Geist ergreifen

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Marsianer
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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Marsianer » Mo 28. Nov 2022, 15:53

Agape hat geschrieben:Allmählich löst sich dieser Zustand jedoch wieder auf und erlaubt mir ein fokussierteres Betrachten/Reflektieren dessen, was in mir geschieht. Aber ob man hierbei wirklich von „Leid“ sprechen kann, bezweifle ich eher.

Eher Richtung "hochsensibles" Empfinden? Aber die Beschreibung wirkte halt schon teils auch so, als würde dich das öfters auch "mitnehmen", "angreifen". Nach meiner Einschätzung eine Folge geringeren geistigen Ergriffenhabens vom "himmlischen Vater".
Dabei würde es sich vermutlich um eine andere Ebene handeln, als die, welche verbreitet als „Ego“ bezeichnet wird?

Wenn unter "Ego" Prägungen eher irdischer Art verstanden würden wahrscheinlich. Wenn darunter alles verstanden würde, worauf ein Mensch Lust hätte, dann eventuell demnach nicht.
Es ginge wohl um etwas, das in gewissen Kreisen im Gegensatz zu Punkt 1 als eher „positiv“ bewertet würde?

Solche verwenden "Herz" ja oft als Begriff für eine bestimmte "Energie"? Bei "Herz" ginge es aber ja nicht um Agape, sondern die allgemeine Liebe einer Seele, das was sie damit ergriffen hat.
Könnte mit „mehr von innen“ eventuell auch das gemeint sein?

"Aber sie hat auch eine gewisse "Beharrungskraft"?

Nein, da ging es eher um "Gewohnheiten" in der Art von mehr äußeren Prägungen? Z.B. etwas das in der Ursprungsfamilie so üblich war und dann so weitergelebt wird, weil es in diesem Menschen dazu keine anderen größeren "Resonanzen" aus dem Inneren gäbe.
Da ging es mir hauptsächlich um eine Abgrenzung von dem:

„Wäre das nach deinem Verständnis auch bei manchen Anstrahlungsbeziehungen so, die nicht so sehr auf menschensprachlich Vermitteltem beruhen?“

Ja, die Frage war dann auch, was könnte dann neben dem noch wie mehr so prägungsartig wirken?
Bei dem, worauf ich weiter oben jedoch vor allem hinauswollte, geht es eher um eine Art von „Doppelbotschaft“, indem zwar vordergründig etwas Bestimmtes gesagt wird - hintergründig aber dazu in eine andere Richtung empfunden wird.

Dann wäre wohl die Frage, was da wie sehr wirken würde. "Nonverbale" Signale auf "körperlicher Basis, wahrgenommen mit den heute allgemein anerkannten körperlichen Sinnen" können wohl auch ähnlich wirken wie "verbale Sprache" oder im Grunde sogar solche sein.
Sind es nicht oft Kinder, welche solches bei den Erwachsenen wahrnehmen - vor allem, wenn dies immer wieder auf die gleiche Weise geschieht? Sie erkennen einen Widerspruch, wobei dann eventuell die „versteckte“ (nonverbale) Botschaft mehr Gewicht hat, als die ausgesprochenen Worte.

Ja.

Agape
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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Agape » Di 29. Nov 2022, 12:58

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Allmählich löst sich dieser Zustand jedoch wieder auf und erlaubt mir ein fokussierteres Betrachten/Reflektieren dessen, was in mir geschieht. Aber ob man hierbei wirklich von „Leid“ sprechen kann, bezweifle ich eher.

Eher Richtung "hochsensibles" Empfinden?

Teilweise hat es vermutlich auch damit zu tun.

Aber die Beschreibung wirkte halt schon teils auch so, als würde dich das öfters auch "mitnehmen", "angreifen".

Ja, es gab Situationen, die mich kräftig „durchgeschüttelt“ hatten.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Dabei würde es sich vermutlich um eine andere Ebene handeln, als die, welche verbreitet als „Ego“ bezeichnet wird?

