Erlebnisse

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Goldmädchen
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Re: Erlebnisse

Beitragvon Goldmädchen » Mo 29. Dez 2025, 16:39

Meine Ansicht hat sich nicht verändert, dass ich Deutschland in den letzten Jahren und zuletzt heute wieder als sehr chaotisch, wenig heimisch ( das man sich wohlfühlt ) empfinde. Das ist zum Glück nicht den ganzen Tag so. Heute morgen war es wegen der Kälte und auch wegen den Autos die vor meinem Haus rumfahren. Ich stand im 6. Stock auf dem Balkon. Da kam mir diese Zivilisation oder diese Kultur wieder sehr wie die Hölle auf Erden vor, einmal wegen der Technik ( Autos, deren Blech, Lärm, Maschinen allgemein ), was für mich ein Spiegel von menschlicher Kälte ist.

Je kälter ein Mensch, desto eher kommt er auf die Idee Maschinen zu bauen oder umgekehrt, die Maschinen machen die Menschen kalt. Damit ist gemeint weniger mitfühlend zu sich und zu anderen Lebewesen zu sein. Und dazu haben Maschinen ja an sich etwas kaltes- Gefühlskälte.

Dann ging es wieder etwas im Laufe das Tages ( diese Sicht nahm wieder ab ). Aber vorhin beim Essen in einer Art Einkaufsmall, da habe ich gedacht " oh jeh, warum gibt es so viele so konsumsüchtige und oder oberflächliche Menschen und das Schlimmste auch noch aus allen Ländern. Das Sprachdurcheinander. Wie kann man sich eigentlich in einem neuen Land so breit machen ? Wie kann man überhaupt in ein anderes Land gehen, was nicht das Land der eigenen Vorfahren ist ?

Außer vorübergehend oder wirklich nur wenn es Wenige sind aus einem bestimmten Land. Wie das hier ist oder auch anders wo in der Welt halte ich für verrückt, für nicht natürlich oder für unharmonisch. Ich bin hier sobald ich genug Geld habe, weg.
Ich fühle mich hier ja oft nicht wohl. Ich würde jeden empfehlen zurück in sein Heimatland zu gehen. der neu da ist, wenn es in einem bestimmten Landf schon so viele Ausländer gibt. Damit die Einheimischen auch noch wahr genommen werden oder deren Kultur erhalten bleibt.

Selbst wenn ich Vieles ja nicht mag an dieser Kultur , ( dass sie Lohnarbeit so wichtig nehmen, deren Aggressivität oft, deren Engstirnigkeit oft, deren harte Herzen oft, deren Maschinen und deren Ideen oder Ziele ) doch dieses Chaos oder Mischmasch mag ich auch nicht. Es ist aber wahrscheinlich auch oft die Art von Menschen der Grund für dieses unwohl empfinden bei mir. Viele kommen aus Gier hier her. Konsumgier und solche mag ich natürlich nicht so gerne sehen, als wenn das jetzt etwas tiefsinniegre oder herzensgute Menschen wären, die mehr mitkriegen oder sich selbst reflektieren können.

Agape
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Re: Erlebnisse

Beitragvon Agape » Mo 29. Dez 2025, 18:17

Ich habe den Eindruck, dass Du eher "mitteilen" als "austauschen" möchtest. Oder täusche ich mich diesbezüglich?

Mein eigenes Kommunikationsverhalten/-bedürfnis hat sich in letzter Zeit ziemlich stark verändert. Das hat jedoch kaum etwas mit anderen Menschen zu tun - vielleicht eher damit, dass ich selbst zunehmend weniger darauf aus bin, einen Dialog zu führen, der im Grunde genommen nichts bringt.

Manchmal kann es ja auch nur darum gehen, etwas loszuwerden, was auf die Seele drückt. Dann braucht es möglicherweise einfach jemanden, der "zuhört".

Warum eigentlich nicht?
"Schreiben ist der direkte Weg zum Herzen"
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Marsianer
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Re: Erlebnisse

Beitragvon Marsianer » Mo 29. Dez 2025, 20:29

Goldmädchen hat geschrieben:Damit ist gemeint weniger mitfühlend zu sich und zu anderen Lebewesen zu sein.

