Säen oder nicht säen

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Agape
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Agape » Do 17. Nov 2022, 16:00

Marsianer hat geschrieben:Viele Menschen gefallen sich darin zu wirken, Dinge zu beeinflussen und sich selbst darin zu erleben. Die würde eher in dem Bereich von Konditionierungen stattfinden, dem was manche ja auch als "Ego" bezeichnen. Solches Säen würde oft aus Blindheit ausagiert werden, ohne Durchblick, klare Sicht auf die Dinge. Dazu neigen fleischliche Menschen, die ihrem Seelenleben eher fern sind, da sie vor ihm und Stille fliehen. Daraus entsteht ihre verbreitete weltliche Sorge, ein Zustand in welchem sie davon stark getrieben sind.

Das könnte als "säen" betrachtet werden.

Als „für das Fleisch“ säen?

Auch von Gott her kann Aussaat dem entsprechen, was ein Mensch gerne tun kann, wenn er diesen damit beauftragt. Auch dann ist da ein Wille zu beeinflussen, zu ändern, aber nicht aus finsterem Zustand, weswegen dieser auch nicht derartige Sorgen hervorbringt.

Das entspräche vielleicht dem, was als "für den (göttlichen) Geist säen" bezeichnet würde?

Einfach selbst zu leben wäre dann nicht unbedingt säen, auch wenn darin Kontakte zu anderen stattfinden oder dies und das getan wird.

Was wäre dabei der wesentlichste Unterschied zu jemandem, der „nicht einfach selbst lebt“? Wie kann ein Mensch dazu kommen, "einfach selbst zu leben"? Wäre dies dann keine Entscheidung im Sinne einer geistigen Saat?

Dem würde der Griff zu anderen abgehen.

Wie ist „der Griff zu anderen“ zu verstehen?

Andere können jedoch dann auf diesen eingehen, aber dieser dringt nicht von sich her in die andere Sphäre vor.

Wie würde sich in oben genanntem Sinne ein Mensch verhalten, der in Kontakten zu anderen bei diesen „schlechte Seelenzustände“ wahrnimmt? Was würde dann „nicht von sich her in die andere Sphäre vordringen“ bedeuten? Was würde es „nicht“ bedeuten?
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » Do 17. Nov 2022, 16:24

Agape hat geschrieben:Als „für das Fleisch“ säen?

Das was da beschrieben wurde schon, an sich sollte es aber eine neutrale Beschreibung sein.
Das entspräche vielleicht dem, was als "für den (göttlichen) Geist säen" bezeichnet würde?

Ja.
Was wäre dabei der wesentlichste Unterschied zu jemandem, der „nicht einfach selbst lebt“?

Demnach das Verhältnis zu anderen in solchen Tun oder ohne es.
Wie kann ein Mensch dazu kommen, "einfach selbst zu leben"?

Indem er ersteinmal mehr zu sich käme? Mehr erkennt was wirklich ist, abseits "blinden Wollens" anderer Art.
Wäre dies dann keine Entscheidung im Sinne einer geistigen Saat?

Nach diesem Ansatz nicht in der Art.
Dem würde der Griff zu anderen abgehen.

Wie ist „der Griff zu anderen“ zu verstehen?

Gewollter grober Einfluß in dessen Seelensphäre hinein. Sehr häufig in dieser Welt und das wird auch wieder mit der Häufigkeit von Mangel an innerer Lebensigkeit zusammenhängen, was auch oft damit zusammenhängt die innerlich lebendigen Anteile anderer zu spüren, wahrzunehmen.
Wie würde sich in oben genanntem Sinne ein Mensch verhalten, der in Kontakten zu anderen bei diesen „schlechte Seelenzustände“ wahrnimmt? Was würde dann „nicht von sich her in die andere Sphäre vordringen“ bedeuten?

Er würde ersteinmal respektieren, daß es eine Entscheidung des anderen wäre, wie er seine Seelensphäre ausgestaltet. Er bietet vielleicht etwas an, aber bevormundet, nötigt darin unter allgemeinen Umständen nicht (speziellere Umstände könnten sein, wenn es eine eingehendere Anstrahlungsbeziehung gäbe).
Was würde es „nicht“ bedeuten?

Keine Kontakte zuzulassen, anderen gar keine Anregungen geben.

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Agape » Do 17. Nov 2022, 19:29

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Wie würde sich in oben genanntem Sinne ein Mensch verhalten, der in Kontakten zu anderen bei diesen „schlechte Seelenzustände“ wahrnimmt? Was würde dann „nicht von sich her in die andere Sphäre vordringen“ bedeuten?

Er würde ersteinmal respektieren, daß es eine Entscheidung des anderen wäre, wie er seine Seelensphäre ausgestaltet. Er bietet vielleicht etwas an, aber bevormundet, nötigt darin unter allgemeinen Umständen nicht.

Ja.
Marsianer hat geschrieben:Was ist eigentlich "Respekt", was bedeutet es jemanden "respektvoll zu behandeln"?
Ich würde sagen, es hat etwas mit gelingendem "Zuhören" zu tun? Wie sollte man andre respektieren, wenn sie in wesentlichen Aspekten gar nicht erkannt werden? Vielleicht mit einr sich sehr zurücknehmenden aufmerksamen Herangehensweise.

