Gemeinschaftsfähigkeit

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Marsianer
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Gemeinschaftsfähigkeit

Beitragvon Marsianer » Mi 6. Jan 2021, 16:10

Jemand, der sich fürs Mitwohnen im Jakobgut interessiert, hat in einer Mail auf diesen wie ich finde hier auch gut passenden Link verwiesen: https://www.world-wide-magic-movement.o ... aftsfaehig
Die Charakteristika für Gemeinschaft, wie sie Scott Peck aufgelistet hat, bilden einen vorzüglichen Spiegel, in dem sich jeder prüfen kann. Wie steht es um meine Gemeinschaftsfähigkeit, meine Bereitschaft, fürs Gemeinsame, für die Liebe zu gehen? Es lohnt sich immer wieder, in diesen Spiegel zu schauen. Deshalb habe ich diese Charakteristika umformuliert in Ich-Fragen, die einen vielleicht noch mehr zu konfrontieren vermögen und aufzeigen, dass wirkliche Gemeinschaft sich nicht auf einer vagen Gemeinschaftsfähigkeit der gesamten Gemeinschaft, sondern auf der konkreten Gemeinschaftsfähigkeit ihrer einzelnen Mitglieder begründet. Deshalb habe ich auch an den Anfang zwei weitere Charakteristiken gestellt, die Scott Peck in seiner Arbeit nicht erwähnt, die mir aber absolut grundlegend erscheinen. Wichtig ist auch immer wieder zu sehen, dass diese Charakteristika nicht etwa Regeln sind, die man aufstellen könnte und die zu befolgen wären, damit wirkliche Gemeinschaft entsteht, sondern umgekehrt, wenn wirkliche Gemeinschaft auf der Basis von Selbsterkenntnis und ernsthafter Auseinandersetzung miteinander gefunden ist, wird sie sich ganz von selbst in diesen Charakteristika ausdrücken.

1. Also, an erster Stelle die absolute Number One unter diesen Charakteristika, auf denen sich wirkliche Gemeinschaft begründet:

Bin ich ein Alleinstehender, bin ich eine Alleinstehende?

Eine wirkliche Gemeinschaft besteht aus Alleinstehenden. Sie begründet sich auf dem Alleinsein. Die Menschen darin sind nicht zusammen, weil sie der Einsamkeit entfliehen wollen, sondern weil sie erwachsen sind und die Einsamkeit überwunden haben. Nur auf der Grundlage eines integrierten Alleinstehen-Könnens blüht wirkliche Gemeinschaft. Deshalb: Bin ich ein Alleinstehender, eine Alleinstehende?

2. Das vielleicht zweitwichtigste Charakteristikum für wirkliche Gemeinschaft wird in der Frage zusammengefasst:

Bin ich bereit, unter allen Umständen gut zu sein? Bin ich bereit, meine Gefühle bei mir zu behalten, dafür die Verantwortung zu übernehmen ganz und gar und nicht auszuagieren? Bin ich bereit, mit ihnen still zu sein bis in mir drin nichts anderes mehr zu finden ist als die Liebe, aus der heraus ich Wirklichkeit erkennen und ohne Motiv handeln kann?

Punkt 1 stimme ich völlig zu, allerdings würde ich die Begriffe "erwachsen" ("kindisch") so wohl nicht verwenden, wie es viele Deutsche tun. Ob ich Punkt 2 ganz so verstehe wie gemeint bin ich mir nicht sicher. Es geht da z.B. um Bereitschaft mit eigenen Gefühlen still zu sein? Ich stimme auch diesem Punkt zu, vermute aber, daß der Punkt sich vor allem an Menschen richtet, die da impulsiver veranlagt sind als ich es wohl bin.
3. Dies geht zusammen mit einem dritten Charakteristikum, dem ersten von Scott Peck erwähnten:

Bin ich einschliessend? Schliesse ich nichts und niemanden aus? Fühle ich mich zumindest schuldig, wenn ich an meine Grenzen stosse und einen anderen nicht ganz einschliessen kann? Leide ich daran, wenn nicht jeder ganz und gar Platz hat in meinem Herzen? Habe ich erkannt, dass alles und alle dazugehören, dass Gemeinschaft keine Outcasts kennt, keine Outgroups, keine Ausgeschlossenen? Haben vor allem auch alle menschlichen Emotionen und Gefühle in mir ihren Platz gefunden, so dass die Grundlage dafür, ein Einschliessender zu sein, in mir geschaffen ist? Bin ich so weit gegangen im Prozess der Selbsterkenntnis, dass alle Gefühle in mir gehalten und zu einer Einheit verschweisst sind, so dass auch die Liebe, die das Ganze ist, ihren Platz gefunden hat?

Einschließen, einschließen. Finde nur ich das auf eine etwas seltsame Weise mehrdeutig? Nicht auszuschließen wäre vielleicht der eigentliche Punkt. Und wieder geht es da um Emotionen, vielleicht Impulsivität, die ich oben schopn vermutete. Wann stoße ich an Grenzen, hat sich die Gemeinschaft an sich vielleicht auch gewisse Ausrichtungen gegeben? Geht es bei denen immer darum, daß man jemanden nicht mehr lieb haben würde oder manchmal vielleicht auch darum als Gemeinschaft nicht in Beliebigkeit und damit oft eben auch in einer ziemlichen Mainstreamnähe zu enden? Aber vielleicht geht es da eher um persönliche Befindlichkeiten, die nicht mit der Ausrichtung der ganzen Gemeinschaft zu tun hätten. Auch dann verstehe ich Gemeinschaft vielleicht mehr als Angebot, nicht als etwas in das jemand eingeschlossen sein muß (mit Schloß). Ja, ich finde es schade, wenn im Zusammenleben gewisse Klüfte bestehen. Oft hat das aus meiner Perspektive mit geringer bis fehlender Kommunikationsbereitschaft des anderen zu mir bedeutenden Punkten zu tun. Wie kommt man sich nahe? Reicht es einseitig "niemanden auszuschließen"? Was wenn mich jemand ganz anders empfindet als ich mich wahrnehme? Was wenn der andere ein "Zusammensein" sucht, um wie unter Punkt 1 erwähnt seiner Einsamkeit zu entfliehen? Wird der sich "angenommen fühlen", wenn der andere für sich alleinesteht?

Marsianer
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Re: Gemeinschaftsfähigkeit

Beitragvon Marsianer » Mi 6. Jan 2021, 17:29

4. Das nächste von Scott Peck erwähnte Charakteristikum betrifft Commitment und ist ebenfalls von herausragender Bedeutung:

Wie gross ist mein Commitment bezüglich des Gemeinsamen? Kenne ich ein wirkliches Sich-Einlassen, den Willen zum Co-Existieren? Bin ich bereit, mich den anderen Mitgliedern der Gemeinschaft zu verpflichten, mich ihnen hinzugeben? Schliesse ich nicht nur andere nicht aus, sondern auch mich selbst nicht in dem Sinne, dass ich gar nicht dazugehören will, mich nicht einlassen will? Habe ich diesen Willen zum Dranbleiben, der auch Stürme, Konflikte und schlechte Zeiten überstehen kann? Bin ich bereit, meine grundsätzliche Freiheit, mein individuelles Sein durch die Bereitschaft, mich einzulassen, die Bereitschaft zu Commitment auszubalancieren?

Guter Punkt, nicht selten ist da wohl eine gewisse Konsumhaltung vorzufinden.
5. Bin ich bereit, die individuellen Differenzen, die in jeder Gruppe von Menschen eine Rolle spielen, immer wieder zu transzendieren, damit ein Konsens gefunden werden kann? Bin ich bereit, über Demokratie hinauszugehen, jeden Totalitarismus zu vermeiden, jede Minderheit einzuschliessen und gemeinsames Einverständnis zu suchen, bis alle individuellen Differenzen überwunden und ein Konsens gefunden ist?

