Hoffnung oder Erwartung?

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Louis
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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Louis » Sa 22. Okt 2022, 18:28

Agape hat geschrieben:Das oben stehende Zitat stammt von Marsianer, nicht von mir.


Oh.

Agape hat geschrieben:Das oben stehende Zitat stammt von Marsianer, nicht von mir. Ich habe diesem lediglich zugestimmt.


Achso

Agape hat geschrieben:Aber es könnte doch grundsätzlich „fest“ an etwas „Falsches/Illusionäres“ geglaubt werden? Oder meinst Du, dass Menschen, die „fest im Glauben an einen „Götzen“ sind, nicht enttäuscht werden können?


Doch, sie können enttäuscht werden. Wer glaubt „fest im Glauben an einen „Götzen““ nicht enttäuscht werden zu können, wird schnell eines besseren belehrt werden.

Agape hat geschrieben:Weshalb nicht? Weil nur fester Glauben an Gott nicht enttäuscht?


Genau genommen ist es so. Oder kennst du ein anderes Beispiel?

Jesus Christus – der Weg zum Vater1 »Lasst euch durch nichts in eurem Glauben erschüttern!«, sagte Jesus zu seinen Jüngern. »Vertraut auf Gott und vertraut auf mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann etwa zu euch gesagt, dass ich dorthin gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? 3 Und wenn ich einen Platz für euch vorbereitet habe, werde ich wieder kommen und euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. 4 Den Weg, der dorthin führt, wo ich hingehe, kennt ihr ja. « 5 »Herr«, sagte Thomas, »wir wissen doch nicht einmal, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg dorthin kennen?« – 6 »Ich bin der Weg«, antwortete Jesus, »ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich. 7 Wenn ihr erkannt habt, wer ich bin, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Ja, ihr kennt ihn bereits; ihr habt ihn bereits gesehen.«
(Johannes 14)

Agape hat geschrieben:Mit „zuletzt“ wäre wohl gemeint, dass Hoffnung die Erwartung „überlebt“ und als „Letztes“ stirbt (nach der Erwartung).


Nein, die Erwartung wird zur Freude vor „die Hoffnung stirbt“. ;)

„Was ist die Hoffnung der Christen?
„Ich hoffe, dass etwas passiert.“ Das ist nicht das, was die Bibel unter Hoffnung versteht. Die biblische Definition von Hoffnung ist „zuversichtliche Erwartung“ ...

Agape hat geschrieben:Auch dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von Marsianer. Erwartung oder Hoffnung, dass Dein Zitieren irgendwann mal korrekter wird? ;)


:) Sorry. Hat weniger mit korrektem zitieren zu tun. Erkannte scheinbar nicht von wem was stammt. (Aufgrund ich eine andere Form beim zitieren wähle.) Nichts des zu Trotz, meine Antworten bleiben die gleichen... Hoffnung würde ich sagen, daß Marsianer darauf antwortet. ;)

Agape hat geschrieben:Schon mal erwähnt: Da für mich Gott bereits JETZT allgegenwärtig ist, brauche ich nicht auf eine künftige Zeit zu hoffen - und diese auch nicht zu erwarten.


Ja. „Gott ist bereits JETZT für dich allgegenwärtig“. Und wie geht es für dich jetzt weiter? Was Gott von einem Erwartet wer ihm folgen möchte ist bekannt?

Louis hat geschrieben:Du hörst und siehst ihn nicht?


Agape hat geschrieben:Nein.


Markus 4
…11Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu wissen; denen aber draußen widerfährt es alles nur durch Gleichnisse, 12auf daß sie es mit sehenden Augen sehen, und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren hören, und doch nicht verstehen, auf daß sie sich nicht dermaleinst bekehren und ihre Sünden ihnen vergeben werden.

Louis hat geschrieben:Bist du ihm niemals begegnet?


Agape hat geschrieben:Doch, aber nicht hörend und nicht sehend, sondern fühlend.


Hm. Niemals Gedanken darüber gemacht warum nicht?

Agape hat geschrieben:Weil ich unbeschreibliche Liebe, Güte, Barmherzigkeit und Fülle in der Begegnung mit Jesus erlebe. Ich bin in einer Liebesbeziehung mit IHM - und mit niemand anderem. Dafür braucht es meiner Empfindung nach weder Rechtfertigung noch Beweise.


Gut.

Agape hat geschrieben:Ich schrieb ja oben, dass es an mir liege. Ich habe noch nicht alles ergriffen, jedoch Gott hat mir bereits alles gegeben.


Was ist alles, Agape-Liebe?

Agape hat geschrieben:Das kann ich besser annehmen, als dass „ich“ etwas von Gott erwarten sollte.


Louis hat geschrieben:Wieso? Kann es nicht auch sein, daß Christus erwartet, daß Menschen von ihm auch mal etwas erwarten?


Agape hat geschrieben:Vielleicht - aber mir gefällt diese Erwartungshaltung nicht und da Jesus in mein Herz sieht, weiss er das. Es entspricht mir nicht, so zu denken und mich so zu verhalten. Es wäre nicht authentisch.


Aha. Vielleicht erwartet er es und es ist dir schlichtweg egal, weil es für dich nicht authentisch wäre? Hoffnung oder Erwartung, daß es ihm auch egal ist? ;)
Oder sagt man eher Glaube, in Christus dazu?

Agape hat geschrieben:Woher nimmst Du diese absolute Gewissheit?


Louis hat geschrieben:Fest im Glaube: ich glaube nicht nur an Gott, mir ist es bewußt, daß es GottGeist gibt. Dieses Fest im Glaube führte mich zu Gott, ich bin ihm mehrfach begegnet.


Agape hat geschrieben:Ja - ich kann das wohl auf eine gewisse Art nachvollziehen. Dennoch glaube ich eher, dass dies Dein ganz persönlicher Weg, Deine persönlichen Erfahrungen und Dein persönliches Erleben ist, das nicht mit absoluter Gewissheit auf andere Wesen übertragen werden kann - und auch nicht sollte. Jeder hat seinen eigenen Weg zu finden, in seinem eigenen Tempo - auf seine eigene Art und Weise. Davon bin ich zutiefst überzeugt.


Das habe ich auch nicht behauptet, habe niemals meinen Weg anderen empfohlen. Ganz im Gegenteil. Rede darüber eher weniger. Natürlich hat jeder seinen eigenen Weg zu finden, der zu Christus führt. Du bist einen anderen gegangen und ihm auch begegnet. Selbst ohne Hoffnung und Erwartung. Der Glaube, Agape, die Liebe ist was zählt.

Agape hat geschrieben:Wenn Du dies für Dich so empfindest, dann wird es für Dich wohl so sein. Da kann ich nichts dagegen einwenden und will es auch nicht. Aber wie oben teils schon erwähnt, bin ich noch am Anfang dieses Weges und lasse mir die Zeit, die ich brauche. Man kann und soll so etwas nicht von anderen Menschen „übernehmen“ - aber man kann es in sich wirken lassen und es wird Frucht tragen, wenn die Zeit dazu reif ist.


So ist es.

Agape hat geschrieben:Auch ich bin davon überzeugt, dass es sie gibt - meine Frage oben bezog sich nicht darauf, sondern nur auf Deine ABSOLUTE Aussage bezüglich „Irrweg“. Für Dich mag es so sein - aber für andere Wesen vielleicht nicht oder NOCH nicht. Stell Dir vor, dass Du dies jemandem sagst, der in sich noch überhaupt nicht gefestigt ist, der alles ungefiltert von anderen Menschen in sich aufnimmt und sich selbst daran misst - das könnte für dieses Wesen je nachdem auch schädlich sein, da es noch nicht so weit ist und daran verzweifelt, wenn es 1:1 übernehmen will, was andere ihm sagen oder schreiben. Dieses Wesen kann vielleicht noch nicht selbst zwischen Gut und Böse unterscheiden - es nimmt einfach ungefiltert alles auf, was ihm begegnet - und diesen Umstand gilt es meiner Meinung nach zu berücksichtigen. Ich selbst möchte mit anderen Wesen möglichst achtsam umgehen - und sie frei sein lassen, wenn sie noch nicht bereit sind, „feste geistige Kost“ einzunehmen, wenn sie diese Kost noch nicht vertragen.


Daß es Sie gibt, ja. ich habe öfters diese Dinge schon jemanden gesagt, der überhaupt noch nicht gefestigt war. Meisten ist mir das erst im Nachhinein aufgefallen. Ob es schädlich für diejenigen war, kann ich nicht bestätigen. Mir ist nichts bekannt?
Es wäre ratsam über dieses gesagte tiefgründiger nachzudenken, denke ich.
„Vielleicht ist die Erleuchtung ja ein Engel, der einen besucht und auf besondere Gedanken bringt, die das ganze Leben verändern können?

Eine Meinung zu äußern hat doch nichts damit zu tun, mit anderen unachtsam umzugehen, ihnen gar Ihre Freiheit nehmen zu wollen.?

Louis hat geschrieben:Wäre man z.B. mit einer „Göttlichen Mission“ irdisch unterwegs erwartet man, daß alle, die daran beteiligt sind, gemeinsam diese Mission ins „Ziel bringen“. Zur Not ins „Ziel retten“. Fest im Glaube, erwartet man dies und hofft es nicht nur. Denn Hoffnung wäre diesbezüglich mit Zweifel verbunden. Natürlich sind auch mal Holzwege mit dabei. ;)


Agape hat geschrieben:Naja, solche Menschen werden es wohl für sich so auslegen und ihre Ziele verfolgen.


Jein. Diese Lebewesen werden es so auslegen, wie Gott Geist es wünscht und die Ziele verfolgen, die in dieses Ziel führen. Sie haben sich aus freiem Willen an einer „Göttlichen Mission“ beteiligt. Da wird dies Erwartet. Sie Erwarten es von sich selbst, weil Gott es von ihnen ebenso erwartet, wie er es von sich selbst Erwartet.
„Das alles könnt ihr auch, und noch viel mehr!“

Agape hat geschrieben:Da ich wohl eher noch nicht zu diesen Menschen gehöre, zeigt sich mir vorerst anderes, das aber nicht davon abweicht, mich mit Jesus in Liebe verbunden zu fühlen.


OK. Jeder wählt natürlich den Weg, den er für richtig hält. Wenige entscheiden sich für eine „Göttliche Mission“ und sind dennoch mit Jesu Christ in Liebe verbunden.

Agape hat geschrieben:Damit bezeugst Du ja selbst, dass der Mensch nichts (Gutes) von sich selbst erwarten kann - ohne Gottes Hilfe ist er „hilflos“. Aber er muss diese Hilfe annehmen - sonst geschieht nichts. Es liegt meiner Meinung nach oft am Annehmen und nicht am Erwarten. Also würde ich es so ausdrücken: „Ich nehme an, was Gott mir bereits versprochen hat“ - so formuliert ist es für mich stimmig.


Nein ich bezeuge damit nicht, daß „der Mensch nichts (Gutes) von sich selbst erwarten kann - ohne Gottes Hilfe „hilflos“ ist.
Wer nicht im Zweifel ist kann (ohne Gottes Hilfe) zu einem Berg sagen: ›Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!‹, und es wird geschehen.
So steht es doch geschrieben?
Würde es so formulieren: ich Glaube an das, was Gott Geist mir bereits versprochen hat.

Louis hat geschrieben:Eben. Die Göttliche Agape-Liebe kann man mit Hoffnung nicht wirklich definieren.


Agape hat geschrieben:Nein - aber meinem Empfinden nach auch nicht mit Erwartung.


ich denke schon. Kann es kaum Erwarten, Agape, der Agape-Liebe wieder noch näher zu sein, (wie hier auf Erden).

Agape hat geschrieben:Aber weshalb sollte ich es von Gott erwarten? Erwartet Gott etwas von mir mit der Absicht, dass ich von ihm etwas erwarte?


Vielleicht?

Agape hat geschrieben:Gott erwartet, dass ich erfülle, was er von MIR erwartet - nicht ich von IHM.


Du legst es so aus, die Bibel, das Wort Gottes, nicht wirklich so?

Agape hat geschrieben:Ja.


Gut.

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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Agape » So 23. Okt 2022, 16:44

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hm - Erwartung bleibt Erwartung? Der Mensch ist unvollkommen - Gott ist vollkommen - darin besteht der Unterschied. Ein Mensch kann enttäuschen - Gott enttäuscht niemals. Also, weshalb diese Erwartung - sie ist doch eher überflüssig?

