Advaita-Zombies

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Agape
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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Agape » Mo 17. Aug 2020, 14:15

Zitat aus dem Buch "Abschied vom Ich" (Werner Ablass)

"Ich verzichte auf eine akademische Definition. Das können andere besser und für mich zählt ohnehin nur die Praxis, die subjektive Erfahrung.

Zunächst einmal bedeutet nonduales Bewusstsein nicht, nicht mehr zu unterscheiden oder zu bewerten. Eine Blume ist eine Blume und kein Mineral, Blumen fühlen sich beim Anfassen weich an und duften, ein Mineral fühlt sich hart an und ist geruchlos, Blumen mag ich persönlich lieber als Mineralien. Dasselbe Prinzip gilt für Menschen. Auch hier unterscheide ich zwischen sympathischen und unsympathischen Zeitgenossen. Erstere sind mir allerdings lieber als letztere, weshalb ich mit diesen auch nur dann Umgang pflege, wenn es unbedingt sein muss bzw. kein Weg daran vorbeiführt.

In einer dualen Welt ist es zum einen unmöglich, zum anderen unrealistisch, ohne Unterscheidung und Bewertung zu leben. Wer dies behauptet, ist ein Träumer, ein abgehobener akademischer Spinner und hat von dem, was nonduales Bewusstsein bedeutet, keinen Schimmer.

Wenn nonduales Bewusstsein einsetzt, ist das Ich-Bewusstsein perdü. Die beiden sind wie Feuer und Wasser. Und was ist bzw. worin äussert sich Ich-Bewusstsein? In der abenteuerlichen Vorstellung, (das) "Ich" könne tatsächlich und nicht nur virtuell in eigener Regie denken, entscheiden und handeln.

Was ist bzw. worin äussert sich dann nonduales Bewusstsein? Natürlich darin, dass diese alberne Vorstellung (der freilich die Majorität der Menschheit anhängt) nicht mehr besteht.

Wenn diese Vorstellung von der inneren Festplatte gelöscht ist, ist das Ergebnis, dass jeder Gedanke, jede Entscheidung, jede Handlung, ja jedes Ereignis, selbst das Fallen eines deiner Haare von Haupt, ganz egal ob es in bzw. mit "mir" oder "dir" stattfindet, als vollkommen determiniert bzw. als kosmisches (oder göttliches) Handeln betrachtet wird. Selbst wenn mir jemand ins Gesicht schlägt, weil ihm meine Nase nicht passt, tut er das in meiner Wahrnehmung nicht. Er handelt sozusagen "im Auftrag" einer anderen Instanz. Und daher kann und werde ich das zwar unangenehm finden, mein System mag sich unter Umständen ärgern, diesen Ärger spontan zum Ausdruck bringen und sich gegen einen weiteren Übergriff zur Wehr setzen, zu einer Schuldzuweisung oder gar Racheabsichten kann es jedoch mit nondualem Bewusstsein unmöglich kommen, weil ausgeschlossen wird, dass jemand etwas tut und kann, was nicht geschehen soll.

Obgleich also sehr wohl zwischen angenehmen und unangenehmen Erfahrungen, zwischen sympathischen und unsympathischen Zeitgenossen, zwischen segensreichen und tragischen Geschehnissen unterschieden wird, scheidet die Möglichkeit aus, das, was jeweils geschieht oder auftaucht, als nicht vollständig determiniert zu betrachten. So wie es jeweils ist, so soll es sein, ob es "mir" gefällt oder nicht, "mich" angenehm oder unangenehm berührt, als Vorteil oder Nachteil betrachtet wird.

DAS ist nonduales Bewusstsein. Alles, was von dieser Definition abweicht, ist bestenfalls akademisches Geschwafel und hat mit der erlebten Lebenspraxis nondualen Bewusstseins nicht das Geringste zu tun."
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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Marsianer » Mo 17. Aug 2020, 16:43

Ablass hat geschrieben:Wenn diese Vorstellung von der inneren Festplatte gelöscht ist,

Durch welches Tun? Wozu veröffentlichte dieser Autor Nr. 3 ein Buch? Wie kam sie überhaupt erst auf die "innere Festplatte"?

