Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

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Marsianer
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Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » Fr 23. Okt 2020, 16:02

(Z.B. dieses Thema ist ein Ort, an dem sich über das Thema auch vertiefend ausgetauscht werden kann, es geht nicht wirklich darum, daß jemand eine erwartete "richtige Antwort" gibt)

Agape
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » Fr 23. Okt 2020, 16:21

Seelenwesen fühlen sich nicht selig, wenn ihr Geist so umnebelt ist, dass sie nichts mehr verstehen können. Sie möchten verstehen, aber es geht einfach nicht. Sie fühlen sich verlassen von Gottes Liebe und können sie nicht spüren, obgleich sie wissen, dass Gottes Liebe immer da ist. Sie wissen aber, wie sich "selig fühlen" anfühlt. Sie haben es schon erfahren, aber wieder verloren.

Seelenwesen, die es nie erfahren haben, wissen nicht, was es heisst, selig und in der Nähe Gottes zu sein. Seelenwesen, welche diese Erfahrung schon gemacht haben, können nicht verstehen, warum sie nicht mehr selig sein können. Und das macht sie sehr traurig und verzweifelt. Es ist dunkel um sie herum und sie fühlen sich schuldig, dass sie nicht so verstehen können, wie sie es gerne wollen würden. Sie fühlen sich von Gott und der Welt verlassen. Wenn sie nur wüssten, wie sie das ändern könnten, wie sie wieder Seligkeit erfahren dürfen?
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Goldmädchen
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Goldmädchen » Fr 23. Okt 2020, 16:33

Selig kann oder ist man nur wenn man in einer Meditation ist oder in Gewahrsein , in der Stille ( hinter die Dinge sehen kann ) ? Und im normalen Bewusstsein fühle ich mich nicht selig.

Marsianer
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » Fr 23. Okt 2020, 17:46

Wie meine Begriffswahl im Titel zeigte gehe ich hier nicht von aktueller "Psychologie" aus. Aber auch von dieser abgesehen kurieren im Bereich dieser Frage wohl etliche weltanschauliche Annahmen.

Nach meinem Verständnis der Dinge geht es ebenfalls um "Geist". Z.B. so wie ich die Bibel verstehe kommt das innerste Wollen eines Menschen, eines Seelenwesens aus dem von ihm ergriffenen Geist. Dieser Geist wäre in Grunde selbst ein Geistwesen (z.B. Gott oder Teufel als "Vater" eines Menschen).

Von derartigen Annahmen ausgehend wäre die Frage, wieso manche der Seelenwesen nicht rein aus der göttlichen Geistesquelle schöpfen, daraus unter anderem dann auch selig sein sollten. Und vielleicht was denn mit solchen geschieht, die den göttlichen Geist von sich aus (teils) zurückweisen, was das in ihnen für Auswirkungen haben kann.

Die einzige reine und lebendige Quelle geistiger Lebendigkeit wäre die Schöpfergottheit. Getrenntsein von ihr ("Sünde" im eigentlichen Sinne) bewirkt in einem Wesen eine Reduktion dieser reinen Lebendigkeitsfülle. Menschen sind dann nicht selig einfach aus "sich" (Gottes Geist), sie fühlen sich dann oft verloren und suchen Anteile göttlichen Geistes so wie sie in an sich allen Menschen so oder so wirken. Sie suchen "Zugehörigkeit", fühlen sich nach "Gemeinschaftlichkeit" besser, "aufgetankt". Soetwas nannte ich schon "Anstrahlung". Es ändert sich nicht wirklich welchen Geist ein Seelenwesen ergriffen hält, aber durch solche Effekte von "Anstrahlung" ändert sich auf andere Art (vorübergehend oder auch dauerhafter in entsprechenden Beziehungen) das menschliche Empfinden.

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » Fr 23. Okt 2020, 18:51

Marsianer hat geschrieben: Es ändert sich nicht wirklich welchen Geist ein Seelenwesen ergriffen hält, aber durch solche Effekte von "Anstrahlung" ändert sich auf andere Art (vorübergehend oder auch dauerhafter in entsprechenden Beziehungen) das menschliche Empfinden.

Inwiefern ändert sich das menschliche Empfinden?
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Marsianer
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » Fr 23. Okt 2020, 20:38

Goldmädchen hat geschrieben:Selig kann oder ist man nur wenn man in einer Meditation ist oder in Gewahrsein , in der Stille ( hinter die Dinge sehen kann ) ?

Ich würde sagen, selig zu sein ist der eigentliche geistig-natürliche (also nicht auf das physikalisch-menschenkörpersinnesnah beschriebene Universum bezogene) Zustand von Seelenwesen. In ihm gibt es verschiedene Wesenseigenschaften der Seelenwesen, die sind aber "rein licht". Das Wesen erlebt auch für sich genommen Seligkeit, gesteigerte Freude im "lichten" einander ergänzenden, erkennenden Austausch mit anderen, aber ohne eben keine "innere Leere" wie viele Menschen.
Und im normalen Bewusstsein fühle ich mich nicht selig.