Ja, du hast schon recht. „Gott enttäuscht niemals“. Demzufolge erwarte ich, daß er pünktlich, zur „rechten Zeit“, kommen wird. Weil ich fest im Glauben bin, daß es so ist. ;)

Worin siehst Du einen Unterschied zwischen meiner und Deiner Aussage oben? Gott enttäuscht niemals - ob ich erwarte oder nicht könnte doch in den Augen Gottes völlig irrelevant sein? Dir ist es vielleicht wichtig, das Gefühl zu haben, dass Du fest im Glauben bist und deshalb erwartest, was Gott verheissen hat. Mir ist dieses „Selbstbild“ vielleicht nicht so wichtig? Ich glaube eher nicht, dass ich nicht fest glaube, aber für mich heisst fest glauben eben „nichts zu erwarten“ - denn es geschieht ja doch, was geschehen soll - auch ganz ohne meine Erwartung.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber wenn man fest im Glauben ist, braucht man nichts zu erwarten? Eine Erwartung entspricht einer Ungewissheit. Fest im Glauben zu sein, würde ich eher „Überzeugung“ nennen.

Nein, es geht um Gott, da entsprechen Erwartungen einer Gewissheit, aus der Überzeugung heraus. Fest im Glaube natürlich.

Siehe oben.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hast Du noch nie in Betracht gezogen, dass es nicht an Gott liegen könnte, sondern an Dir? Dass Du selbst etwas tun könntest, das den Erwartungen von Gott an Dich nicht gerecht würde? Was würde in diesem Falle Deine Erwartung an Gott bringen? Oder siehst Du Dich selbst als so vollkommen an, dass Du Dir absolut gewiss sein kannst, dass sich Deine Erwartungen an Gott erfüllen?

Hm. Sagte nicht, daß Gott den Erwartungen, die ich an ihn habe, nicht gerecht werden würde.

Das würde heissen, dass Du selbst niemals etwas tun könntest, das den Erwartungen von Gott an Dich nicht gerecht würde? Das war oben ursprünglich meine Frage.

ich erwarte weil es meine Überzeugung ist, daß er ihnen gerecht werden wird.

Unabhängig davon, was Du in dieser irdischen Existenz tust oder nicht tust?

Wieso sollte ich nur darauf hoffen?

Wie wäre es, weder zu hoffen noch zu erwarten? Einfach nur „SEIN“ und LIEBEN?

Das würde ich (zumindest mich betreffend) als ungläubig empfinden. Möchte niemanden meine Meinung als die reine Wahrheit verkaufen. Jeder hat einen freien Willen und kann auch dies handhaben wie er möchte.

Siehst Du - und ich würde es eher als „ungläubig“ empfinden, wenn ich an Gott Erwartungen stellen würde. So gehen halt gewisse Empfindungen und Überzeugungen von Menschen etwas auseinander. Jedoch könnte ich mir vorstellen, dass dies nicht unbedingt prioritär ist, wenn es um Gottes Liebe geht. Denn Gott sieht in unsere Herzen und sieht auch, welche Motivation hinter Empfindungen und Überzeugungen steht - wenn Du mich fragst, liegt dort der wesentliche Punkt - ganz tief in unserem Herzen - was wir dort an „guten Schätzen“ in uns tragen.

Eine Rolle dabei könnte auch spielen, daß jeder eventuell andere Erlebnisse mit Gott hatte?

Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht noch ein unbeschriebenes Blatt und deshalb Gott gegenüber weder zweifelnd noch erwartend - sondern einfach nur „liebend“?

Es ist nicht sündhaft auf Gott zu warten, auch von ihm zu erwarten.

„Sündhaft“ wäre meiner Ansicht nach nur ein „abgetrennt sein“ von Gott und aus diesem Zustand heraus die folgenden Verhaltensweisen, allem voran der Hochmut.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber es könnte doch grundsätzlich „fest“ an etwas „Falsches/Illusionäres“ geglaubt werden? Oder meinst Du, dass Menschen, die „fest im Glauben an einen „Götzen“ sind, nicht enttäuscht werden können?

Doch, sie können enttäuscht werden. Wer glaubt „fest im Glauben an einen „Götzen““ nicht enttäuscht werden zu können, wird schnell eines besseren belehrt werden.

Hm - so schnell wohl nicht, insbesondere, wenn man auf die aktuellen Zustände in der Welt schaut.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Weshalb nicht? Weil nur fester Glauben an Gott nicht enttäuscht?

Genau genommen ist es so. Oder kennst du ein anderes Beispiel?

An und für sich teile ich diese Ansicht, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob „fester Glaube“ allein genügt. Abgesehen davon, dass dies eine Begrifflichkeit ist, die unterschiedlich definiert und verstanden werden kann. Ich habe oben schon erwähnt, dass ich eher davon ausgehe, dass die Motivation, die hinter „festem Glauben“ steht wesentlich sein könnte. Ein Mensch könnte zum Beispiel „fest“ an Gott glauben, weil er dadurch in erster Linie ein Gesetz erfüllen will. Ein anderer Mensch könnte manchmal vielleicht gewisse Zweifel hegen, dennoch in seinem Herzen Gott über alles lieben - das letztere könnte meiner Meinung nach eventuell viel schwerer wiegen.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Schon mal erwähnt: Da für mich Gott bereits JETZT allgegenwärtig ist, brauche ich nicht auf eine künftige Zeit zu hoffen - und diese auch nicht zu erwarten.

Ja. „Gott ist bereits JETZT für dich allgegenwärtig“. Und wie geht es für dich jetzt weiter? Was Gott von einem Erwartet wer ihm folgen möchte ist bekannt?

Ich lasse mich von Jesus (und vom Heiligen Geist) führen. Mein Herz und alle meine Sinne sind offen für diesbezügliche Impulse. Ich lebe alleine und habe viel Raum für göttliche Begegnungen geschaffen - aber ich erwarte sie nicht, denn sie finden erfahrungsgemäss fast immer dann statt, wenn ich sie am allerwenigsten vermute.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Du hörst und siehst ihn nicht?

Nein.

Markus 4
…11Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu wissen; denen aber draußen widerfährt es alles nur durch Gleichnisse, 12auf daß sie es mit sehenden Augen sehen, und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren hören, und doch nicht verstehen, auf daß sie sich nicht dermaleinst bekehren und ihre Sünden ihnen vergeben werden.

Ich spüre - das ist auch eine Art von Wahrnehmung. Solche Bibelzitate sind möglicherweise nicht immer wörtlich zu nehmen.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Bist du ihm niemals begegnet?

Doch, aber nicht hörend und nicht sehend, sondern fühlend.

Hm. Niemals Gedanken darüber gemacht warum nicht?

Siehe oben.

„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“
Johannes 13:34,35
“Geliebte, lasst uns einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden.
Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. Hieran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.
Wer irgend bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm. Hierin ist die Liebe mit uns vollendet worden, damit wir Freimütigkeit haben an dem Tag des Gerichts, dass, wie er ist, auch wir sind in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
1. Joh 4,7-19


Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich schrieb ja oben, dass es an mir liege. Ich habe noch nicht alles ergriffen, jedoch Gott hat mir bereits alles gegeben.

Was ist alles, Agape-Liebe?

Ja.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Vielleicht - aber mir gefällt diese Erwartungshaltung nicht und da Jesus in mein Herz sieht, weiss er das. Es entspricht mir nicht, so zu denken und mich so zu verhalten. Es wäre nicht authentisch.

Aha. Vielleicht erwartet er es und es ist dir schlichtweg egal, weil es für dich nicht authentisch wäre?

Authentisch könnte auch durch „aufrichtig“ ersetzt werden.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ja - ich kann das wohl auf eine gewisse Art nachvollziehen. Dennoch glaube ich eher, dass dies Dein ganz persönlicher Weg, Deine persönlichen Erfahrungen und Dein persönliches Erleben ist, das nicht mit absoluter Gewissheit auf andere Wesen übertragen werden kann - und auch nicht sollte. Jeder hat seinen eigenen Weg zu finden, in seinem eigenen Tempo - auf seine eigene Art und Weise. Davon bin ich zutiefst überzeugt.

Natürlich hat jeder seinen eigenen Weg zu finden, der zu Christus führt. Du bist einen anderen gegangen und ihm auch begegnet. Selbst ohne Hoffnung und Erwartung. Der Glaube, Agape, die Liebe ist was zählt.

Ja.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Auch ich bin davon überzeugt, dass es sie gibt - meine Frage oben bezog sich nicht darauf, sondern nur auf Deine ABSOLUTE Aussage bezüglich „Irrweg“. Für Dich mag es so sein - aber für andere Wesen vielleicht nicht oder NOCH nicht. Stell Dir vor, dass Du dies jemandem sagst, der in sich noch überhaupt nicht gefestigt ist, der alles ungefiltert von anderen Menschen in sich aufnimmt und sich selbst daran misst - das könnte für dieses Wesen je nachdem auch schädlich sein, da es noch nicht so weit ist und daran verzweifelt, wenn es 1:1 übernehmen will, was andere ihm sagen oder schreiben. Dieses Wesen kann vielleicht noch nicht selbst zwischen Gut und Böse unterscheiden - es nimmt einfach ungefiltert alles auf, was ihm begegnet - und diesen Umstand gilt es meiner Meinung nach zu berücksichtigen. Ich selbst möchte mit anderen Wesen möglichst achtsam umgehen - und sie frei sein lassen, wenn sie noch nicht bereit sind, „feste geistige Kost“ einzunehmen, wenn sie diese Kost noch nicht vertragen.

Daß es Sie gibt, ja. ich habe öfters diese Dinge schon jemanden gesagt, der überhaupt noch nicht gefestigt war.

Es geht mir gar nicht darum, dass man sie nicht aussprechen soll, sondern eher darum, „wie man es sagt“. Und vor allem geht es darum, dass man es aus aufrichtigem Herzen heraus sagt.

Meisten ist mir das erst im Nachhinein aufgefallen. Ob es schädlich für diejenigen war, kann ich nicht bestätigen. Mir ist nichts bekannt? Es wäre ratsam über dieses gesagte tiefgründiger nachzudenken, denke ich.

Ich glaube nicht, dass sich dies so ohne weiteres verallgemeinern lässt. Bei mir ist eher so, dass ich schnell merke, wenn jemand abwehrt, das kann auch nonverbale Abwehr sein. In solchen Fällen „klingeln bei mir die Alarmglocken“ - und daraus ziehe ich gewisse Konsequenzen. Ich schweige dann nicht unbedingt, jedoch formuliere ich anders - in einer Weise, die der andere einigermassen nachvollziehen kann - falls er dies überhaupt möchte.

„Vielleicht ist die Erleuchtung ja ein Engel, der einen besucht und auf besondere Gedanken bringt, die das ganze Leben verändern können?

Ja, das ist gut möglich.

Eine Meinung zu äußern hat doch nichts damit zu tun, mit anderen unachtsam umzugehen, ihnen gar Ihre Freiheit nehmen zu wollen.?

Nein, siehe oben.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Wäre man z.B. mit einer „Göttlichen Mission“ irdisch unterwegs erwartet man, daß alle, die daran beteiligt sind, gemeinsam diese Mission ins „Ziel bringen“. Zur Not ins „Ziel retten“. Fest im Glaube, erwartet man dies und hofft es nicht nur. Denn Hoffnung wäre diesbezüglich mit Zweifel verbunden. Natürlich sind auch mal Holzwege mit dabei. ;)

Naja, solche Menschen werden es wohl für sich so auslegen und ihre Ziele verfolgen.

Jein. Diese Lebewesen werden es so auslegen, wie Gott Geist es wünscht und die Ziele verfolgen, die in dieses Ziel führen. Sie haben sich aus freiem Willen an einer „Göttlichen Mission“ beteiligt. Da wird dies Erwartet. Sie Erwarten es von sich selbst, weil Gott es von ihnen ebenso erwartet, wie er es von sich selbst Erwartet.
„Das alles könnt ihr auch, und noch viel mehr! “

Das kann schon sein - wenn es bei mir so wäre, würde ich vermutlich gleich empfinden. Aber Gott hat mit mir vielleicht etwas anderes vor? ;)

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Da ich wohl eher noch nicht zu diesen Menschen gehöre, zeigt sich mir vorerst anderes, das aber nicht davon abweicht, mich mit Jesus in Liebe verbunden zu fühlen.

OK. Jeder wählt natürlich den Weg, den er für richtig hält. Wenige entscheiden sich für eine „Göttliche Mission“ und sind dennoch mit Jesu Christ in Liebe verbunden.