Das was Autor Nr. 2 schrieb, empfinde ich als meinem Verständnis näher. Bei Autor Nr. 3 ist anscheinend die strikt deterministische Weltanschauung zentral? Und die verbindet er in, nunja, laut dem Zitat hier stilistisch etwas großmäuliger Art mit dem Begriff "nondual"?

Richtig finde ich daran zu erkennen, daß nicht alles, was Menschen tun, wirklich so bewußt von ihnen selbst so entschieden worden ist. Es ist auch Prägung dabei, je nach dem Grad innerer Finsternis auch sehr viel. Und doch sind selbst solche Menschen nach meinem Erkennen immer auch Gestalter, indem sie gemäß ihrem seelischen Zustand manches eher annehmen als anderes. Und ich erkenne den ja letztlich als bewußt wählbar. Das ist die "frohe Botschaft" des eigentlichen Christentums.

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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Agape » Mo 7. Sep 2020, 09:54

Ramesh Balsekar war Schüler des Advaita-Lehrers Sri Nisargadatta Maharaj

Quelle: Wikipedia - Zitat:

„Balsekar betont in seiner Lehre, dass das Individuum nicht frei ist in seinem Handeln, sondern durch genetische Veranlagung und den Einfluss der Gesellschaft konditioniert ist. Der Mensch ist zwar frei, gemäß seinem Denken zu handeln, doch sein Denken selbst kann nicht von ihm selbst bestimmt werden, sondern entspricht ‚dem Willen Gottes‘.

Balsekar greift dabei auf Lehren der Bhagavad Gita über die Urheberschaft menschlichen Handelns zurück. Seine Lehre, dass der Mensch daher schuldunfähig ist, wurde sehr kontrovers aufgenommen und wird manchmal dem Neo–Advaita zugeordnet, jedoch kommentiert Balsekar auch traditionelle Werke wie die Bhagavad Gita, die Ashtavakra Gita und Jnaneshvaras Amritanubhava, um seine Lehre zu begründen.

Nur wer die eigene unpersönliche Natur erkennt, wird frei sowohl von Schuld als auch Schuldzuweisung, was zu vollkommener Harmonie mit der Umgebung führe.

Nach Balsekar bedeute Erleuchtung alleine die Erkenntnis diesen Umstandes, der jedoch zutiefst und ohne Zweifel begriffen werden muss. Diese Erkenntnis kann jedoch nicht forciert werden, da der Mensch ja nicht frei ist und die Identifikation mit sich selbst als verursachendem Handelnden der eigentliche Inhalt seiner Ignoranz ist.“
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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Marsianer » Mo 7. Sep 2020, 11:29

Diese Ansicht halte ich für falsch, mindestens für zu kurz gegriffen. Den eingangs zitierten Autor ging es aber vermutlich nicht um diese grundlegende Lehre, sondern darum, daß manche durch Phrasennachäfferei die ihnen durch diese Lehre nahegelegte "Erleuchtung" durch "Erkennen" dieser Weltsicht vorgaukeln, obwohl sie dem eigentlich gemeinten Erleben eher fern sind.

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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Goldmädchen » Sa 19. Sep 2020, 08:35

Schwierig. Wenn man sich mit solchen Menschen unterhält, welche meinen alles solle so sein. Dass sie nichts bewerten würden, egal was geschieht.
Dann aber wieder rum nicht akzeptieren können, das nicht alle Menschen so leben. Dass es Kriege gibt oder anderes Leid, sie dann aber meinen, dass sei kein Nicht- akzeptieren , das sei auch keine Bewertung von ihnen, sondern nur eine Fesstellung. Okay. Aber in dem Moment wo ich mir etwas Anderes wünschen würde ( und so klingt das, wenn jemand alles mögliche anklagt ) ist es eine Bewertung. (In meinen Augen ).

