Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

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Agape
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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Agape » Do 6. Okt 2022, 11:06

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Ich würde eigentlich alles als äusserlich einordnen, das letztendlich keine verändernde Wirkung auf die seelische Substanz hat.

Wobei das für viele offenbar ja keine gar so einfach zu fassende Sache wäre und an sich auch ist, würde ich sagen. Z.B. meinen ja wohl viele Esoteriker und andere die eigene Schwingung zu erhöhen, wenn sie soetwas unternehmen wie z.B. oben zitiert?

Immer wenn ich so etwas lese, taucht in mir die Frage „weshalb“ auf. Es fühlt sich für mich manchmal wie ein „Geschäft“ an: „Was habe ich dafür zu „bezahlen“, damit ICH in eine höhere Schwingung komme? Ein Tauschgeschäft? Ist das nicht ausgesprochen „irdischer Natur“? Ob Gott wohl in solchen Dimensionen denkt? "Aha, da wird dies und jenes getan, um endlich inneren Frieden zu finden". Worum geht es denn da hauptsächlich? Um die Person selbst? Oder gibt es andere Hintergedanken dabei?

Auch eine Neugeburt "in Jesus" wäre nach meinem Verständnis zunächst vor allem Anstrahlung, nicht das eigentlich sofort die seelische Substanz im eigentlichen Sinne ändert, auch wenn es sich so anfühlen mag. Das geschieht zumeist erst allmählich in darauf folgenden Schritten. Wächst der Mensch auch aus eigenem Entscheiden und Loslasen von Finsterem in die Form dieser Anstrahlung?

Ja. Vielleicht handelt es sich grundsätzlich um „eine“ Entscheidung, die jedoch Bestand haben soll und nicht nur eine durch höhere Schwingung erzeugte „Blitzentscheidung“ ist, welche sich in Schall und Rauch auflöst, sobald der Mensch in Bedrängnis kommt, weil er sich irdisch gesehen möglicherweise unter Druck fühlt, wenn andere Menschen sich eventuell von ihm zurückziehen, weil sie nichts mehr mit ihm anfangen können etc. Also eine Entscheidung für Lichtes, in „guten und schlechten Tagen“.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Es ist vermutlich damit gemeint, einem Schmerz nicht mit Widerstand zu begegnen, um ihn nicht zu einem „chronischen“ Leiden werden zu lassen, sondern eher nach Möglichkeiten zu suchen, der Ursache auf den Grund zu gehen und daran etwas zu verändern.

Das würde auf mich so schon sinnvoll wirken. Aber ich hatte aus dem Morgenstern-Zitat heraus nicht direkt den Eindruck, daß es dort sicher so betrachtet würde? Es geht dort ja auch um "Anhaftung", nicht nur um "Widerstand", "annehmen und loslassen". Loslassen, in welcher Art denn?

Vielleicht ginge es darum, die „Opferrolle“ loszulassen? Sich nicht „bestraft“ zu fühlen, sondern den Schmerz als Signal zu betrachten - als Wegweiser zum Lichten - jedoch auch als Wegweiser zum Finsteren, falls ein Mensch sich eher dafür entscheiden wollte. Immer wieder scheint es darum zu gehen, „Farbe zu bekennen“ - sich erneut zu verorten - wie auf einer Reise mit vielen Umsteigemöglichkeiten, wo man sich für Abwege, Umwege oder auch für den direkten Weg entscheiden kann.
Ja, manchmal habe ich den Eindruck, dass solche oben zitierten „Ratgeber“ vieles sehr vereinfacht darstellen. Aber es ist wohl „einträglicher“ und „erfolgversprechender“, wenn man den Menschen etwas vermittelt, das sie auch „schlucken und verdauen“ können. Ratgeber, die eher andere Wege einschlagen, indem sie scheinbar „Unverdauliches“ (Wahrheiten?) vermitteln, sind wohl irdisch gesehen von erheblich weniger Erfolg gekrönt.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Das käme vielleicht darauf an, ob die innere Entscheidung nur darauf beruhen würde, bestehenden Schmerz durch ein anderes „Wesen“ zu lindern, das heisst, dadurch einen eigenen Mangelzustand ausgleichen zu wollen, ohne dabei „anderen Geistes“ zu werden. Wenn die Seele jedoch innerlich dem Licht zustreben würde und dies in ihrer aufrichtigen Liebe zu Gottes Geist und dem Willen, ihm zu folgen, zum Ausdruck käme, würde sie geistig nach ihm „greifen“ und diesen lichten Geist festhalten, bis sie davon durchdrungen würde, was eine verändernde Wirkung auf die seelische Substanz zur Folge hätte.