Ich entscheide mich nur für das, was sich in mir selbst erschliesst.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Damit bezeugst Du ja selbst, dass der Mensch nichts (Gutes) von sich selbst erwarten kann - ohne Gottes Hilfe ist er „hilflos“. Aber er muss diese Hilfe annehmen - sonst geschieht nichts. Es liegt meiner Meinung nach oft am Annehmen und nicht am Erwarten. Also würde ich es so ausdrücken: „Ich nehme an, was Gott mir bereits versprochen hat“ - so formuliert ist es für mich stimmig.

Nein ich bezeuge damit nicht, daß „der Mensch nichts (Gutes) von sich selbst erwarten kann - ohne Gottes Hilfe „hilflos“ ist. Wer nicht im Zweifel ist kann (ohne Gottes Hilfe) zu einem Berg sagen: ›Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!‹, und es wird geschehen. So steht es doch geschrieben?

Ja, es steht so geschrieben - könnte grundsätzlich aber unterschiedlich ausgelegt und verstanden werden.

Würde es so formulieren: ich Glaube an das, was Gott Geist mir bereits versprochen hat.

Ja.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Aber weshalb sollte ich es von Gott erwarten? Erwartet Gott etwas von mir mit der Absicht, dass ich von ihm etwas erwarte?

Vielleicht?

Naja, wir können darüber nur spekulieren.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Gott erwartet, dass ich erfülle, was er von MIR erwartet - nicht ich von IHM.

Du legst es so aus, die Bibel, das Wort Gottes, nicht wirklich so?

Hm. Ich kann es nur so auslegen, wie es sich mir in meinem Inneren erschliesst.
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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Louis » Do 3. Nov 2022, 04:36

Agape hat geschrieben:Hm - Erwartung bleibt Erwartung? Der Mensch ist unvollkommen - Gott ist vollkommen - darin besteht der Unterschied. Ein Mensch kann enttäuschen - Gott enttäuscht niemals. Also, weshalb diese Erwartung - sie ist doch eher überflüssig?


Bitte entschuldige, um Allerheiligen bin ich beruflich vollkommen ausgelastet.

Louis hat geschrieben:Ja, du hast schon recht. „Gott enttäuscht niemals“. Demzufolge erwarte ich, daß er pünktlich, zur „rechten Zeit“, kommen wird. Weil ich fest im Glauben bin, daß es so ist. ;)


Agape hat geschrieben:Worin siehst Du einen Unterschied zwischen meiner und Deiner Aussage oben?


Daß du nicht erwartest. :)

Agape hat geschrieben:Gott enttäuscht niemals - ob ich erwarte oder nicht könnte doch in den Augen Gottes völlig irrelevant sein?


Louis hat geschrieben:Möglich? Aber, wenn niemand mehr auf Christ wartet, ihn erwartet, weshalb sollte er wiederkehren? Nur weil es so geschrieben steht?


Agape hat geschrieben:Dir ist es vielleicht wichtig, das Gefühl zu haben, dass Du fest im Glauben bist und deshalb erwartest, was Gott verheissen hat. Mir ist dieses „Selbstbild“ vielleicht nicht so wichtig?


Ja es ist mir wichtig, daß die Schrift sich erfüllt. Christus doch auch, sonst hätte er es kaum so verheißen. ;) Wem was wichtig ist muß sowieso jeder für sich selbst entscheiden.

Agape hat geschrieben:Ich glaube eher nicht, dass ich nicht fest glaube,


Glaube ich auch nicht. Wir definieren Erwartung unterschiedlich? Hat mit glaube eher weniger zu tun.

Agape hat geschrieben:aber für mich heisst fest glauben eben „nichts zu erwarten“ - denn es geschieht ja doch, was geschehen soll - auch ganz ohne meine Erwartung.


Sicher? Naja, wenn einen niemand mehr erwartet... Hm.

Agape hat geschrieben:Hast Du noch nie in Betracht gezogen, dass es nicht an Gott liegen könnte, sondern an Dir? Dass Du selbst etwas tun könntest, das den Erwartungen von Gott an Dich nicht gerecht würde? Was würde in diesem Falle Deine Erwartung an Gott bringen? Oder siehst Du Dich selbst als so vollkommen an, dass Du Dir absolut gewiss sein kannst, dass sich Deine Erwartungen an Gott erfüllen?


Louis hat geschrieben:Hm. Sagte nicht, daß Gott den Erwartungen, die ich an ihn habe, nicht gerecht werden würde.


Agape hat geschrieben:Das würde heissen, dass Du selbst niemals etwas tun könntest, das den Erwartungen von Gott an Dich nicht gerecht würde? Das war oben ursprünglich meine Frage.


Wie kommst du auf diese Folgerung? Wie soll ich sagen, behandle jeden gleich, mich mit Sicherheit nicht besser wie andere wieso sollte ich in Christus keine Erwartungen haben? Er wird diesen Erwartungen, die Menschen haben, gerecht. Meine Überzeugung. Ob ich den Erwartungen von Gott an mich gerecht würde. Gänzlich zufrieden stelle ich ihn wohl kaum. Kommt auch immer auf die eigene Berufung an. Könnte mir gut vorstellen, daß Christus dein Handeln anders „bewerten“ würde wie meins. Versuche ihm gegenüber die Perfektion zu erreichen. Geht nicht, dies erwartet er aber von mir. Bedeutet aber nicht, daß ich den Erwartungen von Gott an mich nicht gerecht werden werde und geworden bin. So könnte man sagen.

Louis hat geschrieben:ich erwarte weil es meine Überzeugung ist, daß er ihnen gerecht werden wird.


Agape hat geschrieben:Unabhängig davon, was Du in dieser irdischen Existenz tust oder nicht tust?


Sorry; glaube nicht, daß es keine Rolle spielt.
(Nein, hat mit Hochmut gar Stolz nichts zu tun. Bauchgefühl aus Erlebtem.) Ist nicht jeder dazu aufgerufen unseren Kindern den Weg für eine glücklichere Zukunft zu ebenen?
Christ seine „Göttliche-Mission“ ist diesmal eine andere, wie noch damals...

Agape hat geschrieben:Wie wäre es, weder zu hoffen noch zu erwarten? Einfach nur „SEIN“ und LIEBEN?


Das tue ich doch. „SEIN“, LIEBEN & LEBENDIG LEBEN. Deswegen erwarte ich auch, daß sich gewisse Dinge zum „besseren“ verändern werden.
Agape-Liebe, die Kraft, Sie wirkt die Wunder. (Mein Glaube)

Louis hat geschrieben:Das würde ich (zumindest mich betreffend) als ungläubig empfinden. Möchte niemanden meine Meinung als die reine Wahrheit verkaufen. Jeder hat einen freien Willen und kann auch dies handhaben wie er möchte.


Agape hat geschrieben:Siehst Du - und ich würde es eher als „ungläubig“ empfinden, wenn ich an Gott Erwartungen stellen würde. So gehen halt gewisse Empfindungen und Überzeugungen von Menschen etwas auseinander. Jedoch könnte ich mir vorstellen, dass dies nicht unbedingt prioritär ist, wenn es um Gottes Liebe geht. Denn Gott sieht in unsere Herzen und sieht auch, welche Motivation hinter Empfindungen und Überzeugungen steht - wenn Du mich fragst, liegt dort der wesentliche Punkt - ganz tief in unserem Herzen - was wir dort an „guten Schätzen“ in uns tragen.


Ja. Schön formuliert.

Louis hat geschrieben:Eine Rolle dabei könnte auch spielen, daß jeder eventuell andere Erlebnisse mit Gott hatte?


Agape hat geschrieben:Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht noch ein unbeschriebenes Blatt und deshalb Gott gegenüber weder zweifelnd noch erwartend - sondern einfach nur „liebend“?


Wieso ein unbeschriebenes Blatt? Keiner ist ein unbeschriebenes Blatt. Du bist ein lichtes Wesen, spürst und liebst Jesus. Du folgst ihn auf seinem Weg, mehr geht doch kaum. Vielleicht bist du ihm schon mal gegenüber gestanden? ich gehe davon aus. „die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“
“Meditation bedeutet, tief in uns hinabzutauchen und hoch in höhere Sphären aufzusteigen und weiter zu werden als das Universum. In diesen Erfahrungen erleben wir die Seligkeit der Meditation. Wir sollten jeden Tag unseres Lebens in eine Meditation verwandeln.“
― Hazrat Inayat Khan

Louis hat geschrieben:Es ist nicht sündhaft auf Gott zu warten, auch von ihm zu erwarten.


Agape hat geschrieben:„Sündhaft“ wäre meiner Ansicht nach nur ein „abgetrennt sein“ von Gott und aus diesem Zustand heraus die folgenden Verhaltensweisen, allem voran der Hochmut.


Hm. Ein „abgetrennt sein“ von Gott. So formuliert es Marsianer auch.
Wie sie möchte auf Gott zu warten auch von ihm zu erwarten ist kein „abgetrennt sein“ von Gott.
superbia? „Dieser lateinische Begriff lässt sich in Stolz übersetzen. Bei Stolz handelt es sich jedoch um eine Eigenschaft, die keineswegs immer sündig ist und durchaus zu Recht empfunden werden kann.“ Gott widersteht den Hochmütigen. ;)
Meine Überzeugung, Hochmut ist keine Todsünde. Heiße es aber auch nicht gut.

Agape hat geschrieben:Hm - so schnell wohl nicht, insbesondere, wenn man auf die aktuellen Zustände in der Welt schaut.


Ja. Bedenke, ein Leben ist ein Wimpernschlag.

Agape hat geschrieben:Weshalb nicht? Weil nur fester Glauben an Gott nicht enttäuscht?


Louis hat geschrieben:Genau genommen ist es so. Oder kennst du ein anderes Beispiel?


Agape hat geschrieben:An und für sich teile ich diese Ansicht, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob „fester Glaube“ allein genügt. Abgesehen davon, dass dies eine Begrifflichkeit ist, die unterschiedlich definiert und verstanden werden kann. Ich habe oben schon erwähnt, dass ich eher davon ausgehe, dass die Motivation, die hinter „festem Glauben“ steht wesentlich sein könnte. Ein Mensch könnte zum Beispiel „fest“ an Gott glauben, weil er dadurch in erster Linie ein Gesetz erfüllen will. Ein anderer Mensch könnte manchmal vielleicht gewisse Zweifel hegen, dennoch in seinem Herzen Gott über alles lieben - das letztere könnte meiner Meinung nach eventuell viel schwerer wiegen.


Fest im Glaube genügt. Kommt nur darauf an wie diese Aussage definiert wird. ich definiere Fest im Glaube so, kurzum: mehr geht nicht.
Ein Beispiel: Fest im Glaube bestiegen mutige Kinder, Frauen auch Männer betend den Scheiterhaufen. Sie hätten Gott nicht mal für ihr Leben verraten, mehr geht nicht.

Wie soll man jemanden im Herzen über alles Lieben können und gleichzeitig Zweifel hegen? Geht nicht (meine Meinung).

Agape hat geschrieben:Ich lasse mich von Jesus (und vom Heiligen Geist) führen. Mein Herz und alle meine Sinne sind offen für diesbezügliche Impulse. Ich lebe alleine und habe viel Raum für göttliche Begegnungen geschaffen - aber ich erwarte sie nicht, denn sie finden erfahrungsgemäss fast immer dann statt, wenn ich sie am allerwenigsten vermute.


Ja. Bin überzeugt davon, daß du auf dem richtigen Weg bist Agape.

Agape hat geschrieben:Ich spüre - das ist auch eine Art von Wahrnehmung. Solche Bibelzitate sind möglicherweise nicht immer wörtlich zu nehmen.


Solche Bibelzitate sind möglicherweise nicht immer wörtlich zu nehmen? :)
Denke die Bibel sei das Wort Gottes?
Sehe es ähnlich. Zudem bin ich der Überzeugung, daß nur ein Bruchteil verfasst wurde, nicht selten Worte fälschlich übersetzt wurden, Dinge hinzugedichtet wurden, Dinge absichtlich und aus Versehen weggelassen wurden... eben nicht alles wörtliche zu nehmen ist.

Agape hat geschrieben:„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“
Johannes 13:34,35
“Geliebte, lasst uns einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden.
Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. Hieran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.
Wer irgend bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm. Hierin ist die Liebe mit uns vollendet worden, damit wir Freimütigkeit haben an dem Tag des Gerichts, dass, wie er ist, auch wir sind in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“
1. Joh 4,7-19


Du meinst diese Bibelzitate sollten wir wörtlich nehmen? Kurzum, Lieben wir uns Agape? Naja, einfacher gehts doch kaum.

„Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen.“
Hm.
„Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“
Gesehen? Wie ist das mit „Niemand hat Gott jemals gesehen“ in Einklang zu bringen?