Es gibt eine Ansicht, daß Motoren als eine Art "Energiesklaventum" (statt wie Jahrtausende weltweit ziemlich üblich Menschen zu versklaven) einerseits den Drang verminderten andere Menschen wegen ihrer Arbeitsfähigkeiten zu entrechten, also bewirkten, daß Menschen einander diesbezüglich weniger schlecht behandeln, es "Grundrechte" dieser heutigen Art gibt. Aber daß andererseits Menschen auch eniger aufeinander angewiesen sind, die Fähigkeiten des anderen für die Erfüllung eigener irdischer Bedürfnisse gut gebrauchen können. Über Generationen zumindest was Kraftleistung anginge. Nun durch eine "KI-Wirtschaftsrevolution" dann vielleicht in kommenden Generationen auch weiterreichender nicht mehr vor allem bezogen auf vormals menschliche Körperkraft, sondern auch bezogen auf Intellekt vor allem im Bereich der Konditioniertheiten? Wer läßt heute einen Menschen eine Grube graben, wenn es billiger ist einen Bagger zu mieten (ggf. mit Fahrer)? Wer würde künftig Menschen intellektuell beauftragen, wenn KI viel billiger etwas liefert, künftig vielleicht dann auch immer freier von heutigen Fehlern und Unwissenheiten über manche Bereiche der Existenz in dieser physischen Realität und deren praktischer Anwendung in den Ergebnissen?
( diese Sicht nahm wieder ab )

Es ist offenbar weiter so, daß du quasi von wechselnden Impulsen hin- und hergespült wirst? :)
Ich bin hier sobald ich genug Geld habe, weg.

Also nie, wenn es die vergangenen Jahre noch nichts geworden war. ;)
Es ist aber wahrscheinlich auch oft die Art von Menschen der Grund für dieses unwohl empfinden bei mir. Viele kommen aus Gier hier her. Konsumgier und solche mag ich natürlich nicht so gerne sehen, als wenn das jetzt etwas tiefsinniegre oder herzensgute Menschen wären, die mehr mitkriegen oder sich selbst reflektieren können.

Das ist für mich ja auch ein wesentlicher Knackpunkt. Bisher war es lange Zeit für die Massen eher üblich als Flüchtling in der entsprechenden Weltregion und es wurde aus diversen Gründen als beste Lösung angesehen. Nun streben viele neben der eigentlichen Flucht, die vielleicht tatsächlich Gründe hat, in ferne Länder, in denen sie sich zudem am meisten irdischen Wohlstand versprechen. Und daß dies als besonders menschlich gilt, ist aus meiner Sicht Folge eines fortschreitenden Materialismus in den "Aufnahmestaaten". Wäre der Zustand eher geistig-licht, würde man sich mehr Sorgen darum machen, ob ein Mensch aus anderen Weltgegenden in einer seelisch heileren Umgebung leben kann und ob es ihm seelisch bei passender eigener Tendenz im Aufnahmeland besser gehen könnte.

Agape
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Re: Erlebnisse

Beitragvon Agape » Di 30. Dez 2025, 15:46

@Goldmädchen: Vielleicht etwas für Dich?
https://www.omkarananda-ashram.net/upanishad.html#Anker120085

Zwei Königreiche und doch zugleich Eines

Dieses Königreich, diese Welt, ist eine begrenzte Ausdrucksweise des unbegrenzten Königreichs der endlosen Wunder. Was immer auch die Begrenzungen, Schwächen, Mängel und Unzulänglichkeiten sein mögen, die wir in unserer eigenen Welt, in unserem Erkennen und in unserem Erleben in diesem Königreich der Erde und Materie, in diesem Reich der Natur, mit unserem beschränkten menschlichen Geist im Leben wahrnehmen - jenes Königreich des unbegrenzten Bewusstseins ist vollkommen. Jenes Königreich ist absolutes Erkennen, das unbeschreiblich ist in Seinem Wesen. Jenes Königreich erhält dieses Königreich. Unsere Erfahrung sowie die Erfahrung der höchsten Mystiker und die Erfahrung Christi haben uns zu verstehen gegeben, dass jenes Königreich nicht von dieser Welt ist. Aber ich möchte klarstellen, dass, obwohl uns jenes Königreich als jenseits dieser Welt, in der wir Unvollkommenheiten, Leid, Sorgen, Krankheiten, Unwissenheit, Dualität erleben, erscheint, diese Welt nicht getrennt ist von jenem vollkommenen Königreich, sondern beide sind ein einziges Ganzes. Unsere Welt der Dualität ist durchdrungen vom zeit- und raumlosen Absoluten und nicht davon getrennt. Es ist nur unsere beschränkte Sichtweise, die uns beide Welten voneinander getrennt erscheinen lässt und von zwei Aspekten des einen unteilbaren Ganzen nur einen Aspekt wahrnimmt: unsere Welt von Zeit und Raum.