Ich würde sagen, Schmerz könnte auch "losgelassen" werden, indem Lichtes losgelassen wird, "Finsteres" gewählt wird, "die Seele verkauft" wie es in der europäischen Kunst öfters genannt wurde.

Ja, siehe oben. Schmerz könnte sowohl ein Wegweiser zum Licht als auch zur Finsternis sein. Die Seele wird vor eine Wahl gestellt, wohin sie letztendlich gehen „will“ - vielleicht will sie sich aber auch eine Weile ausruhen - „nirgendwo hingehen“? Dann könnte es eventuell sogar sinnvoll sein, sich dem Schmerz ganz hinzugeben?
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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Marsianer » Do 6. Okt 2022, 13:43

Agape hat geschrieben:„Was habe ich dafür zu „bezahlen“, damit ICH in eine höhere Schwingung komme? Ein Tauschgeschäft? Ist das nicht ausgesprochen „irdischer Natur“?

Was wohl festgestellt werden kann ist, daß es bei diesem "Schwingungserhöhern" eine ebenso auf sie Art einwirkende oder in ihnen wirkende Kraft gibt, die gegenteilig wirkt, denn sonst würde es ja nicht so geschildert wie ein regelmäßiger Vorgang "täglich mal die eigene Schwingung erhöhen". Nun, offenbar bleibt das was da erzeugt wird meist nicht lange so.
Worum geht es denn da hauptsächlich?

Im zitierten Fall um bessere "Astralreisen", denke ich?
Vielleicht handelt es sich grundsätzlich um „eine“ Entscheidung, die jedoch Bestand haben soll und nicht nur eine durch höhere Schwingung erzeugte „Blitzentscheidung“ ist, welche sich in Schall und Rauch auflöst, sobald der Mensch in Bedrängnis kommt, weil er sich irdisch gesehen möglicherweise unter Druck fühlt, wenn andere Menschen sich eventuell von ihm zurückziehen, weil sie nichts mehr mit ihm anfangen können etc. Also eine Entscheidung für Lichtes, in „guten und schlechten Tagen“.

Ich würde sagen "Neugeburt" geht schon auf eine Entscheidung zurück, der danach dann in der Regel viele zu einzelnen Aspekten folgen würden oder öfters auch auch ein gewisses "Weiterziehen". Wobei die einmalige Entscheidung schon bleibende Wirkung hat, wenn wahrhaftig das Herz daran beteiligt war. Wieviel darauf folgt, wie sehr es erfasst wird, was sich darin für jemanden auftun würde, ist eine andere Frage.
Sich nicht „bestraft“ zu fühlen, sondern den Schmerz als Signal zu betrachten - als Wegweiser zum Lichten

Das würde ich wohl sagen.
vielleicht will sie sich aber auch eine Weile ausruhen - „nirgendwo hingehen“? Dann könnte es eventuell sogar sinnvoll sein, sich dem Schmerz ganz hinzugeben?

Naja, wenn Schmerz vorhanden ist, der von der Seele herkommt, nicht eher irgendeine eigene Überempfindlichkeit wäre z.B. weil etwas abgelehnt wird, dann drängt da auch etwas aktuell?