Vielleicht weil das eigentlich "unnormal" ist? ;)

Agape
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » Sa 24. Okt 2020, 08:41

Marsianer hat geschrieben:Ich würde sagen, selig zu sein ist der eigentliche geistig-natürliche (also nicht auf das physikalisch-menschenkörpersinnesnah beschriebene Universum bezogene) Zustand von Seelenwesen. In ihm gibt es verschiedene Wesenseigenschaften der Seelenwesen, die sind aber "rein licht". Das Wesen erlebt auch für sich genommen Seligkeit, gesteigerte Freude im "lichten" einander ergänzenden, erkennenden Austausch mit anderen, aber ohne eben keine "innere Leere" wie viele Menschen.

Vielleicht weil das eigentlich "unnormal" ist? ;)

Ja, wenn ich einen Zustand von Leere in mir wahrnehme, leide ich. Aber weniger deshalb, weil mir die Leere als unerträglich erscheint. Es ist vielmehr die Erkenntnis, dass dieser Zustand "unnormal" ist, die mich leiden lässt. Ich erinnere mich dann immer wieder an Zustände meiner Seele, die ganz und gar nicht von Leere geprägt waren. Ich weiss, dass sowohl die Leere als auch die Fülle (Seligkeitsempfinden) etwas sind, was zwar mit anderen Seelen geteilt werden kann, aber nicht dort ihren Ursprung haben. Keine andere Seele kann meine Leere auffüllen, das ist mir voll bewusst. Und doch gibt es Phasen, aus denen ich unsanft herausgeholt werde und wo ich erkennen muss, dass es trotz dieses Wissens immer wieder geschieht, dass ich mich nach etwas sehne, was in Wirklichkeit nur aus meinem eigenen Inneren geschöpft werden kann - durch die geistige Verbundenheit mit der göttlichen Quelle.

So ist es - ich bin wach und bereit, mich auf wahre, aus mir selbst kommende Seligkeit einzulassen.
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Marsianer
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » Sa 24. Okt 2020, 10:45

Agape hat geschrieben:Seelenwesen fühlen sich nicht selig, wenn ihr Geist so umnebelt ist, dass sie nichts mehr verstehen können. Sie möchten verstehen, aber es geht einfach nicht.

Es wäre also von irgendwoher ein "Nebel" da, der Verstehen erschwert. Unseligkeit wird hier auf Nichtverstehenkönnen zurückgeführt. Soweit ich es verstehe ist es richtig, daß Verbindung, Bezugnahme des Seelenwesens auf "lichteren" Geist mit gewissem Erfassen, Verstehen einhergeht. Aber ich würde sagen Voraussetzung für die empfundene Seligkeit ist es nicht. Eher ist es häufige Begleiterscheinung von Seligkeit, "lichter" Vergeistigung. Seligkeit kann auch ohne Verstehen Seligkeit sein.
Sie fühlen sich verlassen von Gottes Liebe und können sie nicht spüren, obgleich sie wissen, dass Gottes Liebe immer da ist.

Wieso würden sie sich verlassen fühlen?
Wenn sie nur wüssten, wie sie das ändern könnten, wie sie wieder Seligkeit erfahren dürfen?

Anders formuliert: Wieso sie sie wohl nicht mehr erfahren?
Inwiefern ändert sich das menschliche Empfinden?

Für selige, rein "lichte" (Licht = die einzig existierende geistige Lebendigkeit aus Gott) Geistwesen ist es ganz normal sich hier und da mit anderen zu verbinden, um in der gemeinsamen "Qualität" (aus Eigenschaften der beteiligten Wesen) etwas "zusammen zu tun, zu erschaffen" (aus Gott). Im Zustand des "Gefallenseins", seelischer Verfinsterung aus selbstgewählter Abtrennung vom einzigen Licht wird dieser Ablauf zu etwas in dem der Mangel an Licht treibend ist. Er findet nach meinem Verständnis bei fast allen Menschen der Erde unbewußt statt. Finstere Wesen suchen andere Wesen, in instinktiver seelischer Verbindung zu diesen sie sich selbst etwas "lichter" fühlen. Einzelwesen sind aufgrund ihres Wollens/Ergreifens geistiger Aspekte in unterschiedlichen "Punkten" speziell besonders finster. Darin können entsprechende Ergänzungen erlebt werden. Aber sie ändern eher wenig am eigentlichen Problem. Der Wunsch solche "Anstrahlung" zu erreichen, durch letztlich äußere Umstände erleben zu können wird daher meist in die Irre führen.

