Gescheiterte Kommunikation?

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Agape
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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Agape » Mo 1. Aug 2022, 10:49

rjupa hat geschrieben:Das sehe ich klar nicht so. Es kommt bei beidem drauf an, wie man es macht.

Möglicherweise mangelt es mir exakt an diesem "Knowhow"?
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Agape
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Re: Mögliche (geistige) Ursachen für ein "Scheitern"

Beitragvon Agape » Mo 8. Apr 2024, 11:27

Unter Scheitern versteht man, wenn ein durch eine Handlung[1] intendiertes Ziel endgültig nicht erreicht wird, wenn also etwas misslingt und nicht den erwünschten, angestrebten Erfolg hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Scheitern_(Misserfolg)

Heutzutage beschäftigt mich eher das "Warum" - als alleine die Tatsache, dass etwas offenbar zum Scheitern verurteilt ist/war. Ich überlegte mir, ob dahinter teils ein Mangel an Aspekten der "Ureigenschaften Gottes", woraus auch ein hier auf der Erde verkörperter Mensch mehr oder weniger handeln kann/soll/will, stecken könnte? Ein Vorhaben, eine Kommunikation, welche darauf abzielt, eine "bleibende/heilsame" Wirkung (im Herzen) bei den daran beteiligten Menschen zu hinterlassen (= angestrebter Erfolg), sollte vielleicht von einigen dieser Eigenschaften geprägt sein?

Die 7 Urgeister Gottes = 7 Ureigenschaften: Liebe, Weisheit, Wille, Ordnung, Ernst, Geduld, Barmherzigkeit *** (jl.ev07.018,01-15)

1. Liebe, Ursache für Schöpfung (jl.ev07.018,04)
2. Weisheit / Licht, aus Liebe stammend; gestaltet Formen (jl.ev07.018,05)
3. Wille / Aus Liebe u. Weisheit stammend; schafft Realität des Gedachten (jl.ev07.018,06)
4. Ordnung / Aus Liebe, Weisheit, Wille stammend; bewirkt stetige Form u. ermöglicht bestimmten Zweck (jl.ev07.018,07)
5. Ernst / Wahrheit, ewige, entspricht ihr; gibt Wesen Bestand, Fortpflanzung, Gedeihen u. Vollendung (jl.ev07.018,08)
6. Geduld / Mutter für Barmherzigkeit; Fehlen bewirkt Überstürzung u. Chaos (jl.ev07.018,10)
7. Barmherzigkeit / = Sanftmut (jl.ev07.018,15)
http://www.vitaswing.de/faq/0/7geister.htm
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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Marsianer » Mo 8. Apr 2024, 11:52

Ein intendiertes Ziel verfolgen, auf etwas in einem Tun abzielen (angestrebter Erfolg). Woraus?

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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Agape » Mo 8. Apr 2024, 15:43

Marsianer hat geschrieben:Ein intendiertes Ziel verfolgen, auf etwas in einem Tun abzielen (angestrebter Erfolg). Woraus?

Wohl eher „warum“ und/oder „wie gehe ich dabei vor“?

Angenommen, ich würde beispielsweise jemanden mit der Intention anschreiben, ihn als Person (Seele) und vor allem auch seine geistige Gesinnung näher kennenlernen zu wollen. Welche Gedanken begleiten mich dabei? Trage ich bestimmte Ideen im Kopf/im Herzen, welche die Art meines Vorgehens beeinflussen könnten?

Inwiefern bin ich bereit, mein Licht (z.B. erhellende, liebevolle, einer tendenziell sinnvollen/fruchtbaren Begegnung mit dem Gegenüber dienende) Impulse/Anregungen/Ideen etc. in das Tun (hier in die Kommunikation) einfliessen zu lassen sowie auch für das Licht des Gegenübers empfänglich zu sein?

Welche Rolle spielt dabei mein eigenes (freies) Wollen, das verfolgte Ziel auch tatsächlich zu erreichen? Scheint mir dafür „jedes Mittel“ geeignet zu sein? Gibt es eventuell bestimmte Grenzen/Umstände, die mein Wollen schwächen oder gar bewirken, dass dieses sich dem Wollen des Gegenübers unterordnet/anpasst?

Bin ich mir über den Zweck meines Tuns vollständig klar - oder gibt es hierbei Unsicherheiten/Zweifel (bei mir selbst und/oder das Gegenüber betreffend)?

