Säen oder nicht säen

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Marsianer
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Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » Fr 11. Nov 2022, 17:20

Das könnte eine genauere Betrachtung wert sein, zumal von Saat und Säen hier im Forum schon an verschiedenen Stellen die Rede war?
Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Saat? Du hast ja im Absatz weiter unten selbst geschrieben: „Was man sät, wird man ernten.“

Ja. Säen und Ernte.
Schuld / das Verantwortlichsein. Wer ist für das was wir Säen verantwortlich? ;)

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? (Mt 10,29)

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Agape
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Agape » Fr 11. Nov 2022, 18:50

Marsianer hat geschrieben:Das könnte eine genauere Betrachtung wert sein, zumal von Saat und Säen hier im Forum schon an verschiedenen Stellen die Rede war?
Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Saat? Du hast ja im Absatz weiter unten selbst geschrieben: „Was man sät, wird man ernten.“

Ja. Säen und Ernte.
Schuld / das Verantwortlichsein. Wer ist für das was wir Säen verantwortlich? ;)

Wir selbst sind dafür verantwortlich. Jedoch wenn die Saat "gut" ist, wäre dann "Schuld" ein geeigneter Begriff dafür? Ist "Schuld" nicht eher etwas, das sich schwer und düster (finster) anfühlt? Etwas, das unrecht ist und nicht aus Liebe (zu Gott) geschieht? Schuld wäre dann vielleicht eher verbunden mit Werken des Fleisches?

Spätestens bei der Ernte erkennen wir, ob wir Gutes oder Schlechtes gesät haben. Aber was wäre Gutes? Vielleicht das, was geistige Frucht hervorbringt?

Eine andere Frage wäre noch, inwiefern wir überhaupt "nicht säen" können. Auch wenn wir nichts Erkennbares tun, wäre doch auch das eine gewisse Art von Saat - dann wohl eine, die nichts Erkennbares hervorbringt?
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Marsianer
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » Sa 12. Nov 2022, 00:11

Agape hat geschrieben:Jedoch wenn die Saat "gut" ist, wäre dann "Schuld" ein geeigneter Begriff dafür?

Da stand ja auch noch etwas von "Verantwortung".
Eine andere Frage wäre noch, inwiefern wir überhaupt "nicht säen" können.

Darauf wollte ich eher hinaus. :)
Auch wenn wir nichts Erkennbares tun, wäre doch auch das eine gewisse Art von Saat - dann wohl eine, die nichts Erkennbares hervorbringt?

Tja?

Viele Menschen wollen viel, wollen sich wirkend erfahren in ihrem Menschsein, "etwas hinterlassen". Vielleicht könnte man das z.B. als "säen" betrachten?

"Darum sage Ich euch: Sorget nicht für eure Seele, was ihr essen, noch für euren Leib, was ihr antun sollet. Die Seele ist mehr denn die Nahrung und der Leib mehr denn die Kleidung. Betrachtet die Raben; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie haben keine Kammer noch Scheune und Gott ernährt sie. Wieviel mehr seid ihr als Vögel. Wer von euch aber kann mit seinem Sorgen seinem Wuchse eine Elle zusetzen? So ihr denn das Geringste nicht könnt, warum sorgt ihr um das Übrige?" Lk 12,22-26
"Und ein anderer kam und sprach: Herr, siehe, dein Pfund, das ich im Schweißtuche daliegen hatte. Denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mensch bist. Du nimmst, das du nicht hingelegt und erntest, das du nicht gesät hast.
Er aber sprach zu ihm: Aus deinem Munde richte ich dich, du schlimmer Sklave! Du wußtest, daß ich ein strenger Mensch bin, nehme, was ich nicht hingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe? Und warum hast du mein Silber nicht auf die Wechselbank gegeben? So hätte ich es, wann ich gekommen wäre, mit Zins eingefordert. Und er sprach zu den Dabeistehenden: Nehmt das Pfund von ihm weg und gebt es dem, der zehn Pfunde hat." Lk 19,20-24
"Irrt euch nicht, Gott läßt Sich nicht spotten; denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein eigen Fleisch sät, der wird von dem Fleisch Verderben ernten. Wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist äonisches Leben ernten. Lasset uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir, wenn wir nicht laß werden, auch ernten." Gal 6,7-9
"Da gilt der Spruch: Wer da kärglich sät, der wird kärglich ernten, und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeglicher gebe, wie ihn das Herz treibt, nicht mit Widerwillen oder als Nötigung; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb." 2. Kor 9,6+7
"Das Reich der Himmel ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf sein Feld säte; welches zwar kleiner ist als alle Samen, wenn es aber erwächst, ist es das größte unter den Gartenkräutern und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen zelten." Mt 13.31+32
"Ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so möget ihr zu diesem Berge sagen: Versetze dich von hinnen dorthin, so wird er sich versetzen und nichts wird euch unmöglich sein." Mt 17,20