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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Agape » Fr 7. Okt 2022, 09:45

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:„Was habe ich dafür zu „bezahlen“, damit ICH in eine höhere Schwingung komme? Ein Tauschgeschäft? Ist das nicht ausgesprochen „irdischer Natur“?

Was wohl festgestellt werden kann ist, daß es bei diesem "Schwingungserhöhern" eine ebenso auf sie Art einwirkende oder in ihnen wirkende Kraft gibt, die gegenteilig wirkt, denn sonst würde es ja nicht so geschildert wie ein regelmäßiger Vorgang "täglich mal die eigene Schwingung erhöhen". Nun, offenbar bleibt das was da erzeugt wird meist nicht lange so.

Passt:
Jeden Moment ändert sich alles. Wir versuchen es zu kontrollieren, dass sich alles so verhält, wie wir es wollen – dann haften wir an. Wir haben unsere Erwartungen und Vorstellungen, wie alles zu sein hat.

viewtopic.php?f=2&t=193&p=5264#p5264

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:vielleicht will sie sich aber auch eine Weile ausruhen - „nirgendwo hingehen“? Dann könnte es eventuell sogar sinnvoll sein, sich dem Schmerz ganz hinzugeben?

Naja, wenn Schmerz vorhanden ist, der von der Seele herkommt, nicht eher irgendeine eigene Überempfindlichkeit wäre z.B. weil etwas abgelehnt wird, dann drängt da auch etwas aktuell?

Ja, jedoch ist es nicht immer die beste Wahl, auf ein inneres Drängen mit „Umtriebigkeit“ zu reagieren. Das Drängen ruft zwar nach Veränderung, aber nicht nach „blinder“, sondern nach „sehender“ - ein „wildes Herumexperimentieren“ wirkt sich auf die Seele dann eher desorientierend aus.
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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Marsianer » Fr 7. Okt 2022, 12:25

Agape hat geschrieben:
Jeden Moment ändert sich alles. Wir versuchen es zu kontrollieren, dass sich alles so verhält, wie wir es wollen – dann haften wir an. Wir haben unsere Erwartungen und Vorstellungen, wie alles zu sein hat.

Ja, dieses "jeden Moment verändert sich alles", das habe ich noch nie wirklich verstanden und würde nicht sagen, daß ich mein Sein jemals so erlebt habe. Das war dann natürlich ausgesprochen immer wieder mal ein Anlaß von Leuten, die soetwas vertreten mir zu attestieren, ich würde da wohl weniger wahrnehmen. Selbst würde ich tendenziell eher vermuten, daß diese Leute vielleicht sowas wie "ein Blatt im Wind" sind? Überall sich ändernde Anstrahlungen, in denen man sich selbst ständig in wechselnder Weise erfährt und wieso auch immer wenig "eigenes" solides Licht aus der einzigen Quelle von Lebendigkeit. Ich weiß nicht, wie meditiert sojemand? Und so führt das dann hin?
Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:vielleicht will sie sich aber auch eine Weile ausruhen - „nirgendwo hingehen“? Dann könnte es eventuell sogar sinnvoll sein, sich dem Schmerz ganz hinzugeben?

Naja, wenn Schmerz vorhanden ist, der von der Seele herkommt, nicht eher irgendeine eigene Überempfindlichkeit wäre z.B. weil etwas abgelehnt wird, dann drängt da auch etwas aktuell?

Ja, jedoch ist es nicht immer die beste Wahl, auf ein inneres Drängen mit „Umtriebigkeit“ zu reagieren. Das Drängen ruft zwar nach Veränderung, aber nicht nach „blinder“, sondern nach „sehender“ - ein „wildes Herumexperimentieren“ wirkt sich auf die Seele dann eher desorientierend aus.

