Bilokation

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Marsianer
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Bilokation

Beitragvon Marsianer » Do 29. Sep 2022, 07:21

Ich war mal der Meinung die Bedeutung dieses spirituellen Begriffs sei recht klar, daß es da um einen Menschen geht der an zwei unterschiedlichen Orten zumindest scheinbar körperlich eigenständig agiert. Aber vor Weile war schon eine Beschreibung hier Thema, die dieses Verständnis aus meiner Sicht in Frage stellte: viewtopic.php?p=559#p559

Ich zitiere es hier mal von einer anderen Seite, da dort gleich noch anderes aufgeführt wird.
Pater Alberto, welcher Pater Pio im Jahre 1917 traf, erzählte folgende Geschichte: "In San Giovanni Rotondo* sah ich Pater Pio vor dem Fenster stehen, dessen Blick auf den Berg gerichtet war und mit sich selbst sprach. Ich näherte mich ihm, um seine Hand zu küssen, aber er bemerkte mich nicht. Ich sah, dass er seinen Arm hocherhoben hatte - in dem Augenblick hörte ich, wie er jemandem die Absolution erteilte und die Lossprechung gab. Nach einiger Zeit schüttelte ich ihn, da er wie aus einem Schlaf endlich zu sich kam. Er schaute mich an und sagte verwundert, dass er mein Kommen gar nicht mitbekommen hatte.

Wenige Tage danach traf ein Telegramm aus Turin ein, worin sich jemand beim Klostervorsteher bedankte, dass er Pater Pio nach Turin geschickt habe, um einem Sterbenden beizustehen. Ich stellte dann fest, dass der Mann im gleichen Moment starb, in dem Pater Pio ihn in San Giovanni Rotondo segnete."

Am Anfang nur von einzelnen Personen gesehen, wurde Emilie doch von insgesamt 42 Schülerinnen beobachtet, als sie im Garten Blumen pflückte und gleichzeitig im Aufenthaltsraum auf einem Stuhl zu sehen war. Als diese später befragt wurde meinte sie, sie habe beim Blumenpflücken gesehen, wie eine aufsichtführende Lehrerin von ihrem Stuhl wegging und somit die Schülerinnen unbeaufsichtigt ließ und sie sich Gedanken darüber gemacht hatte, was wohl geschehen war. Sie wünschte sich, dass die Mädchen nicht unbeaufsichtigt bleiben würden - dies war womöglich der Auslöser für die Doppelgängerin auf dem Stuhl.

Obwohl sehr ängstlich, sollen zwei von den nun von Emilie beaufsichtigten Schülerinnen sehr neugierig gewesen sein und die Doppelgängerin berührt haben. Sie berichteten, dass sie einen leichten Widerstand gespürt hatten, aber als die eine Schülerin ganz mutig mit der Hand durch die Lehrerin gefahren ist, soll diese nichts davon mitbekommen haben.

Emilie selber soll ihrem Doppelgänger nie begegnet sein, doch soll sie aufgrund der Reaktionen aus ihrem Umfeld erahnt haben, dass es nun wieder so weit war. Auch soll die "echte" Emilie immer sehr blass geworden sein, ja so, als ob sie auf einmal energielos wäre, wenn ihr Doppelgänger im "Einsatz" war.

Als die ganzen Vorkommnisse über ein Jahr lang andauerten und immer mehr Eltern ihre Töchter von der Schule nahmen, wurde Emilie Sagée gekündigt, woraufhin diese gestand, davor schon aufgrund ähnlicher Vorfälle bereits fast zwanzig Stellungen verloren zu haben.

Als der Pater in einer Kirche in seinem Zielort gerade eine Ansprache hielt, sah er Therese ganz hinten stehen. Sie soll ein schwarzen Kleid und ein weißes Kopftuch getragen und fast eine ganze Stunde lang der Ansprache des Paters zugehört haben. Therese hatte aber Eichstätt gar nicht verlassen, die hatte nur gemeinsam mit ihrer Schwester für Pater Ingbert Naab gebetet.