Versucht werden kann es ja. Problematisch würde es z.B. wenn Aufmerksamkeitsjunkies, die sich auch kaum öffnen noch auf andere nennenswerter einlassen möchten, eine solche Schiene für sich entdecken würden. Aber es ist immer gut danach zu suchen den anderen zu verstehen.
6. Bin ich in tiefer Weise der Wirklichkeit, der einen Wirklichkeit verpflichtet, der Wirklichkeit, wie sie wirkliche Gemeinschaft erkennt und ausdrückt? Trete ich jeder Entartung, die in Gruppen leicht aufkommen kann, entgegen? Bin ich unter Umständen auch bereit, ganz allein zu stehen und gegen die Gesamtheit der Gemeinschaft die Wahrheit zu vertreten, wenn diese geneigt ist, einem der grundlegenden Tabus, wie wir Menschen sie geschaffen haben, aufzusitzen?

Oh, gut.
Bin ich sogar bereit, allenfalls selbst zum Outcast zu werden, weil ich meine Stimme gegen die Unwahrheit bezüglich des Inzesttabus, des Tabus um Geld und Besitz oder der anderen grossen Tabu-Themen (Bewusstsein, Tod) erhebe? Habe ich die Haltung der Demut, die mit der Einsicht in Wirklichkeit, in die Wirklichkeit davon, dass wir alle voneinander abhängig sind, alle einander brauchen, zusammengeht?

Inzesttabu? Ist das ein Thema von Scott Peck oder doch eher eines der Kirschblütengemeinschaft, beziehungsweise des Ansatzes von Samuel Widmer?
Wenn wir vom Inzesttabu sprechen, und insbesondere von dessen Aufhebung meinen wir, dass es frei sein muss, Liebe und sexuelle Anziehung zwischen zwei Menschen wahrnehmen zu dürfen, sie auszudrücken und darüber zu reden – egal in welchem gesellschaftlichen Kontext die zwei betroffenen Menschen stehen. Mit Aufhebung des Inzesttabus meinen wir explizit nicht, dass sexuelle Begegnungen in der Therapiestube oder zwischen nahen Verwandten stattfinden sollen. Auch finden wir das Inzesttabu nicht etwas grundsätzlich Falsches, das überall und für alle aufgehoben werden muss. Noch braucht die Welt dieses. Es ist eine notdürftige Lösung für eine Schwierigkeit, mit der die Menschheit noch nicht umzugehen gelernt hat.

https://www.world-wide-magic-movement.o ... erklaerung

Und was sagt uns das jetzt? Daß über alles geredet werden können soll? Mich nervt ja schon die Sexualisiertheit freudscher Theorien. Wie suggestiv mag manche ideologisch angetriebene "Tabuaufhebung" wirken?

Marsianer
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Re: Gemeinschaftsfähigkeit

Beitragvon Marsianer » Mi 6. Jan 2021, 18:04

7. Neige ich aus mir heraus zu Kontemplation und Selbsterkenntnis? Bin ich immer wieder daran interessiert, mich selbst zu untersuchen, meiner selbst gewahr zu sein? Lerne ich über mich selbst? Habe ich begriffen, dass ein Leben, das nicht hinterfragt und verstanden ist, nicht wert ist, gelebt zu werden? Bin ich derjenige, der sich dafür einsetzt, dass der Geist von Gemeinschaft, wenn er einmal verloren gehen sollte, immer wieder durch den Prozess der Selbsterkenntnis neu gefunden wird?