Auf "blinde Umtriebigkeit" wollte ich nicht hinaus. Mir kam das "sich dem Schmerz hingeben" etwas suspekt vor, auch im Abgleich mit dem, was ich so von dir speziell an Eindrücken habe. Das könnte so verstanden werden, daß du dich extra dem Schmerz näherst, "in ihm badest". Ihn betrachten, verstehen, ja das finde ich sinnvoll. Aber das wirkte eher ein wenig wie "ihn zum Kult machen", dabei ist er nichts von Belang, wäre nur mehr eine Botschaft. Manche "vergöttern" Formen von Botschaften, das könnten wie hier Schmerzen sein, Schicksal oder auch "heilige Schriften" (deren Form).

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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Agape » Fr 7. Okt 2022, 15:48

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Jeden Moment ändert sich alles. Wir versuchen es zu kontrollieren, dass sich alles so verhält, wie wir es wollen – dann haften wir an. Wir haben unsere Erwartungen und Vorstellungen, wie alles zu sein hat.

Ja, dieses "jeden Moment verändert sich alles", das habe ich noch nie wirklich verstanden und würde nicht sagen, daß ich mein Sein jemals so erlebt habe.

Die Vergänglichkeit des Fleisches im Gegensatz zur Unvergänglichkeit des Wortes Gottes (Ewigkeit).

Jesaja 40, 6-8:
„Eine Stimme spricht: Rufe! Und ich sage[6]: Was soll ich rufen? – Alles Fleisch ist Gras, und all seine Anmut[7] wie die Blume des Feldes. 7 Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt[8], denn der Hauch des HERRN hat sie angeweht. Fürwahr, das Volk ist Gras. 8 Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt[9]. Aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.“

1 Johannes 2:17:
„Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibet in Ewigkeit.“

2 Korinther 4:18:
„uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“


Das war dann natürlich ausgesprochen immer wieder mal ein Anlaß von Leuten, die soetwas vertreten mir zu attestieren, ich würde da wohl weniger wahrnehmen. Selbst würde ich tendenziell eher vermuten, daß diese Leute vielleicht sowas wie "ein Blatt im Wind" sind?

Naja, es sind vielleicht eher „Weltmenschen“?

Überall sich ändernde Anstrahlungen, in denen man sich selbst ständig in wechselnder Weise erfährt und wieso auch immer wenig "eigenes" solides Licht aus der einzigen Quelle von Lebendigkeit. Ich weiß nicht, wie meditiert sojemand? Und so führt das dann hin?

Ich vermute, das ist ein wesentlicher Punkt - auch bei mir. Aber etwas ist dennoch immer gleich - nur kann ich das kaum in Worte fassen. Jedoch ist es etwas Stabiles, worauf ich immer wieder zurückgreifen kann und es fühlt sich zunehmend frei und unabhängig an.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Marsianer hat geschrieben:Naja, wenn Schmerz vorhanden ist, der von der Seele herkommt, nicht eher irgendeine eigene Überempfindlichkeit wäre z.B. weil etwas abgelehnt wird, dann drängt da auch etwas aktuell?

Ja, jedoch ist es nicht immer die beste Wahl, auf ein inneres Drängen mit „Umtriebigkeit“ zu reagieren. Das Drängen ruft zwar nach Veränderung, aber nicht nach „blinder“, sondern nach „sehender“ - ein „wildes Herumexperimentieren“ wirkt sich auf die Seele dann eher desorientierend aus.

Auf "blinde Umtriebigkeit" wollte ich nicht hinaus. Mir kam das "sich dem Schmerz hingeben" etwas suspekt vor, auch im Abgleich mit dem, was ich so von dir speziell an Eindrücken habe. Das könnte so verstanden werden, daß du dich extra dem Schmerz näherst, "in ihm badest".

Ja, ich badete mich des Öfteren in Schmerz (Selbstmitleid) und es hatte mich nicht weitergebracht. Aber diese Phase ging vorüber und nun ist daraus mit der Zeit eher ein kurzzeitiges Untertauchen entstanden, wonach ich wieder auftauche - Luft hole - und weiter schwimme.