Wenn unter "Ego" Prägungen eher irdischer Art verstanden würden wahrscheinlich. Wenn darunter alles verstanden würde, worauf ein Mensch Lust hätte, dann eventuell demnach nicht.

Gemäss meinem Verständnis geht es dabei eher um Identifikation mit dem Körper, den Gedanken, Emotionen etc., mit dem, was einem „beigebracht“ wurde. Um eine falsche Vorstellung von dem, „wer man wirklich ist“ (Selbstbild).

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Da ging es mir hauptsächlich um eine Abgrenzung von dem:

„Wäre das nach deinem Verständnis auch bei manchen Anstrahlungsbeziehungen so, die nicht so sehr auf menschensprachlich Vermitteltem beruhen?“

Ja, die Frage war dann auch, was könnte dann neben dem noch wie mehr so prägungsartig wirken?

Worauf liefe es hinaus, wenn die Seele aufgrund ihrer allgemeinen Liebe im Herzen den Geist eines anderen menschlichen Wesens, zu dem eine Anstrahlungsbeziehung bestünde, ergriffen halten würde?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Bei dem, worauf ich weiter oben jedoch vor allem hinauswollte, geht es eher um eine Art von „Doppelbotschaft“, indem zwar vordergründig etwas Bestimmtes gesagt wird - hintergründig aber dazu in eine andere Richtung empfunden wird.

Dann wäre wohl die Frage, was da wie sehr wirken würde. "Nonverbale" Signale auf "körperlicher Basis, wahrgenommen mit den heute allgemein anerkannten körperlichen Sinnen" können wohl auch ähnlich wirken wie "verbale Sprache" oder im Grunde sogar solche sein.

Ich kann mir nicht recht vorstellen, inwiefern eine solche Wahrnehmung allein mittels körperlicher Sinne möglich sein soll. Nonverbale Signale können weder körperlich gesehen, gehört, ertastet, gerochen noch geschmeckt werden. Insofern müssten doch hierbei andere Sinne als die körperlichen eine Rolle spielen?
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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Marsianer » Di 29. Nov 2022, 13:48

Agape hat geschrieben:Gemäss meinem Verständnis geht es dabei eher um Identifikation mit dem Körper,

Einverstanden.
den Gedanken, Emotionen

Da würde ich differenzieren. Oder genauer definieren wollen.
Um eine falsche Vorstellung von dem, „wer man wirklich ist“ (Selbstbild)

Aha.
Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Da ging es mir hauptsächlich um eine Abgrenzung von dem:

„Wäre das nach deinem Verständnis auch bei manchen Anstrahlungsbeziehungen so, die nicht so sehr auf menschensprachlich Vermitteltem beruhen?“

Ja, die Frage war dann auch, was könnte dann neben dem noch wie mehr so prägungsartig wirken?

Worauf liefe es hinaus, wenn die Seele aufgrund ihrer allgemeinen Liebe im Herzen den Geist eines anderen menschlichen Wesens, zu dem eine Anstrahlungsbeziehung bestünde, ergriffen halten würde?

Die Frage wäre dann, was in ihr wirklich geschehen würde, würde in dem, was so bezeichnet würde von außen etwas den Zustand der eigenen seelischen Substanz sozusagen überlagern oder würde siich darin die seelische Substanz "innen" wandeln?
Nonverbale Signale können weder körperlich gesehen, gehört, ertastet, gerochen noch geschmeckt werden.

Aber oft doch z.B. körperliche Gestik als "nonverbal" bezeichnet?

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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Agape » Di 29. Nov 2022, 17:20

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:den Gedanken, Emotionen

Da würde ich differenzieren. Oder genauer definieren wollen.

Worauf bezogen? Auf Deine eigene Interpretation des „Ego“ - oder auf die Art von Prägung, worum es weiter oben im Rahmen „Ausgangspunkt für individuelle Resonanzen“ ging?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Ja, die Frage war dann auch, was könnte dann neben dem noch wie mehr so prägungsartig wirken?