Welchen Stellenwert messe ich der Wahrheitsfindung zu? Kommuniziere ich zweideutig oder in einer Art, welche Tatsachen, Meinungen und Absichten verschleiert, schönredet und/oder verdreht, möglicherweise, um den anderen zu täuschen/manipulieren, im Unklaren zu lassen?

Inwieweit bin ich bereit und fähig, dem Gegenüber mit Geduld und Sanftmut zu begegnen, ohne dabei mein Ursprungsziel aus den Augen zu verlieren?
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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Marsianer » Mo 8. Apr 2024, 18:41

Agape hat geschrieben:Angenommen, ich würde beispielsweise jemanden mit der Intention anschreiben, ihn als Person (Seele) und vor allem auch seine geistige Gesinnung näher kennenlernen zu wollen.

Gut.
Welche Rolle spielt dabei mein eigenes (freies) Wollen, das verfolgte Ziel auch tatsächlich zu erreichen? Scheint mir dafür „jedes Mittel“ geeignet zu sein?

Das verfolgte Ziel wäre hier jemanden kennenzulernen. Ja, wie lernt man "erfolgreich" jemanden kennen? Aus Erfahrung würde ich sagen, daß Menschen meist bestimmte Bereiche für sich von Interese halten. "Jemand kennenlernen" könnte für jemanden, der gerne angelt z.B. bedeuten zu erfahren, wie der zum Angeln steht. So wirklich halbwegs Interese an anderen als Mensch zu verspüren ist vielleicht eher eine Ausnahme unter Erdenmenschen? Da könnten auch wieder "Filter" eine Rolle spielen. Inwiefern jemand überhaupt in der Verfassung wäre "objektiver" irgendwas zu wahrzunehmen.
Gibt es eventuell bestimmte Grenzen/Umstände, die mein Wollen schwächen oder gar bewirken, dass dieses sich dem Wollen des Gegenübers unterordnet/anpasst?

Ich habe das Gefühl, Teile von deinen überlegenden Fragen noch nicht wirklich zu erfassen.
Bin ich mir über den Zweck meines Tuns vollständig klar - oder gibt es hierbei Unsicherheiten/Zweifel (bei mir selbst und/oder das Gegenüber betreffend)?

Naja, jemand kennenkernen zu wollen ist wohl etwas, das etliche Menschen nicht so strikt verfolgen würden wie etwa etwas, bei dem es um Geld oder fleischlichere Bedürfnisbefriedigung oder andere nicht so lichte Mangelbeseitigungen geht?
Inwieweit bin ich bereit und fähig, dem Gegenüber mit Geduld und Sanftmut zu begegnen, ohne dabei mein Ursprungsziel aus den Augen zu verlieren?

Tja?

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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Agape » Do 11. Apr 2024, 11:09

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Welche Rolle spielt dabei mein eigenes (freies) Wollen, das verfolgte Ziel auch tatsächlich zu erreichen? Scheint mir dafür „jedes Mittel“ geeignet zu sein?

Das verfolgte Ziel wäre hier jemanden kennenzulernen. So wirklich halbwegs Interese an anderen als Mensch zu verspüren ist vielleicht eher eine Ausnahme unter Erdenmenschen? Da könnten auch wieder "Filter" eine Rolle spielen. Inwiefern jemand überhaupt in der Verfassung wäre "objektiver" irgendwas zu wahrzunehmen.

Es könnte vielleicht auch eine Rolle spielen, wie sehr jemand entweder darauf aus wäre, etwas mit einem anderen zu teilen - oder sich vom anderen in irgendeiner Weise abzugrenzen/zu unterscheiden.

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Gibt es eventuell bestimmte Grenzen/Umstände, die mein Wollen schwächen oder gar bewirken, dass dieses sich dem Wollen des Gegenübers unterordnet/anpasst?

Ich habe das Gefühl, Teile von deinen überlegenden Fragen noch nicht wirklich zu erfassen.

Meine Fragen stellen sich mir in Anlehnung an die eingangs zitierten „göttlichen Ureigenschaften“. Dazu z.B.:
08] Sagte Ich: ”Diesmal nicht ganz besonders, denn Ich sagte dir das nur des Beispiels halber. Denn das versteht sich ja doch von selbst, daß derjenige, der einmal seinen Willen vollkommen mit dem Willen Gottes geeint hat, doch auch die göttliche Weisheit zu der seinigen - wenigstens teilweise - gemacht hat. Ein solcher Mensch wird dann doch wohl auch einsehen, ob das, was er will, auch gut und weise ist. Sieht er aber das, so wird er mit Gott auch nur etwas Rechtes wollen, und was er also will, das wird auch geschehen, so der Mensch nicht daran zweifelt; denn zweifelt ein Mensch daran, so ist solcher Zweifel eine Folge der noch nicht völligen Einigung seines Willens mit dem Willen Gottes.

http://www.vitaswing.de/jl/ev06/Ev06-135.htm
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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Marsianer » Do 11. Apr 2024, 18:33

Agape hat geschrieben:Es könnte vielleicht auch eine Rolle spielen, wie sehr jemand entweder darauf aus wäre, etwas mit einem anderen zu teilen - oder sich vom anderen in irgendeiner Weise abzugrenzen/zu unterscheiden.