Louis hat geschrieben:Was ist alles, Agape-Liebe?


Agape hat geschrieben:Ja.


Gut.

Agape hat geschrieben:Authentisch könnte auch durch „aufrichtig“ ersetzt werden.


Ja. Würde es durch aufrichtig ersetzen. Verstehe das..

Agape hat geschrieben:Es geht mir gar nicht darum, dass man sie nicht aussprechen soll, sondern eher darum, „wie man es sagt“. Und vor allem geht es darum, dass man es aus aufrichtigem Herzen heraus sagt.


Wenn ich so etwas sage, sage ich es ausschließlich aus einem aufrichtigem Herzen heraus. Sonst würde ich es nicht aussprechen.
Wie man es sagt? Gibt es da ein „Patentrezept“? Dem einen gefällt es so, einem anderen eher so?

Agape hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass sich dies so ohne weiteres verallgemeinern lässt.


Irdisch betrachtet läßt sich nichts verallgemeinern.

Agape hat geschrieben:Bei mir ist eher so, dass ich schnell merke, wenn jemand abwehrt, das kann auch nonverbale Abwehr sein. In solchen Fällen „klingeln bei mir die Alarmglocken“ - und daraus ziehe ich gewisse Konsequenzen. Ich schweige dann nicht unbedingt, jedoch formuliere ich anders - in einer Weise, die der andere einigermassen nachvollziehen kann - falls er dies überhaupt möchte.


Gut. So handhabe ich das eigentlich auch.

Louis hat geschrieben:Vielleicht ist die Erleuchtung ja ein Engel, der einen besucht und auf besondere Gedanken bringt, die das ganze Leben verändern können?


Agape hat geschrieben:Ja, das ist gut möglich.


Ja. Da es gut möglich ist, sollte man so ein Gespräch auch so behandeln, danach Handeln. Das wollte ich damit sagen. Aber jeder wie er möchte...

Agape hat geschrieben:Das kann schon sein - wenn es bei mir so wäre, würde ich vermutlich gleich empfinden. Aber Gott hat mit mir vielleicht etwas anderes vor? ;)


Ja. Davon gehe ich aus. ;)

Agape hat geschrieben:Ich entscheide mich nur für das, was sich in mir selbst erschliesst.


So sollte es sein.

Agape hat geschrieben:Ja, es steht so geschrieben - könnte grundsätzlich aber unterschiedlich ausgelegt und verstanden werden.


Könnte nicht „alles“ unterschiedlich ausgelegt und verstanden werden? ;)
Du legst nicht selten das geschriebene Wort anders aus?
Handhabe ich oftmals auch nicht anders.

Agape hat geschrieben:Aber weshalb sollte ich es von Gott erwarten? Erwartet Gott etwas von mir mit der Absicht, dass ich von ihm etwas erwarte?


Louis hat geschrieben:Vielleicht?


Agape hat geschrieben:Naja, wir können darüber nur spekulieren.


Ja. Deswegen „Vielleicht“. :)

Agape hat geschrieben:Hm. Ich kann es nur so auslegen, wie es sich mir in meinem Inneren erschliesst.


[siehe oben] ;)

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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Agape » Mo 7. Nov 2022, 17:54

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hm - Erwartung bleibt Erwartung? Der Mensch ist unvollkommen - Gott ist vollkommen - darin besteht der Unterschied. Ein Mensch kann enttäuschen - Gott enttäuscht niemals. Also, weshalb diese Erwartung - sie ist doch eher überflüssig?

Bitte entschuldige, um Allerheiligen bin ich beruflich vollkommen ausgelastet.

Ich bin diesbezüglich frei von jeglicher Erwartung …..;)

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Dir ist es vielleicht wichtig, das Gefühl zu haben, dass Du fest im Glauben bist und deshalb erwartest, was Gott verheissen hat. Mir ist dieses „Selbstbild“ vielleicht nicht so wichtig?

Ja es ist mir wichtig, daß die Schrift sich erfüllt.

Und Du glaubst, dass sie sich nicht erfüllen würde, wenn Du es nicht erwartest, sondern Dich lediglich erwartungs- und bedingungslos darauf freust?

Christus doch auch, sonst hätte er es kaum so verheißen. ;) Wem was wichtig ist muß sowieso jeder für sich selbst entscheiden.

Hm - irgendwie sehe ich den Zusammenhang zwischen „wichtig sein“ und „erwarten“ nicht ganz. Ich bezog meinen Vergleich oben auf das Selbstbild, welches bei Dir eventuell mit dieser erwartenden Haltung in festem Glauben gekoppelt ist - während mein Selbstbild auch festen Glauben, aber ohne dazugehörige Erwartung enthält.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:aber für mich heisst fest glauben eben „nichts zu erwarten“ - denn es geschieht ja doch, was geschehen soll - auch ganz ohne meine Erwartung.

Sicher? Naja, wenn einen niemand mehr erwartet... Hm.

Stopp - ich schrieb oben „NICHTS zu erwarten“ das heisst nicht, dass ich Jesus nicht erwarte, sondern dass ich nichts VON Jesus erwarte - das ist nicht dasselbe.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Das würde heissen, dass Du selbst niemals etwas tun könntest, was den Erwartungen von Gott an Dich nicht gerecht würde? Das war oben ursprünglich meine Frage.

Wie kommst du auf diese Folgerung? Wie soll ich sagen, behandle jeden gleich, mich mit Sicherheit nicht besser wie andere wieso sollte ich in Christus keine Erwartungen haben?

Hm - schrieb ich jemals, dass Du keine Erwartungen an Jesus haben sollst? Ich schrieb doch nur, dass ich selbst diese Erwartungen nicht habe. ;)

Er wird diesen Erwartungen, die Menschen haben, gerecht.

Da frage ich mich nun, ob er diesen nur gerecht wird, wenn der Mensch sie hat (die Erwartungen). Gelten die Verheissungen nur für diejenigen, die sie erwarten - oder auch für fest glaubende Menschen, die sie nicht erwarten, weil unbedingte Liebe (zu Jesus) nichts erwartet?

Versuche ihm gegenüber die Perfektion zu erreichen. Geht nicht, dies erwartet er aber von mir.

Erreichen von Perfektion? Hm - das wirkt auf mich in diesem Zusammenhang irgendwie seltsam. Liebe zu Gott und Perfektion sind zwei Dinge, die ich nicht wirklich zusammenbringen kann.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Eine Rolle dabei könnte auch spielen, daß jeder eventuell andere Erlebnisse mit Gott hatte?

Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht noch ein unbeschriebenes Blatt und deshalb Gott gegenüber weder zweifelnd noch erwartend - sondern einfach nur „liebend“?

Wieso ein unbeschriebenes Blatt?

Bezüglich Deiner oben erwähnten Erlebnisse mit Gott.

Keiner ist ein unbeschriebenes Blatt. Du bist ein lichtes Wesen, spürst und liebst Jesus. Du folgst ihn auf seinem Weg, mehr geht doch kaum.

Vielleicht wäre „weniger“ manchmal mehr?
"Selig sind, die geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich." Matthäus 5,3

Vielleicht bist du ihm schon mal gegenüber gestanden? ich gehe davon aus.

Ich schliesse das nicht gänzlich aus, jedoch wissen kann ich es nicht.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Es ist nicht sündhaft auf Gott zu warten, auch von ihm zu erwarten.

„Sündhaft“ wäre meiner Ansicht nach nur ein „abgetrennt sein“ von Gott und aus diesem Zustand heraus die folgenden Verhaltensweisen, allem voran der Hochmut.

Hm. Ein „abgetrennt sein“ von Gott. So formuliert es Marsianer auch.

Naja, damit gemeint ist vermutlich die Ursünde, die zur Vertreibung aus dem Paradies führte.

Wie sie möchte auf Gott zu warten auch von ihm zu erwarten ist kein „abgetrennt sein“ von Gott.

Wie kommst Du zu dieser Annahme? Etwas erwarten kann jemand aus verschiedenen Gründen - das muss nichts mit sündhaftem Verhalten zu tun haben. Es käme wohl darauf an, was hinter dieser Erwartung steht.

superbia? „Dieser lateinische Begriff lässt sich in Stolz übersetzen. Bei Stolz handelt es sich jedoch um eine Eigenschaft, die keineswegs immer sündig ist und durchaus zu Recht empfunden werden kann.“ Gott widersteht den Hochmütigen. ;)
Meine Überzeugung, Hochmut ist keine Todsünde. Heiße es aber auch nicht gut.

Was meinst Du dazu? https://www.gotquestions.org/Deutsch/stolz-bibel.html
Es gibt einen Unterschied zwischen der Art von Stolz, den Gott hasst (Sprüche 8,13) und der Art von Stolz, den wir empfinden, wenn wir einen Job gut gemacht haben. Die Art Stolz, die auf Selbstgerechtigkeit zurückführt, ist Sünde und Gott hasst ihn, weil es ein Hindernis darstellt, nach Gott zu streben. Psalm 10,4 erklärt, dass der Stolze so mit sich selbst beschäftigt ist, dass ihre Gedanken weit weg von Gott sind: „Der Gottlose meint in seinem Stolz, Gott frage nicht danach. »Es ist kein Gott«, sind alle seine Gedanken.“ Diese Art von hochmütigem Stolz ist das Gegenteil vom Geist der Bescheidenheit und Demut, den Gott sich wünscht: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.“ (Matthäus 5,3) Der „geistliche Arme“ ist derjenige, der seine geistliche Pleite erkennt, seine Unfähigkeit zu Gott zu gelangen ohne Seiner göttlichen Gnade. Der Stolze, an der anderen Hand, ist so geblendet durch seinen Stolz, dass er denkt keine Notwendigkeit für Gott zu haben, oder noch schlimmer, dass Gott ihn, so wie er ist, akzeptieren muss, weil er Seine Akzeptanz verdient hat.

Durch die gesamte Heilige Schrift hinweg wird uns gesagt, was die Konsequenz von Stolz ist. Sprüche 16,18-19 sagt: „Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall. Besser niedrig sein mit den Demütigen als Beute austeilen mit den Hoffärtigen.“ Satan wurde aus dem Himmel verstoßen wegen Stolz (Jesaja 14,12-15) Er besaß die Dreistigkeit Gott ersetzen zu wollen, als rechtmäßiger Herrscher des Universums. Aber Satan wird im letzten Urteil von Gott in die Hölle verstoßen werden. Für diejenigen, die gegen Gott in Renitenz aufstehen, gibt es nichts als Desaster in ihrer Zukunft (Jesaja 14,22).

Stolz hinderte viele Leute daran Jesus Christus als ihren Retter anzunehmen. Sünde einzugestehen und anzuerkennen, dass wir aus eigener Kraft nichts tun können, um ewiges Leben zu erhalten, ist für viele stolze Menschen ein großes Hindernis. Wir sollen nicht angeben; wenn wir angeben wollen, denn über die Herrlichkeit von Gott. Was wir über uns selbst aussagen, bedeutet nichts in der Arbeit für Gott. Es ist das was Gott über uns sagt, was den Unterschied macht (2. Korinther 10,13).

Warum ist Stolz so voller Sünde? Stolz gibt uns selbst die Ehre für etwas, das Gott gemacht hat. Stolz heißt die Ehre für etwas zu beanspruchen, was Gott allein gehört. Stolz ist im Grund Selbstanbetung. Alles was wir in dieser Welt erreichen, wäre nicht möglich, wenn uns Gott nicht dazu befähigt hätte und für uns unsere Errungenschaften erhalten würden. „Denn wer gibt dir einen Vorrang? Was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich dann, als hättest du es nicht empfangen?“ (1. Korinther 4,7) Deswegen geben wir Gott die Ehre – Er allein verdient sie.


Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:An und für sich teile ich diese Ansicht, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob „fester Glaube“ allein genügt. Abgesehen davon, dass dies eine Begrifflichkeit ist, die unterschiedlich definiert und verstanden werden kann. Ich habe oben schon erwähnt, dass ich eher davon ausgehe, dass die Motivation, die hinter „festem Glauben“ steht wesentlich sein könnte. Ein Mensch könnte zum Beispiel „fest“ an Gott glauben, weil er dadurch in erster Linie ein Gesetz erfüllen will. Ein anderer Mensch könnte manchmal vielleicht gewisse Zweifel hegen, dennoch in seinem Herzen Gott über alles lieben - das letztere könnte meiner Meinung nach eventuell viel schwerer wiegen.

Wie soll man jemanden im Herzen über alles Lieben können und gleichzeitig Zweifel hegen? Geht nicht (meine Meinung).

