Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

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Marsianer
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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Marsianer » So 3. Jul 2022, 07:29

Agape hat geschrieben:Unter EINANDER kennenlernen verstehe ich etwas anderes. Aber vielleicht befinde ich mich ja auf dem Holzweg? ;)

Vielleicht wäre dein beabsichtigter Ablauf besser ein Unterforum tiefer aufgehoben gewesen, wo du ja noch gewisse Regeln selbst definieren hättest können? Oder noch immer könntest bei einer Neueröffnung?

Was meint ihr denn dazu? Besonders wenn dazu noch die Ansicht einbezogen würde, Menschen würden heute zu viel "trennen" und sich vom "Bewußtsein der Einheit" (gleichbedeutend mit reiner "Körperlichkeit"/"Fleischlichkeit"?) abgetrennt haben? Würde "Einheit", so wie es manche verstehen bedeuten sich nicht festzulegen, nicht zu schlußfolgern und in Schlußfolgerungen manches System meinen erkennen zu können?
Sich einfach alles von der Seele zu schreiben kann eine heilsame Wirkung haben. Zu dieser Erkenntnis kommen mittlerweile über 300 Untersuchungen, die seit den 1980er Jahren durchgeführt wurden. Einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist der US-amerikanische Psychologieprofessor James Pennebaker von der University of Texas. Mitten in einer schweren Lebenskrise begann er selbst damit, Tagebuch zu schreiben. Schon nach einigen Tagen traten die positiven Effekte zu Tage. Er fühlte sich freier und weniger depressiv. In der Folge führte er verschiedene Experimente mit seinem Studenten durch – mit dem gleichen Ergebnis. Die Teilnehmer, die ihre Gefühle oder traumatischen Erlebnisse schriftlich festgehalten hatten, fühlten sich direkt nach dem Schreiben besser. Außerdem erzielten sie bessere Noten, hatten ein stärkeres Immunsystem und waren allgemein zufriedener mit ihrem Leben. Neurologen der Universität von Kalifornien haben zudem festgestellt, dass durch das Notieren von Gefühlen, die Hirnregionen aktiviert werden, die Stress und negative Emotionen abbauen.

Durch das Schreiben entsteht Experten zufolge eine Distanz zum Erlebten und den Gefühlen. Das wiederum kann neue Lösungsmöglichkeiten eröffnen. Und vielleicht auch einen Weg zur Selbsthilfe aus einer Krise bieten, in die auch eine Erkrankung wie die Rheumatoide Arthritis führen kann.

Vielleicht bietet das Tagebuch-Schreiben – laut Experten reichen schon fünfzehn Minuten pro Tag und zwar egal ob mit der Hand oder am Computer – auch für Sie eine Möglichkeit, sich intensiv mit Ihren Gedanken und Gefühlen zu beschäftigen, sie besser zu verarbeiten und klarer zu sehen. Bedenken Sie aber: Schreiben ist kein Allheilmittel.

https://rheumahelden.de/?p=4573

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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Agape » So 3. Jul 2022, 12:57

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Unter EINANDER kennenlernen verstehe ich etwas anderes. Aber vielleicht befinde ich mich ja auf dem Holzweg? ;)

Vielleicht wäre dein beabsichtigter Ablauf besser ein Unterforum tiefer aufgehoben gewesen, wo du ja noch gewisse Regeln selbst definieren hättest können? Oder noch immer könntest bei einer Neueröffnung?

Theoretisch könnte dort ein Thema mit gleichem Titel neu eröffnet werden?

Was meint ihr denn dazu? Besonders wenn dazu noch die Ansicht einbezogen würde, Menschen würden heute zu viel "trennen" und sich vom "Bewußtsein der Einheit" (gleichbedeutend mit reiner "Körperlichkeit"/"Fleischlichkeit"?) abgetrennt haben? Würde "Einheit", so wie es manche verstehen bedeuten sich nicht festzulegen, nicht zu schlußfolgern und in Schlußfolgerungen manches System meinen erkennen zu können?