Wie kann diese Welt der Gegensätze, des Missklangs, des Irrtums, des Leidens, der Krankheit und Furcht mit all ihrem Schmutz, ihren Greueln und ihrem Hader, einer Welt von Zeit und Raum, zugleich die Welt eines zeitlosen, raumlosen Seins von umwandelnder Weisheit und alles einschliessender, allheilender Liebe sein? Der Schlüssel liegt darin: Erst vom absoluten Standpunkt aus, von dem ein Erleuchteter jene Welt des unzerstörbaren, ewig gleich bleibenden, allvollkommenen göttlichen Bewusstseins erfährt, kann diese Welt richtig gesehen und wahrgenommen und als eins mit dem Absoluten erkannt werden. Das Eine wird in der Gegensätzlichkeit entdeckt, die Es zugleich transzendiert. Das erfährt eine zum absoluten Standpunkt gereifte und erwachte Seele.

Doch wie soll dieses Erkennen geschehen? Wie gelangen wir über die Erfahrung einer Welt der Gegensätze, des Leids und Elends hinaus? Wie soll sie überwunden werden?

Die äussere Welt muss im Geiste überwunden werden, damit man sich ihrer wahrhaft erfreuen kann. Das geschieht, indem wir sie durch beständiges Insichgekehrtsein von innen heraus mit klarem Geist betrachten; durch Nachsinnen über die Unendlichkeit Gottes oder des Bewusstseins mit Liebe überfluten, und den Wesensmerkmalen des schöpferischen Bewusstseins, die im inneren Königreich schlummen, Ausdruck verleihen. Nur durch die Erfahrung der inneren Welt, durch Entfaltung der Schätze des Königreichs im Inneren kann die äussere Welt richtig erkannt und dadurch überwunden werden.

Dieses innere Reich, das auch die Seele des äusseren Bereichs ist, den es transzendiert, ist der Ort, wo der Geist Christi in uns seine Stätte hat. Es ist Christus, der Heilige Geist, Gott - alle drei in Einem, das Eine in den Dreien. Für den menschlichen Verstand, der nur Teile der Wirklichkeit sieht, sind es drei, doch im inneren Bewusstsein, das die Ganzheit wahrnimmt, sind die drei Eins - die Eine totale Wirklichkeit.

Um diese Erkenntnis zu erlangen, sind gewisse Voraussetzungen erforderlich: Suche das Göttliche, das Reich Gottes zuerst! Begehre mit der ganzen Kraft Deiner Seele nichts anderes als Gott allein! Überlass alles Gott. Seine Gegenwart gibt Dir Kraft und Stärke, das Beste in Dir zu entfalten, sie befähigt Dich, aus der Liebe zu leben, mit den Augen der höheren Weisheit zu sehen und Dein Wesen ins Übermenschliche wachsen zu lassen. Auch die Früchte Deiner Meditation und Deiner Arbeit übergib Gott, und bring alles, was Du besitzt, immer wieder im Geiste Gott dar. Löse Dich innerlich von allem. Die totale Umwandlung der Persönlichkeit und der Denkweise ist die Bedingung zum Erkennen der Wahrheit.

Diese Welt wird nicht durch Machtentfaltung überwunden, nicht durch Eroberung, nicht indem man sich von Sinneserfahrungen beherrschen lässt, nicht durch Besitz, Kriege, Verurteilen oder Vorurteil, sondern durch zunehmendes Verstehen, durch das intensive Nachsinnen über die unmittelbare Gegenwart Gottes in Dir und rund um Dich her, durch die Entfaltung einer Liebe, die geistig allumfassend ist, durch den unmittelbaren Kontakt mit dem geistigen Sein - Gott genannt.

Lebe ein Leben, das Du der Wahrheit übergibst, ein Leben, das von Disziplinen bestimmt wird - von Disziplinen der Hingabe, einer Hingabe an das, was ewig ist, das, was unbedingt, absolut ist, ein Leben, das von der Macht der Erkenntnis der Wahrheit beherrscht wird, von göttlicher Erkenntnis, der ewigen, unwandelbaren und immer wahren Erkenntnis; einer Erkenntnis, die alle Religionen, alle Kulturen, alle Länder und Völker unserer Welt sowie der unsichtbaren Welten umfasst; einer Erkenntnis, die immer, überall und zu allen Zeiten Gültigkeit hat. Zu einer solchen Erkenntnis muss sich der Mensch emporentwickeln, um das göttliche Reich, in dem er jetzt schon lebt ohne es zu erkennen, zu entdecken. Durch solche Disziplinen entfaltet sich unser begrenztes Bewusstsein in immer weitere Dimensionen, um immer mehr erkennen zu können.