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » Do 17. Nov 2022, 19:49

Bertha Dudde Nr. 4330 hat geschrieben:Geistige Gespräche .... Ausstreuen des Samens ....

Jeder geistige Zuspruch, jede geistige Aufklärung oder Anregung bleibt im menschlichen Gehirn haften, wenngleich es auch anfangs nicht an die Oberfläche dringt, wenn es durch den Willen des Menschen nicht bewußt aufgenommen wird in sein Gedankengut. Etwas Geistiges aber kann nicht verlorengehen, also es kann zu jeder Zeit wieder in das Bewußtsein steigen, und immer ist es nur der Wille des Menschen, daß es dort ständig bleibt. Gott gibt jedem Menschen Gelegenheit, geistiges Gedankengut zu empfangen, nur die Verwertung dessen steht ihm frei. Und darum ist die Arbeit eines Dieners auf Erden gesegnet, sie entspricht dem Willen Gottes, der Menschen benötigt, die für Ihn und an Seiner Statt zu den Mitmenschen reden. Er will es, daß geistige Gespräche geführt werden, auf daß der Gedankengang des Menschen in eine Bahn gelenkt wird, die dem geistigen Reich zuführt, denn die Anregung muß zumeist von außen kommen, weil der Mensch die Liebe zu wenig übt und sonach das Wirken des Geistes von innen ausbleibt. Also müssen die Menschen zuerst auf das Liebegebot hingewiesen werden, sie müssen auf den Sinn und Zweck des Erdenlebens aufmerksam und zu eifriger Seelenarbeit angehalten werden. Die Mission der Diener Gottes auf Erden nun ist, immer und überall den Samen auszustreuen, auf daß er aufgehe und Früchte trage. Der Mensch sucht selten von selbst, das göttliche Wort zu hören, obzwar er Zeiten innehält, wo er sich zum Empfang des Gotteswortes vorbereitet. Doch es ist weit ratsamer, den Menschen Gelegenheit zu geben, sich selbst zu äußern und durch Rede und Gegenrede belehrt zu werden, weil er dann selbst zum Nachdenken gezwungen wird und nun das Gedankengut in ihm haftenbleibt, selbst wenn er sich nicht sofort zustimmend dazu einstellt. Doch die Zeit wird kommen, wo es an die Oberfläche steigt, die Zeit wird kommen, wo eines jeden Wortes gedacht wird, wo der Mensch Trost und Hoffnung daraus schöpfen wird und der Same nun Wurzeln schlägt, und dieser Zeit wegen soll zuvor emsig gearbeitet werden, es soll den Menschen ihre Erdenaufgabe eindringlich vor Augen gestellt und des Lebens nach dem Tode Erwähnung getan werden, es sollen die Menschen für kurze Zeit wenigstens dem irdischen Leben entrissen und ihnen ins geistige Leben Einblick gewährt werden, weshalb jede Gelegenheit genützet werden soll in Anbetracht der großen Bedürftigkeit der Menschen und der kommenden Notzeit, die um der menschlichen Seele willen die Erde noch betreffen wird. Wirket und schaffet, solange noch Tag ist .... Dies bedenket, daß die Nacht nicht mehr lange auf sich warten läßt. Zündet überall noch ein Lichtlein an, die ihr Gott dienen wollet, und fürchtet euch nicht zu reden, denn es ist Gottes Wille, und darum werdet ihr auch stets Seine Unterstützung finden, Er wird euch Kraft und Gnade geben, so daß ihr auch stets nach Seinem Willen reden werdet .... Und Er wird eure Arbeit segnen, denn die geistige Not auf Erden ist übergroß ....

Amen

02] Ich aber sagte: »So die Menschen schlafen, das wacht dennoch der Herr, und der Herr sorgt für alles, und die mit ihm sind, haben nicht zu sorgen, außer dass sie bei ihm verbleiben. Darum macht euch nun auf, auf dass wir ziehen in diese Stadt der Samariter! Dort wird sich für uns alle eine gute Herberge finden. Dies Weib hier, das Mir heute Mittag das Wasser verweigerte, hat ein geräumiges Haus, und Ich meine, sie wird uns die Herberge auf zwei Tage nicht verweigern.«

03] Da fällt das Weib schluchzend vor Mir nieder aus Liebe und spricht: »O Herr, Du mein Heiland, wie komme ich arme Sünderin zu dieser Gnade?«

04] Sage Ich: »Du nahmst Mich auf in dein Herz, das viel köstlicher ist denn dein Haus; also wirst du Mich wohl auch aufnehmen in dein Haus, das Jakob gleichwie diesen Brunnen seinem Sohne Joseph erbaute. Aber wir sind unser viele. Du wirst sonach für zwei Tage viel zu tun und zu sorgen bekommen; aber es soll dir darob ein tüchtiger Gewinn werden!«

[...]