Zwei Jahre danach erklärte Therese, dass damals nicht sie in der Kirche in Pfalz war, sondern, dass es womöglich ihr Schutzengel war, der ihre Gestalt angenommen hatte.

Als ein Mann aus der Gegend von Konnersreuth keine Arbeit mehr finden konnte, war er so verzweifelt, dass er sich das Leben nehmen wollte und zwar, indem er sich unter einen fahrenden Zug werfen wollte. Er suchte sich eine einsame Stelle im Wald und hörte auch schon den Zug kommen, als er plötzlich von einer Hand zurückgezogen wurde.

Als er sich umdrehte, sah er Therese Neumann vor sich stehen, die ihn mitleidsvoll ansah. Der Mann wurde von ihr überredet, Pfarrer Naber aufzusuchen und ihm um Rat zu bitten, was er auch tat und somit von seinem Vorhaben abgehalten wurde.

Therese selbst erzählte, dass sie an besagtem Tag sehr viel gelitten habe und verzweifelt war, sich aber nicht erklären konnte, warum sie so fühlte.

Es wird sogar berichtet, dass - obwohl Pater Pio und Therese Neumann sich nie gesehen haben - sie während einer Bilokation Kenntnis voneinander bekommen haben.

https://www.geisternet.com/phaenomene/1 ... ation.html

Einiges davon wirkt ja schon anders, mehr so als hätte jemand eine Art "Reise mit dem Ätherkörper" (Begrifflichkeit nach Alfred Ballabene) gemacht. Und das um diese Lehrerin lief laut den Darstellungen wohl auch eher nicht so bewußt ab, aber zumindest so, daß laut der Beschreibung da zwei "körperliche Erscheinungen" mehr oder weniger unabhängig voneinander agierend beobachtet wurden.

Aber das war nicht alles an begrifflicher Konfusion.
Mein feinstoffliche/Beta Körper befand sich dann im null komma nichts über dem Schlafzimmer meiner Freundin, die mit ihrer Nichte im Bett lag... ich hatte eine raumgekrümmte Sichtweise des Schlafzimmers, wie aus einem Oval... und wollte meine Freundin auf mich aufmerksam machen, die jedoch erschrak und schrie geh weg! In jenem Moment wurde die Bilokation aufgehoben und mein Ätherleib sank wieder in den normalen Körper hinab, durch diese abrupt verängstigte Reaktion.

Am nächsten Tag teilte ich dies der Freundin mit, die immerhin 150 Kilometer von mir entfernt wohnt! Und sie bestätigte das Angstgefühl um genau die Uhrzeit, in der ich die Astralwanderung erlebte! Das Phänomenale daran ist, daß ihre 13 jährige Nichte schon während der Nacht fühlte, daß sich jemand im Raum befand, obwohl natürlich nicht optisch zu erkennen... später sagte sie zu meiner Freundin, daß sie glaube es sei ihr Freund, anfangs dachte sie sich nix dabei, aber nun war sie natürlich erstmal baff und ohne Worte als ich ihr meine Astralwanderung schilderte...

https://www.paranormal.de/para/ballaben ... /77obe.htm

Agape
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Re: Bilokation

Beitragvon Agape » Di 18. Okt 2022, 16:48

Die Himmelfahrt Jesu (aus Luisa Piccarreta's Band 35, 24. Januar 1938)

[Jesus offenbart Luisa:] „Tochter Meines Willens, als Ich vom Himmel auf die Erde niederstieg, da habe ich, dein Jesus gesagt: „Ich gehe fort und bleibe doch da“, und als Ich in den Himmel auffuhr sagte Ich, Ich bleibe und doch gehe Ich fort.“ Meine Worte wiederholen sich jedes Mal, wenn ich durch meine sakramentale Präsenz [der Eucharistie] in die Seelen hinabsteige. „Ich gehe fort und bleibe doch in den Tabernakeln“.