Hm - ich kann diese Ansicht nur dann nachvollziehen, wenn ich davon ausgehe, dass wohl von gewissen Menschen ausser Acht gelassen wird, dass wir einen freien Willen haben, wonach der Seele von Gott auch die Möglichkeit gegeben wurde, sich von IHM abzuwenden (Trennung). Dies wieder "rückgängig" zu machen, ist vor allem eine Sache des Herzens und dessen wahrhaftigen Begehrens, Mögens und schlussendlich Wollens, welches sich in inniger Liebe zu Gott und entsprechendem Wohlwollen auch SEINEN Geschöpfen gegenüber ausdrückt - und nicht in mehr oder weniger "blindem" Befolgen von Regeln verschiedener Art und Zielsetzung, welche von aussen übernommen werden.

Aber was hätte das mit "sich Festlegen und Schlussfolgern" zu tun? Wäre dies nicht auch ein Akt unseres freien Willens?
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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Marsianer » So 3. Jul 2022, 13:36

Agape hat geschrieben:Theoretisch könnte dort ein Thema mit gleichem Titel neu eröffnet werden?

Soweit ich sehe, gibt es dazu keine Regeln. In der Forensuche würde bei einem gleichen Titel aber z.B. dann in Suchergebnissen und bei Treffern aus beiden Threads mancher vielleicht meinen, es handele sich um Ergebnisse aus einem Thread. Je nachdem wie genau er schauen würde. Ob das schlimm wäre, muß wohl du wissen.
Hm - ich kann diese Ansicht nur dann nachvollziehen, wenn ich davon ausgehe, dass wohl von gewissen Menschen ausser Acht gelassen wird, dass wir einen freien Willen haben, wonach der Seele von Gott auch die Möglichkeit gegeben wurde, sich von IHM abzuwenden (Trennung).

Hm, mit soetwas werden "Psychologen" dieser Kultur wohl wenig als (möglicherweise) realem Umstand befassen? Und dennoch beobachten manche von ihnen ja einen Effekt beim "Tagebuchschreiben". Und vermuten hier, dieser "gute" Effekt gehe eben auf "Distanz"(/differenzierende Betrachtung) zurück. Und bringt damit ja auch etwas zum Thema Schriftlichkeit auf.
und nicht in mehr oder weniger "blindem" Befolgen von Regeln verschiedener Art und Zielsetzung, welche von aussen übernommen werden.

Manche würden vielleicht sagen, "mind" würde beim Tagebuchschreiben sich selbst solche Regeln konstuieren, die dann wirken würden wie Konditioniertheit und das mit Schriftlichkeit(/nichtkörpernahem Erleben) in Zusammenhang bringen?

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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Agape » Mo 4. Jul 2022, 10:43

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Theoretisch könnte dort ein Thema mit gleichem Titel neu eröffnet werden?

Soweit ich sehe, gibt es dazu keine Regeln.

Soeben wurde von mir ein Thema mit neuem Titel eröffnet: viewtopic.php?f=3&t=180

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hm - ich kann diese Ansicht nur dann nachvollziehen, wenn ich davon ausgehe, dass wohl von gewissen Menschen ausser Acht gelassen wird, dass wir einen freien Willen haben, wonach der Seele von Gott auch die Möglichkeit gegeben wurde, sich von IHM abzuwenden (Trennung).

Hm, mit soetwas werden "Psychologen" dieser Kultur wohl wenig als (möglicherweise) realem Umstand befassen?

Ja, davon ist wohl auszugehen.

Marsianer hat geschrieben:Und dennoch beobachten manche von ihnen ja einen Effekt beim "Tagebuchschreiben". Und vermuten hier, dieser "gute" Effekt gehe eben auf "Distanz"(/differenzierende Betrachtung) zurück. Und bringt damit ja auch etwas zum Thema Schriftlichkeit auf.

Ich würde vielleicht dazu sagen, dass dies für Menschen, die ein eher distanziertes Verhältnis zu ihrer Seele haben, eine Möglichkeit sein kann, sich selbst näherzukommen.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:und nicht in mehr oder weniger "blindem" Befolgen von Regeln verschiedener Art und Zielsetzung, welche von aussen übernommen werden.