08] Sage Ich: »Ihr seid bereits drei Stunden bei Mir, habt Mich wohl erkannt, und es ist bereits Abend geworden; aber keiner aus euch hat Mir und Meinen Jüngern eine Herberge angeboten, obschon Ich eurer Bitte Gehör gab und euch zwei Tage in eurer Stadt zu verbleiben verhieß!

09] Ich aber besah das Herz dieses Weibes, und es dürstete gewaltig danach, ob Ich gewillt wäre, bei ihm Herberge zu nehmen! Nicht Ich also verlangte Herberge in ihrem Hause, sondern ihr Herz verlangte es. Da es sich aber vor euch nicht laut zu äußern getraute, so kam Ich diesem Herzen entgegen und verlangte das von ihm, das es Mir so heißliebend voll lebendiger Sehnsucht und Bereitwilligkeit zu geben wünschte!

10] Aus diesem höchst triftigen Grunde nehme Ich denn nun auch auf zwei volle Tage Herberge in dieses Weibes Hause. Wohl dem, der sich darob an Mir nicht ärgert!

11] Ich aber sage es euch: Wie jemand sät, also wird er auch ernten; wer das sparsam sät, der wird auch also spärlich ernten, wer aber reichlich sät, der wird auch reichlich ernten. Von euch allen hat noch niemand weder Mir noch Meinen Jüngern etwas geboten; diese aber gibt Mir sogleich alle ihre Habe zu Meinem Eigentume! Wer aus euch hat Mir das getan? Ich sage euch aber: Wer darob mit diesem Weibe rechten wird, dem soll es übel ergehen zeitlich!«

http://j-lorber.de/jl/ev01/EV01-032.HTM

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » Fr 18. Nov 2022, 07:47

01] Und der Abba sagte darauf zum Redner und also auch zu dessen Brüdern: »Ich sage dir, du hast Mir eine ganz richtige Antwort gegeben, und es ist also, wie du es nun beleuchtet hast!

02] Aber alles dieses ist aus deinem Denken durch den Verstand und durch deine Weltklugheit hervorgegangen, demzufolge du auch bist ein vollkommen rechtlicher Mann.

03] Da du aber alles das auf dem Wege reifen Denkens und Klügelns gefunden, so hast du dadurch auf eine Zeitlang wohl belebt die Sinne deiner Seele; aber dein Geist ist dennoch völlig ungeweckt, ja nahezu wie tot dabei geblieben! Daß solches sich aber also verhält, sollt ihr alle aus einigen kleinen Gleichnissen klärlichst erschauen!

04] Die Seele und ihre Sinne sind des Geistes Blüte. Wenn du aber eine Lilie, die noch nicht völlig sich entfaltet hat, vom Stocke brichst und steckst sie dann ins Wasser, so wird sie sich da wohl auch entfalten, und ihre äußere Gestalt und ihr Geruch wird dann völlig gleichen derjenigen, welche sich entfaltet hat am Stocke. Wenn es sich aber hernach ums Reifwerden des lebendigen Samens handelt, siehe, da wird derselbe zugrunde gehen samt der abgedorrten und zum Teile verfaulten Blüte; denn des Samens Leben entstammt nicht der Blüte, welche nur die Bestimmung hat, desselben Formen zu entwickeln oder was da ist des Samens Leib, sondern der Wurzel nur, welche da steckt in der mit dem Leben gesättigten Erde!

05] Nun siehe, gerade also auch verhält es sich mit dem Menschen, wenn er nur nach der puren Weisheit hascht; denn die Weisheit für sich ist dann nichts als eine leere Entfaltung der Blüte irgendeiner Pflanze, welche vom Wurzelstocke genommen oder getrennt wurde, und kann kein Leben bewirken, weil sie keine Wurzel hat und keine Erde, sondern nur ein pures Wasser, welches für sich kein Leben hat, sondern nur das Vermögen, das Leben der Erde zu entbinden und die Wurzel aufnahmefähig fürs Leben aus der Erde zu erhalten.

06] Die Liebe aber ist die Wurzel des Lebensbaumes, und das Herz oder das Gemüt, welches sich im Gefühle ausspricht, das Erdreich. Wer demnach Früchte des Lebens ernten will, der muß das Erdreich düngen und der Wurzel Nahrung verschaffen; sodann wird am Stocke, der da an der gesunden Wurzel lebt, schon ohnehin die Blüte und mit derselben auch zugleich der lebendige Same gar überaus gut gedeihen.

07] Du hast den Abedam und den Henoch der Wahrheit also vollkommen getreu aufgefaßt, wie völlig ähnlich da ist die vom Stocke getrennte und dann im Wasser entfaltete Lilienblume derjenigen, die sich am Stocke entfaltet; so du aber wirst den Samen zu suchen anfangen, wahrlich, da wirst du keinen finden, weil keine Wurzel und kein Erdreich (vorhanden sind)! Verstehst du solches?

08] Höre aber noch ein Gleichnis! Siehe, im warmen Sommer prangen gar viele Pflanzen über dem Boden der Erde; wenn aber dann der Winter als der starke Lebensprüfer kommt, so richtet er alle Schöpfungen des Lichtes zugrunde, - nur die Wurzel und den vollends reif gewordenen Samen vermag er nicht zu töten!