Ich frage mich auch, wieso manche oder viele meinen es gebe da eine Wahrheit, das sei die Liebe, das sei Gott und nur das mache uns glücklich.
:Wenn wir immer im Jetzt leben ( denn auch das Jetzt ist die Wahrheit und Liebe ) `das ist das einzige was glücklich macht und Segen bringt uns allen.
Dann frage ich mich, wieso behaupten manche sie wüssten was für alle gut wäre ? Und wieso meinen sie das ist die Wahrheit, das sei Gott, das sei die Liebe. Und es gibt keine zweite Wahrheit. Das es verschiedene Meinungen auch nicht geben darf, denn es sollte nur eine Meinung geben.
Verschiedene Meinungen was Wahrheit sein könnte und auch eine andere Meinung dazu haben, was allen gut tun würde oder dieses in Frage zu stellen, sehen sie als das Gegenteil von in Liebe sein, Wahrheit sein und Gott sein.
Aber ich fühle mich oft so gut in meinem Zustand und bin dann nicht in der Nicht- Dualität. Dennoch glücklich oft.
Daher kann das schon einmal nicht stimmen, dass man nur so glücklich sein kann - in der Wahrheit.
Illusisonen machen mich glücklich. Ich empfinde mein Denken / mein Ego nicht als etwas Schlechtes oder Hinderliches. Menschen dazu zu drängen die Wahrheit zu leben in ihr zu sein, ist in meinen Augen schon mal keine Liebe. Liebe heißt alles annehmen können. Eben auch Menschen, die nicht in der Liebe sind. Das ist auch Selbststärke, würde ich sagen. Mir gelingt es mal gut, mal nicht gut. Aber es gelang mir schon mal.
Meiner Meinung nach, sollte jeder so leben wie er möchte, in dem Bewusstsein den er möchte, solange der Mensch dabei anderen nicht schadet, rücksichtsvoll ist, vorsichtig, aufmerksam, wenn er einen guten Geist hat. Das bedeutet das Ego ist eher der, der sich unterwirft.
Aber eben nicht nur unterwirft - unterwerfen muss. Nur, kommen dann solche Menschen und meinen, woher willst du wissen, dass Du gerade etwas Gutes machst, dass es für andere gut sei. Das könne ja gar nicht sein, so etwas gäbe es nicht. Nur die Non- Dualität bringt Frieden und Segen und ist Liebe. Ich halte es für sehr .... naja sehr unweitsichtig / engstirnig und zu streng.
Manche , sowie ich, fühlen sich eben wohl, wenn sie nicht gerade im Hier und Jetzt sind gedanklich, wenn sie woanders sind. Wenn sie z.B. schon in der Zukunft sind gedanklich. Wenn sie etwas vorhaben. Oder wenn sie sich Gedanken machen, wenn sie hinter fragen, das macht mir Spaß.
Alles immer so annehmen, wie es ist, immer nur im Jetzt leben, das hört sich für mich doch eher langweilig/ sehr unaufregend, sehr eintönig an.

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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Marsianer » Mi 23. Sep 2020, 08:57

Ja, ich kann mir vorstellen, daß der eingangs zitierte Autor auch auf solche Widersprüchlichkeiten hinauswollte, teils lese ich soetwas in dieser Richtung auch in seinem Text.
Goldmädchen hat geschrieben:Alles immer so annehmen, wie es ist, immer nur im Jetzt leben, das hört sich für mich doch eher langweilig/ sehr unaufregend, sehr eintönig an.

Die Frage wäre auch, wie das denn ausschauen würde. Tut das irgendjemand?

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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Marsianer » Sa 3. Okt 2020, 09:00

Agape hat geschrieben:Der Nondualismus mit meinen eigenen Worten beschrieben bedeutet, dass es nur das "Eine" gibt. Wie dieses "Eine" genannt wird, ist gleichgültig. Zum Beispiel: Gott, Liebe, Alles, Nichts, das Ganze etc. Und alles geht aus diesem "Einen" hervor und ist ein ungetrennter Teil dessen.