Worauf liefe es hinaus, wenn die Seele aufgrund ihrer allgemeinen Liebe im Herzen den Geist eines anderen menschlichen Wesens, zu dem eine Anstrahlungsbeziehung bestünde, ergriffen halten würde?

Die Frage wäre dann, was in ihr wirklich geschehen würde, würde in dem, was so bezeichnet würde von außen etwas den Zustand der eigenen seelischen Substanz sozusagen überlagern oder würde siich darin die seelische Substanz "innen" wandeln?

Also wäre diese erstgenannte „Überlagerung“ ebenfalls ein Prägungsfaktor, der nicht unbedingt etwas mit „menschensprachlich Vermitteltem“ - oder „nonverbalen Botschaften“ zu tun haben müsste?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Nonverbale Signale können weder körperlich gesehen, gehört, ertastet, gerochen noch geschmeckt werden.

Aber oft doch z.B. körperliche Gestik als "nonverbal" bezeichnet?

Diese würde dann wohl in rein schriftlichen Begegnungen wegfallen - wobei sich dort gemäss meiner Wahrnehmung andere nonverbale Botschaften vorfinden können - oder würde dieses Empfinden eventuell nur auf Einbildung beruhen?
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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Marsianer » Di 29. Nov 2022, 18:17

Agape hat geschrieben:Worauf bezogen?

Darauf bezogen, daß ich sagen würde, Gedanken und Emotionen können auch aus Gottes Geist heraus hervorgerufen sein.
Auf Deine eigene Interpretation des „Ego“

Diesen Begriff verwende ich eher nicht von mir aus.
Also wäre diese erstgenannte „Überlagerung“ ebenfalls ein Prägungsfaktor, der nicht unbedingt etwas mit „menschensprachlich Vermitteltem“ - oder „nonverbalen Botschaften“ zu tun haben müsste?

Das könnte überlegt werden.
oder würde dieses Empfinden eventuell nur auf Einbildung beruhen?

Das würde ich nicht sagen.

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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Agape » Di 29. Nov 2022, 20:35

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Worauf bezogen?

Darauf bezogen, daß ich sagen würde, Gedanken und Emotionen können auch aus Gottes Geist heraus hervorgerufen sein.

Diese würden sich wohl deutlich von denen unterscheiden, welche aus Prägungen irdischer Art hervorgingen?

Bertha Dudde hat geschrieben:3963 Richtung des Denkens und Wollens der Seele .... Geist oder Körper ....

Je geringeren Widerstand die Seele dem Geist in sich entgegensetzt, desto offensichtlicher kann er sich äußern, und desto vernehmlicher ist seine Stimme dem Menschen, denn dann bestimmt die Seele auch die körperlichen Sinne und Organe zu ihren Funktionen, die dann dem Einfluß des Geistes entsprechen. Also muß das Denken und Wollen des Menschen sich vorerst auf das Innenleben beziehen, auf daß der Geist im Menschen wirksam werden kann. Und so kann vom Geist Gottes niemals ein Mensch erfüllt sein, dessen Denken und Wollen vorwiegend der Erhaltung und dem Wohlleben des Körpers gilt. Denn dann vermag weder die Seele die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen, noch könnte sie den Verstandesorganen geistiges Gut vermitteln, da dieser dazu gleichfalls aufnahmeunfähig wäre.

Und so ist der ernste Wille, vom Geist in sich belehrt zu werden, erste Voraussetzung, daß er sich äußert, denn der Wille geht von der Seele aus und kann dem Geist oder dem Körper gelten. Und der Wille bestimmt die Gedanken, die jedoch dann vom Geist im Menschen ausgehen, sowie diesem das Wirken möglich gemacht worden ist. Dann aber kann der Mensch sich völlig seinem Einfluß überlassen, er wird stets recht denken und handeln, so er die Bedingung erfüllt, die das Wirken des Geistes zulassen. Erstmalig also muß das Denken und Wollen des Menschen auf sein Innenleben gerichtet sein, er muß die Seele bedenken wollen und nicht den Körper ....