09] Siehe, also ist auch die Sache der Erkenntnisse über Abedam und Henoch! Der Verstand wird den Abedam und den Henoch so lange halten, solange diese für ihn tastbar da sind und wird auch über sie so lange nachdenken, als er nicht zu einem ihm genügenden Endresultate gekommen ist; hat er aber solches gefunden, dann ist für ihn auch die Sonne untergegangen, und der Winter hat seinen Anfang genommen.

10] Die Erkenntnisse werden abzusterben anfangen und überzugehen in den Tod, der da ist pur Falsches und Arges und gleicht den Schimmelgewächsen und den Schwämmen, die da keine Wurzel und keinen Samen haben.

11] Ist aber Abedam und der Henoch aufgenommen von der Liebe im Herzen, so wird er zu einem Baume werden, unter dessen Zweigen sich selbst die Geister der Himmel bergen werden.

12] Denn da wird der Abedam sein die Wurzel, und Sein Wort das Erdreich, aus dem dann allenthalben ein Henoch voll des lebendig reifen Samens hervorgehen wird; und die Blüte dieses Stammes wird gerecht sein und wird geben dem Samen selbst die rechte Gestalt und ein rechtes, festes Kleid, in dem sich das Leben wird ewig halten können! - Verstehst du solches?

13] Ja, du verstehst es jetzt also, als da die Wasserblume gleicht einer vollkommenen Blüte; aber so du nur bleiben wirst im Wasser deines Verstandes, so wird dir aus diesem Verständnisse auch kein lebendiger Same erwachsen, wie da aus der Wasserblume keiner entwächst!

14] Ich sage dir aber: Umfasse deinen von der Wurzel getrennten Blütestamm mit guter, lebendiger Erde deines Herzens, und begieße dann denselben unablässig mit diesem lebendigen Wasser, das da nun geflossen ist aus Meinem Munde, so kannst du noch wenigstens den Samen zur Reife bringen, denselben dann neu säen in dein Erdreich, damit dir dann auch eine neue Wurzel des Lebens werde, der kein Winter mehr wird zu schaden vermögen; denn ohne Wurzel ist kein Leben möglich!

15] Du wunderst dich jetzt wohl über Meine Weisheit; Ich sage dir aber: Suche, daß dich ehestens Meiner Liebe wundernehmen wird, sodann wird dich der Weisheit nicht mehr so sehr wundern, sondern des ewigen Lebens, welches ist die Liebe und der Urgrund aller Weisheit!

16] So dir jemand eine schöne Blume spendet, die du noch nie gesehen hast, dann hast du eine große Freude; Ich aber gebe dir das ganze Gewächs! Setze es ins Erdreich, und du wirst da die Wurzel, die Blüten und endlich sogar den Samen des Lebens ernten!

17] Verstehe solches! Ist dir aber etwas fremd, - siehe, hier bin Ich und dort der Henoch; frage, und wir wollen dir und jedem antworten aus der Wurzel! Amen.«

http://j-lorber.de/jl/hag2/HAG2-166.HTM

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Agape » Fr 18. Nov 2022, 15:37

Marsianer hat geschrieben:
Bertha Dudde Nr. 4330 hat geschrieben:Geistige Gespräche .... Ausstreuen des Samens ....

Jeder geistige Zuspruch, jede geistige Aufklärung oder Anregung bleibt im menschlichen Gehirn haften, wenngleich es auch anfangs nicht an die Oberfläche dringt, wenn es durch den Willen des Menschen nicht bewußt aufgenommen wird in sein Gedankengut.

Mit „menschlichem Gehirn“ ist vermutlich der menschliche Verstand gemeint?

Etwas Geistiges aber kann nicht verlorengehen, also es kann zu jeder Zeit wieder in das Bewußtsein steigen, und immer ist es nur der Wille des Menschen, daß es dort ständig bleibt.

„Ständig dort bleiben“ heisst aber noch nicht unbedingt, dass es geistig auch vom Herzen aufgenommen wurde?

Die Mission der Diener Gottes auf Erden nun ist, immer und überall den Samen auszustreuen, auf daß er aufgehe und Früchte trage.

Dieser Samen stammt ursprünglich von Gott - nicht vom Diener Gottes, welcher diesen jedoch ausstreut?

Doch es ist weit ratsamer, den Menschen Gelegenheit zu geben, sich selbst zu äußern und durch Rede und Gegenrede belehrt zu werden, weil er dann selbst zum Nachdenken gezwungen wird und nun das Gedankengut in ihm haftenbleibt, selbst wenn er sich nicht sofort zustimmend dazu einstellt.

Ja, in dieser Weise habe ich es bisher stets empfunden.

Zündet überall noch ein Lichtlein an, die ihr Gott dienen wollet, und fürchtet euch nicht zu reden, denn es ist Gottes Wille, und darum werdet ihr auch stets Seine Unterstützung finden, Er wird euch Kraft und Gnade geben, so daß ihr auch stets nach Seinem Willen reden werdet .... Und Er wird eure Arbeit segnen, denn die geistige Not auf Erden ist übergroß ....