Die Grundsatzfrage hier wäre wohl, „woran“ gezweifelt würde. Was glaubst Du, woran ich zweifeln könnte? Möglicherweise interpretierst Du mein Verständnis von Zweifel ganz anders, als es von mir her gemeint ist?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
„Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen.“
„Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

Gesehen? Wie ist das mit „Niemand hat Gott jemals gesehen“ in Einklang zu bringen?

Na, vielleicht so: Wer Jesus kennt, kennt auch den himmlischen Vater. Nur - wer kennt Jesus wirklich? Wohl nicht allzu viele Erdenmenschen?
Das „gesehen“ ist vermutlich nicht im irdischen Sinne zu verstehen, es drückt „geistiges Sehen“ aus. Dieses Sehen würde aus lichtem Geist heraus stattfinden und „licht“ bedeutet ja Nähe zu Gott.
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Louis
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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Louis » Sa 12. Nov 2022, 13:08

Louis hat geschrieben:Bitte entschuldige, um Allerheiligen bin ich beruflich vollkommen ausgelastet.


Agape hat geschrieben:Ich bin diesbezüglich frei von jeglicher Erwartung …..;)


Das war meine Hoffnung .....;)

Agape hat geschrieben:Dir ist es vielleicht wichtig, das Gefühl zu haben, dass Du fest im Glauben bist und deshalb erwartest, was Gott verheissen hat. Mir ist dieses „Selbstbild“ vielleicht nicht so wichtig?


Louis hat geschrieben:Ja es ist mir wichtig, daß die Schrift sich erfüllt.


Agape hat geschrieben:Und Du glaubst, dass sie sich nicht erfüllen würde, wenn Du es nicht erwartest, sondern Dich lediglich erwartungs- und bedingungslos darauf freust?


Genau genommen hat sich die Schrift längst erfüllt. Darum erwarte ich es.
Kenne das Ende der Offenbarung des Johannes, über das Ende hinaus, obwohl ich das Ende nicht gelesen hab.
Ehrlich gesagt empfinde ich innere Freude für andere Dinge, wie für die Erfüllung der Schrift. Irdisch wirst du deine Erfüllung nicht wirklich finden Agape.
Betrachte dir die heutige Lage, die Gier nach Besitz, Ackerland, Ländereien, Wasser, Ressourcen allgemein, Habgier nach Reichtum, wie sie mit unseren Kindern umgehen... Es erwartet(!) sie das „Jüngste Gericht“, kein Zuckerschlecken auf dieses sie sich bedingungslos freuen sollten. (Auch nicht der „Richter“, er wünscht sich den Frieden..)

Agape hat geschrieben:Hm - irgendwie sehe ich den Zusammenhang zwischen „wichtig sein“ und „erwarten“ nicht ganz. Ich bezog meinen Vergleich oben auf das Selbstbild, welches bei Dir eventuell mit dieser erwartenden Haltung in festem Glauben gekoppelt ist - während mein Selbstbild auch festen Glauben, aber ohne dazugehörige Erwartung enthält.


Vielleicht könnte man es so ausdrücken: Ich glaube was ich gesehen hab, deswegen erwarte ich es.
Ein Beispiel: Wäre ich außerirdisch Jesus begegnet und er hätte mir erzählt wir würden bei seiner Wiederkehr zusammen inkarnieren, würde ich ihn in diesem Leben erwarten. Weil ich glaube was er bei der Begegnung dachte. Weißt du wie ich meine?

Louis hat geschrieben:Sicher? Naja, wenn einen niemand mehr erwartet... Hm.


Agape hat geschrieben:Stopp - ich schrieb oben „NICHTS zu erwarten“ das heisst nicht, dass ich Jesus nicht erwarte, sondern dass ich nichts VON Jesus erwarte - das ist nicht dasselbe.


:) „Stopp“... Das gefällt mir.
Hm. Das mußt du mir erklären. Du erwartest Jesus aber erwartest nichts von Jesus? Ist doch ein und dasselbe Wort.
(Beispiel) ich liebe dich Agape aber liebe dich nicht Agape, wäre doch vergleichbar :))

Agape hat geschrieben:Hm - schrieb ich jemals, dass Du keine Erwartungen an Jesus haben sollst?


Die Frage war nicht an dich gerichtet, an Christus. Auf die Antwort warte ich bis heute ;)

Agape hat geschrieben:Ich schrieb doch nur, dass ich selbst diese Erwartungen nicht habe. ;)


Hm. Ja ich weiß, du erwartest Jesus und erwartest nichts von Christus.
Bedingungslose Liebe muß man dir nicht mehr erklären Agape.

Maria erwartete auch nichts von Christ, erwartete ihn nicht mal im Grabmal. Dachte zuerst es sei der Gärtner. Naja was soll‘s, ist nicht der Schöpfer der Gärtner überhaupt?
„Dann stand Maria auf, begrüßte sie alle und sagte zu ihren Geschwistern:

„Weint nicht und seid nicht betrübt und zweifelt nicht! - Man muß Opfer bringen, um andere glücklich zu machen - Denn seine Gnade wird mit euch allen sein und euch beschützen. Vielmehr aber lasst uns seine Größe preisen, weil er uns vorbereitet und er uns zum Menschen gemacht hat“, sagt Maria.
- Mariaevangelium, EvMar -

Louis hat geschrieben:Er wird diesen Erwartungen, die Menschen haben, gerecht.


Agape hat geschrieben:Da frage ich mich nun, ob er diesen nur gerecht wird, wenn der Mensch sie hat (die Erwartungen). Gelten die Verheissungen nur für diejenigen, die sie erwarten - oder auch für fest glaubende Menschen, die sie nicht erwarten, weil unbedingte Liebe (zu Jesus) nichts erwartet?


Sagte doch, er wird den Erwartungen, die Menschen haben, gerecht werden.
„ich schrieb oben „NICHTS zu erwarten“ das heisst nicht, dass ich Jesus nicht erwarte...“ ;)

„Denn es wird dir hernach gut sein und dein Warten wird nicht fehlen.“
(Sprüche 23:18)

Agape hat geschrieben:Erreichen von Perfektion? Hm - das wirkt auf mich in diesem Zusammenhang irgendwie seltsam. Liebe zu Gott und Perfektion sind zwei Dinge, die ich nicht wirklich zusammenbringen kann.


ich schon. Von dir erwartet er es nicht.
(Siehe oben] „Betrachte dir die heutige Lage...)

Agape hat geschrieben:Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht noch ein unbeschriebenes Blatt und deshalb Gott gegenüber weder zweifelnd noch erwartend - sondern einfach nur „liebend“?


Louis hat geschrieben:Wieso ein unbeschriebenes Blatt?


Agape hat geschrieben:Bezüglich Deiner oben erwähnten Erlebnisse mit Gott.


Heißt doch nicht schlussfolgernd, daß derjenige der mehr Erlebnisse mit Gott hatte, weniger ein unbeschriebenes Blatt ist wie derjenige, der weniger Erlebnisse mit Christ hatte. Vielleicht würde er mich eher als ein unbeschriebenes Blatt bezeichnen wie dich? Wissen wir nicht?

Louis hat geschrieben:Keiner ist ein unbeschriebenes Blatt. Du bist ein lichtes Wesen, spürst und liebst Jesus. Du folgst ihn auf seinem Weg, mehr geht doch kaum.


Agape hat geschrieben:Vielleicht wäre „weniger“ manchmal mehr?
"Selig sind, die geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich." Matthäus 5,3


Erwähnte es bereits, manche Bibelstellen sind für mich nicht stimmig.
„Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft...“ Lese nichts von geistlich arm?
Auch da nicht? Kinder sind mit Sicherheit nicht geistlich arm.
„Wahrlich, ich sage euch, so ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nimmermehr in das Reich der Himmel eingehen;“

Wie passt das zusammen, verstehe es nicht? Denke nicht, daß ausschließlich geistlich arme ins Himmelreich eingehen.

Louis hat geschrieben:Vielleicht bist du ihm schon mal gegenüber gestanden? ich gehe davon aus.


Agape hat geschrieben:Ich schliesse das nicht gänzlich aus, jedoch wissen kann ich es nicht.


Du könntest das wissen, mithilfe von Meditation.

Agape hat geschrieben:„Sündhaft“ wäre meiner Ansicht nach nur ein „abgetrennt sein“ von Gott und aus diesem Zustand heraus die folgenden Verhaltensweisen, allem voran der Hochmut.


Louis hat geschrieben:Hm. Ein „abgetrennt sein“ von Gott. So formuliert es Marsianer auch.


Agape hat geschrieben:Naja, damit gemeint ist vermutlich die Ursünde, die zur Vertreibung aus dem Paradies führte.


Ursünde? Dachte Christus, der „Neue Adam“, hat am Kreuz die „Ursünde“ selbst getragen? (Sie aus der „Welt“ geschafft)
Jesaja 53 - Trage nicht, was Jesus für Dich getragen hat.

Wer weiß schon so wirklich was sich damals im Paradies abspielte, außer die anwesenden?

Louis hat geschrieben:Wie sie möchte auf Gott zu warten auch von ihm zu erwarten ist kein „abgetrennt sein“ von Gott.


Agape hat geschrieben:Wie kommst Du zu dieser Annahme? Etwas erwarten kann jemand aus verschiedenen Gründen - das muss nichts mit sündhaftem Verhalten zu tun haben. Es käme wohl darauf an, was hinter dieser Erwartung steht.


Sagte ich doch, auf Gott zu warten, von ihm zu erwarten ist nicht sündhaft, kein „abgetrennt sein“ von Gott.

Louis hat geschrieben:superbia? „Dieser lateinische Begriff lässt sich in Stolz übersetzen. Bei Stolz handelt es sich jedoch um eine Eigenschaft, die keineswegs immer sündig ist und durchaus zu Recht empfunden werden kann.“ Gott widersteht den Hochmütigen. ;)
Meine Überzeugung, Hochmut ist keine Todsünde. Heiße es aber auch nicht gut.


Agape hat geschrieben:Was meinst Du dazu? „Es gibt einen Unterschied zwischen der Art von Stolz, den Gott hasst“ (Sprüche 8,13) und der Art von Stolz, den wir empfinden, wenn wir einen Job gut gemacht haben.


Ja, so sehe ich das eben auch deswegen: Bei Stolz handelt es sich jedoch um eine Eigenschaft, die keineswegs immer sündig ist und durchaus zu Recht empfunden werden kann. Wenn man z.B. einen Job gut gemacht hat...
(Stolz zu sein, kenne ich persönlich nicht)

Agape hat geschrieben:Die Art Stolz, die auf Selbstgerechtigkeit zurückführt, ist Sünde und Gott hasst ihn, weil es ein Hindernis darstellt, nach Gott zu streben. Psalm 10,4 erklärt, dass der Stolze so mit sich selbst beschäftigt ist, dass ihre Gedanken weit weg von Gott sind: „Der Gottlose meint in seinem Stolz, Gott frage nicht danach. »Es ist kein Gott«, sind alle seine Gedanken.“ Diese Art von hochmütigem Stolz ist das Gegenteil vom Geist der Bescheidenheit und Demut, den Gott sich wünscht:


Ja.

Agape hat geschrieben:„Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.“ (Matthäus 5,3) Der „geistliche Arme“ ist derjenige, der seine geistliche Pleite erkennt, seine Unfähigkeit zu Gott zu gelangen ohne Seiner göttlichen Gnade. Der Stolze, an der anderen Hand, ist so geblendet durch seinen Stolz, dass er denkt keine Notwendigkeit für Gott zu haben, oder noch schlimmer, dass Gott ihn, so wie er ist, akzeptieren muss, weil er Seine Akzeptanz verdient hat.


Erwähnte es bereits. Das Gesetz, Christus ist geistlich. Als geistlich arm würde ich ihn nicht bezeichnen. Ist ihm nicht das Himmelreich? ;)
Würde eher sagen: „Werdet wie die Kinder...“

Agape hat geschrieben:Durch die gesamte Heilige Schrift hinweg wird uns gesagt, was die Konsequenz von Stolz ist. Sprüche 16,18-19 sagt: „Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall. Besser niedrig sein mit den Demütigen als Beute austeilen mit den Hoffärtigen.“ Satan wurde aus dem Himmel verstoßen wegen Stolz (Jesaja 14,12-15) Er besaß die Dreistigkeit Gott ersetzen zu wollen, als rechtmäßiger Herrscher des Universums. Aber Satan wird im letzten Urteil von Gott in die Hölle verstoßen werden. Für diejenigen, die gegen Gott in Renitenz aufstehen, gibt es nichts als Desaster in ihrer Zukunft (Jesaja 14,22).