Ihn betrachten, verstehen, ja das finde ich sinnvoll. Aber das wirkte eher ein wenig wie "ihn zum Kult machen", dabei ist er nichts von Belang, wäre nur mehr eine Botschaft.

Ja, aber zu dieser Erkenntnis hatte ich erst nach und nach zu finden. Niemand konnte mir meine diesbezüglichen Erfahrungen abnehmen.
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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Marsianer » Sa 8. Okt 2022, 06:41

Agape hat geschrieben:
Das war dann natürlich ausgesprochen immer wieder mal ein Anlaß von Leuten, die soetwas vertreten mir zu attestieren, ich würde da wohl weniger wahrnehmen. Selbst würde ich tendenziell eher vermuten, daß diese Leute vielleicht sowas wie "ein Blatt im Wind" sind?

Naja, es sind vielleicht eher „Weltmenschen“?

Da ging es vielleicht meist um Spirituelle, die schon erfahren haben, daß das teilweises Aussteigen aus Konditioniertheit Änderungen im inneren Erfahren bewirken kann. Wer stark aus Konditioniertheit ist, der erfährt sich darin wohl meist als kontinuierlicher, das aber eher aus dem geringen Maße, in dem überhaupt echtes Wahrnehmen erfolgt (wenn dann stark gefiltert). Sie erfahren dann (oder bekamen in Kursen von "Meistern" soetwas aus deren Sicht erzählt) ungefilterter und das kommt dann gar nicht mehr so statisch vor wie Orientiertsein aus "Glaubenssätzen"/Konditioniertheit (darin ist auch einiges an Fokussierung enthalten, es wird ja unentwegt daran festgehalten, auch an menschensprachlich Formuliertem, "Fremdenergien", darauf geschaut). An der Stelle kann dann soeine Ansicht, soein Eindruck vorliegen, der mit dazukommender weiterhin vorhandener Eitelkeit halt derart absolut vertreten werden kann als quasi der Weisheit letzter Schluß, der da erkannt worden sei.

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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Marsianer » Sa 8. Okt 2022, 10:20

von Tsong » Mo 27. Apr 2009, 15:08
Der erste Schritt

Ohne Verbindung mit der Hierarchie gibt es keinen Fortschritt. Der erste Schritt, AY zu verwirklichen, besteht also darin, den Ashram aufzusuchen. Das muß nicht physisch geschehen: Du kannst für eine Viertelstunde (oder mehr) „abschalten“ (Dich aus dem alltäglichen Treiben zurückziehen) und Dich im Geist zu uns begeben.

Den Aschram aufsuchen bedeutet: Zum Lehrer gehen.

Unser Aschram steht unter der Leitung der Mahatmas, die die Lehre gegeben haben. Auch das ist nicht physisch zu verstehen: Eine Gemeinschaft wie unser Orden kann sich geistig der Leitung durch die Bruderschaft unterstellen - wie der mittelalterliche Templerorden Jesus Christus als sein (geistiges) Oberhaupt gewählt hat.

Zum Lehrer gehen bedeutet: Du setzt Dich zu Seinen Füßen nieder, lauschst Seiner Stimme (die zu Dir spricht, wenn Du die Lehre liest oder Deine inneren Sinne in der Höheren Verbindung – alter Begriff: Meditation - öffnest), Du befolgst Seine Weisungen und führst Sein Werk auf Erden aus.

Der Eintritt in das Heiligtum, die Verbindung mit den Höheren Sphären – und wenn sie noch so kurz ist - kann Dich und Dein Leben vollkommen verändern: Du hältst Dich für einen Moment in einer höheren, besseren Welt auf, in der Frieden, Freiheit, Feierlichkeit, Selbstlosigkeit, Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe herrschen. Hier erwacht Dein wahres, höheres, unsterbliches geistiges Selbst zum Leben. Hier werden Dir Erkenntnis, Trost, Kraft, Führung und Freude zuteil. Du wirst nicht mehr anders und anderswo leben wollen.