Manche würden vielleicht sagen, "mind" würde beim Tagebuchschreiben sich selbst solche Regeln konstuieren, die dann wirken würden wie Konditioniertheit und das mit Schriftlichkeit(/nichtkörpernahem Erleben) in Zusammenhang bringen?

Könnte es theoretisch nicht auch manchmal sein, dass ein Tagebuchschreiben wie eine Art von Brücke wirkt, und sich darüber hinaus im Menschen etwas entwickelt, das ihn näher zu seiner Seele führt? Dass diese Zeit des Schreibens zu einer "heiligen" Begegnung wird, die ihm so manches, bisher Verhülltes in sich selbst aufzeigt?
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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Marsianer » Mo 4. Jul 2022, 11:40

Agape hat geschrieben:Ich würde vielleicht dazu sagen, dass dies für Menschen, die ein eher distanziertes Verhältnis zu ihrer Seele haben, eine Möglichkeit sein kann, sich selbst näherzukommen.

Könnte es theoretisch nicht auch manchmal sein, dass ein Tagebuchschreiben wie eine Art von Brücke wirkt, und sich darüber hinaus im Menschen etwas entwickelt, das ihn näher zu seiner Seele führt?

Ja, das würde ich auch sagen.
Dass diese Zeit des Schreibens zu einer "heiligen" Begegnung wird, die ihm so manches, bisher Verhülltes in sich selbst aufzeigt?

Auf mich wirkt es so, als würde der Nutzen von Tagebuchschreiben eigentlich recht einhellig anerkannt werden. Aber die Erklärungen dafür gehen möglicherweise sehr auseinander? Und wenn es da quasi um etwas wie "sich selbst kennenlernen" geht, dann ist es natürlich naheliegend zu überlegen, ob das nicht auch an sich für Schriftkommunikation sprechen könnte. Aber was meint man, was da genau stattfindet, eine Rolle spielt?

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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Agape » Di 5. Jul 2022, 10:26

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Dass diese Zeit des Schreibens zu einer "heiligen" Begegnung wird, die ihm so manches, bisher Verhülltes in sich selbst aufzeigt?

Und wenn es da quasi um etwas wie "sich selbst kennenlernen" geht, dann ist es natürlich naheliegend zu überlegen, ob das nicht auch an sich für Schriftkommunikation sprechen könnte.

Auf mich selbst trifft das wohl weitgehend zu.

Marsianer hat geschrieben:Aber was meint man, was da genau stattfindet, eine Rolle spielt?

Möglicherweise unter anderem eine "tiefere/umfassendere" innere Einkehr während des Schreibens, die mit einem mündlichen Gespräch nicht verglichen werden kann. Denn es gibt "stille Zeugen" - und sei es nur das Papier oder das Display - während in einer mündlichen Kommunikation alles "schnelllebiger" ist - kaum gesagt - ist es bereits wieder in die Vergangenheit abgetaucht - das passt irgendwie gut zur Vergänglichkeit der irdischen Welt.

Klar, dass auch Papier und Display vergänglich sind, nicht aber die Zeitqualität, die man während der inneren Einkehr erlebt - und die sich so massgeblich von derjenigen unterscheidet, welche in einer mündlichen Begegnung erfahren werden kann.
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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Marsianer » Di 5. Jul 2022, 11:27

Agape hat geschrieben:Möglicherweise unter anderem eine "tiefere/umfassendere" innere Einkehr während des Schreibens, die mit einem mündlichen Gespräch nicht verglichen werden kann.

Für viele Menschen ist die Situation in einem mündlichen Gespräch die einer "Gruppendynamik", in der sie öfters auch Dinge tun, die sie alleine nicht getan hätten. Manche sagen je mehr Menschen Teil einer Gruppendynamik sind, desto dümmer fällt das Ergebnis aus. Viele, die gerne in einer Gemeinschaft leben würden, Gemeinschaft suchen, suchen in gewisser Weise wohl auch einen derartigen Effekt, den diese dann auch als angenehm erleben. Tagebuchschreiben könnte ein Kontrast dazu sein? "Ganz für sich" etwas ausführen, vielleicht emotional manchmal auch dem Ersatz-Gegenüber "Papier" oder "Datei"? Und dieser "Gegenüber" wäre ganz still, bewirkt keine solchen Effekte, in denen man Dinge tut, die man sonst nicht tun würde. Daraus wird vielleicht eine Art Doppelung, Eigengruppendynamik des eigenen Inneren erlebt, das so für den Schreiber selbst darin deutlicher hervortritt?