Das sind deutliche Worte und sie treffen den „Zeitgeist“ wohl recht gut. Dieser Zeitgeist ist laut und wirkt aufdringlich in den Menschen - nur sehr wenige „hören hin“ und nehmen mit dem Herzen auf, was für ihre Seele segensreich wäre.

Marsianer hat geschrieben:
Jakob Lorber hat geschrieben:05] Nun siehe, gerade also auch verhält es sich mit dem Menschen, wenn er nur nach der puren Weisheit hascht; denn die Weisheit für sich ist dann nichts als eine leere Entfaltung der Blüte irgendeiner Pflanze, welche vom Wurzelstocke genommen oder getrennt wurde, und kann kein Leben bewirken, weil sie keine Wurzel hat und keine Erde, sondern nur ein pures Wasser, welches für sich kein Leben hat, sondern nur das Vermögen, das Leben der Erde zu entbinden und die Wurzel aufnahmefähig fürs Leben aus der Erde zu erhalten.

06] Die Liebe aber ist die Wurzel des Lebensbaumes, und das Herz oder das Gemüt, welches sich im Gefühle ausspricht, das Erdreich. Wer demnach Früchte des Lebens ernten will, der muß das Erdreich düngen und der Wurzel Nahrung verschaffen; sodann wird am Stocke, der da an der gesunden Wurzel lebt, schon ohnehin die Blüte und mit derselben auch zugleich der lebendige Same gar überaus gut gedeihen.

07] Du hast den Abedam und den Henoch der Wahrheit also vollkommen getreu aufgefaßt, wie völlig ähnlich da ist die vom Stocke getrennte und dann im Wasser entfaltete Lilienblume derjenigen, die sich am Stocke entfaltet; so du aber wirst den Samen zu suchen anfangen, wahrlich, da wirst du keinen finden, weil keine Wurzel und kein Erdreich (vorhanden sind)! Verstehst du solches?

Es leuchtet mir ein - jedoch inwiefern habe ich es auch „verstanden“?

11] Ist aber Abedam und der Henoch aufgenommen von der Liebe im Herzen, so wird er zu einem Baume werden, unter dessen Zweigen sich selbst die Geister der Himmel bergen werden.

Abedam ist offenbar der Schöpfergott (der himmlische Vater) und Henoch ein gläubiger Mensch (Prophet/Fürst?), der „mit Gott wandelte“ - göttlichen Geistes war.

12] Denn da wird der Abedam sein die Wurzel, und Sein Wort das Erdreich, aus dem dann allenthalben ein Henoch voll des lebendig reifen Samens hervorgehen wird; und die Blüte dieses Stammes wird gerecht sein und wird geben dem Samen selbst die rechte Gestalt und ein rechtes, festes Kleid, in dem sich das Leben wird ewig halten können! - Verstehst du solches?

Ich vermute, dies nachvollziehen zu können.

14] Ich sage dir aber: Umfasse deinen von der Wurzel getrennten Blütestamm mit guter, lebendiger Erde deines Herzens, und begieße dann denselben unablässig mit diesem lebendigen Wasser, das da nun geflossen ist aus Meinem Munde, so kannst du noch wenigstens den Samen zur Reife bringen, denselben dann neu säen in dein Erdreich, damit dir dann auch eine neue Wurzel des Lebens werde, der kein Winter mehr wird zu schaden vermögen; denn ohne Wurzel ist kein Leben möglich!

Eventuell befinde ich mich auf diesem Weg?
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » Fr 18. Nov 2022, 16:06

Agape hat geschrieben:
Bertha Dudde Nr. 4330 hat geschrieben:Jeder geistige Zuspruch, jede geistige Aufklärung oder Anregung bleibt im menschlichen Gehirn haften,

Mit „menschlichem Gehirn“ ist vermutlich der menschliche Verstand gemeint?

Vom Inhalt her würde ich es wohl so erstmal eher auf Seelisches beziehen, nicht auf "Verstand" oder "Gehirn". Eventuell war hier der Blick eher darauf gerichtet, was "im finsteren Gehirn" eine Art Ankerpunkt wäre, eine mögliche Verbindung daraus zu lichten Einflüssen, die eigentlich ja "überall" zur Verfügung stünden:
Etwas Geistiges aber kann nicht verlorengehen,

also es kann zu jeder Zeit wieder in das Bewußtsein steigen, und immer ist es nur der Wille des Menschen, daß es dort ständig bleibt.

„Ständig dort bleiben“ heisst aber noch nicht unbedingt, dass es geistig auch vom Herzen aufgenommen wurde?

Ich vermute mal, das sollte bedeuten, daß es vom Willen des Menschen abhängt, ob soein Impuls in seinem Bewußtsein bleibt?
Die Mission der Diener Gottes auf Erden nun ist, immer und überall den Samen auszustreuen, auf daß er aufgehe und Früchte trage.

Dieser Samen stammt ursprünglich von Gott - nicht vom Diener Gottes, welcher diesen jedoch ausstreut?