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » Sa 24. Okt 2020, 13:09

Marsianer hat geschrieben:Wieso würden sie sich verlassen fühlen?

Weil sie ersehnte Nähe, Verbundenheit mit der göttlichen Quelle nicht im gegenwärtigen Augenblick, sondern mehr aus einer Erinnerung heraus wahrnehmen können.

Anders formuliert: Wieso sie sie wohl nicht mehr erfahren?

Weil sie nicht aus göttlichem Geist leben, obwohl sie nichts mehr als das wollen würden, und deshalb der Fülle aus Gottes Quelle fern sind.

Einzelwesen sind aufgrund ihres Wollens/Ergreifens geistiger Aspekte in unterschiedlichen "Punkten" speziell besonders finster. Darin können entsprechende Ergänzungen erlebt werden. Aber sie ändern eher wenig am eigentlichen Problem. Der Wunsch solche "Anstrahlung" zu erreichen, durch letztlich äußere Umstände erleben zu können wird daher meist in die Irre führen.

Und was geschieht, wenn sich ein Seelenwesen dessen bewusst ist und alles dafür tut, um diesem Wunsch nach "Anstrahlung" zu entsagen? Sich sozusagen selbst "aushungert", sich gegenüber jeglicher Kontakte solcher Art verschliesst und sich zurückzieht? Birgt das eine Chance in sich, aus sich selbst heraus selig zu werden?
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » Sa 24. Okt 2020, 16:44

Agape hat geschrieben:Ja, wenn ich einen Zustand von Leere in mir wahrnehme, leide ich.

Begrifflich ist das spätestens jetzt auch problematisch, denn manche Lehren verweisen ja auf "Leere" als Schritt aus dem Leiden.
Und doch gibt es Phasen, aus denen ich unsanft herausgeholt werde und wo ich erkennen muss, dass es trotz dieses Wissens immer wieder geschieht, dass ich mich nach etwas sehne, was in Wirklichkeit nur aus meinem eigenen Inneren geschöpft werden kann - durch die geistige Verbundenheit mit der göttlichen Quelle.

Das wird vielen so gehen, diese Ebene überhaupt halbwegs korrekt zu erkennen ist nach meinem Erleben schon selten. "Anstrahlung" spielt in dieser Welt eine grundlegende Rolle solange solche Finsternis in ihr verbreitet vorliegt.
So ist es - ich bin wach und bereit, mich auf wahre, aus mir selbst kommende Seligkeit einzulassen.

Mehr als Worte sind das bisher aber nicht?

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » Sa 24. Okt 2020, 18:32

Agape hat geschrieben:Weil sie nicht aus göttlichem Geist leben, obwohl sie nichts mehr als das wollen würden, und deshalb der Fülle aus Gottes Quelle fern sind.

Wollen sie das wirklich oder würden diese es wollen, weil sie eigentlich das Ergebnis, an das noch eine matte Erinnerung vorliegen mag, an sich erfahhren wollen würden?
Und was geschieht, wenn sich ein Seelenwesen dessen bewusst ist und alles dafür tut, um diesem Wunsch nach "Anstrahlung" zu entsagen? Sich sozusagen selbst "aushungert", sich gegenüber jeglicher Kontakte solcher Art verschliesst und sich zurückzieht? Birgt das eine Chance in sich, aus sich selbst heraus selig zu werden?

Das wäre dann soetwas wie Fasten. Das eigentliche Problem sehe ich in dem inneren geistigen Mangel, der Wesen ihr Heil in "Anstrahlung" suchen läßt. Ich versuche hier komplexere Zusammenhänge zu beschreiben, soweit ich sie direkt verstehe. Die Erlösung durch Jesus Christus würde ich auch als "Anstrahlung" beschreiben. In einer "Anstrahlungsgemeinschaft" bleibt das Lichtausmaß aller Beteiligten für alle gewissermaßen gleich (Vereinfachung, so ganz stimmt das auch nicht). Da Jesus Gott ist, entsteht in dieser Gemeinschaft mit ihm etwas das Richtung "rein lichtem" Urzustand weist (aber meist noch nicht ist).

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » Sa 24. Okt 2020, 19:49

Marsianer hat geschrieben:Begrifflich ist das spätestens jetzt auch problematisch, denn manche Lehren verweisen ja auf "Leere" als Schritt aus dem Leiden.

Stimmt, ich hätte besser den Begriff "Mangel" angewendet - im Gegensatz zur Fülle.

Mehr als Worte sind das bisher aber nicht?

Ich wünschte mir, dass den Worten Taten folgen würden. Ich weiss nur noch nicht, wie ich das anstellen soll. Aber vielleicht ist es doch ein Schritt mehr in die richtige Richtung?
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