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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Louis » Di 5. Jul 2022, 14:35

Marsianer hat geschrieben:Was den Resonanzboden betraf? Nein, der meinte eher die ganze Bevölkerung, beziehungsweise Teile von ihr, die in gewissem Grad aufnahmefähig wären, auch für seine "frohe Botschaft" von der möglichen einfachen Auslösung und deren real stark wirkender Inanspruchnahme.


Aufnahmefähig wären.. und wieviele sind es schlussendlich, eine Handvoll?

Marsianer hat geschrieben:Israel war damals ja ein Volk, dessen Kultur eben diesen speziellen Bund mit Gott umfasste, also nach heutigen Begriffen auch eine "Religionszugehörigkeit" (von Geburt an). Mit heutigen Begriffen und Konzepten hat das wohl wenig zu tun.


Demzufolge kann mit Judentum das Volk ebenso wie eine Religion gemeint sein?

Marsianer hat geschrieben:Aha, keine Ahnung? Hatte er eine Art von Bürgerrecht irgendwo?


Keine Ahnung was er irgendwo für Rechte hatte? Meinte so allgemein. Mit Völkern wenig befasst, da es mich eigentlich so gut wie gar nicht interessiert. Mir egal welche Abstammung jemand hat. Das Judentum habe ich bisher nicht gänzlich begriffen, Volk, Religion oder beides?

Marsianer hat geschrieben:Tja, wie stand es dann sozusagen mit der Arbeit für ihn?


Was man ihm nicht vorhalten kann er hätte sie nicht, er hat sie schlussendlich vollbracht. Was eigentlich zählt, oder?

Marsianer hat geschrieben:Hm, du meinst Jesus mangelte es selbst an Konzentration?


Nein mit Sicherheit nicht. Oftmals an der Überzeugung, hier sein zu wollen. Wird nicht selten auch auf „Granit gebissen“ haben. Wie wir eben auch. Gibt „stillere“ Orte. ;)

Marsianer hat geschrieben:Diese Botschaft hatte sich ja seitdem offenbar in gewisser Weise erfolgreich verbreitet.


Ja, denke ich auch. Wer kennt nicht das Evangelium..

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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Louis » Di 5. Jul 2022, 14:40

Marsianer hat geschrieben:War David dann kein Mensch (sondern ein Wurm)?


Kein Mensch! Nicht selten zu Ohren gekommen, dass Gott (Jesu Christ) sich selbst kleiner als alle anderen macht; sich als Wurm bezeichnet. Wer macht das schon? Gott. ;)
Ähnlich David, die interessantere Frage wäre, warum Jesu dieses Zitat von David als “Abschiedsbrief”, als seine vorerst „letzten“ irdischen Gedanken wählte..

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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Agape » Di 5. Jul 2022, 15:14

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Möglicherweise unter anderem eine "tiefere/umfassendere" innere Einkehr während des Schreibens, die mit einem mündlichen Gespräch nicht verglichen werden kann.

Für viele Menschen ist die Situation in einem mündlichen Gespräch die einer "Gruppendynamik", in der sie öfters auch Dinge tun, die sie alleine nicht getan hätten. Viele, die gerne in einer Gemeinschaft leben würden, Gemeinschaft suchen, suchen in gewisser Weise wohl auch einen derartigen Effekt, den diese dann auch als angenehm erleben.

Stimmt - an so etwas habe ich gar nicht gedacht, da mir selbst dieses "Gruppendynamikempfinden" ziemlich fern liegt.