Der Lehrer beauftragt Dich: Wenn Du den Aschram wieder verlassen hast und in Deinen Alltag zurückgekehrt bist, bewahre dort die höhere Schwingung des Heiligtums, überwinde Dein niederes Selbst und bringe nur noch Dein höheres Ich zur Geltung, tritt als Botschafter der Mahatmas auf und bemühe Dich, die Verhältnisse in Deiner Umgebung denen in der höheren Welt anzugleichen.

http://agni-yoga-forum.de/viewtopic.php?p=299#p299

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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Agape » Sa 8. Okt 2022, 11:20

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Das war dann natürlich ausgesprochen immer wieder mal ein Anlaß von Leuten, die soetwas vertreten mir zu attestieren, ich würde da wohl weniger wahrnehmen. Selbst würde ich tendenziell eher vermuten, daß diese Leute vielleicht sowas wie "ein Blatt im Wind" sind?

Naja, es sind vielleicht eher „Weltmenschen“?

Da ging es vielleicht meist um Spirituelle, die schon erfahren haben, daß das teilweises Aussteigen aus Konditioniertheit Änderungen im inneren Erfahren bewirken kann. Wer stark aus Konditioniertheit ist, der erfährt sich darin wohl meist als kontinuierlicher, das aber eher aus dem geringen Maße, in dem überhaupt echtes Wahrnehmen erfolgt (wenn dann stark gefiltert). Sie erfahren dann (oder bekamen in Kursen von "Meistern" soetwas aus deren Sicht erzählt) ungefilterter und das kommt dann gar nicht mehr so statisch vor wie Orientiertsein aus "Glaubenssätzen"/Konditioniertheit (darin ist auch einiges an Fokussierung enthalten, es wird ja unentwegt daran festgehalten, auch an menschensprachlich Formuliertem, "Fremdenergien", darauf geschaut). An der Stelle kann dann soeine Ansicht, soein Eindruck vorliegen, der mit dazukommender weiterhin vorhandener Eitelkeit halt derart absolut vertreten werden kann als quasi der Weisheit letzter Schluß, der da erkannt worden sei.

Das oben Zitierte entspricht wohl weitgehend einem Blick in meine eigene Seele. Wobei es für mich letztendlich kein "Unglück" bedeutet, mit meiner „Weisheit“ noch nicht am Ende zu sein. Es erscheint mir eher so, als wäre es erst der Anfang. ;)

Weshalb hat der Mensch allgemein die Tendenz, sich immer irgendwo einordnen zu wollen und dies dann als absolut anzusehen? Ist es nicht eher so, dass geistige Lebendigkeit darauf beruht, in Bewegung zu sein, sich auszudehnen? Und wenn dies in der „Leichtigkeit des Seins“ erfolgen würde, gäbe es auch keine „Ermüdungserscheinungen“? Vielleicht wäre Absolutheit gar gleichzusetzen mit Tod?
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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Marsianer » Sa 8. Okt 2022, 13:01

Agape hat geschrieben:Das oben Zitierte

Das was du in deiner Antwort von mir zitiert hattest oder das was ich direkt über deinem Antwortbeitrag zitiert hatte?

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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Agape » Sa 8. Okt 2022, 13:16

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Das oben Zitierte

Das was du in deiner Antwort von mir zitiert hattest oder das was ich direkt über deinem Antwortbeitrag zitiert hatte?

"Da ging es vielleicht meist um Spirituelle, die schon erfahren haben, daß das teilweises Aussteigen aus Konditioniertheit Änderungen im inneren Erfahren bewirken kann ...."
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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Agape » Sa 8. Okt 2022, 13:27

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Jeden Moment ändert sich alles. Wir versuchen es zu kontrollieren, dass sich alles so verhält, wie wir es wollen – dann haften wir an. Wir haben unsere Erwartungen und Vorstellungen, wie alles zu sein hat.

