Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

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Agape
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » Sa 31. Okt 2020, 16:11

Freya hat geschrieben:Ja das mit der klaren Entscheidung ist bei mir auch so.
Jedoch habe ich das nicht gemeint.
Es war auf die Hindernisse und sich unwürdig fühlen bezogen.
Und wie es dazu kommt daß man immer wieder in Phasen gerät, wo man nicht so klar ausgerichtet ist.

Gerade vor kurzem hatte ich wieder eine Phase, wo ich mich fremdgesteuert fühlte und unter anderem empfand, Gottes Geist nicht ergreifen zu können, da ich seiner "unwürdig" sei. "Marsianer" hat es ja dahingehend erklärt und es darauf bezogen, dass noch verschiedenen "Herren" ("Geistern") gefolgt wird und man sich dadurch manchmal hin- und hergerissen fühlt (dies ist meine persönliche Interpretation davon).
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Agape
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » Sa 31. Okt 2020, 16:24

Marsianer hat geschrieben:Was für Hindernisse könnten das auch sein.

Ich meinte damit Baustellen, z. B. ungelöste Konflikte, Anhaftungen an Konditionierungen etc.

Solches '"Ausrichten" (das was ich hier vermute) würde ich nicht mit Ergreifen gleichsetzen.

Was ist denn genau der Unterschied? Ist Ausrichtung eine Art von "Vorstufe" für das Ergreifen?

Soetwas kann Seelen in vielerlei Hinsicht paralysieren. Letztlich ist das ein Blick auf die Symptomebene auf der keine grundhafte Lösung gefunden werden wird.

Ja. Es könnte auch eine Ausrede dafür sein, sich nicht zu entscheiden und nichts verändern zu wollen.
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » Sa 31. Okt 2020, 17:41

Agape hat geschrieben:Licht bezeichne ich als „nahe bei Gott“ und Finsternis als „fern von Gott“ - in allen möglichen Abstufungen. Also ein Wesen strebt aus Liebe zu Gott seine Nähe an - begehrt diese als lebensentscheidender Wert.

Ich würde "Licht" mehr als Folge der Beziehung zu Gott sehen: "Licht (Lebendigkeit aus geistiger Fülle)"
"Gegenseite"

Es handelt sich um Wesen, die aus sich heraus gar nicht mehr lebensfähig wären. Ist sowas eine "Seite"?
Stecken jedoch hinter scheinbar bedingungsloser Liebe zu Gott Zweifel, aufgrund derer der Mensch sich ihm nicht hingibt, dann wird er für seine Führung nicht empfänglich sein.

Zweifel sehe ich nicht so eng. Aber "Zweifeln" kann wieder viel bedeuten, mehrere Ebenen meinen.
Ich meinte damit Baustellen, z. B. ungelöste Konflikte, Anhaftungen an Konditionierungen etc.

Letztlich Aspekte, an denen das Wesen besser manches loslassen würde, das mit fragwürdigem Geist zusammenhängt.
Ist Ausrichtung eine Art von "Vorstufe" für das Ergreifen?

Ein Tasten vielleicht eher?

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Freya » So 1. Nov 2020, 09:44

Marsianer hat geschrieben:Wenn ich von "Geist ergreifen" spreche, dann ist damit ein Lieben gemeint.


Okey, dann habe ich es wohl zu wörtlich genommen.
Mir liegt die Bedeutung der Worte sehr am Herzen.
Für mich ist es wichtig zu sagen was man meint und zu meinen was man sagt. Sonst kommt es womöglich zu Missverständnissen mit einem selbst.

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Freya » So 1. Nov 2020, 09:49

Marsianer hat geschrieben:Wenn Gottes Geist auf der eigentlich relevanten Ebene ergriffen wird, dann fällt im Maße des Ergreifens all das wie von selbst vom jeweiligen Seelenwesen ab, das nicht zu ihm passt, von ihm ist.


Das kann ich bestätigen.
Es fällt einfach ab.
Jedoch kommt auch zurück was zu einem gehört.
Und das sind verloren gegange Gaben, aber auch das Bewusstwerden von Konditionen und Prägungen, aber auch seelische Muster, als Folge der Abtrennung die in einem selbst als Kompensation dienlich waren.

Oftmals ist das der Punkt für mich gewesen der etwas schwierig wurde.
Deswegen ist schreiben und sei es nur für mich selbst so unglaublich wichtig, damit ich es mir nicht nur bewusst mache, sondern mir das auch immer wieder vor Augen führen kann.

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Freya » So 1. Nov 2020, 09:56

Es handelt sich um Wesen, die aus sich heraus gar nicht mehr lebensfähig wären. Ist sowas eine "Seite"?


Nein.
Es sind Wesen in Not. Das wäre erstmal eine Feststellung, wenn man es erkennt.
Die "Gegenseite", "die anderen" ect...
Fühlt sich nach Trennung an.
Hier bin ich und da ist der andere.
Fühlt sich auch eher nach Bewertung an.

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » So 1. Nov 2020, 10:21

Marsianer hat geschrieben: Wenn ich von "Geist ergreifen" spreche, dann ist damit ein Lieben gemeint.

Es ist jedoch nicht ein Lieben, das "Eingelullt sein" meint. Es ist ein Lieben, das sich vollständig hingibt, das nichts lieber tut und nichts lieber ist als aus Liebe heraus lebend - ein liebendes Tätigsein für Gott und alle seine Geschöpfe.

Freya hat geschrieben: Fühlt sich nach Trennung an. Hier bin ich und da ist der andere. Fühlt sich auch eher nach Bewertung an.