Der voll Erleuchtete erfährt diese Welt durch sein in die Unendlichkeit entfaltetes Bewusstsein, wie sie wirklich ist und sieht, dass beide Welten jenseits aller Unterschiedlichkeit ineinander verschmelzen. Das ist die höchste Weisheit, die ganz spontan erklärt: «Ich und der Vater sind eins.»

Unsere Welt als solche scheint diesem Zweck des Daseins und der Evolution nicht zu entsprechen. Darum spricht Jesus Christus die Worte: «Mein Reich ist nicht von dieser Welt.» Doch wir haben zwei Welten der Wahrnehmung und Erfahrung: die äussere, die einem Unwissenden einen lebendigen Kontakt mit den nie versiegenden unerschöpflichen Quellen des inneren Reichs verwehrt, und die andere Wahrnehmung jener weiten, ewig währenden, allem zugrundeliegenden Welt, die wir im Inneren tragen. Jenseits unserer äusseren Intelligenz ist das göttliche Reich erfahrbar, in dem des Lebens wahrste und vollste Freude, Macht und Vollkommenheit zu finden sind. Jemand, der dieses göttliche Reich beständig erlebt, für den ist die «äussere» Welt in dieses göttliche Reich eingetaucht, das durch die verbergenden Hüllen der Erscheinungswelt hindurch offenbar wird.

Wenn uns diese höchste Erfahrung nicht zuteil wird, dann welken wir in dieser Welt der Unvollkommenheiten und des Unglücks dahin. Dieses Reich mit seinen schwerwiegenden Begrenzungen kann überwunden werden, wenn es als Entwicklungsort zum Erreichen des absoluten Standpunkts benützt wird, der uns beide Welten als das EINE wahrnehmen lässt. Dann gewinnen wir den Blick für das Zeitlose in der Zeit und für das Raumlose im Raum. Dann hat sich uns das Geheimnis des Seins erschlossen, wir haben die Begrenzungen des Verstandes durchbrochen, leben jenseits des Bereichs der Gegensätze und erfahren alles von der höchsten Schau.

Lasst uns beständig mit der Kraft, die das Göttliche selbst gibt, und mit der Sprache, die das Göttliche selbst erschaffen hat, die unendliche Wirklichkeit anbeten und verherrlichen. Alle Glorie sei der Gottheit! Möge diese Existenz in Dir zum Ausdruck gelangen. Möge der göttliche Friede Deine Erfahrung sein. Ich bin furchtlos, weil ich die Wahrheit erfahre. Ich bin frei, weil ich die Wahrheit erkannt habe.

Mögest auch Du frei sein. Erkenne die Wahrheit! Mögest auch Du furchtlos sein. Erfahre die Wahrheit! Lebe in der Wahrheit! Deine Grösse ist unermesslich in der Wahrheit. Deine Liebe ist unbegrenzt in der Wahrheit. Dein Friede, Deine Freude, Deine Harmonie, Deine Freiheit und Dein Leben sind grenzenlos in der Wahrheit. Das ist Grösse. Die ganze Welt wird eines Tages verschwinden. Aller Reichtum der Welt ist nichts als Asche. Wahrer Reichtum liegt im Gewahrsein der göttlichen Wirklichkeit in Dir selbst. Das kann erfahren werden.

Das schöpferische Bewusstsein, welches die Welt zur Existenz gebracht hat und sie erhält, ist in Dir. Es ist Deine Seele. Erkenne dies! Es ist das «Bildnis Gottes» in Dir. Es ist die göttliche Substanz, aus der Du erschaffen wurdest. Lass uns diese Gottheit, welche vor uns, hinter uns, über uns, in uns, überall ist, verehren und anbeten! Möge die Gottheit Euch allen Ihre Gnade in höchster Fülle gewähren.
"Schreiben ist der direkte Weg zum Herzen"
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Goldmädchen
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Re: Erlebnisse

Beitragvon Goldmädchen » Do 8. Jan 2026, 20:42

Agape hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, dass Du eher "mitteilen" als "austauschen" möchtest. Oder täusche ich mich diesbezüglich?

Mein eigenes Kommunikationsverhalten/-bedürfnis hat sich in letzter Zeit ziemlich stark verändert. Das hat jedoch kaum etwas mit anderen Menschen zu tun - vielleicht eher damit, dass ich selbst zunehmend weniger darauf aus bin, einen Dialog zu führen, der im Grunde genommen nichts bringt.