Tja?
12] Denn da wird der Abedam sein die Wurzel, und Sein Wort das Erdreich, aus dem dann allenthalben ein Henoch voll des lebendig reifen Samens hervorgehen wird; und die Blüte dieses Stammes wird gerecht sein und wird geben dem Samen selbst die rechte Gestalt und ein rechtes, festes Kleid, in dem sich das Leben wird ewig halten können! - Verstehst du solches?

Ich vermute, dies nachvollziehen zu können.

Sehr informativ. ;)
14] Ich sage dir aber: Umfasse deinen von der Wurzel getrennten Blütestamm mit guter, lebendiger Erde deines Herzens, und begieße dann denselben unablässig mit diesem lebendigen Wasser, das da nun geflossen ist aus Meinem Munde, so kannst du noch wenigstens den Samen zur Reife bringen, denselben dann neu säen in dein Erdreich, damit dir dann auch eine neue Wurzel des Lebens werde, der kein Winter mehr wird zu schaden vermögen; denn ohne Wurzel ist kein Leben möglich!

Eventuell befinde ich mich auf diesem Weg?

Wie schätzt du "deine Wurzel" denn ein?

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Agape » Sa 19. Nov 2022, 12:25

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Jakob Lorber hat geschrieben:Denn da wird der Abedam sein die Wurzel, und Sein Wort das Erdreich, aus dem dann allenthalben ein Henoch voll des lebendig reifen Samens hervorgehen wird; und die Blüte dieses Stammes wird gerecht sein und wird geben dem Samen selbst die rechte Gestalt und ein rechtes, festes Kleid, in dem sich das Leben wird ewig halten können! - Verstehst du solches?

Ich vermute, dies nachvollziehen zu können.

Sehr informativ. ;)

Die Information, um die es oben geht, ist wohl sehr umfassend auf den Punkt gebracht. Meine Antwort wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich vermutlich nachvollziehen kann, was gemeint ist - dass ich mir aber erst sicher sein kann, den geistigen Gehalt in seiner Tiefe verstanden zu haben, wenn sich bei mir selbst diesbezüglich Frucht zeigt.


Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Jakob Lorber hat geschrieben:Ich sage dir aber: Umfasse deinen von der Wurzel getrennten Blütestamm mit guter, lebendiger Erde deines Herzens, und begieße dann denselben unablässig mit diesem lebendigen Wasser, das da nun geflossen ist aus Meinem Munde, so kannst du noch wenigstens den Samen zur Reife bringen, denselben dann neu säen in dein Erdreich, damit dir dann auch eine neue Wurzel des Lebens werde, der kein Winter mehr wird zu schaden vermögen; denn ohne Wurzel ist kein Leben möglich!

Eventuell befinde ich mich auf diesem Weg?

Wie schätzt du "deine Wurzel" denn ein?

Aus subjektivem Empfinden heraus nehme ich eine Wurzel wahr, die zwar stetig wächst, jedoch sehr langsam und zögerlich. Es liegt wahrscheinlich nicht am begiessenden Wasser, sondern eher an der Erde, die offenbar noch nicht die optimale Beschaffenheit für ein ungehindertes, gesundes Wachstum der Wurzel hat.
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » Sa 19. Nov 2022, 15:08

Agape hat geschrieben:dass ich mir aber erst sicher sein kann, den geistigen Gehalt in seiner Tiefe verstanden zu haben, wenn sich bei mir selbst diesbezüglich Frucht zeigt.

Aha.
Es liegt wahrscheinlich nicht am begiessenden Wasser, sondern eher an der Erde, die offenbar noch nicht die optimale Beschaffenheit für ein ungehindertes, gesundes Wachstum der Wurzel hat.

So?

"Und desgleichen sind die, bei denen aufs Steinige gesät wird, solche, welche das Wort, wenn sie es hören, alsbald mit Freuden aufnehmen. Und haben nicht Wurzel in ihnen, sondern sind zeitweilig; wenn Trübsal oder Verfolgung um des Wortes willen wird, so nehmen sie alsbald ein Ärgernis.
Und diese sind es, die in die Dornen gesät sind; diese hören das Wort und die Sorgen dieses Zeitlaufs und der Betrug des Reichtums und die anderen Begierden kommen herein und ersticken das Wort und es wird fruchtlos." Mk 4,16-19

"Steinig" würde ich hier mal als "festgelegt" deuten, im Fall von Petrus (dem Fels) wäre das nur nicht problematisch gewesen, sondern Gott in teils zugewandter (aber nicht wirklich sehr stabiler) Weise, dennoch als ein wirkender Einfluß, dessen Vorhandensein recht stabil gewesen sein wird.

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Louis » So 4. Dez 2022, 05:35

Marsianer hat geschrieben:Viele Menschen wollen viel, wollen sich wirkend erfahren in ihrem Menschsein, "etwas hinterlassen". Vielleicht könnte man das z.B. als "säen" betrachten?


Die „Große“ Pyramide wurde gesät?

Agape hat geschrieben:Hier könnte sich vielleicht gefragt werden, ob der Mensch etwas hinterlässt um des Hinterlassens willen, oder ob seine Intention wäre, seinen eigenen Willen mit dem Willen Gottes in Einklang zu bringen.