Ja, dieses "jeden Moment verändert sich alles", das habe ich noch nie wirklich verstanden und würde nicht sagen, daß ich mein Sein jemals so erlebt habe. Das war dann natürlich ausgesprochen immer wieder mal ein Anlaß von Leuten, die soetwas vertreten mir zu attestieren, ich würde da wohl weniger wahrnehmen. Selbst würde ich tendenziell eher vermuten, daß diese Leute vielleicht sowas wie "ein Blatt im Wind" sind? Überall sich ändernde Anstrahlungen, in denen man sich selbst ständig in wechselnder Weise erfährt und wieso auch immer wenig "eigenes" solides Licht aus der einzigen Quelle von Lebendigkeit. Ich weiß nicht, wie meditiert sojemand? Und so führt das dann hin?

Schlaflos

Es ist vier Uhr in der Nacht. Ich dreh mich um und um und um und schlafe nicht. Ich öffne das Fenster, lausche dem Regen, aber nicht einmal das beruhigt mich. Im Schein der Strassenlaterne sehe ich die Bilder an den Wänden: ein grosses Foto meiner beiden Kinder, es beunruhigt mich, eine diffuse Angst packt mich, werden sie wohl immer so fröhlich sein wie auf dem Bild, sie werden Sorgen haben, das Leben wird hart zu ihnen sein, wie kann ich sie nur beschützen, und irgendwann bin ich ja auch nicht mehr da …

Wieder wälze ich mich im Bett. Das nächste Bild: die Legende des heiligen Trinkers, ein Aquarell von meinem Onkel für meinen Vater gemalt, es hat etwas Bedrohliches, mir kommen Trinkgelage in den Sinn, wie mein Vater nicht mehr zu erkennen war, die Angst, die ich als Kind ausgestanden hatte und die immer noch auf „fiese“ Weise in mir steckt, die mich zittern lässt um meine Lieben und die mir immer wieder zuflüstert, wie brüchig alles ist.

Dann zwei Fotos von Menschen, die ich sehr geliebt habe, die viel zu früh gestorben sind, die ich sehr schmerzlich vermisse und die ich jetzt, im Schein der Strassenlaterne, als so nahe bei mir empfinde, dass es irgendwie unheimlich ist. Ich mache mir Vorwürfe. Warum habe ich ihnen meine Zuneigung nicht deutlicher gezeigt? Warum habe ich mich nicht öfter bei ihnen gemeldet? Warum habe ich sie als selbstverständlich genommen, als ob sie immer hier sein würden?

Das nächste Bild: eine wunderschöne Theaterzeichnung, von einem Bühnenbildner gemalt, so zauberhaft, wie das Theater einmal war, als es noch Magie besass. Das stürzte mich in die düsteren Gedanken, dass ich am heutigen Theater nichts mehr zu suchen habe, alles vorbei ist, was ich geliebt habe, und ich todtraurig bin und an Einschlafen gar nicht zu denken ist.

Und noch ein Bild: selbstgemalt von meiner Tochter, nach einer Vorlage von Picasso, richtig gut. Und wieder trübe Gedanken, sie malt nicht mehr, das profane Leben mit seinen Pflichten und Aufgaben hat sie schon zu sehr verschlungen.

Was macht die Nacht nur mit dem Menschen? Denn nachdem ich schliesslich eine Schlaftablette genommen und dann bis Mittag geschlafen habe, war alles ganz anders. Meine Kinder schienen mir auf einem guten Weg, die Trinkerei meines Vaters war wieder so lange her, wie sie es tatsächlich ist, meine toten Freunde eine schöne Erinnerung, das Theater zwar immer noch neu, aber doch auch interessant, und meine Tochter kann schliesslich jederzeit malen, wenn ihr danach ist.