Aber Menschen, die so etwas in der Jakobgutgemeinschaft finden wollen, würden wohl über kurz oder lang enttäuscht sein. Und solche Enttäuschungen könnten in manchen Fällen vermieden werden, indem im Vorfeld ein gründliches schriftliches Kennenlernen stattfindet, wo entsprechende Tendenzen eventuell zum Vorschein kommen.

Marsianer hat geschrieben:Tagebuchschreiben könnte ein Kontrast dazu sein? "Ganz für sich" etwas ausführen, vielleicht emotional manchmal auch dem Ersatz-Gegenüber "Papier" oder "Datei"? Und dieser "Gegenüber" wäre ganz still, bewirkt keine solchen Effekte, in denen man Dinge tut, die man sonst nicht tun würde.

Ja, das wäre gut möglich.

Marsianer hat geschrieben:Daraus wird vielleicht eine Art Doppelung, Eigengruppendynamik des eigenen Inneren erlebt, das so für den Schreiber selbst darin deutlicher hervortritt?

Hm - das kann ich (noch) nicht ganz nachvollziehen - vielleicht verstehe ich nicht richtig, was damit gemeint ist?
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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Marsianer » Di 5. Jul 2022, 19:12

Agape hat geschrieben:Aber Menschen, die so etwas in der Jakobgutgemeinschaft finden wollen, würden wohl über kurz oder lang enttäuscht sein.

Ich weiß nicht, ob viele Leute soetwas in vergleichbarer Weise bei anderen Menschen suchen. Eher noch bei Haustiersklaven ("lieben Kuschelkindern und pelzigen Freunden"), in die viele Menschen soetwas vielleicht noch in ähnlicher Weise hineinprojizizieren würden (so als wäre da in Gegenüber, der viele Dinge im Grunde so sieht, wie man selbst, einen selbst mag, sich einem nahe fühlt).

Wieviele Menschen nähern sich anderen, auch "der Jakobgutgemeinschaft", im tiefsten Inneren überwiegend vertrauensvoll, mit "Grundvertrauen" und begegnen anderen entsprechend offenherzig?
Und solche Enttäuschungen könnten in manchen Fällen vermieden werden, indem im Vorfeld ein gründliches schriftliches Kennenlernen stattfindet, wo entsprechende Tendenzen eventuell zum Vorschein kommen.

Ja.
Hm - das kann ich (noch) nicht ganz nachvollziehen - vielleicht verstehe ich nicht richtig, was damit gemeint ist?

Statistisch betrachtet: Wenn ein Mensch Tagebuch schreibt, fühlt er sich dann wohl alleine? Wenn er Stille zulässt, fühlt er sich dann wohl alleine?

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Re: Einander "kennenlernen" - was könnte damit gemeint sein?

Beitragvon Marsianer » Di 5. Jul 2022, 19:36

Louis hat geschrieben:Aufnahmefähig wären.. und wieviele sind es schlussendlich, eine Handvoll?

Es waren mehr als zur Zeit des Bundesschlußes, sozusagen am Anfang der "Zeit des Gesetzes für Israel"?
Demzufolge kann mit Judentum das Volk ebenso wie eine Religion gemeint sein?

Ja.
Was man ihm nicht vorhalten kann er hätte sie nicht, er hat sie schlussendlich vollbracht. Was eigentlich zählt, oder?

So könnte es gesehen werden. Was wäre dann Arbeit, die wir, die ich tun könnte?
Wer kennt nicht das Evangelium.

Die allermeisten, würde ich sagen. ;)

Aber es ist für sehr viele Menschen ziemlich griffbereit geworden.
Louis hat geschrieben:Kein Mensch!

Achso?

"Und Saul sprach zu seinen Knechten: Sehet mir doch nach einem Manne, der gut spielt und bringt ihn herein zu mir. Und es antwortete einer der Jungen und sprach: Siehe, ich habe einen Sohn des Ischai aus Bethlechem gesehen, der zu spielen weiß und ein tapferer Held und Mann des Streites ist, einsichtsvoll in Worten und ein wohlgestalteter Mann und Jehovah ist mit ihm. Und Saul sandte Boten an Ischai und ließ ihm sagen: Sende mir deinen Sohn David, der bei dem Kleinvieh ist." 1. Sam 16,17


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