Was kann man hinterlassen, das mit dem Willen Gottes in Einklang gebracht werden kann? (Schnöder Mammon wohl kaum) Was hat Gott hinterlassen? Wissen die wenigsten; die Bibel würde ich persönlich nicht nennen.

Agape hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, als würde es noch eine andere Ebene geben, als diejenige der geistigen Gesetzmässigkeiten. Es gibt beispielsweise Dinge, welche göttliche Gnade erfahren und andere, welche göttlichen Prüfungen ausgesetzt sind. Hinter diesen Wirkungen steckt als Ursache selten menschliches Säen, sondern etwas dem Säen übergeordnetes, das der Mensch nicht unter Kontrolle hat - und auch nicht haben soll.

Hinter der Geschichte Hiobs zum Beispiel sehe ich eine solche Konstellation.


Hm.
Die 7 geistigen Gesetze: Gesetz der Geistigkeit, Analogie, Schwingung, Polarität, Rhythmus, Ursache und Wirkung, Geschlechts.
Wie würdest du diese andere Ebene, die dem Säen übergeordnet sein soll, bezeichnen?

Die Geschichte von Ijob sagt doch nur aus, daß man selbst in schwierigen Zeiten seinen Glauben an Gott behalten soll.
Ist dies diese Ebene von der du sprichst, die dem Säen übergeordnet sein soll? Nur, Glauben an Gott, selbst in schwierigen Zeiten, habe ich selbst unter Kontrolle und soll diese Kontrolle auch haben.

Agape hat geschrieben:Jedoch wenn die Saat "gut" ist, wäre dann "Schuld" ein geeigneter Begriff dafür?


Louis hat geschrieben:Ist die Ernte „gut“ ist der Mann dafür verantwortlich, ist die Ernte „schlecht“ ist die Frau schuld, weil es nicht regnete.


Agape hat geschrieben:Wie ist das zu verstehen?


Aus meinem Mund reinste Ironie.

Louis hat geschrieben:Man könnte die Worte verantwortlich und schuld in diesem Satz auch tauschen, würde es etwas ändern? ;)


Agape hat geschrieben:Meinem Empfinden nach stehen die Begriffe Schuld und Verantwortung nicht für dasselbe. Das eine bedeutet, (Sünden)Last zu tragen, das andere nicht unbedingt. Denn es gibt Menschen, welche gerne und freiwillig Verantwortung übernehmen (nicht sich aufbürden), weil diese weniger aus einem Pflichtgefühl heraus wahrgenommen wird, sondern eher aus einem Gefühl der (dankbaren) Wertschätzung gegenüber Gott und seinen Mitmenschen.


Schuld bedeutet (Sünden)Last zu tragen?
„Unser Verhalten ist schuld daran – doch unser Verhalten kann auch die Lösung dieser Probleme sein. Dafür müssen wir lediglich aus unseren Gewohnheiten ausbrechen.“
Was hat dieser Satz z.B. mit (Sünden)Last zu tragen zu tun?

Ist die Ernte „gut“ ist der Mann schuld, ist die Ernte „schlecht“ ist die Frau dafür verantwortlich, weil es nicht regnete.
Trägt der Mann oder die Frau die (Sünden)Last, oder keiner von beiden? ;)

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..es gibt zwei Arten von Weltgeschichte:

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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Louis » So 4. Dez 2022, 07:26

Louis hat geschrieben:Ja. Sind wir Vögel?
„...Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“


Marsianer hat geschrieben:Wenn in der von mir zitierten Übersetzung z.B. dazu schon eingeleitet wird mit "Betrachtet die Raben", dann offenbar, weil genau u.a. das Nichtsäen der Vögel als Vorbild für die Angesprochenen angeführt wird?


Hm. Sieht Paulus scheinbar nicht so, spricht er vom „Nichtsäen“?
(2 Korinther 9:10-11) Der aber Samen reicht dem Säemann, der wird auch das Brot reichen zur Speise und wird vermehren euren Samen und wachsen lassen das Gewächs eurer Gerechtigkeit, daß ihr reich seid in allen Dingen mit aller Einfalt, welche wirkt durch uns Danksagung Gott.

Selbstversorgung war nicht unbedingt sein Ding, vielleicht fehlte der Gärtner?
Der eine läßt lieber den Säemann, andere die Aldi Brüder die Samen säen? :)

Oder sind wir hier zum Nichtsäen?

Denn der Feigenbaum grünt nicht,
und es ist kein Gewächs an den Weinstöcken.
Der Ertrag des Ölbaums bleibt aus,
und die Äcker bringen keine Nahrung;
Schafe sind aus den Hürden gerissen,
und in den Ställen sind keine Rinder.
Aber ich will mich freuen des HERRN
und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.
Habakuk 3:17-18

ich denke, Gott ernährt uns ebenso wie die Vögel, egal ob wir Säen oder Nichtsäen. Ob Menschen mehr wert sind wie Tiere?, kann jeder glauben was er möchte.

