei grundsätzlich irgendwie kraftvoll, stark?

Gut habe ich nachgefragt. ;)

Nein, ich sehe in Anstrahlung etwas, das stark davon abhängt, wie bewusst sich jemand derer ist (vielen Menschen wohl gar nicht) und was überhaupt darunter verstanden wird. Ich kannte diese Wirkungsweise und ihre Begrifflichkeit ja auch nicht, wurde jedoch zu meinem grossen Segen damit konfrontiert und hatte (habe) mich damit auseinanderzusetzen. Heute bin ich so weit, dass ich mir der Anstrahlung voll bewusst bin und diese in ihrer ganzen “Kraft“ empfinden kann. Sie führt in mir - manchmal mehr - manchmal weniger - zu Impulsen, welche mich auf gewisse Dinge aufmerksam machen, aber immer öfters sind diese eher schmerzlich - und nicht „angenehm“. Das ist auch gut so, denn es hat die Auswirkung, dass ich schnell „genug“ habe, diese Anstrahlung dann eher abwehre, weil sie mir im Wege steht, den Impulsen nachzugehen, dazu ist Innenschau notwendig - und Innenschau heisst unter anderem auch die Verbindung zur inneren Quelle aufzunehmen - die Wirkung äusserer Quellen (Anstrahlung) abzublocken.

Einen Sinn darin erkenne ich insofern, dass ich mit der Zeit zunehmend freier von Anstrahlungsbedürfnissen werde, da sich meine Anbindung an die göttliche Quelle intensiviert, indem ich Herzensliebe entfalte, welche sich nicht mehr als Mangelzustand, sondern als geistig-seelische Fülle erfährt und andere Menschen daran teilhaben lässt.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:stellen sich mir als Kluft dar, die sich zwischen dem Ahnen eines Zustandes von Seligsein und dem Ist-Zustand befindet.

Das verstehe ich wohl nicht.
Ja. Das ist ein Teil meines Problems. Es versteht wohl niemand.

Eine Kluft zwischen Zuständen beziehen sich irgendwie auf Ereignisse? Das verstehe ich nicht. Nochmal anders formulieren?

Diffuse Ahnungen aus verschiedenen Zeiträumen, die von mir nicht eingeordnet werden können, wirken sich wohl bezogen auf Begegnungen mit anderen Wesen blockierend aus. Denn oft fliessen sie in meine Reaktionen, Verhaltensweisen und Empfindungen ein und werden in der Folge als Kluft wahrgenommen. Manchmal gehe ich aufgrund von Ahnungen von ganz anderen Zuständen aus, als ein anderes Wesen dies im Zusammenhang mit mir einordnet.

Vielleicht hilft ein banales Beispiel aus dem Alltag meine oftmalige Verwirrung etwas klarer darzustellen, obwohl dieses auf die geistige Ebene übertragen werden müsste. Es geht dabei eher darum, mein diesbezügliches Empfinden etwas besser zu erklären:

Jemand macht eine Einkaufliste und schreibt detailliert auf, was benötigt wird. Nach dem Einkauf beim Auspacken stellt er fest, dass einige Dinge, die er gemäss Liste eingekauft hat, bereits in der Vergangenheit eingekauft worden, aber zum Zeitpunkt des Erstellens der Liste offenbar nicht mehr erinnerlich waren. Andererseits fehlten beim Auspacken einige Dinge, die nicht auf der Einkaufsliste eingetragen waren, weil sie offenbar erst zu einem Zeitpunkt benötigt werden, der noch in der Zukunft liegt.
In welcher Zeit befand sich dieser Mensch zum Zeitpunkt, als er die Liste erstellte? Dies lässt sich an den Dingen ablesen, welche auf der Einkaufsliste standen und auch tatsächlich benötigt werden. Die doppelt vorhandenen Dinge beruhen auf einem Zeitpunkt in der Vergangenheit, die fehlenden Dinge beruhen auf einem Zeitpunkt in der Zukunft.

Fazit: Nur ein begrenzter Anteil dessen, was ich in eine Begegnung einbringe, beruht auch tatsächlich auf einem Wahrnehmen der Gegenwart. Daneben bestehen Wahrnehmungen, die sich auf Vergangenes beziehen - und solche, die sich erst auf Zukünftiges beziehen. In welche dieser Zeiträume aber im Einzelnen die in der Gegenwart geäusserten Gedanken und Gefühle jeweils einzuordnen sind, entzieht sich oft meiner Kenntnis, denn sie werden alle gleichzeitig als in einer einzigen Zeit von mir empfunden - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kann ich oft nicht adäquat voneinander trennen.

Marsianer hat geschrieben:Ich habe eine Vermutung wie sie gemeint ist:

Ich würde sagen, wenn du etwas direkt betrachten kannst, dann ist es Nen.

Die Einkaufsliste.
Wenn du es nicht direkt betachten kannst, nicht direkt nochmal "mit anderen Augen" anschauen könntest, sondern nur über Erinnerungen verfügst, dann wäre das etwas, das immer mehr oder weniger gefiltert bliebe, je nachdem wie es früher erlebt wurde, wie genau, aus welchen Blickwinkeln etwas betrachtet wurde. Dementsprechend wäre dann die Erinnerung daran. Das wäre dann Nen Nen.

Die Dinge, die „doppelt“ eingekauft wurden.
Wenn jemand sich auch nicht mehr so wirklich an dieses Etwas erinnert, sind vielleicht nur gedankliche Schlußfolgerungen und mehr dergleichen übrig, Nen Nen Nen.

