Marienbotschaften Marienerscheinungen

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Marsianer
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Marienbotschaften Marienerscheinungen

Beitragvon Marsianer » Sa 20. Jun 2026, 14:47

Heilige Gemma, 1.9. hat geschrieben:Wer hätte sich vorgestellt, dass meine liebe Mutter mich besuchen würde? Auch
ich dachte nicht daran, weil ich glaubte, dass mein schlechtes Betragen es ihr nicht erlauben würde;
aber sie hatte Mitleid mit mir und in kurzer Zeit fühlte ich eine innere Sammlung; und auf diese
folgte, wie so oft, das Schwinden der Sinne. Ich befand mich (so schien es mir) bei der
Schmerzensmutter. Welche Glückseligkeit in diesen Augenblicken! Wie lieb ist es, den Namen
Mutter aussprechen zu können! Welche Seligkeit fühlte mein Herz in diesen Augenblicken! Erkläre
es, wer es kann. Mir schien es, dass sie mich nach einem Augenblick der Rührung auf den Schoß
nahm und mir den Kopf an ihrer Schulter ruhen ließ, für eine kleine Zeit. Mein Herz war in diesem
Augenblick überglücklich und zufrieden: es gab nichts weiter zu wünschen für mich. „Liebst du nur
mich?" fragte sie mich unter anderem. „O nein!" antwortete ich ihr, „vor dir liebe ich eine andere
Person." – „Und wer ist es?" fragte sie, als wüsste sie es nicht. „Es ist eine Person, die mir über alles
teuer ist; ich liebe sie so sehr, dass ich mein Leben für sie geben würde, gleich in diesem
Augenblick; für Ihn schone ich auch meinen Körper nicht." – „Aber sag mir, wer ist es?" fragte sie
mich ungeduldig. „Wenn du gestern Abend gekommen wärest, hättest du sie bei mir sehen können.
Schau, Er kommt nur sehr selten zu mir, ich dagegen gehe jeden Tag zu Ihm, und ich würde noch
öfter zu Ihm gehen, wenn ich könnte. Aber weißt du, meine Mutter", fuhr ich fort, „warum Er das so
macht? Weil er sehen will, ob ich in der Entfernung fähig wäre, Ihn nicht mehr zu lieben; aber im
Gegenteil, je weiter ich entfernt bin, desto mehr fühle ich mich hingerissen zu Ihm." – „Sag mir,
wer er ist", wiederholte sie. „Nein, ich sage es dir nicht", antwortete ich. „Du sahst Ihn, meine
Mutter: Er gleicht dir an Schönheit, deine Haare haben die Farbe der Seinen." Darauf schien mir
meine Mutter unter Liebkosungen zu sagen: „Aber, meine Tochter, von wem willst du sprechen?"
Da rief ich laut aus: „Verstehst du nicht? Ich will von Jesus sprechen. Von Jesus", wiederholte ich
noch lauter. Sie sah mich lächelnd an und drückte mich heftig an sich: „Liebe Ihn nur, liebe Ihn
sehr, liebe Ihn ganz allein." – „Fürchte nicht", sagte ich ihr, „keiner in der Welt wird meine Liebe
besitzen, nur Jesus allein." Von neuem drückte sie mich an sich, mir schien, dass sie mich auf die
Stirn küsste, und ich erwachte und fand mich ausgestreckt auf der Erde, mit dem Kruzifix in der
Nähe.

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