Marsianer hat geschrieben:...Aber um beim Vogelbeispiel zu bleiben, sollte damit wohl entsprechend den Annahmen der damals Angesprochenen veranschaulicht werden, daß sogar Tiere, die weniger wert sind als Gottes Kinder,...


Lässt es Christus nicht offen ob ein jedes Gottes Kind mehr wert ist als Tiere?
„Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“ (ich lese eine Frage, keine Feststellung?)

Was denkst du: Ist Heydrich vor Gottes Angesicht mehr wert als der damalige Wellensittich von Maria, der in Freiheit bei ihr lebte?

Marsianer hat geschrieben:von Gott ernährt werden ohne zu sären, zu planen, sich zu "sorgen" und darin zu vergehen, abzudriften?


Du meinst: Von Luft und Liebe leben? Agape-Liebe, Jesus Christus als den Geliebten (Eph 1,6) meine ich. Oder hab ich da was falsch verstanden Marsianer?

Marsianer hat geschrieben:Ihr Ernährtsein ergibt sich aus der göttlichen Schöpfungsordnung dieses Kosmos (die von Jesus Christus stammt) und sie bedienen sich daraus eher, wenn man so wollte ähnlich wie Adam in Eden.


Ja, sie die Schöpfungsordnung oder die Kosmos (die von Jesus Christus stammt)? Beides, wie ich denke? Und sie bedienen sich daraus, ähnlich wie Adam in Eden?
Hat sich Adam in Eden nicht von Eva bedienen lassen?

...Daraufhin wollte Eva verständig werden und ass die Frucht des Baumes und gab auch Adam davon zu essen. „Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren.“
...Kurze Zeit später lebten Adam und „das Leben“ von irdischer Luft und Liebe... ;)

Louis hat geschrieben:Wurde der Galater für die Vögel verfaßt?


Marsianer hat geschrieben:Ich würde sagen primär für die damalgen christlichen Galater?


Ja, für die damalgen christlichen Galater. Gilt der Galater für alle Menschen?

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..es gibt zwei Arten von Weltgeschichte:

Marsianer
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Re: Säen oder nicht säen

Beitragvon Marsianer » So 4. Dez 2022, 09:28

Louis hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Viele Menschen wollen viel, wollen sich wirkend erfahren in ihrem Menschsein, "etwas hinterlassen". Vielleicht könnte man das z.B. als "säen" betrachten?

Die „Große“ Pyramide wurde gesät?

Mir ging es da weniger um Wirkungen in der Welt als um seelische Vorgänge.
Louis hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Wenn in der von mir zitierten Übersetzung z.B. dazu schon eingeleitet wird mit "Betrachtet die Raben", dann offenbar, weil genau u.a. das Nichtsäen der Vögel als Vorbild für die Angesprochenen angeführt wird?

Hm. Sieht Paulus scheinbar nicht so, spricht er vom „Nichtsäen“?
(2 Korinther 9:10-11) Der aber Samen reicht dem Säemann, der wird auch das Brot reichen zur Speise und wird vermehren euren Samen und wachsen lassen das Gewächs eurer Gerechtigkeit, daß ihr reich seid in allen Dingen mit aller Einfalt, welche wirkt durch uns Danksagung Gott.

Da geht es um menschlichen Willen dazu zum Werk Gottes beizutragen?

"Denn ich kenne eure Bereitwilligkeit, deren ich vor den Mazedoniern rühmend gedenke, daß Achaja schon voriges Jahr dazu Vorbereitung getroffen hat und euer Eifer hat allgemein aufgemuntert" 2

"Und es geschah, als er säte, fiel etliches an den Weg und Vögel des Himmels kamen und fraßen es auf" Mk 4,4
ich denke, Gott ernährt uns ebenso wie die Vögel, egal ob wir Säen oder Nichtsäen.

Ja, man könnte es quasi auch als Statement gegen die Konsumsekte verstehen, die so intensiv die Lebenszeit vieler ihrer Anhänger aufzehrt.
Lässt es Christus nicht offen ob ein jedes Gottes Kind mehr wert ist als Tiere?
„Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“ (ich lese eine Frage, keine Feststellung?)

Wenn eine Frage, dann schon mit einer Tendenz es so zu sehen?

"Nicht alles Fleisch ist einerlei Fleisch, ein anderes ist das der Menschen, ein anderes das des Viehs, ein anderes der Fische, ein anderes der Vögel." 1. Kor 15,39
Du meinst: Von Luft und Liebe leben? Agape-Liebe, Jesus Christus als den Geliebten (Eph 1,6) meine ich. Oder hab ich da was falsch verstanden Marsianer?

Wie meinst du das? Wenn jemand meint, ihm würden gebratene Hähnchen in den Mund fliegen? Es sei für jemanden egal, ob er "teils aus der Ordnung fiel" (Leid als Konsequenz von Abirrung vom einzigen Geist wahrer Lebendigkeit)?
Gilt der Galater für alle Menschen?

Weil der Brief später als allgemein nützlich augefasst wurde, wurde er breit überliefert und schließlich verbreitet in "die Bibel" aufgenommen?


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