Manchmal kann es ja auch nur darum gehen, etwas loszuwerden, was auf die Seele drückt. Dann braucht es möglicherweise einfach jemanden, der "zuhört".

Warum eigentlich nicht?


Erstmal zu deiner Antwort. Ja, es war ein sich beschweren oder Luft machen und ein sich ausheulen. Dennoch mit der Absicht irgendetwas erhellendes oder weiterbringendes für Andere gesagt zu haben. Doch da habe ich mir was vorgemacht. Die Idee war so etwas wie seine Meinung zu verkünden, so wie zehntausendfach am Tag in zB Zeitungen als Kolummne oder wie sich das nennt oder Essay von einem Menschen in diesen. Oder auf Youtube wo manche ihre Sicht zu dem Zustand der Menschen kund tun.
Auch Experten werden oft abgedruckt in Zeitungen oder als Interviewpartner auf Youtube Kanälen oder Talk- Shows oder Deep Talks im Fernsehen oder Podcast in Radiostationen eingeladen.
Manche oder die meisten solcher Experten erzählen was ist, aber bewerten oder verurteilen andere Menschen nicht.

Es wird dann zB gesagt durch das Handy würden Menschen immer einsamer. Das kann die Wahrheit sein.

Sich über Andere zu erhöhen kommt mehr bei sich als spirituell bezeichnenden Menschen vor. Es wird zB von manchen von ihnen erzählt, manche Menschen seien von Dämonen besessen.
Ich finde so etwas spannend, aber so eine Sichtweise wird keinen jemals in einen friedvolleren Menschen verwandeln.

Hilfreich ist meine Sicht nicht gewesen, das gebe ich zu. Wenn doch alle ich sind. Das zu erkennen ist hilfreich für mich und für Andere. Es gelingt mir nicht immer.
Aber was ich wieder erkennen darf ist, dass dass was ich an anderen nicht mag, selbst sicher noch zu einem großen Teil habe.
Außerdem, dass wenn ich mit mir im Reinen bin, dass ich dann auch Andere viel weniger abwerte dafür wie sie sind und was sie tun.
Denn dann werte ich mich selbst auch nicht mehr ab.

Daran möchte ich weiter arbeiten. Es wird schon. Ich habe ein paar Vorbilder, die zeigen mir, dass es möglich ist, so eine Sicht auch länger zu haben.

Ich bin voller Hoffnung, dass es mir immer öfter gelingen wird, mich in allen Wesen zu sehen. Dann werte ich auch keinen mehr ab.

LG

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Re: Erlebnisse

Beitragvon Goldmädchen » Do 8. Jan 2026, 21:20

Agape hat geschrieben:@Goldmädchen: Vielleicht etwas für Dich?

https://www.omkarananda-ashram.net/upanishad.html#Anker120085

Hallo, danke Dir. Ich habe gerade keine gute Konzentration mehr, sonst würde ich den Text weiter lesen, aber nach ein paar Wörtern habe ich gemerkt, ich bin nicht mehr aufnahmefähig.

Es scheint um das zu gehen, was ich als Ziel habe- Frieden mit mir und der Welt zu haben, denn die Welt ist nicht getrennt von uns.

: )

LG

Agape
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Re: Erlebnisse

Beitragvon Agape » Fr 9. Jan 2026, 10:36

Im Folgenden "überlege" ich eher, als dass ich etwas Bestimmtes dazu "meine":
Goldmädchen hat geschrieben:Es wird dann zB gesagt durch das Handy würden Menschen immer einsamer. Das kann die Wahrheit sein.

Gab es früher, bevor die Menschen Handys kannten, keine Einsamkeit? Oder gab es auch etwas, das später nur durch das Handy ersetzt wurde?

Das würde vielleicht heissen, Dinge, welche scheinbar zu (mehr) Einsamkeit führen (oder dazu beitragen), wären im Grunde austauschbar? Wobei Einsamkeit eher einen "festen Bestandteil" im menschlichen Dasein darstellen würde?

Wenn doch alle ich sind

Was genau würde in diesem Falle unter "ich" verstanden werden?

dass wenn ich mit mir im Reinen bin, dass ich dann auch Andere viel weniger abwerte dafür wie sie sind und was sie tun. Denn dann werte ich mich selbst auch nicht mehr ab

Vielleicht käme es darauf an, jemanden/etwas weder ab-/ noch aufzuwerten, sondern "zu sehen, wie jemand/etwas WIRKLICH IST" (NEN)?
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