Ferner muß er sich klar sein darüber, daß er eine Aufgabe zu erfüllen hat auf Erden, er muß sich klar sein, daß er das göttliche Liebegebot sich zur Richtschnur seines Lebenswandels machen muß, um den Willen Gottes zu erfüllen; er muß ferner nach reinster Wahrheit Verlangen tragen und solche innerlich suchen .... er muß horchen nach innen, was Gott als der Geber der Wahrheit ihm durch Seinen Geist vermittelt. Er muß bitten um Seine liebevolle Belehrung, ansonsten ihm die köstlichste Gabe Gottes vorenthalten wird, weil er sie nicht entsprechend würdigt.

Und also muß die Seele ständig arbeiten an sich, d.h. ihr Denken, Fühlen und Wollen ganz dem Willen Gottes anpassen und so sich zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes gestalten, der dann unbeschränkt wirken kann in ihm. Der Vorgang an sich ist eine Kraftübertragung aus dem geistigen Reich, d.h., Gott Selbst leitet Seine Ausstrahlung in das Herz des Menschen, der also nun Göttliches in sich birgt, das in Erscheinung treten muß, in Form von Wissen, von tiefster Weisheit, also lichtvollster Erkenntnis.

Der Zustand des Wissens ist schon eine Angleichung an die ewige Gottheit, Die in Sich pur Licht und Kraft ist. Menschen, in denen der göttliche Geist wirken kann, werden stets lichtumflossen sein, doch nur dem geistig zu schauen Vermögenden erkenntlich, während das körperliche Auge nichts Sonderliches wahrnimmt, nur aus den äußerlichen Wirkungen, am vermehrten Wissen, der Mensch auf göttliches Geisteswirken schließen kann.

Ist aber ein Mensch von Licht umflossen, dann ist er auch selbst Lichtträger, er ist gleichsam im Verband stehend mit der geistigen Welt eine Kraftstation geworden, die nun wieder ihrerseits abgeben kann und also die göttliche Ausstrahlung weiterleitet dorthin, wo sie ohne Widerstand aufgenommen wird .... Jede Kraft- und Lichtzuleitung benötigt die Willigkeit des Empfangenden. Der geringste Widerstand jedoch verhindert sie, Widerstand aber wird durch Denken und Wollen entgegengesetzt .... durch ein Abwenden der Seele vom Geist in ihr und ein Zuwenden zum Körper, d.h. ein Eingehen auf dessen Wünsche und Begierden.

Dann einet sich die Seele mit dem Körper, anstatt ihrer Aufgabe gemäß die Vereinigung mit dem Geist in sich herzustellen, der dann für eine völlige Vereinigung mit dem Vatergeist von Ewigkeit Sorge trägt. Also wird es der Seele anheimgestellt, nach welcher Richtung sie sich wendet; von seiten des Geistes findet sie stets Unterstützung, von seiten des Körpers jedoch niemals. Dieser fordert ständig, während jener gibt und als einzige Gegenleistung Aufgeben des Widerstandes fordert, um ungehindert wirken zu können, d.h., seinen Einfluß auf die Seele voll und ganz zur Geltung zu bringen ....

Gelingt es der Seele mit Hilfe des Geistes auch den Körper ihren Wünschen geneigt zu machen, so ist auch die Vergeistigung des Körpers gewährleistet, d.h., seine materiellen Substanzen treten gleichfalls in den Zustand ein, der Lichtdurchstrahlung zuläßt, jeglicher Widerstand ist aufgegeben, und es hat dies zur Folge, daß die Seele in aller Klarheit des Geistes Stimme in sich vernimmt und sie auch dem körperlichen Ohr vernehmbar wiedergeben kann, daß also der Mensch die göttliche Stimme tönend in sich vernimmt und im hellsten Licht steht, d.h. von tiefstem Wissen erfüllt ist, weil Gottes Liebekraft in aller Fülle ihn durchströmt, weil die Vereinigung des Geistes im Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit stattgefunden hat und die Seele ausgereift ist und als Lichtwesen eingehen kann in das geistige Reich zu ungeahnter Seligkeit ....
Amen

http://bertha-dudde.info/leseauswahl/wortgottes/07_HTML/3/3963.html

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Also wäre diese erstgenannte „Überlagerung“ ebenfalls ein Prägungsfaktor, der nicht unbedingt etwas mit „menschensprachlich Vermitteltem“ - oder „nonverbalen Botschaften“ zu tun haben müsste?