In mir taucht der Begriff "Barmherzigkeit" auf. Barmherzigkeit gegenüber denen, "die nicht wissen, was sie tun". Es sind ebenfalls Gottes Geschöpfe und in oben stehendem "Lieben" mit eingeschlossen. Ich muss nicht wertschätzen, was sie tun, jedoch kann ich wertschätzen, was sie in Wirklichkeit sind, wenn sich ihre Seele dafür entschieden hat.
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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » So 1. Nov 2020, 14:49

Freya hat geschrieben:Für mich ist es wichtig zu sagen was man meint und zu meinen was man sagt. Sonst kommt es womöglich zu Missverständnissen mit einem selbst.

Ja.
Jedoch kommt auch zurück was zu einem gehört.
Und das sind verloren gegange Gaben,

Ja, das kann man so sehen, es wird manches mit Lebendigkeit gefüllt, wird wieder sichtbar.
auch das Bewusstwerden von Konditionen und Prägungen, aber auch seelische Muster, als Folge der Abtrennung die in einem selbst als Kompensation dienlich waren

Teils auch das, teills verschwinden sie einfach unbeachtet, sind fort und einfach vergessen, was viel später vielleicht noch auffällt.
Oftmals ist das der Punkt für mich gewesen der etwas schwierig wurde.

Dann ging es da darum etwas loszulassen, in dem aufgrund eigenem noch wirkenden "Ergriffenhaben" Abstand von Gottes Geist bestand?
Fühlt sich auch eher nach Bewertung an.

Wenn etwas in jemandem finster ist, dann ist es nicht verkehrt es so zu benennen (vorzugsweise auf eine Art, die der andere auch hinsichtlich der gemeinten Zusammenhänge verstehen kann).
Agape hat geschrieben:Es ist ein Lieben, das sich vollständig hingibt, das nichts lieber tut und nichts lieber ist als aus Liebe heraus lebend - ein liebendes Tätigsein für Gott und alle seine Geschöpfe.

Im Ergreifen mit der "allgemeinen Liebe" eines Seelenwesens ist, würde ich sagen, vor allem eine (an sich ganz leichte) Entschiedenheit auf solcher Ebene gemeint. Was aus dem ergriffenen Geist dann folgt (Innerstes Wollen, Empfinden, Tun, &c.), findet auf einer anderen Ebene statt. Und das wirkt dann auch wieder auf ein ergriffenes Geistwesen zurück, wie sich ihm gegenüber verhalten wird.

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Regentropfen » Sa 5. Dez 2020, 23:47

Ich weiß nicht, wie Seelenwesen sich fühlen.

Ich fühle mich z.B. nicht selig, weil in mir etwas ist, das in dieser Welt nicht "verstanden" wird. Es ist so, als würden meine Mitmenschen meine innere Wärme mit einem Eimer Eiswasser abkühlen.
Ich fühle mich auch wohl, wenn ich allein bin, aber ich frage mich, ob dieses Alleinsein der Sinn eines Menschenlebens ist.

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Marsianer » So 6. Dez 2020, 10:26

Du fühlst dich also alleine wohl. Wie erlebst du das bei den Mitmenschen? Wie läuft das mit dem "Eiswasser" ab?

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Regentropfen » So 6. Dez 2020, 15:52

Ich merke, dass vieles in der Gesellschaft auf dem Leistungsprinzip und der Verwertbarkeit eines Menschen basiert. Es ist schwer für mich, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, die dies als Religion verinnerlicht haben.

Menschen, die ich kennenlernte, reden oft über diese Themen. Ihr ganzes Sein orientiert sich daran. Ich merke, dass bei ihnen innerlich oft Schmerz oder Leere ist. Dennoch verbergen sie dies und lenken sich selbst ab.
Ein Gespräch ist nur möglich, wenn es den Normen dieser Leistungsgesellschaft entspricht.

Dennoch suchen sie Kontakt zu mir und reden über Sachen, mit denen ich nicht viel anfangen kann. Wenn ich es zu erklären versuche, werde ich für meine Andersartigkeit verurteilt.

Diese ganzen Konventionen, die auf Leistungsprinzip und Egoismus basieren, wirken auf mich innerlich wie "Eiswasser". Ich ziehe es dann vor, lieber allein zu sein.

Außerdem habe ich Menschen erlebt, die sozusagen austesten, was bei mir auf Resonanz trifft und dies nutzen, um in Bezug auf mich eigennützige Ziele zu verfolgen. Es ging gar nicht um das Gespräch an sich, sondern diese waren nur Mittel zum Zweck.

Dies führt bei mir zu einem Zwiespalt: Ich bin unter den oben genannten Umständen lieber allein, andererseits kommt mir während längerfristigen Alleinseins meine Existenz überflüssig vor.
Ich habe dann das Gefühl, als müsste ich nach etwas suchen, aber ich weiß nicht nach was.
Ich habe das Gefühl, als müsste ich eine Aufgabe erledigen, aber ich weiß nicht welche.

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Re: Weswegen fühlen sich manche Seelenwesen nicht selig?

Beitragvon Agape » So 6. Dez 2020, 16:07

Regentropfen hat geschrieben:
Ich habe dann das Gefühl, als müsste ich nach etwas suchen, aber ich weiß nicht nach was.
Ich habe das Gefühl, als müsste ich eine Aufgabe erledigen, aber ich weiß nicht welche.

Hast Du wirklich das Gefühl, nach etwas suchen, eine Aufgabe erledigen zu müssen?
Könntest Du Dir auch vorstellen, dass etwas nach Dir sucht - dass Du gefunden wirst?
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