Hallo Tag.

https://www.bazonline.ch/schlaflos-154895409266
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Re: Was meinen Esoteriker mit "Schwingungen"?

Beitragvon Marsianer » Sa 8. Okt 2022, 13:52

Agape hat geschrieben:Das oben Zitierte entspricht wohl weitgehend einem Blick in meine eigene Seele.

Das würde bedeuten "Konditionierungen" (oder wie man das auch immer benennen wollte) hätten bisher in dir eine starke Rolle gespielt?
Es erscheint mir eher so, als wäre es erst der Anfang. ;)

Ich widerspreche nicht (besonders so wie sich mir die letzten Monate bei dir darstellten). ;)
Weshalb hat der Mensch allgemein die Tendenz, sich immer irgendwo einordnen zu wollen und dies dann als absolut anzusehen?

Ist das denn so?
Ist es nicht eher so, dass geistige Lebendigkeit darauf beruht, in Bewegung zu sein, sich auszudehnen?

Was soll das bedeuten?
Und wenn dies in der „Leichtigkeit des Seins“ erfolgen würde, gäbe es auch keine „Ermüdungserscheinungen“?

Nein (sage ich mal so).
Vielleicht wäre Absolutheit gar gleichzusetzen mit Tod?

Definitionssache, was diese Begriffe betrifft.
Agape hat geschrieben:aber nicht einmal das beruhigt mich

Da ist also wieder mal jemand "beunruhigt".
werden sie wohl immer so fröhlich sein wie auf dem Bild, sie werden Sorgen haben

Pff ...

... eine wäre möglicherweise eine unausgeglichene, unausgeschlafene Mutter, so wie das sich liest.
wie kann ich sie nur beschützen, und irgendwann bin ich ja auch nicht mehr da

Ahja ...

... Tendenz "erweiterter Suizid"?
es hat etwas Bedrohliches, mir kommen Trinkgelage in den Sinn

Wer hat das auch so mit Sekundenkleber an die Schlafzimmerwand geklebt, daß man es nicht mehr wegbekommt ...
wie mein Vater nicht mehr zu erkennen war

Oder im Gegenteil?
wie brüchig alles ist

Hm, die eigene Herleitung dessen ist in dieser Darstellung zumindest klar ...
Dann zwei Fotos von Menschen, die ich sehr geliebt habe, die viel zu früh gestorben sind, die ich sehr schmerzlich vermisse

Was hängt da sonst noch? Ein Guernika-Abdruck?
Warum habe ich ihnen meine Zuneigung nicht deutlicher gezeigt? Warum habe ich mich nicht öfter bei ihnen gemeldet? Warum habe ich sie als selbstverständlich genommen, als ob sie immer hier sein würden?

Da ist offenbar jemand umfassend und massiv mit sich im Unreinen?
Und noch ein Bild: selbstgemalt von meiner Tochter, nach einer Vorlage von Picasso, richtig gut.

Hahaha! (Ich hatte das nicht vorher komplett durchgelesen.)
Und wieder trübe Gedanken, sie malt nicht mehr, das profane Leben mit seinen Pflichten und Aufgaben hat sie schon zu sehr verschlungen.

Das liegt in der Familie?
Was macht die Nacht nur mit dem Menschen?

Gar nichts.
Denn nachdem ich schliesslich eine Schlaftablette genommen und dann bis Mittag geschlafen habe, war alles ganz anders. Meine Kinder schienen mir auf einem guten Weg, die Trinkerei meines Vaters war wieder so lange her, wie sie es tatsächlich ist, meine toten Freunde eine schöne Erinnerung, das Theater zwar immer noch neu, aber doch auch interessant, und meine Tochter kann schliesslich jederzeit malen, wenn ihr danach ist.

Darauf wolltest du vor allem hinaus, auf diese "völlige Umänderung" von Empfinden "durch die Nacht"?


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