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Louis » Sa 12. Nov 2022, 13:20

Marsianer hat geschrieben:Das könnte eine genauere Betrachtung wert sein, zumal von Saat und Säen hier im Forum schon an verschiedenen Stellen die Rede war?
Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Saat? Du hast ja im Absatz weiter unten selbst geschrieben: „Was man sät, wird man ernten.“

Ja. Säen und Ernte.
Schuld / das Verantwortlichsein. Wer ist für das was wir Säen verantwortlich? ;)

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? (Mt 10,29)

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Ja denke ich auch, daß Säen und Ernte eine genauere Betrachtung wert sein könnte.

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Louis » So 13. Nov 2022, 06:29

Agape hat geschrieben:Jedoch wenn die Saat "gut" ist, wäre dann "Schuld" ein geeigneter Begriff dafür?


Marsianer hat geschrieben:Da stand ja auch noch etwas von "Verantwortung".


Säen / Ernten

Ist die Ernte „gut“ ist der Mann dafür verantwortlich, ist die Ernte „schlecht“ ist die Frau schuld, weil es nicht regnete.
Man könnte die Worte verantwortlich und schuld in diesem Satz auch tauschen, würde es etwas ändern? ;)

Ist es eigentlich nicht recht einfach zu verstehen, oder steckt mehr dahinter?

lex resonantia -
Gesetz der Anziehung (the law of attraction/LOA)

„Mit der Kraft seiner Gedanken kann man Wünsche wahr werden lassen.
Das Gesetz der Anziehung ist ein Grundprinzip des Universums. In seiner einfachsten Formulierung lautet das Gesetz: Gleiches zieht Gleiches an.
Das Gesetz wird auch als Gesetz der Resonanz beziehungsweise Resonanzgesetz oder Affinitätsgesetz bezeichnet.“

Kurzum: Wer Löwenzahn sät wird wohl kaum im Frühjahr Rosen ernten; „wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist äonisches Leben ernten.“

Agape hat geschrieben:Eine andere Frage wäre noch, inwiefern wir überhaupt "nicht säen" können.


Marsianer hat geschrieben:Darauf wollte ich eher hinaus. :)


Wer nichts sät, wird Unkraut ernten.

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » So 13. Nov 2022, 06:38

Louis hat geschrieben:Wer nichts sät, wird Unkraut ernten.

Aber die Vögel, die nicht säen, werden an sich so von Gott ernährt. Für sie wächst also offenbar nicht "nur Unkraut".

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Louis » So 13. Nov 2022, 10:21

Marsianer hat geschrieben:
Louis hat geschrieben:Wer nichts sät, wird Unkraut ernten.

Aber die Vögel, die nicht säen, werden an sich so von Gott ernährt. Für sie wächst also offenbar nicht "nur Unkraut".


:) Ja. Sind wir Vögel?
„...Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“

Saat und Ernte gibt es auch im geistlichen Bereich.
„Er will, dass bei uns etwas von Christus und seinen Schönheiten gesehen wird. Je mehr wir dem Geist gestatten, in uns zu wirken, desto deutlicher wird die Frucht des Geistes in unserem Leben sichtbar werden. Fragen wir uns täglich: Entspringt die Saat, die ich heute ausstreue, meiner sündigen Natur oder dem Geist, der in mir wohnt? Sind der Beweggrund und das Ziel dessen, was ich gerade säe, das Fleisch oder der Geist?

Wurde der Galater für die Vögel verfaßt? ;)

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » So 13. Nov 2022, 11:04

Louis hat geschrieben:Ja. Sind wir Vögel?
„...Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“

Wenn in der von mir zitierten Übersetzung z.B. dazu schon eingeleitet wird mit "Betrachtet die Raben", dann offenbar, weil genau u.a. das Nichtsäen der Vögel als Vorbild für die Angesprochenen angeführt wird?
Saat und Ernte gibt es auch im geistlichen Bereich.