Auf mich als Mensch angewendet bedeutet dies, dass es nur mich (das Eine) gibt. Alles, was ich getrennt von mir wahrnehme, ist Illusion. Alles was scheinbar getrennt von mir (dem Einen) geschieht, geschieht unabhängig von meinem Willen. Es geschieht, weil es geschehen muss, weil es nicht anders sein kann als es ist. Wenn ich scheinbar etwas tue, tue nicht ich als ein getrenntes Wesen etwas, sondern ich tue es, weil es getan werden soll - ich habe also keine Wahl, weil es mich als etwas, was unabhängig vom Ganzen existiert, gar nicht gibt.

Alle Schreiber in diesem Forum sind ein ungetrennter Teil von mir. Nehme ich sie als etwas Getrenntes wahr, dann träume ich den Traum der Illusion. Erwache ich aus diesem Traum, dann kann ich die Wirklichkeit als Ganzes sehen. Ich, du, wir alle sind ein ungetrennter Teil von Gott, der Liebe, dem Einen, denn es gibt nur dieses Eine.

viewtopic.php?f=2&t=30&p=227

Wenn ich scheinbar etwas tue, tue nicht ich als ein getrenntes Wesen etwas, sondern ich tue es, weil es getan werden soll - ich habe also keine Wahl

Teil der (Advaita-)Lehre wäre also, daß es kein eigenes Wollen gibt. Dennoch tummeln sich die "Ratgeber" auch in diesem Sektor, was nach meinem Verständnis irgendwie nahelegt, sie meinen etwas bewirken zu können. Beziehungsweise sie seien in ihrem teils kommerziellen Auftreten selbst unfrei und ihr Tun sei gleich einem Tun im "kosmischen Spiel", das dann wovon ausgemacht würde? Davon, daß viele Akteure "unerleuchtet" handeln und dies sei dann sozusagen wieder der Wille des Einen. Dann könnte man die Frage stehen, wieso ein "Erkennen des Einen" irgendeine Bedeutung aufweisen würde, irgendwie "hochstehender" sein könnte. Das Eine hätte selbst einfach so Umstände des Leidens geschaffen, also würde es seinem Bewußtsein vermutlich nicht entsprechen zu meinen es sei eine wichtige Errungenschaft dies zu überwinden. (Wohlgemerkt ist das nicht mein Weltbild.).
Nehme ich sie als etwas Getrenntes wahr

Da wäre wieder die Frage, was das denn eigentlich bedeuten soll "Getrenntes wahrnehmen". Sich z.B. mit anderen Menschen in seiner Liebe nicht verbunden zu fühlen? Vielleicht in einer Art körperexistenzerhaltbezogenen "Notzustand" zu vegetieren, wie ich es in einem anderen Thread formuliert hatte?

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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Agape » Sa 3. Okt 2020, 09:41

Marsianer hat geschrieben:Teil der (Advaita-)Lehre wäre also, daß es kein eigenes Wollen gibt.

Ich verstehe es so, dass es ein einziges Wollen gibt - das Wollen des Einen, dessen Teil ich bin.

Dennoch tummeln sich die "Ratgeber" auch in diesem Sektor, was nach meinem Verständnis irgendwie nahelegt, sie meinen etwas bewirken zu können. Beziehungsweise sie seien in ihrem teils kommerziellen Auftreten selbst unfrei und ihr Tun sei gleich einem Tun im "kosmischen Spiel", das dann wovon ausgemacht würde? Davon, daß viele Akteure "unerleuchtet" handeln und dies sei dann sozusagen wieder der Wille des Einen.

Für mich ergibt das "Hierarchiedenken" bezüglich "Erleuchteten" oder "Unerleuchteten" keinen Sinn. Demzufolge würde ja wieder Trennung herrschen.

Dann könnte man die Frage stehen, wieso ein "Erkennen des Einen" irgendeine Bedeutung aufweisen würde, irgendwie "hochstehender" sein könnte. Das Eine hätte selbst einfach so Umstände des Leidens geschaffen, also würde es seinem Bewußtsein vermutlich nicht entsprechen zu meinen es sei eine wichtige Errungenschaft dies zu überwinden. (Wohlgemerkt ist das nicht mein Weltbild.).