Sehe ich genauso.

Agape hat geschrieben:Stolz hinderte viele Leute daran Jesus Christus als ihren Retter anzunehmen. Sünde einzugestehen und anzuerkennen, dass wir aus eigener Kraft nichts tun können, um ewiges Leben zu erhalten, ist für viele stolze Menschen ein großes Hindernis. Wir sollen nicht angeben; wenn wir angeben wollen, denn über die Herrlichkeit von Gott. Was wir über uns selbst aussagen, bedeutet nichts in der Arbeit für Gott. Es ist das was Gott über uns sagt, was den Unterschied macht (2. Korinther 10,13).


Paulus hat recht. Wie gesagt: Kenne Stolz nicht?

Agape hat geschrieben:Warum ist Stolz so voller Sünde? Stolz gibt uns selbst die Ehre für etwas, das Gott gemacht hat. Stolz heißt die Ehre für etwas zu beanspruchen, was Gott allein gehört. Stolz ist im Grund Selbstanbetung. Alles was wir in dieser Welt erreichen, wäre nicht möglich, wenn uns Gott nicht dazu befähigt hätte und für uns unsere Errungenschaften erhalten würden. „Denn wer gibt dir einen Vorrang? Was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich dann, als hättest du es nicht empfangen?“ (1. Korinther 4,7)


Diese Bibelstellen sind für mich stimmig.
„Warum ist Stolz so voller Sünde? Stolz gibt uns selbst die Ehre für etwas, das Gott gemacht hat. Stolz heißt die Ehre für etwas zu beanspruchen, was Gott allein gehört. ...“
Wird Gründe dafür geben, warum nicht mal Gott Stolz ist..

Agape hat geschrieben:Deswegen geben wir Gott die Ehre – Er allein verdient sie.


Naja, dir ist bekannt wie ich Gott definiere. Meine Überzeugung wäre die, daß nicht nur Christus sie (die Ehre) verdient, Sie, die Agape-Liebe verdient sie.
Aber jeder glaubt das, was er möchte.

Agape hat geschrieben:...Ein anderer Mensch könnte manchmal vielleicht gewisse Zweifel hegen, dennoch in seinem Herzen Gott über alles lieben - das letztere könnte meiner Meinung nach eventuell viel schwerer wiegen.


Louis hat geschrieben:Wie soll man jemanden im Herzen über alles Lieben können und gleichzeitig Zweifel hegen? Geht nicht (meine Meinung).


Agape hat geschrieben:Die Grundsatzfrage hier wäre wohl, „woran“ gezweifelt würde. Was glaubst Du, woran ich zweifeln könnte? Möglicherweise interpretierst Du mein Verständnis von Zweifel ganz anders, als es von mir her gemeint ist?


Weiß ich nicht, „woran“ gezweifelt würde? Wußte nicht mal, daß du zweifelst?
Gut möglich, daß ich dein Verständnis von Zweifel ganz anders interpretiere wie du selbst? Erklärst du mir dein Verständnis von Zweifel? Zweifel gegenüber Gott? Oder wen Liebst du sonst noch im Herzen über alles und hast dennoch Zweifel?

Louis hat geschrieben:...Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen.“...
Gesehen? Wie ist das mit „Niemand hat Gott jemals gesehen“ in Einklang zu bringen?


Agape hat geschrieben:Na, vielleicht so: Wer Jesus kennt, kennt auch den himmlischen Vater. Nur - wer kennt Jesus wirklich? Wohl nicht allzu viele Erdenmenschen?
Das „gesehen“ ist vermutlich nicht im irdischen Sinne zu verstehen, es drückt „geistiges Sehen“ aus. Dieses Sehen würde aus lichtem Geist heraus stattfinden und „licht“ bedeutet ja Nähe zu Gott.


Ja, wohl nicht allzu viele Erdenmenschen haben Gott gesehen; vor allem nicht erkannt. Jedoch haben ihn nicht wenige gesehen. Hat aber mit „Niemand hat Gott jemals gesehen“, wie Johannes es korrekterweise formulierte, nichts zu tun. ;)
Das gesehen ist im irdischen wie im außerirdischen Sinne zu verstehen. Es gibt lichte Geister die Gott, Christus Nahe sind, ihn gesehen haben und erkannten.
Gott Geist, AgApe, geschaut hat niemand, wird niemand je schauen, außer Christus...

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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Agape » Do 1. Dez 2022, 18:43

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Und Du glaubst, dass sie sich nicht erfüllen würde, wenn Du es nicht erwartest, sondern Dich lediglich erwartungs- und bedingungslos darauf freust?

Genau genommen hat sich die Schrift längst erfüllt. Darum erwarte ich es.

Sie hat sich bereits erfüllt und dies offenbar ganz unabhängig von unserer Erwartung.

Irdisch wirst du deine Erfüllung nicht wirklich finden Agape.

Habe ich dies je behauptet?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hm - irgendwie sehe ich den Zusammenhang zwischen „wichtig sein“ und „erwarten“ nicht ganz. Ich bezog meinen Vergleich oben auf das Selbstbild, welches bei Dir eventuell mit dieser erwartenden Haltung in festem Glauben gekoppelt ist - während mein Selbstbild auch festen Glauben, aber ohne dazugehörige Erwartung enthält.

Vielleicht könnte man es so ausdrücken: Ich glaube was ich gesehen hab, deswegen erwarte ich es.
Ein Beispiel: Wäre ich außerirdisch Jesus begegnet und er hätte mir erzählt wir würden bei seiner Wiederkehr zusammen inkarnieren, würde ich ihn in diesem Leben erwarten. Weil ich glaube was er bei der Begegnung dachte. Weißt du wie ich meine?

Ich glaube zu verstehen, was Du meinst. Vielleicht würde ich an Deiner Stelle dasselbe tun.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Sicher? Naja, wenn einen niemand mehr erwartet... Hm.

Stopp - ich schrieb oben „NICHTS zu erwarten“ das heisst nicht, dass ich Jesus nicht erwarte, sondern dass ich nichts VON Jesus erwarte - das ist nicht dasselbe.

Hm. Das mußt du mir erklären. Du erwartest Jesus aber erwartest nichts von Jesus? Ist doch ein und dasselbe Wort.

Gut - meine Erklärung dafür ist ziemlich einfach gestrickt: Ich liebe Jesus (gestern, heute, morgen …… - das heisst, unabhängig von Zeit und Raum. Ich liebe ihn auch unabhängig davon, was seine Wiederkunft betrifft. Es gibt keine Bedingung für meine Liebe zu ihm - nichts kann sie erschüttern - das entspricht der Wahrnehmung im Rahmen meiner jetzigen Lebensumstände und könnte von anderen angezweifelt werden - das würde nichts daran ändern. Wenn diese, von mir empfundene Liebe, geprüft werden soll, so wird es geschehen. Aber das steht mir vielleicht erst noch bevor, deshalb schreibe ich, wie es sich JETZT in meinem Herzen anfühlt, darüber hinaus kann ich nichts wissen, lediglich mutmassen.

Meine Liebe zu ihm steht gewissermassen über den „Worten“, nenne es Erwartung, wenn Du magst, wenn es für Dich so besser passt. Für mein Empfinden ist dieser Begriff nicht wirklich passend, deshalb verwende ich ihn nicht, um meine Empfindung für Jesus auszudrücken.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Vielleicht wäre „weniger“ manchmal mehr?
"Selig sind, die geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich." Matthäus 5,3

Erwähnte es bereits, manche Bibelstellen sind für mich nicht stimmig.
„Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft...“ Lese nichts von geistlich arm? Auch da nicht? Kinder sind mit Sicherheit nicht geistlich arm.
„Wahrlich, ich sage euch, so ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nimmermehr in das Reich der Himmel eingehen;“
Wie passt das zusammen, verstehe es nicht? Denke nicht, daß ausschließlich geistlich arme ins Himmelreich eingehen.

Die Frage wäre hier wohl, was jemand unter „geistlich arm“ verstehen würde? Ich selbst deute es eher so, als wären dies beispielsweise Menschen, welche sich viel auf ihre Intelligenz/Intellekt und ihr eher irdisch ausgerichtetes Wissen einbilden und darauf ihr Selbstbild aufbauen. Es sind vielleicht Menschen, die sich Gott und das Himmelreich eher verstandesmässig erklären, während ihr Herz darin nur wenig einbezogen ist. Vielleicht sind es in der heutigen Zeit auch Menschen, die zu Lebzeiten von Jesus auf der Erde „Schriftgelehrte und Pharisäer“ genannt wurden? Sie wussten viel - aber doch viel zu wenig, um „geistlich“ arm zu sein - vielleicht arm an Intellekt, dafür reich an Herzensliebe, wenn man dies etwas überspitzt ausdrücken würde. Denn es wäre ja massgeblich, wie jemand mit seinem Intellekt umgeht, dies müsste nicht zwingend zu einem engen Herzen führen, wo die Liebe noch nicht gänzlich angekommen wäre.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Vielleicht bist du ihm schon mal gegenüber gestanden? ich gehe davon aus.

Ich schliesse das nicht gänzlich aus, jedoch wissen kann ich es nicht.

Du könntest das wissen, mithilfe von Meditation.

Ja vielleicht, das war bisher nicht so mein Ding. Ich mag Stille, aber auf „natürlich“ entstandene Weise, nicht abhängig von einer bestimmten Technik. Vielleicht kommt das ja noch? Aber vielleicht ist es auch gar nicht mein Weg?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Was meinst Du dazu?
https://www.gotquestions.org/Deutsch/stolz-bibel.html
Es gibt einen Unterschied zwischen der Art von Stolz, den Gott hasst“ (Sprüche 8,13) und der Art von Stolz, den wir empfinden, wenn wir einen Job gut gemacht haben.

Ja, so sehe ich das eben auch deswegen: Bei Stolz handelt es sich jedoch um eine Eigenschaft, die keineswegs immer sündig ist und durchaus zu Recht empfunden werden kann. Wenn man z.B. einen Job gut gemacht hat... (Stolz zu sein, kenne ich persönlich nicht)

Vielleicht habe ich nach meinem Empfinden einen Job gut gemacht. Aber hätte ich ihn auch gut gemacht, wenn ich Jesus nicht „an meiner Seite“ gewusst hätte?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Die Grundsatzfrage hier wäre wohl, „woran“ gezweifelt würde. Was glaubst Du, woran ich zweifeln könnte? Möglicherweise interpretierst Du mein Verständnis von Zweifel ganz anders, als es von mir her gemeint ist?

Weiß ich nicht, „woran“ gezweifelt würde? Wußte nicht mal, daß du zweifelst?
Gut möglich, daß ich dein Verständnis von Zweifel ganz anders interpretiere wie du selbst? Erklärst du mir dein Verständnis von Zweifel? Zweifel gegenüber Gott? Oder wen Liebst du sonst noch im Herzen über alles und hast dennoch Zweifel?

Siehe: viewtopic.php?f=2&t=198
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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Louis » Di 20. Dez 2022, 06:08

Louis hat geschrieben:Genau genommen hat sich die Schrift längst erfüllt. Darum erwarte ich es.


Agape hat geschrieben:Sie hat sich bereits erfüllt und dies offenbar ganz unabhängig von unserer Erwartung.


Nicht unbedingt. Kommt auf den Glauben an. Komplexeres Thema dieses, in diesem Thread, den Rahmen sprengen würde.
Nur kurz: Ist man Christ glaubt man eigentlich an keine Reinkarnation. ich bin schon davon überzeugt. Bedeutet für mich auch, daß Christus nicht nur einmal irdisch hier war. Welche Erwartung er (vielleicht auch wir) vor vielen Jahren in die Schrift setzten, damit sie sich erfüllt, weiß man nicht. Aufgrund darüber nirgends berichtet wird. Am ehesten findet man noch in der Esoterik Berichte über den „AtlantisSon“, wie er in älteren Schriften mal genannt wurde. Das Ende von Atlantis, da „begann“ für mich die Schrift. Seine Erwartung in den weiteren Verlauf wird dabei eine wesentliche Rolle gespielt haben. Kann man glauben oder nicht...
So war‘s nur gemeint.

Louis hat geschrieben:Irdisch wirst du deine Erfüllung nicht wirklich finden Agape.


Agape hat geschrieben:Habe ich dies je behauptet?


Nein. Warum sind wir dann hier?