Das könnte überlegt werden.

Eigentlich würde ein „ergriffen halten“ aufgrund allgemeiner seelischer Liebe keinem „Übergestülpten“ entsprechen - es wäre eine freie Willensentscheidung und nicht vergleichbar mit anderen Formen von Prägung.
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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Marsianer » Mi 30. Nov 2022, 13:47

Bertha Dudde hat geschrieben:Je geringeren Widerstand die Seele dem Geist in sich entgegensetzt,

Wie würde derartiger "Widerstand der Seele" wohl wirken? Was wäre damit gemeint?
denn dann bestimmt die Seele auch die körperlichen Sinne und Organe zu ihren Funktionen, die dann dem Einfluß des Geistes entsprechen.

Aha.
Also muß das Denken und Wollen des Menschen sich vorerst auf das Innenleben beziehen,

Gut, so könnte sich jemand vielleicht von "Konditionierungen" lösen, von manchem, das die Seele überlagert.
auf daß der Geist im Menschen wirksam werden kann. Und so kann vom Geist Gottes niemals ein Mensch erfüllt sein, dessen Denken und Wollen vorwiegend der Erhaltung und dem Wohlleben des Körpers gilt.

Das ist wohl so und "Geist" meint hier wohl "Gottgeist".
Denn dann vermag weder die Seele die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen, noch könnte sie den Verstandesorganen geistiges Gut vermitteln, da dieser dazu gleichfalls aufnahmeunfähig wäre.

In Ordnung. Das wäre dann wohl "Fleischlichkeit" verbunden auch mit entsprechenden Anteilen innersten Wollens "aus anderen Vätern".
Und so ist der ernste Wille, vom Geist in sich belehrt zu werden, erste Voraussetzung, daß er sich äußert, denn der Wille geht von der Seele aus

Gut.
er wird stets recht denken und handeln, so er die Bedingung erfüllt, die das Wirken des Geistes zulassen

Zulassen, hm. Das könnte so oder so verstanden werden, würde ich sagen. Auch in problematischer "passiver" Weise (Selbstaufgabe, Fremdbestimmtheit)
Erstmalig also muß das Denken und Wollen des Menschen auf sein Innenleben gerichtet sein, er muß die Seele bedenken wollen und nicht den Körper

Ja, um Anstrahlung von außen ginge es da aber so eher nicht?.
Und also muß die Seele ständig arbeiten an sich, d.h. ihr Denken, Fühlen und Wollen ganz dem Willen Gottes anpassen

Hm, genau betrachtet wäre das "Anpassen" ja eine Folge entsprechender allgemeiner Liebe, würde ich sagen.
Der Vorgang an sich ist eine Kraftübertragung aus dem geistigen Reich, d.h., Gott Selbst leitet Seine Ausstrahlung in das Herz des Menschen, der also nun Göttliches in sich birgt, das in Erscheinung treten muß, in Form von Wissen, von tiefster Weisheit, also lichtvollster Erkenntnis.

Das wäre dann eine Wirkung, die im Inneren, in Herzen eines Menschen wirkt, nicht anstrahlend von außen ohne Wandel der seelischen Substanz, den innersten Wollen des Herzen
Ist aber ein Mensch von Licht umflossen, dann ist er auch selbst Lichtträger,

Und das nicht abhängig von seelischen Verbindungen und deren Auswirkungen. Wer vor allem von Gott direkt mit Lebendigkeit erfüllt wird, der verspürt keinen Mangel, worauf "Anstrahlung von außen" ja basieren würde. Damit sind ja nicht Verbindungen von Wesen allgemein gemeint, diese wären ganz normal und unproblematisch, aber nicht in einem Zustand eigener "Getrenntheit von Gott".
also die göttliche Ausstrahlung weiterleitet dorthin, wo sie ohne Widerstand aufgenommen wird

Ohne Widerstand, naja, sagen wir mal ohne übergroßen Widerstand, was schon meist nicht der Fall wäre, würde ich sagen.
Agape hat geschrieben:Diese würden sich wohl deutlich von denen unterscheiden, welche aus Prägungen irdischer Art hervorgingen?