Zweifellos, ja. Aber um beim Vogelbeispiel zu bleiben, sollte damit wohl entsprechend den Annahmen der damals Angesprochenen veranschaulicht werden, daß sogar Tiere, die weniger wert sind als Gottes Kinder, von Gott ernährt werden ohne zu sären, zu planen, sich zu "sorgen" und darin zu vergehen, abzudriften? Ihr Ernährtsein ergibt sich aus der göttlichen Schöpfungsordnung dieses Kosmos (die von Jesus Christus stammt) und sie bedienen sich daraus eher, wenn man so wollte ähnlich wie Adam in Eden.
Je mehr wir dem Geist gestatten, in uns zu wirken, desto deutlicher wird die Frucht des Geistes in unserem Leben sichtbar werden.

Ja.
Fragen wir uns täglich: Entspringt die Saat, die ich heute ausstreue, meiner sündigen Natur oder dem Geist, der in mir wohnt?

Aha?
Wurde der Galater für die Vögel verfaßt?

Ich würde sagen primär für die damalgen christlichen Galater?

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Agape » So 13. Nov 2022, 12:20

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Auch wenn wir nichts Erkennbares tun, wäre doch auch das eine gewisse Art von Saat - dann wohl eine, die nichts Erkennbares hervorbringt?

Viele Menschen wollen viel, wollen sich wirkend erfahren in ihrem Menschsein, "etwas hinterlassen". Vielleicht könnte man das z.B. als "säen" betrachten?

Hier könnte sich vielleicht gefragt werden, ob der Mensch etwas hinterlässt um des Hinterlassens willen, oder ob seine Intention wäre, seinen eigenen Willen mit dem Willen Gottes in Einklang zu bringen.

Ich habe den Eindruck, als würde es noch eine andere Ebene geben, als diejenige der geistigen Gesetzmässigkeiten. Es gibt beispielsweise Dinge, welche göttliche Gnade erfahren und andere, welche göttlichen Prüfungen ausgesetzt sind. Hinter diesen Wirkungen steckt als Ursache selten menschliches Säen, sondern etwas dem Säen übergeordnetes, das der Mensch nicht unter Kontrolle hat - und auch nicht haben soll.

Hinter der Geschichte Hiobs zum Beispiel sehe ich eine solche Konstellation.

Louis hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Jedoch wenn die Saat "gut" ist, wäre dann "Schuld" ein geeigneter Begriff dafür?

Ist die Ernte „gut“ ist der Mann dafür verantwortlich, ist die Ernte „schlecht“ ist die Frau schuld, weil es nicht regnete.

Wie ist das zu verstehen?

Man könnte die Worte verantwortlich und schuld in diesem Satz auch tauschen, würde es etwas ändern? ;)

Meinem Empfinden nach stehen die Begriffe Schuld und Verantwortung nicht für dasselbe. Das eine bedeutet, (Sünden)Last zu tragen, das andere nicht unbedingt. Denn es gibt Menschen, welche gerne und freiwillig Verantwortung übernehmen (nicht sich aufbürden), weil diese weniger aus einem Pflichtgefühl heraus wahrgenommen wird, sondern eher aus einem Gefühl der (dankbaren) Wertschätzung gegenüber Gott und seinen Mitmenschen.
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » So 13. Nov 2022, 13:11

Agape hat geschrieben:Hier könnte sich vielleicht gefragt werden, ob der Mensch etwas hinterlässt um des Hinterlassens willen,

Ich würde sagen, da geht es hintergründig oft um Anstrahlungsgeflechte und deren Auswirkungen. Oder wenn man so will, darum "sich selbst zu erleben" (als aktiv Einfluß nehmend, recht weitläufig betrachtet "zu herrschen").
oder ob seine Intention wäre, seinen eigenen Willen mit dem Willen Gottes in Einklang zu bringen.

Wie ginge das? Durch Säen in diesem Sinne?
Ich habe den Eindruck, als würde es noch eine andere Ebene geben, als diejenige der geistigen Gesetzmässigkeiten. Es gibt beispielsweise Dinge, welche göttliche Gnade erfahren und andere, welche göttlichen Prüfungen ausgesetzt sind.