Agape hat geschrieben:Hm - irgendwie sehe ich den Zusammenhang zwischen „wichtig sein“ und „erwarten“ nicht ganz. Ich bezog meinen Vergleich oben auf das Selbstbild, welches bei Dir eventuell mit dieser erwartenden Haltung in festem Glauben gekoppelt ist - während mein Selbstbild auch festen Glauben, aber ohne dazugehörige Erwartung enthält.


Louis hat geschrieben:Vielleicht könnte man es so ausdrücken: Ich glaube was ich gesehen hab, deswegen erwarte ich es.
Ein Beispiel: Wäre ich außerirdisch Jesus begegnet und er hätte mir erzählt wir würden bei seiner Wiederkehr zusammen inkarnieren, würde ich ihn in diesem Leben erwarten. Weil ich glaube was er bei der Begegnung dachte. Weißt du wie ich meine?


Agape hat geschrieben:Ich glaube zu verstehen, was Du meinst. Vielleicht würde ich an Deiner Stelle dasselbe tun.


Ja Agape, Du würdest dasselbe tun. Es ist das Erkennen was dabei so verwickelt ist.
Hat man erkannt, erwartet man. Auch von sich selbst ...

Agape hat geschrieben:Stopp - ich schrieb oben „NICHTS zu erwarten“ das heisst nicht, dass ich Jesus nicht erwarte, sondern dass ich nichts VON Jesus erwarte - das ist nicht dasselbe.


Louis hat geschrieben:Hm. Das mußt du mir erklären. Du erwartest Jesus aber erwartest nichts von Jesus? Ist doch ein und dasselbe Wort.


Agape hat geschrieben:Gut - meine Erklärung dafür ist ziemlich einfach gestrickt: Ich liebe Jesus (gestern, heute, morgen …… - das heisst, unabhängig von Zeit und Raum. Ich liebe ihn auch unabhängig davon, was seine Wiederkunft betrifft. Es gibt keine Bedingung für meine Liebe zu ihm - nichts kann sie erschüttern - das entspricht der Wahrnehmung im Rahmen meiner jetzigen Lebensumstände und könnte von anderen angezweifelt werden - das würde nichts daran ändern. Wenn diese, von mir empfundene Liebe, geprüft werden soll, so wird es geschehen. Aber das steht mir vielleicht erst noch bevor, deshalb schreibe ich, wie es sich JETZT in meinem Herzen anfühlt, darüber hinaus kann ich nichts wissen, lediglich mutmassen.

Meine Liebe zu ihm steht gewissermassen über den „Worten“, nenne es Erwartung, wenn Du magst, wenn es für Dich so besser passt. Für mein Empfinden ist dieser Begriff nicht wirklich passend, deshalb verwende ich ihn nicht, um meine Empfindung für Jesus auszudrücken.


(Am Rande, das Wort Erwartung gefällt mir nicht. Verwende den Begriff genau genommen nur für mich selbst.
Beispiel: Wenn ich schreibe ich erwarte Christus, erwarte ich es ja und erwarte es nicht von ihm. Erwarte von keinem etwas, nur von mir selbst.)

Sehr schön formuliert Agape; „einfach“ gestrickt. Gefällt mir.

„Denken Sie nicht an das Äußere. Denke über die Qualitäten deiner Seele nach.
Das Äußere selbst wird stattfinden, wenn Goldnuggets in dir funkeln,
färbe deine Aura mit der goldenen Farbe der Erleuchtung.“
Saint-Germain

„Im esoterischen Sinne kann man das sagen Die Kristallkinder stellen die nächste Stufe in der menschlichen Entwicklung dar, die von den Indigo-Kindern begonnen wurde. ...“ ;)

Agape hat geschrieben:Die Frage wäre hier wohl, was jemand unter „geistlich arm“ verstehen würde? Ich selbst deute es eher so, als wären dies beispielsweise Menschen, welche sich viel auf ihre Intelligenz/Intellekt und ihr eher irdisch ausgerichtetes Wissen einbilden und darauf ihr Selbstbild aufbauen. Es sind vielleicht Menschen, die sich Gott und das Himmelreich eher verstandesmässig erklären, während ihr Herz darin nur wenig einbezogen ist. Vielleicht sind es in der heutigen Zeit auch Menschen, die zu Lebzeiten von Jesus auf der Erde „Schriftgelehrte und Pharisäer“ genannt wurden? Sie wussten viel - aber doch viel zu wenig, um „geistlich“ arm zu sein - vielleicht arm an Intellekt, dafür reich an Herzensliebe, wenn man dies etwas überspitzt ausdrücken würde. Denn es wäre ja massgeblich, wie jemand mit seinem Intellekt umgeht, dies müsste nicht zwingend zu einem engen Herzen führen, wo die Liebe noch nicht gänzlich angekommen wäre.


Ja natürlich kommt es darauf an was jemand unter „geistlich arm“ verstehen würde. Nichts des zu Trotz enthält es einen negativen Touch.
Würde für mich nur dann einen Sinn ergeben, wenn es in diesem Zusammenhang gemeint ist. „geistlich arm“
Christus: Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Gott ist Geist, jedoch nicht „geistlich arm“. Weswegen sollten nur „geistlich arme“ ins Himmelreich eingehen? (Ganz im Gegenteil) Meine Meinung.

Agape hat geschrieben:Ich schliesse das nicht gänzlich aus, jedoch wissen kann ich es nicht.


Louis hat geschrieben:Du könntest das wissen, mithilfe von Meditation.


Agape hat geschrieben:Ja vielleicht, das war bisher nicht so mein Ding. Ich mag Stille, aber auf „natürlich“ entstandene Weise, nicht abhängig von einer bestimmten Technik. Vielleicht kommt das ja noch? Aber vielleicht ist es auch gar nicht mein Weg?


Doch Agape. Bitte entschuldige, daß ich dir in diesem Punkt widerspreche. „Spiritualität“, das Spirituelle ist der Weg, für jeden, seinen Geist „weiter zu entwickeln“. Die Basis dafür ist Meditation. Gibt verschiedene Formen. Würde es nicht als Technik beschreiben. :)

„Der Begriff Spiritualität leitet sich vom lateinischen spiritus ab. Spiritus bedeutet Luft oder auch Hauch. Bezogen auf den Menschen wird es häufig als Atmen oder Atem, Seele, Sinn, Begeisterung und Geist übersetzt. Daraus wird bereits ersichtlich, dass Spiritualität sich auf eine Grunddimension menschlichen Selbstverständnisses beziehen kann. Von der eigenen Spiritualität spricht, wer im eigenen Tun und Denken mehr als Zwecke sieht, sondern sich als partikulares Individuum im Horizont eines größeren Ganzen begreift. Insofern kann Spiritualität Ausdruck der Gottesbeziehung sein (Biesinger, 1989, 130-134).
Die biblische Bedeutung von Spiritualität reicht vom hebräischen ruach als dem Geist Gottes, der über den Urfluten schwebte (Gen 1,2), bis zum Lebensatem, der Adam durch die Nase eingehaucht wurde (Gen 2,7). Als Ausdruck des dreieinen Gottes stiftet der Geist Einsicht und Erkenntnis sowie Gemeinschaft (Apg 2). Die Ausprägungen dieser Spiritualität in den Traditionen von Judentum und Christentum in Gebet, Liturgie, Pathos und Ethos sind vielfältig, zugleich aber jeweils stark von Traditionen geprägt (Dahlgrün, 2018).

https://www.bibelwissenschaft.de/wirelex/das-wissenschaftlich-religionspaedagogische-lexikon/wirelex/sachwort/anzeigen/details/spiritualitaet-lehrende/ch/c7294c2f51b6c3106e394c6132bae97b/ ;)

Agape hat geschrieben:Vielleicht habe ich nach meinem Empfinden einen Job gut gemacht. Aber hätte ich ihn auch gut gemacht, wenn ich Jesus nicht „an meiner Seite“ gewusst hätte?


Hm. ich denke schon. Außer Jesus ist Tag und Nacht an deiner Seite? :) Weiß ich ja nicht. Im Herzen schon.

Johannes 14:12 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.

Lese nichts von größere Werke tun als ich, aber nur wenn Jesus an eurer Seite ist. ;)

Agape hat geschrieben:Siehe: viewtopic.php?f=2&t=198


Danke.

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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Agape » Do 22. Dez 2022, 16:36

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Irdisch wirst du deine Erfüllung nicht wirklich finden Agape.

Habe ich dies je behauptet?

Nein. Warum sind wir dann hier?

Ehrlich gesagt glaube ich eher nicht, dass man dies pauschal beantworten kann. Jede Seele hat ihre eigene Bestimmung, was die irdische Verkörperung betrifft.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Meine Liebe zu ihm steht gewissermassen über den „Worten“, nenne es Erwartung, wenn Du magst, wenn es für Dich so besser passt. Für mein Empfinden ist dieser Begriff nicht wirklich passend, deshalb verwende ich ihn nicht, um meine Empfindung für Jesus auszudrücken.

(Am Rande, das Wort Erwartung gefällt mir nicht. Verwende den Begriff genau genommen nur für mich selbst.
Beispiel: Wenn ich schreibe ich erwarte Christus, erwarte ich es ja und erwarte es nicht von ihm. Erwarte von keinem etwas, nur von mir selbst.)

Hättest Du dies schon früher so differenziert ausgedrückt, wären uns beiden wohl einige Worte erspart geblieben. ;)

„Denken Sie nicht an das Äußere. Denke über die Qualitäten deiner Seele nach. Das Äußere selbst wird stattfinden, wenn Goldnuggets in dir funkeln, färbe deine Aura mit der goldenen Farbe der Erleuchtung.“
Saint-Germain

Du meinst, dass „darüber nachdenken“ genügt?

„Im esoterischen Sinne kann man das sagen Die Kristallkinder stellen die nächste Stufe in der menschlichen Entwicklung dar, die von den Indigo-Kindern begonnen wurde. ...“ ;)

Und wie bringst Du das in Zusammenhang mit dem Thema „Endzeit“?

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ja vielleicht, das war bisher nicht so mein Ding. Ich mag Stille, aber auf „natürlich“ entstandene Weise, nicht abhängig von einer bestimmten Technik. Vielleicht kommt das ja noch? Aber vielleicht ist es auch gar nicht mein Weg?

Doch Agape. Bitte entschuldige, daß ich dir in diesem Punkt widerspreche. „Spiritualität“, das Spirituelle ist der Weg, für jeden, seinen Geist „weiter zu entwickeln“.

Ja.

Die Basis dafür ist Meditation. Gibt verschiedene Formen. Würde es nicht als Technik beschreiben. :)

Das liest sich für mich so, als dass wir über diesen Punkt nicht mehr zu diskutieren brauchen, da Deine diesbezügliche Ansicht sehr festgelegt zu sein scheint, was auf mich einen gewissen einengenden Effekt hat. Ich glaube kaum, dass es jemandem zusteht, zu beurteilen, wie sich der spirituelle Weg für einen anderen Menschen „richtig“ gestalten sollte. Jeder kann nur für sich selbst sprechen, wobei Empfehlungen natürlich angebracht sein können, sofern sie nicht absolut formuliert sind.

Wenn es an der Zeit ist, dass ich mich mit Meditation beschäftigen soll, werde ich möglicherweise entsprechende innere Impulse bekommen und diesen nachgehen - vorher wohl eher nicht.
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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Louis » Fr 23. Dez 2022, 02:08

Agape hat geschrieben:Habe ich dies je behauptet?


Louis hat geschrieben:Nein. Warum sind wir dann hier?


Agape hat geschrieben:Ehrlich gesagt glaube ich eher nicht, dass man dies pauschal beantworten kann. Jede Seele hat ihre eigene Bestimmung, was die irdische Verkörperung betrifft.


Eigentlich hast du recht. Irdisch betrachtet werden Seelen die Erfüllung auf dem Schulungsplaneten Erde nicht finden. Dennoch hat jede Seele auf Erden eine eigene Bestimmung und sich selbst für eine irdische Verkörperung entschieden.
Weniger die Lichten Wesen, „Kristallkinder“, die längst wissen, daß die Erfüllung woanders zu suchen wäre. Dennoch sind sie hier. Nicht um geschult zu werden, sie haben allesamt einen besonderen Auftrag: Junge Seelen selbst zu schulen, sie auf den Weg zu bringen, der sie zur Erfüllung, bis hin zur Vollendungsstufe, führt. Für diese Wesen pauschal beantwortet: Zusammen eine Bestimmung, eine göttliche Berufung, „was die irdische Verkörperung betrifft.“

Agape hat geschrieben:Meine Liebe zu ihm steht gewissermassen über den „Worten“, nenne es Erwartung, wenn Du magst, wenn es für Dich so besser passt. Für mein Empfinden ist dieser Begriff nicht wirklich passend, deshalb verwende ich ihn nicht, um meine Empfindung für Jesus auszudrücken.