In ihrer Ausrichtung wohl schon. Aber beides wären aus gewisser Perspektive auch ähnliche Vorgänge im Menschen, würde ich sagen.
Eigentlich würde ein „ergriffen halten“ aufgrund allgemeiner seelischer Liebe keinem „Übergestülpten“ entsprechen

Ja.
es wäre eine freie Willensentscheidung

Vor allem vielleicht eine reine, innerlich umfassend konsequente Willensentscheidung.

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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Agape » Mi 30. Nov 2022, 21:49

Marsianer hat geschrieben:
Bertha Dudde hat geschrieben:Je geringeren Widerstand die Seele dem Geist in sich entgegensetzt,

Wie würde derartiger "Widerstand der Seele" wohl wirken? Was wäre damit gemeint?

Ihre ganze seelische Liebe, ihr wahrhaftiges Begehren im Herzen würden sich vorwiegend auf die „Schätze“ der Welt richten und Gottes Stimme im eigenen Inneren würde kaum Gehör und Glauben geschenkt werden. Dadurch würden Liebe und Gnade Gottes zurückgewiesen werden und die Seele bliebe fern von ihrer Lebensquelle in einem Mangel an Licht gefangen. Ihr Widerstand würde die Seele gegenüber der Wahrheit verschliessen und sie empfänglich für finstere Einflüsse und deren Gedankengut machen.

Marsianer hat geschrieben:
Bertha Dudde hat geschrieben:er wird stets recht denken und handeln, so er die Bedingung erfüllt, die das Wirken des Geistes zulassen

Zulassen, hm. Das könnte so oder so verstanden werden, würde ich sagen. Auch in problematischer "passiver" Weise (Selbstaufgabe, Fremdbestimmtheit)

Vielleicht eher so? ….. so er die Bedingung erfüllt, dass der Geist in ihm wirksam werden kann.

Marsianer hat geschrieben:
Bertha Dudde hat geschrieben:Und also muß die Seele ständig arbeiten an sich, d.h. ihr Denken, Fühlen und Wollen ganz dem Willen Gottes anpassen

Hm, genau betrachtet wäre das "Anpassen" ja eine Folge entsprechender allgemeiner Liebe, würde ich sagen.

Dies wäre dann wohl weniger mit „müssen“, sondern eher mit „wollen“ verbunden?

Marsianer hat geschrieben:
Bertha Dudde hat geschrieben:Der Vorgang an sich ist eine Kraftübertragung aus dem geistigen Reich, d.h., Gott Selbst leitet Seine Ausstrahlung in das Herz des Menschen, der also nun Göttliches in sich birgt, das in Erscheinung treten muß, in Form von Wissen, von tiefster Weisheit, also lichtvollster Erkenntnis.

Das wäre dann eine Wirkung, die im Inneren, in Herzen eines Menschen wirkt, nicht anstrahlend von außen ohne Wandel der seelischen Substanz, den innersten Wollen des Herzen

Würde dies einer Wirkung entsprechen, welche bereits die Folge von Ergriffenhaben des göttlichen Geistes wäre?

Marsianer hat geschrieben:
Bertha Dudde hat geschrieben:Ist aber ein Mensch von Licht umflossen, dann ist er auch selbst Lichtträger,

Und das nicht abhängig von seelischen Verbindungen und deren Auswirkungen. Wer vor allem von Gott direkt mit Lebendigkeit erfüllt wird, der verspürt keinen Mangel, worauf "Anstrahlung von außen" ja basieren würde. Damit sind ja nicht Verbindungen von Wesen allgemein gemeint, diese wären ganz normal und unproblematisch, aber nicht in einem Zustand eigener "Getrenntheit von Gott".