Und was wäre denn, wenn etwas geahnt wird, das noch nicht geschehen ist?
"Schreiben ist der direkte Weg zum Herzen"
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Marsianer
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Re: Womit könnte ahnende Wahrnehmung überlagert sein?

Beitragvon Marsianer » Sa 8. Jan 2022, 13:34

Agape hat geschrieben:Nein, ich sehe in Anstrahlung etwas, das stark davon abhängt, wie bewusst sich jemand derer ist (vielen Menschen wohl gar nicht)

Die Anstrahlung selbst sei davon abhängig?
Heute bin ich so weit, dass ich mir der Anstrahlung voll bewusst bin und diese in ihrer ganzen “Kraft“ empfinden kann.

Aha, sie ist aber deswegen nicht an sich kraftvoller geworden? Du empfindest jede Anstrahlung jetzt "kraftvoll"?
Sie führt in mir - manchmal mehr - manchmal weniger - zu Impulsen, welche mich auf gewisse Dinge aufmerksam machen, aber immer öfters sind diese eher schmerzlich - und nicht „angenehm“.

Hm.
Diffuse Ahnungen aus verschiedenen Zeiträumen, die von mir nicht eingeordnet werden können, wirken sich wohl bezogen auf Begegnungen mit anderen Wesen blockierend aus.

Hm, wären diese Ahnungen vielleicht eher sowas wie "Hinweise der Seele"? Z.B. darauf dies und das sei noch "zu sortieren"? Da gebe es noch etwas Problematisches in dir in diesem Zusammenhang?
Jemand macht eine Einkaufliste und schreibt detailliert auf, was benötigt wird. Nach dem Einkauf beim Auspacken stellt er fest, dass einige Dinge, die er gemäss Liste eingekauft hat, bereits in der Vergangenheit eingekauft worden,

Sicherlich, wenn er nach dem Einkauf auspackt, dann war der Einkauf vorher. ;)
aber zum Zeitpunkt des Erstellens der Liste offenbar nicht mehr erinnerlich waren.

Achso. ;)
Andererseits fehlten beim Auspacken einige Dinge, die nicht auf der Einkaufsliste eingetragen waren,

Wie kann etwas fehlen, das auch gar nicht aufgelistet war? Worin käme solches "Fehlen" zum Ausdruck?
weil sie offenbar erst zu einem Zeitpunkt benötigt werden, der noch in der Zukunft liegt.

Was banal betrachtet wohl für alle Einkäufe gelten wird, die in der Gegenwart ausgepackt würden.

Aber du meinst es wohl nicht so banal, wie man es verstehen könnte (jemand hat vergessen, daß er etwas doch noch da hat und ihm fällt nach dem Einkauf ein, daß ihm noch etwas fehlt).
In welcher Zeit befand sich dieser Mensch zum Zeitpunkt, als er die Liste erstellte? Dies lässt sich an den Dingen ablesen, welche auf der Einkaufsliste standen und auch tatsächlich benötigt werden. Die doppelt vorhandenen Dinge beruhen auf einem Zeitpunkt in der Vergangenheit,

Also wäre manches doch doppelt eingekauft worden, weil vergessen wurde, daß noch etwas davon da wäre.
die fehlenden Dinge beruhen auf einem Zeitpunkt in der Zukunft.

Wie dann das?
Fazit: Nur ein begrenzter Anteil dessen, was ich in eine Begegnung einbringe, beruht auch tatsächlich auf einem Wahrnehmen der Gegenwart.

Ich weiß nicht, ob "Wahrnehmen der Gegenwart" hier entscheidend wäre. Eher, daß in der Gegenwart, jetzt, wahrgenommen wird? Egal ob etwas wahrgenommen wird, das vielleicht in einer früheren Zeit so existierte oder in der Zukunft? Ich würde sagen, es käme bei "Nen" darauf an, daß etwas direkt gesehen wird, mit irgendwelchen Sinnen, körperlichen oder spirituellen.
Daneben bestehen Wahrnehmungen, die sich auf Vergangenes beziehen - und solche, die sich erst auf Zukünftiges beziehen.

Wären es Wahrnehmungen oder Erinnerungen an etwas, das gerade jetzt nicht direkt gesehen wird? Jemand könnte z.B. auch eine Vision gehabt haben. Deren direktes Erfahren wäre ersteinmal "Nen", würde ich folgern. Wenn sie vorbei wäre, gäbe es vielleicht noch manches, an das sich erinnert wird (Nen Nen).
denn sie werden alle gleichzeitig als in einer einzigen Zeit von mir empfunden

Wenn sie wirklich wahrgenommen werden, würde ich erstmal vermuten, es könnte schon "Nen" sein. Egal was in welcher Zeit "gesehen" wird. Die entscheidende Unterscheidung wäre wohl. Wann sehe ich z.B. Vergangenes und wann erinnere ich mich nur dran?
Marsianer hat geschrieben:Ich würde sagen, wenn du etwas direkt betrachten kannst, dann ist es Nen.

Die Einkaufsliste.

Die Einkaufsliste ist doch kein Erfahren von etwas? Oder? Eine Liste aus Symbolen ist Beschreibung, vermutlich Nen Nen Nen.
Und was wäre denn, wenn etwas geahnt wird, das noch nicht geschehen ist?

Ich würde sagen, es spielt gar keine Rolle wann etwas innerhalb der Zeit geschieht. Es kommt für "Nen" darauf an, wann es von jemandem gesehen wird.


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