Louis hat geschrieben:(Am Rande, das Wort Erwartung gefällt mir nicht. Verwende den Begriff genau genommen nur für mich selbst.
Beispiel: Wenn ich schreibe ich erwarte Christus, erwarte ich es ja und erwarte es nicht von ihm. Erwarte von keinem etwas, nur von mir selbst.)


Agape hat geschrieben:Hättest Du dies schon früher so differenziert ausgedrückt, wären uns beiden wohl einige Worte erspart geblieben. ;)


Ja natürlich wären uns einige Worte erspart geblieben. Aber auch die von dir, die mich berührten. ;)
Nichts ist trivial Agape.

Louis hat geschrieben:„Denken Sie nicht an das Äußere. Denke über die Qualitäten deiner Seele nach. Das Äußere selbst wird stattfinden, wenn Goldnuggets in dir funkeln, färbe deine Aura mit der goldenen Farbe der Erleuchtung.“
Saint-Germain


Agape hat geschrieben:Du meinst, dass „darüber nachdenken“ genügt?


Meist schon. Gedanken verändern und veränderten die Weltgeschichte:
Was wir gestern dachten entscheidet darüber, wie der Ausgang für das gesetzte Ziel verlaufen und die Welt übermorgen aussehen wird. :)

Louis hat geschrieben:„Im esoterischen Sinne kann man das sagen Die Kristallkinder stellen die nächste Stufe in der menschlichen Entwicklung dar, die von den Indigo-Kindern begonnen wurde. ...“ ;)


Agape hat geschrieben:Und wie bringst Du das in Zusammenhang mit dem Thema „Endzeit“?


[Siehe oben]

Agape hat geschrieben:Ja vielleicht, das war bisher nicht so mein Ding. Ich mag Stille, aber auf „natürlich“ entstandene Weise, nicht abhängig von einer bestimmten Technik. Vielleicht kommt das ja noch? Aber vielleicht ist es auch gar nicht mein Weg?


Louis hat geschrieben:Doch Agape. Bitte entschuldige, daß ich dir in diesem Punkt widerspreche. „Spiritualität“, das Spirituelle ist der Weg, für jeden, seinen Geist „weiter zu entwickeln“.


Agape hat geschrieben:Ja.


Gut.

Louis hat geschrieben:Die Basis dafür ist Meditation. Gibt verschiedene Formen. Würde es nicht als Technik beschreiben. :)


Agape hat geschrieben:Das liest sich für mich so, als dass wir über diesen Punkt nicht mehr zu diskutieren brauchen, da Deine diesbezügliche Ansicht sehr festgelegt zu sein scheint, was auf mich einen gewissen einengenden Effekt hat. Ich glaube kaum, dass es jemandem zusteht, zu beurteilen, wie sich der spirituelle Weg für einen anderen Menschen „richtig“ gestalten sollte. Jeder kann nur für sich selbst sprechen, wobei Empfehlungen natürlich angebracht sein können, sofern sie nicht absolut formuliert sind.


Denke schon daß man Dinge, von diesen man aus irgendwelchen Gründen überzeugt ist, ansprechen sollte. Möchte dich nicht einengen, sag dir nur meine Meinung zum Thema Spiritualität. Du sollst natürlich (wie immer) selbst entscheiden was du mit meinen Informationen anfängst. So handhabe ich das oftmals unter Freunden. Denke nicht nur ich? Ehrlichkeit nenne ich das, verbunden mit dem Wunsch, daß es dir auf deinem weiteren Weg helfen möge. Deswegen diskutieren wir doch, Erfahrungen auszutauschen. Und sollte sich mal jemand auf dem „Holzweg“ befinden, spreche ich das an. Auch wenn ich mich irren könnte. Genau dies wünsche ich mir auch von meinen Gesprächspartnern; „wenn wir einander lieben“ und darum geht es doch. Agape-Liebe ;)
Ein Beispiel: Würde ein Freund seit Jahren einem Beruf nachgehen und vollkommen überzeugt davon sein, daß dieser Beruf sein Leben erfüllt und ich trotz seiner Überzeugung das Gefühl haben, daß dieser Beruf ihn nicht nur nicht erfüllt sondern ihm direkt schadet, würde ich meine Bedenken ansprechen. Nicht schweigen, nur um ihn vielleicht in seiner kuschligen Wohlfühlecke zu belassen.

Gegenwärtig gibt es ungeahnte Möglichkeiten auf der Erde für den „Aufstieg ins Licht“. Dies sollte und wird auch das Ziel einer jeden Seele sein.
Die Grundvoraussetzung hierfür (meine Überzeugung) das Wissen:
„Wer und Warum bin ich“. Zu erkennen, die eigene Berufung, um sie überhaupt Lebendig Leben zu können. Deswegen sind Lichte Wesen hier.
Meine Berufung: „Gott kann seine Berufung nicht gereuen“ (vgl. Bibel)

Paulus schreibt: „Gott hat euch berufen durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt.“
2. Thessalonicher 2,14

Dazu muss man aber erstmal erkennen, daß Gott einen berufen hat.

Antworten auf zwei wahrlich entscheidende Fragen: „Wer und Warum bin ich“, erhältst du im Spirituellen Agape. Vor allem entscheidend in der „Endzeit“.
Ja, wir befinden uns inmitten der Johannes Offenbarung (Nur merkt es kaum einer).

Bin ein genügsames Wesen, nachdem mir diese zwei Fragen beantwortet wurden, hab ich mich mit der Spiritualität (eigentlich) nicht mehr befasst.
Eine Erkenntnis, die mir Gott ein gutes Stück, noch näher gebracht hat. ..

Wenn es dein Wunsch dennoch ist, reden wir über dieses Thema nicht mehr?

Agape hat geschrieben:Wenn es an der Zeit ist, dass ich mich mit Meditation beschäftigen soll, werde ich möglicherweise entsprechende innere Impulse bekommen und diesen nachgehen - vorher wohl eher nicht.


Vollkommen in Ordnung.

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Re: Hoffnung oder Erwartung?

Beitragvon Agape » Di 27. Dez 2022, 22:18

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ehrlich gesagt glaube ich eher nicht, dass man dies pauschal beantworten kann. Jede Seele hat ihre eigene Bestimmung, was die irdische Verkörperung betrifft.

Eigentlich hast du recht. Irdisch betrachtet werden Seelen die Erfüllung auf dem Schulungsplaneten Erde nicht finden. Dennoch hat jede Seele auf Erden eine eigene Bestimmung und sich selbst für eine irdische Verkörperung entschieden.
Weniger die Lichten Wesen, „Kristallkinder“, die längst wissen, daß die Erfüllung woanders zu suchen wäre. Dennoch sind sie hier. Nicht um geschult zu werden, sie haben allesamt einen besonderen Auftrag: Junge Seelen selbst zu schulen, sie auf den Weg zu bringen, der sie zur Erfüllung, bis hin zur Vollendungsstufe, führt. Für diese Wesen pauschal beantwortet: Zusammen eine Bestimmung, eine göttliche Berufung, „was die irdische Verkörperung betrifft.“

Dennoch halte ich auch für möglich, dass es Seelen gibt, die nichts von Kristallkindern und deren Bestimmung wissen. Die lediglich ihr von Gott geschenktes Leben in Einfachheit und unbedingter Liebe zum Schöpfer und seinen Geschöpfen leben. Die sich für nichts Besonderes halten - jedoch gerade deshalb aus göttlicher Sicht etwas ganz Besonderes sind.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Das liest sich für mich so, als dass wir über diesen Punkt nicht mehr zu diskutieren brauchen, da Deine diesbezügliche Ansicht sehr festgelegt zu sein scheint, was auf mich einen gewissen einengenden Effekt hat. Ich glaube kaum, dass es jemandem zusteht, zu beurteilen, wie sich der spirituelle Weg für einen anderen Menschen „richtig“ gestalten sollte. Jeder kann nur für sich selbst sprechen, wobei Empfehlungen natürlich angebracht sein können, sofern sie nicht absolut formuliert sind.

Denke schon daß man Dinge, von diesen man aus irgendwelchen Gründen überzeugt ist, ansprechen sollte.

Ich würde sagen - Ansprechen: ja, aber ohne dabei etwas zu erwarten - ohne andere zu etwas überreden zu wollen. Wir hatten dies schon früher mal thematisiert: Es gibt Menschen, die sind sehr feinfühlig und innerlich noch nicht so gefestigt. Solche Menschen könnten unter Druck geraten, wenn ein Gegenüber sie auf irgendeine Art bedrängt, weil in ihm vielleicht mehr Redekunst vorhanden ist, mehr „Talent“, andere zu beeinflussen.

Möchte dich nicht einengen, sag dir nur meine Meinung zum Thema Spiritualität.

Ja. Es ging oben speziell um Meditation. Dies ist ein bestimmter Zugang, der für die einen oder anderen Menschen der richtige sein mag - aber nicht unbedingt für alle. Die Spiritualität eines Menschen sollte nicht daran gemessen werden, ob jemand meditiert oder nicht. Vielleicht hat ein bestimmter Mensch einen ganz anderen Zugang zur Spiritualität, welcher Dir oder sonst jemandem verschlossen ist. Und dies hätte möglicherweise einen unausweichlichen Grund, der festgelegt und für diesen Menschen wesentlich wäre. Manchmal ist es auch wichtig zu erkennen, dass nicht alles, was für einen selbst gut und richtig erscheint, für einen anderen Menschen auch zutrifft.

Bei mir ist es eher so, dass ich in einem Gespräch auf „leise Zwischentöne“ achte, auf feine Nuancen, die andere Menschen vielleicht kaum bemerken. „Laute“ Töne lassen mich eher zurückschrecken und stimmen mich nachdenklich. Ich denke dann zum Beispiel darüber nach, weshalb jemand so „laut“ zu mir spricht, obwohl ich doch sehr gut höre. ;)

Du sollst natürlich (wie immer) selbst entscheiden was du mit meinen Informationen anfängst. So handhabe ich das oftmals unter Freunden. Denke nicht nur ich? Ehrlichkeit nenne ich das, verbunden mit dem Wunsch, daß es dir auf deinem weiteren Weg helfen möge. Deswegen diskutieren wir doch, Erfahrungen auszutauschen. Und sollte sich mal jemand auf dem „Holzweg“ befinden, spreche ich das an. Auch wenn ich mich irren könnte. Genau dies wünsche ich mir auch von meinen Gesprächspartnern; „wenn wir einander lieben“ und darum geht es doch. Agape-Liebe ;)

Agape-Liebe stellt keine Bedingungen und lässt frei, was frei sein will. Das heisst nicht, dass man nicht über Dinge sprechen soll, die einem am Herzen liegen. Es kommt nur auf das „wie“ an. Vielleicht denkst Du mal als Vergleichsbeispiel über die berühmte Geschichte vom Elefanten im Porzellanladen nach - und stellst Dir vor, dass ich eine dieser Porzellanpuppen wäre...

Ein Beispiel: Würde ein Freund seit Jahren einem Beruf nachgehen und vollkommen überzeugt davon sein, daß dieser Beruf sein Leben erfüllt und ich trotz seiner Überzeugung das Gefühl haben, daß dieser Beruf ihn nicht nur nicht erfüllt sondern ihm direkt schadet, würde ich meine Bedenken ansprechen. Nicht schweigen, nur um ihn vielleicht in seiner kuschligen Wohlfühlecke zu belassen.

Nicht schweigen, sondern reden. Aber nach dem Reden wieder „loslassen“. Ich glaube, dort befindet sich der Kern, worum es hier gerade geht. Mit dem Reden ist die Mission erfüllt. Wer trotzdem weiterredet, könnte eventuell „übergriffig“ sein, was die Sphäre eines anderen Menschen angeht.

Dazu muss man aber erstmal erkennen, daß Gott einen berufen hat.

Ja, das muss aber jeder für sich selbst erkennen, es soll „von innen“ und nicht von aussen her geschehen.

Antworten auf zwei wahrlich entscheidende Fragen: „Wer und Warum bin ich“, erhältst du im Spirituellen Agape. Vor allem entscheidend in der „Endzeit“.

Ich habe diese Fragen schon mehrmals nach oben gestellt und die Antwort darauf war stets dieselbe: „Gedulde dich“.

Wenn es dein Wunsch dennoch ist, reden wir über dieses Thema nicht mehr?

Wir können darüber reden und uns dabei gegenseitig frei sein lassen - wenn Du magst.
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