Aber prinzipiell könnte ein solcher Lichtträger auch in gewisse Bedrängnis geraten, wenn er auf Menschen trifft, die in sich selbst Mangel verspüren, sich deswegen zu stark an ihn (seine Lichtausstrahlung) binden, jedoch in ihrem eigenen Inneren dadurch wenig zum Lichteren wandeln?
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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Marsianer » Mi 30. Nov 2022, 22:46

Agape hat geschrieben:Ihre ganze seelische Liebe, ihr wahrhaftiges Begehren im Herzen würden sich vorwiegend auf die „Schätze“ der Welt richten und Gottes Stimme im eigenen Inneren würde kaum Gehör und Glauben geschenkt werden.

Das wäre dann "Widerstand", das könnte man wohl so sehen, vor allem, wenn man berücksichtigt, daß die Geistgeschöpfe so gemacht wurden, um aus Gott lebendig zu bleiben.
Dies wäre dann wohl weniger mit „müssen“, sondern eher mit „wollen“ verbunden?

Wäre wohl besser und es wäre wohl speziell bezogen auf "Rückwege".
Würde dies einer Wirkung entsprechen, welche bereits die Folge von Ergriffenhaben des göttlichen Geistes wäre?

Wenn das Herz aus sich heraus wahrhaftig Entsprechendes wollen würde, dann voraussichtlich.

"Ich will Meine Gesetze in ihren Sinn legen und sie in ihre Herzen schreiben. Ich will ihr Gott sein und sie sollen Mein Volk sein. Und es wird keiner seinen Nächsten, keiner seinen Bruder lehren und sagen: Lerne den Herrn kennen; denn alle, groß und klein, werden Mich kennen." Heb 8,10+11

Aber das können die meisten wohl nicht ganz klar von langristigerer Anstrahlung (von außen) unterscheiden.

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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Agape » Do 1. Dez 2022, 13:10

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Würde dies einer Wirkung entsprechen, welche bereits die Folge von Ergriffenhaben des göttlichen Geistes wäre?

Wenn das Herz aus sich heraus wahrhaftig Entsprechendes wollen würde, dann voraussichtlich.

"Ich will Meine Gesetze in ihren Sinn legen und sie in ihre Herzen schreiben. Ich will ihr Gott sein und sie sollen Mein Volk sein. Und es wird keiner seinen Nächsten, keiner seinen Bruder lehren und sagen: Lerne den Herrn kennen; denn alle, groß und klein, werden Mich kennen." Heb 8,10+11

Aber das können die meisten wohl nicht ganz klar von langristigerer Anstrahlung (von außen) unterscheiden.

Was könnte sie zu diesem Unterscheidungsvermögen führen, wenn nicht der (göttliche) Geist, der in ihnen wirkt?
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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Marsianer » Do 1. Dez 2022, 15:32

Das geht vielleicht über das dem Zweck "einfacherer Rettung" von Seelen verbreitete Christentum hinaus. Wenn ein Christ sich Jesus Christus (wirklich) ergibt, dann tritt er in dessen Anstrahlung und die bewirkt in im "langfristige Anstrahlungseffekte", die auf "die rucht des Geistes" hinauslaufen sollten. Aber es ist ein Weg, der begonnen wurde, Jesus wird den einzelnen Christen dabei normalerweise individuell "führen", ihm zu verstehen geben, wann es gerade gut so ist, was er in sich tun könnte oder wann er in sich drängender etwas tun sollte. Ich würde jetzt sagen, erst auf diesem "Erlösungsweg" ändert sich wirklich langsam die seelische Substanz, auch wenn diese Seele "bereits gerettet ist".

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Re: Geist ergreifen

Beitragvon Marsianer » Mi 18. Jan 2023, 22:59

"Ich bin der wahrhaftige Weinstock und Mein Vater ist der Weingärtner. Eine jegliche Rebe an Mir, die nicht Frucht trägt, nimmt Er weg und eine jegliche, die da Frucht trägt, reinigt Er, daß sie mehr Frucht trage." Joh 15,1+2


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