Selbst wenn da jetzt jeder "ja" sagen würde könnte es da noch Unterschiede wie Tag und Nacht geben, besonders wenn diese Leute darin der einen oder anderen Lehre folgen würden.
8. Habe ich eine Energie, die auf andere heilend und erweckend wirkt, weil ich das bisher Gesagte in mir verwirklicht habe? Das bedeutet: Bin ich für andere ein sicherer Ort, ein Ort, an dem jeder sich selbst sein kann? Schaffe ich eine Umgebung, die jedem die Freiheit lässt, sich selbst sein zu dürfen, seine wirklichen Gefühle haben und zum Ausdruck bringen zu dürfen? Bin ich bereit, die Arbeit, die zu leisten ist, damit das Wunder von Gemeinschaft durchbrechen kann, dass die Liebe sich ausbreiten kann, immer wieder zu leisten? Bin ich bereit, auf die üblichen Versuche der Menschen, einander zu heilen und zu überzeugen, zu verzichten, weil sie tatsächlich Gemeinschaft verhindern? Bin ich stattdessen bereit, Beziehung untereinander so zu gestalten, dass sie ein sicherer Ort wird, an dem Heilung ganz von selbst stattfinden kann? Habe ich begriffen, dass Heilung und Erwachen ganz von selbst da aufkommen, wo man darauf verzichtet, einander zu heilen und zu bekehren? Bin ich bereit, jeden zu akzeptieren, so wie er ist?

Das mögen wohl andere beurteilen, die mich erleben.

Ja, jeder soll gerne er selbst sein, aber aus Erfahrung schaue ich auch stark darauf, wie weit jemand überhaupt versteht, was das Jakobgut für ein Ort sein soll. Wer diesem Verständnis offenbar fern ist, den brauche ich auch nicht akzeptieren, weil wir in Hinsicht dieser Gemeinschaft kaum zusammenkommen werden?

Heilung komme von selbst auf, wo darauf verzichtet werde einander heilen, bekehren zu wollen, hm. Das wäre dann ein Gemeinschaftsverständnis, das vor allem auf solcher "Heilung" basiert, nicht auf einer bestimmten Lebensart (z.b. oadischer Kultur)? Da spiegelt sich dann vielleicht auch dieses Ziel von Tamera eine friedliche Welt schaffen zu mögen? Nunja, wohl nicht jede Gemeinschaft ist so ausgerichtet. Gemeinschaften sind vielleicht so verschieden, wie Individuen es sind.
9. Bilde ich für andere auch einen sicheren Ort, um mit neuen Möglichkeiten zu experimentieren? Bin ich ein Labor für Gemeinschaftsbildung? Bin ich ein Labor für persönliche Abrüstung? Bin ich bereit, meine eigene Gebrochenheit einzugestehen, meine Verletzlichkeit zu zeigen? Bin ich bereit, mich von den Verletzungen und Schwächen anderer berühren zu lassen? Bin ich auch bereit, meine Kraft und meine Stärke, mein Glück und meine Freude zu zeigen und mit anderen zu teilen? Bin ich bereit, meine Sexualität, meine Liebe, meine Beziehungen mit andern zu teilen?

Sexualität und "Liebe" mal wieder, ahja. Brauchen "Alleinstehende" überhaupt in so allgemeiner Weise einen "sicheren Ort" oder wäre dieses Bedürfnis eher ein Zeichen dafür Einsamkeit nicht so wirklich überwunden zu haben? Etliches darin finde ich allgemein gesehen nicht schlecht. Was mich interessiert ist aber schon auch eher die Möglichkeit der Vertiefung zusammen mit anderen. Das setzt bei anderen auch ein gewisses Verständnis voraus, eine gewisse Selbsterfahrenheit (ich glaube eher unabhängig von bestimmten menschlichen Lehren), "Kennen von Stille".

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Re: Gemeinschaftsfähigkeit

Beitragvon Marsianer » Do 7. Jan 2021, 16:55

10. Bin ich ein Beziehungsangebot, in dem Konflikte ausgetragen werden können? Bin ich derjenige, der verweigert, sich in Konflikten auf die eine oder andere Seite zu schlagen? Bin ich derjenige, der dadurch immer wieder verhindert, dass Cliquen und Fraktionen entstehen? Bin ich derjenige, der immer wieder der Aufsplitterung des Ganzen entgegenwirkt, der keine Parteienbildung sucht?