Um was für geistige Gesetzmäßigkeiten ginge es da?
Hinter diesen Wirkungen steckt als Ursache selten menschliches Säen, sondern etwas dem Säen übergeordnetes,

Hm.
das der Mensch nicht unter Kontrolle hat - und auch nicht haben soll.

Aha?
Hinter der Geschichte Hiobs zum Beispiel sehe ich eine solche Konstellation.

Wieso war Hiob "zu Beginn" also so wie er war?

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Agape » So 13. Nov 2022, 20:54

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hier könnte sich vielleicht gefragt werden, ob der Mensch etwas hinterlässt um des Hinterlassens willen,

Ich würde sagen, da geht es hintergründig oft um Anstrahlungsgeflechte und deren Auswirkungen. Oder wenn man so will, darum "sich selbst zu erleben" (als aktiv Einfluß nehmend, recht weitläufig betrachtet "zu herrschen").

In gewissen Kreisen eventuell gerne als „schöpferisch sein“ bezeichnet?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:oder ob seine Intention wäre, seinen eigenen Willen mit dem Willen Gottes in Einklang zu bringen.

Wie ginge das? Durch Säen in diesem Sinne?

Hm. Was ein Mensch sät, hat wohl auch damit zu tun, wonach er geistig strebt? Welche (persönliche) Bedeutung hat es für ihn, etwas zu hinterlassen - und vor allem, wozu/wofür/weshalb möchte er dies?

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, als würde es noch eine andere Ebene geben, als diejenige der geistigen Gesetzmässigkeiten. Es gibt beispielsweise Dinge, welche göttliche Gnade erfahren und andere, welche göttlichen Prüfungen ausgesetzt sind.

Um was für geistige Gesetzmäßigkeiten ginge es da?

Ich dachte an das Gesetz von Ursache und Wirkung:
„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“
Matthäus 7,7-8

Etwas als dem Gesetz Übergeordnetes wird vielleicht in diesem Bibelzitat angesprochen:
“Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“
Epheser 2,8-9


Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Hinter der Geschichte Hiobs zum Beispiel sehe ich eine solche Konstellation.

Wieso war Hiob "zu Beginn" also so wie er war?

Ich verstehe Deine Frage nicht ganz. Hiob wurde geprüft - nicht deshalb, weil er schlechte Saat gesät hatte, sondern eher aus gegenteiligen Gründen, denn er war eigentlich „ein Gerechter“.
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » So 13. Nov 2022, 21:54

Agape hat geschrieben:In gewissen Kreisen eventuell gerne als „schöpferisch sein“ bezeichnet?

Eher "etwas verändern"? Diese Formulierung lese ich zumindest öfters in solchen Zusammenhängen. Darin würde ich ein eher menschliches Streben sehen. Das muß auch nicht in jedem Fall schlecht sein, aber wäre wohl nicht "dein Wille geschehe"? Und laut NT werden viele Arbeiter für die Ernte benötigt?
Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:oder ob seine Intention wäre, seinen eigenen Willen mit dem Willen Gottes in Einklang zu bringen.

Wie ginge das? Durch Säen in diesem Sinne?

Hm. Was ein Mensch sät, hat wohl auch damit zu tun, wonach er geistig strebt?

Aha?
Ich dachte an das Gesetz von Ursache und Wirkung

Ja, eine wesentliche Gesetzmäßigkeit in diesem Kosmos, aber so wie ich es verstehe galt sie nie absolut? Finsteres Wollen resultiert aus Trennung von Gott, der einzigen Lebensquelle. Damit Geschöpfe nicht völlig darin vergehen gibt es diese Gesetzmäßigkeit. Doch inwiefern hängt von der Struktur der Finsternis, der Abgetrenntehit vom Lebendigkeit in einem Geschöpf ab. Es kann aus der seelischen Substanz z.B. trotz mancher "Flecken" eine vitale Beziehung zum himmlische Vater vorliegen.

"Selig sind die, denen die Missetaten vergeben und deren Sünden bedeckt sind. Selig ist der Mann, dem der Herr die
Sünde nicht zurechnet." Röm 4,7+8
“Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“
Epheser 2,8-9

Ja.
Hiob wurde geprüft - nicht deshalb, weil er schlechte Saat gesät hatte, sondern eher aus gegenteiligen Gründen, denn er war eigentlich „ein Gerechter“.

Ohne Missetaten getan zu haben? Oder weil dessen Missetaten durch Gott bedeckt wurden?


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