Zu diesem Thema fand bereits in folgendem Thread ein Austausch statt: viewtopic.php?f=2&t=68&p=3042#p3042
Marsianer hat geschrieben:Wie klar wirkt dessen Wahrnehmung? Wieviel "Zusammenreimen darumherum" wäre Teil des Sehnens geworden, neben dem "Fühlen" an sich?
Agape hat geschrieben:Ein Ahnen ist meiner Auffassung nach ein diffuses und kein klares Wahrnehmen. Aber deswegen ist es nicht verwerflich.
Marsianer hat geschrieben:Nein, aber je nach genutzten Mitteln der Beobachtung erschließt sich dem Beobachter nur einiges und vielleicht anderes nicht. Und wenn manches so für den Beobachter rätselhaft bleibt, dann wird er wohl meist anfangen zu überlegen, die Lücken zu schließen versuchen mit "Zusammenreimen darum herum", vielleicht auch "Lehren dazu konsultieren". Und manches davon kann durchaus auch treffend sein, es kann aber auch einiges solcher "Lückenfüllung" in die Irre führen.
Agape hat geschrieben:In meinem Falle trifft das nicht zu. Ich sehne mich zwar danach, die Lücken zu schliessen, aber eine mentale Befassung damit ist bei mir nicht zielführend. Ich weiss, dass es allem voran Geduld braucht - soweit "erschliesst" es sich mir in meinem Inneren.
Marsianer hat geschrieben:Ich würde sagen, ein Sehnen kann auch als das verstanden werden, wohin es das Herz eines Menschen zieht, wo er schon ist. Sehnen, (Sein)Wollen ...
Agape hat geschrieben:Das würde gemäss Deiner Aussage bedeuten, dass es dabei mehr oder weniger um ein "sich im Kreis drehen" geht? Wenn dem so ist, wie bricht man aus diesem Kreis aus? Steckt nicht auch ein ganz bestimmter Sinn dahinter, sich dort zu drehen und Geduld zu üben?
Marsianer hat geschrieben:Diese Reaktion verstehe ich nicht. Ich wollte eigentlich darauf hinaus, in dem, was vielleicht "Sehnen" oder auch "Wollen" genannt wird, nicht rein etwas zu sehen, das noch nicht da wäre, wo es sein wollte. Das kann sein, muß es aber nicht, würde ich sagen. Ich merkte das an, weil ich es für eine für das Verständnis dieses "Etwas" eventuell sinnvolls Anmerkung hielt. Jemand kann sich so verstanden dann auch nach etwas sehnen, bei dem er bereits wäre. Das ginge dann auch Richtung Seligsein?
Agape hat geschrieben:Ich habe meine Tendenz zum Grübeln erkannt, nachdem ich mir den Kopf, mit dem ich durch die Wand gehen wollte, einige Male heftig angestossen hatte. Das Grübeln funktioniert seither nicht mehr.
Marsianer hat geschrieben:Grübeln" meint meistens, daß jemand intensiver überlegt? Das müßte hierbei aber aus meiner Sicht nie der Fall gewesen sein für ein "Zusammenreimen".
Agape hat geschrieben:Woran erkenne ich denn, wie es sich bei mir verhält?
Marsianer hat geschrieben:Mir ging es da nicht um Begriffe, sondern hier etwas, das oft hinter diesen Begriffen steckt. Es gibt offenbar ein Ahnen, das schon auch ein Wahrnehmen wäre. Daran wird etwas als ansprechend empfunden, erstrebenswert, es wird sich danach gesehnt, nachdem sich länger eine Kluft dahin offenbar nicht überwinden läßt.
Agape hat geschrieben:Aber ich weiss nichts von einem Zusammenreimen, ich müsste es doch wissen, wenn es so wäre?
Marsianer hat geschrieben:Nicht unbedingt. Es würde nach meinem Verständnis bedeuten, daß irgendwelche Schlüsse (meist wohl nicht so bewußt) gezogen werden, vielleicht auch aus Äußerungen anderer Wesen, die ahnende Wahrnehmung überlagern könnten, ähnlich wie bei "Konditionierungen".
Agape hat geschrieben:Und diese "unbewussten" Schlüsse wären künftig vielleicht für mein Bewusstsein zugänglicher, nachdem ich nun weiss - oder zumindest in Betracht ziehe, dass so etwas in mir vorliegen könnte?
Marsianer hat geschrieben:Ich weiß nicht. Aber es gibt wohl wenige Menschen, die etwas betrachten können, ohne daß von denen in sich gleich alles mögliche in solcher Weise "zusammengereimt" wird?
Agape hat geschrieben:Vielleicht gehöre ich zu den wenigen Ausnahmen? ;)
Marsianer hat geschrieben:Würde das zu manchen Erscheinungen passen?
Agape hat geschrieben:Diese Erscheinungen könnten ja auch eine andere Ursache haben - nicht eine des "sich etwas Zusammenreimens"?
Marsianer hat geschrieben:Aber so wirklich weitergekommen waren wir hier auch nicht. Und diese wieder recht strikte Ablehnung, es könnte soetwas sein spricht für mich auch eher für eine Abwehrreaktion. Da steht ein Begriff im Raum und du möchtest offenbar nicht, daß er zutrifft. Aber das alles bleibt nach meinem Eindruck viel zu sehr auf der begrifflichen Ebene, statt einfach "zu schauen" was da nun wäre.
Ich bin dabei. Wenn es zutrifft, dann trifft es zu, ob ich abwehre oder nicht. Dann wäre die Frage vielleicht: Weshalb wehre ich ab? Ist dieser Begriff für mich "negativ" besetzt? Was verstehe ich denn darunter? "Zusammenreimen" könnte zum Beispiel mit "fantasieren" und dies im Weiteren mit etwas in Verbindung gebracht werden, das "an der Wahrheit" vorbeigeht?
Ja, ich habe Probleme mit "Unwahrheit" - bei mir und auch bei anderen Menschen. Während des Schreibens dieser Worte zieht sich gerade mein Herz zusammen und sehr viel Traurigkeit steigt in mir auf. Was hat das zu bedeuten? Ich möchte der Wahrheit näher kommen.