In ähnlicher Weise kann die Seele, die in Meinem Willen lebt, Meine Worte in all ihren Handlungen wiederholen. Kaum beginnt diese Seele ihre Akte zu vollbringen, da werde Ich, Jesus, schon in den Akten der Seele gebildet. Denn Mein Leben hat die Kraft, sich selbst unendlich zu vervielfältigen, sooft die Seele danach verlangt. Daher kann die Seele in aller Wahrheit sagen: „Ich gehe fort und ich bleibe doch“. Ich bilokiere meine Seele, indem ich in den Himmel gehe, [um bei Jesus zu sein und ihn zu verherrlichen]. Ich erlebe meine himmlische Heimat, so dass ich [wiederum auf die Erde zurückkehre, und] meinen teuren Jesus jedem bekanntmache, den ich in meinen Akten [der Bilokation] eingeschlossen habe. Auf diese Weise können sich alle Seiner erfreuen und Ihn lieben. Und doch bleibe ich zur gleichen Zeit auf der Erde, um das Leben, um Hilfe und Verteidigung für all meine Brüder und Schwestern zu sein. „

Wie schön ist ein Akt in Meinem Willen!“

https://books.google.ch/books?id=jz_VDw ... st&f=false
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Re: Bilokation

Beitragvon Marsianer » Di 18. Okt 2022, 20:34

In diesem Begriffverständnis wären "Erde" und "Himmel" eine irgendwie strukturell ähnliche Örtlichkeit, zwei Orte "ähnlicher Art"?

Etwas kann blau sein oder rot, nicht beides zugleich und wenn wäre es beispielhaft vergleichend formuliert eine "merkwürdige Farbbilokation". Oder etwas kann rauh sein oder glatt. Aber etwas kann blau und zugleich rauh sein, weil es sich strukturell um "verschiedene Dimensionen" handeln würde.

Insgesamt eine interessante Stelle um Zweifel am nennenswerteren Inspirationsgrad dieser Schrift zu erwägen, würde ich mal als These in den Raum stellen.

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Re: Bilokation

Beitragvon Agape » Do 20. Okt 2022, 13:19

Marsianer hat geschrieben:In diesem Begriffverständnis wären "Erde" und "Himmel" eine irgendwie strukturell ähnliche Örtlichkeit, zwei Orte "ähnlicher Art"?

Ich bilokiere meine Seele, indem ich in den Himmel gehe, [um bei Jesus zu sein und ihn zu verherrlichen]. Ich erlebe meine himmlische Heimat, so dass ich [wiederum auf die Erde zurückkehre ...

Hm - wie kommst Du zu diesem Verständnis des oben stehenden Zitates?

Etwas kann blau sein oder rot, nicht beides zugleich und wenn wäre es beispielhaft vergleichend formuliert eine "merkwürdige Farbbilokation". Oder etwas kann rauh sein oder glatt. Aber etwas kann blau und zugleich rauh sein, weil es sich strukturell um "verschiedene Dimensionen" handeln würde.

Wie müsste es formuliert werden, damit es sich als um "verschiedene Dimensionen handelnd" erkennen liesse? Oder liegt es gar nicht an der Formulierung?
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Re: Bilokation

Beitragvon Marsianer » Do 20. Okt 2022, 23:56

Agape hat geschrieben:wie kommst Du zu diesem Verständnis des oben stehenden Zitates?

Die Begrifflichkeut "Lokation" bezieht sich auf Örtlichkeiten. Wenn jemand an mehreren Orten sein kann, dann müßten das verschiedene Orte sein, also strukturell so ähnlich, daß sie nicht "überlappen". Das könnte man so sehen, wenn man betrachtet, daß Jesus ja "in den Himmel aufgefahren" sei. Dann wäre da vielleicht "auf der Erde sein" und "im Himmel sein" im Sinne verschiedener Örtlichkeiten.

"Himmel und Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden nicht vergehen." Mt 24,35
Wie müsste es formuliert werden, damit es sich als um "verschiedene Dimensionen handelnd" erkennen liesse? Oder liegt es gar nicht an der Formulierung?

Vielleicht in der Art?

"Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Menschen, einem Kaufmann, der schöne Perlen sucht." Mt 13,45

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Re: Bilokation

Beitragvon Agape » Fr 21. Okt 2022, 10:25

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:wie kommst Du zu diesem Verständnis des oben stehenden Zitates?