Ja, diese Frage stelle ich mir auch. Aber ich beziehe diese Bedeutung auf den Glauben an die Existenz eines "Egos", denn nur für dieses illusionäre Ego kann irgend etwas eine Bedeutung haben. Das Ego trennt und sieht sich als autonom handelnd, denkend und empfindend.

Da wäre wieder die Frage, was das denn eigentlich bedeuten soll "Getrenntes wahrnehmen". Sich z.B. mit anderen Menschen in seiner Liebe nicht verbunden zu fühlen? Vielleicht in einer Art körperexistenzerhaltbezogenen "Notzustand" zu vegetieren, wie ich es in einem anderen Thread formuliert hatte?

Ja, wobei sich das "sich mit anderen Menschen nicht in (seiner) Liebe verbunden zu fühlen" nur auf das "Ego" bezieht. Nur dieses meint, dass es eine Liebe gibt, die nicht mit dem Ganzen verbunden ist, die man verlieren oder festhalten kann. Gibt es keine Ego-Identifikation (mehr), dann stellt sich diese Frage nicht und man nimmt sich als das "Eine" wahr, welches niemals in einen Notzustand geraten kann, weil es diesen nur scheinbar gibt. Im Gewahrsein des "Einen" existieren weder Angst (Zukunft) noch Schuld (Vergangenheit). Der Körper wird nicht mehr als etwas erlebt, was bedrohlich wirkt und woran man klammern muss, da man ja nicht dieser Körper ist, welcher zerstörbar ist (Illusion). Man ist nicht dieser Körper, man ist das "Eine" und dieses "Eine" ist unzerstörbar.
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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Marsianer » Sa 3. Okt 2020, 11:21

Agape hat geschrieben:Ich verstehe es so, dass es ein einziges Wollen gibt - das Wollen des Einen, dessen Teil ich bin.

Wobei empfundene Verschiedenheit Teil des Wollens dieses "Einen" sein dürfte. Das "Eine" würde also nicht nur "Einssein" wollen.
Aber ich beziehe diese Bedeutung auf den Glauben an die Existenz eines "Egos", denn nur für dieses illusionäre Ego kann irgend etwas eine Bedeutung haben. Das Ego trennt und sieht sich als autonom handelnd, denkend und empfindend.

Und wenn dem so ist, dann entspricht genau das dann auch dem Wollen "des Einen"?
Gibt es keine Ego-Identifikation (mehr), dann stellt sich diese Frage nicht und man nimmt sich als das "Eine" wahr, welches niemals in einen Notzustand geraten kann, weil es diesen nur scheinbar gibt.

Das unterscheidet sich z.B. von einer Ansicht, der Tod des Körpers sei nicht das Ende und auch nicht so schlimm? "Danach" könnte ja sich ja auch eine individuelle Existenz fortsetzen. Oder bei angenommenen Wiederverkörperungen die Seele mit seelischen Eigenschaften unter anderen Umständen neu beginnen, z.B. anders geprägt werden. Dann wäre die Persönlichkeit der Wiederverkörperung grundlegend gleich mit der vorangegangenen, aber sie wäre nicht identisch mit der vorangegangenen, da die prägenden Umstände andere wären.

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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Agape » Mo 28. Dez 2020, 14:43

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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Marsianer » Di 29. Dez 2020, 13:22

Aha?

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Re: Advaita-Zombies

Beitragvon Goldmädchen » Di 29. Dez 2020, 21:44

Agape hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=CvSFVURSQG8&feature=youtu.be


Ich sehe es so, dass wir da wir einen freien Willen haben, sehr wohl nicht nur einfach so ablaufen, funktionieren oder geschehen, das ist unsere Entscheidung was wir tun. Und wenn wir im Göttlichen sind in unserer Quelle fühlen wir uns mit dem anderen verbunden, sehen das Göttliche im anderen. Dennoch sehe ich nicht, das alles vorherbestimmt ist , gut so ist wie es ist oder wir keine Entscheidungen oder Einfluss auf die Zukunft nehmen können. Man wird gelassener, das stimmt, aber man kann auch etwas bewirken und wirkt zum Guten. Immer zum Göttlichen hin oder dem Wohle dieses.


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