Würde schon sagen, daß ich mich weniger pauschal auf irgendwelche Seiten schlage. Allerdings wirkt das bei mir anscheinend oft eher so, daß dann alle zusammen sauer auf mich sind und ihre Fraktionen ohne mich weitertreiben.
Bin ich bereit, andern zuzuhören und niemanden energetisch, gefühlsmässig zurückzuweisen? Bin ich bereit und fähig, Konflikte ohne physisches oder emotionales Blutvergiessen, mit Weisheit und Anmut auszutragen? Kann ich anmutig kämpfen? Bin ich bereit, Konflikte zu konfrontieren, wenn es nötig ist, befinde mich aber grundsätzlich im Prozess zu einem konfliktlosen Sein?

Manche dieser Ausführungen sind halt doch recht auslegungsfähig. Da wäre spätestens hier mal als greifbares Beispiel interessant, was solche "Anmut" darstellen könnte. Muß jemand zurückgewiesen werden, um sich zurückgewiesen zu fühlen? Gerade wenn Leute Stabilität bei anderen suchen oder die Erfüllung irgendwelcher nie vereinbarter für selbstverständlich gehaltener Normen und man das einfach nicht mitmacht?
11. Bin ich ein Unabhängiger? Habe ich die grundsätzliche Tendenz in uns Menschen, nach Führung zu schreien, überwunden? Bin ich daher fähig geworden, mich in einer Gruppe, in der alle Führer sind, beziehungsweise in einer Gruppe, die keinen eigentlichen Führer hat, zu bewegen? Habe ich die Kraft, die Führung zu übernehmen in Gemeinschaft, dort, wo sie mir zufällt, und die Grösse, mich ihr zu beugen, wenn sie sich anderswo zeigt? Bin ich bereit, dem Wechsel und dem Fluss bezüglich Führerschaft, wie sie sich in der guten Gemeinschaft zeigen, leichtfüssig zu folgen?

Mag sein. Ob diese Kriterien in der Form wirklich so ausgereift und widerspruchsfrei sind oder doch auch ein gutes Stück Wunschdenken darin verbacken wurde? Ob sich jemand zurückgewiesen fühlen könnte, dessen Sehnsucht nach "klarer" Führung nicht geteilt würde?
12. Bin ich erfüllt vom Geist der Gemeinschaft, vom gemeinschaftlichen Geist? Bin ich der Gemeinschaftsgeist? Habe ich diese innere Revolution, diese dramatische Änderung in meinem Geist erfahren, die damit zusammengeht, dass man sich fürs Ganze, fürs Gemeinsame öffnet? Bin ich daher erfüllt von einem neuen Geist, habe ich ein neues Gehirn gefunden, bin ich ein neuer Mensch geworden? Bin ich erfüllt vom Gemeinschaftsgeist, der der Geist des Friedens ist, der sich nicht festhalten und nicht einfangen lässt? Kenne ich diesen Geist des Friedens, der auch harte Kämpfe führen kann, Kämpfe, die aber immer produktive sind und nicht destruktive, Kämpfe, die sich immer Richtung Konsens bewegen, Kämpfe, die in Liebe geführt werden? Bin ich unverrückbar verankert in diesem Geist von Frieden und Liebe? Bin ich diesem universellen Geist angeschlossen, der letztlich nicht mein Geist ist, sondern der heilige Geist, der Geist des Universums, der Geist der Liebe schlechthin? Bin ich eine Manifestation des universellen Geistes? Bin ich erwacht für Spiritualität und Gemeinschaft? Bin ich durchflutet von der Weisheit des universellen Geistes? Bin ich erwacht?

Hm. (Also um den christlichen heiligen Geist dürfte es da vermutlich eher nicht gehen.)


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