Die Begrifflichkeut "Lokation" bezieht sich auf Örtlichkeiten. Wenn jemand an mehreren Orten sein kann, dann müßten das verschiedene Orte sein, also strukturell so ähnlich, daß sie nicht "überlappen". Das könnte man so sehen, wenn man betrachtet, daß Jesus ja "in den Himmel aufgefahren" sei. Dann wäre da vielleicht "auf der Erde sein" und "im Himmel sein" im Sinne verschiedener Örtlichkeiten.

Ich bilokiere meine Seele, indem ich in den Himmel gehe …. sodass ich wiederum auf die Erde zurückkehre …

Und wie würde sich dies vom oben Zitierten unterscheiden? Da geht jemand "in den Himmel" und kehrt dann wieder "auf die Erde" zurück?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wie müsste es formuliert werden, damit es sich als um "verschiedene Dimensionen handelnd" erkennen liesse?

Vielleicht in der Art?

"Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Menschen, einem Kaufmann, der schöne Perlen sucht." Mt 13,45

Hm - das mit dem "Menschen" steht aber ursprünglich nicht in diesem Vers? Dort ist so weit ich erkenne nur vom "Kaufmann" die Rede? Könnte dieser Kaufmann nicht auch Jesus sein, der einen Schatz (sein Volk Israel, seine Gemeinde) entdeckt und danach am Kreuz alles hingibt, was er besitzt, um die Welt zu erkaufen, in der dieser Schatz verborgen liegt? Erst wenn diese Gemeinde (durch Entrückung) von der Erde (dem Ort ihres Entstehens) weggenommen würde, wird sie die sichtbare Perle in der Hand von Jesus sein:
"damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei". (Epheser 5,27)
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Re: Bilokation

Beitragvon Marsianer » Fr 21. Okt 2022, 11:46

Agape hat geschrieben:Und wie würde sich dies vom oben Zitierten unterscheiden? Da geht jemand "in den Himmel" und kehrt dann wieder "auf die Erde" zurück?

Ich weiß nicht, was der, der das schrieb damit ausdrücken wollte. Irgendwie, daß er da wirklich im Himmel sei, es Wirkungen gebe mit Himmlischem? Im Brief an Ballabene beschrieb ja jemand als "Bilokation" eine "außerkörperliche Reise" zu jemand anderen, wo das dann eventuell auch irgendwie empfunden wurde. Das könnte als eine "Lokation mit der Seele" betrachtet werden?
"Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Menschen (‹ἀνθρώπῳ› - anthropo), einem Kaufmann (ἐμπόρῳ - emporo), der schöne Perlen sucht." Mt 13,45

Hm - das mit dem "Menschen" steht aber ursprünglich nicht in diesem Vers?

Laut Biblehub schon, ich füge es in das Zitierte ein.
Könnte dieser Kaufmann nicht auch Jesus sein, der einen Schatz (sein Volk Israel, seine Gemeinde) entdeckt und danach am Kreuz alles hingibt, was er besitzt, um die Welt zu erkaufen, in der dieser Schatz verborgen liegt? Erst wenn diese Gemeinde (durch Entrückung) von der Erde (dem Ort ihres Entstehens) weggenommen würde, wird sie die sichtbare Perle in der Hand von Jesus sein:
"damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei". (Epheser 5,27)

Tja?

Grundsätzlich spielen hier soweit ich sehe zwei Betrachtungsweisen eine Rolle. Die, wonach "Himmel" ein anderer Ort sei als "Erde" (da ginge es dann um den vergänglichen Himmel als ein Bereich der relativ materiefrei wäre?). Und die wonach "Himmel" und "Sein auf der Erde" sich nicht ausschließen, wonach ein auf der Erde verkörperter Mensch bereits Bürger des Himmels (der Himmel) sein kann (so wie jede Seele schon so ihren Zustand hat, der dann bestimmt, wie ihr Sein nach dem Ablegen des Fleisches soweit nach aktuellem Stand ausschauen würde).


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