Hm.
Gibt es eventuell bestimmte Grenzen/Umstände, die mein Wollen schwächen
Meine Fragen stellen sich mir in Anlehnung an die eingangs zitierten „göttlichen Ureigenschaften“.

Dann vielleicht geringeres Wollen im Sinne von Wirkung empfundener Unterschiede, einem anderen wesensmäßig nicht so verwandt zu sein? Diese Eigenschaften werden dort als welche verstanden, die aufeinander folgen. Weisheit wäre etwa eine Folge von Liebe. All das wären Eigenschaften in "Licht". Könnten aber wohl auch spezieller bestehende Charakterneigungen von Geschöpfen darstellen in Folge ihrer jeweiligen Entstehung.
oder gar bewirken, dass dieses sich dem Wollen des Gegenübers unterordnet/anpasst?

Hm.
Denn das versteht sich ja doch von selbst, daß derjenige, der einmal seinen Willen vollkommen mit dem Willen Gottes geeint hat, doch auch die göttliche Weisheit zu der seinigen - wenigstens teilweise - gemacht hat. Ein solcher Mensch wird dann doch wohl auch einsehen, ob das, was er will, auch gut und weise ist.

Ja, Liebe wäre so gesehen ein Wunsch, Weisheit etwas, das sich mit der möglichen Umsetzung auseinandersetzt. Manche Menschen bewegen sich vielleicht eher in solchen Absichten, andere empfinden es als bedeutsamer nicht nur Absichten zu verfolgen, sondern in deren Sinne auch wirklich Entsprechendes zu bewirken. Die, die sich eher in ihren Absichten bewegen, lieben die so wirklich, sind sie wirklich entsprechend bei anderen oder dann eher doch mehr bei sich und ihrer eigenen Befindlichkeit?

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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Nachdenklich » Fr 12. Apr 2024, 12:08

Hallo, habe hier mitgelesen. Bei mir steigt die Frage auf, ob die Absicht rein ist, sein Gegenüber wirklich kennenzulernen, oder ob man sein Gegenüber mit einer ganz bestimmten Absicht kennenlernen will (z.B. mit dem Ziel, "etwas rüberzubringen").
Das erste setzt reines, absichtsloses Öffnen voraus.
Das zweite hat ein bestimmtes Ziel im Hintergrund, welches die Kommunikation auf ganz bestimmte (allenfalls eingeschränkte) Bahnen lenken möchte. Scheitert dann die Kommunikation eventuell nicht gerade daran, dass die "Absicht des Kennenlernens" nur ein "Schleier" ist/war, also nicht die eigentliche wahre und tiefste Absicht ist? - Wer sein Gegenüber wirklich kennenlernen will, müsste der nicht davon ausgehen, dass sein Gegenüber das höchste Wesen ist / das höchste Wesen in sich birgt? - Und wenn ich in Wahrheit und wirklich in dieser Haltung kommuniziere, muss ich dann nicht immer die Ursache des Scheiterns bei mir selbst suchen?

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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Marsianer » Fr 12. Apr 2024, 14:12

Eine Anmerkung: Hier ging es auch um Kommunikation zu bestimmten Themen. Darin, in einem Thema, läge dann wohl eine bestimmte Absicht? Anders gemeint war "Absicht" in meinem vorherigen Beitrag. Mehr als ein eigentlich Gewolltes, zu dem derjenige jedoch nicht so hinschaut, ob es durch das was von ihm getan wird auch erreicht wird.

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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Agape » Fr 12. Apr 2024, 16:43

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:
Denn das versteht sich ja doch von selbst, daß derjenige, der einmal seinen Willen vollkommen mit dem Willen Gottes geeint hat, doch auch die göttliche Weisheit zu der seinigen - wenigstens teilweise - gemacht hat. Ein solcher Mensch wird dann doch wohl auch einsehen, ob das, was er will, auch gut und weise ist.

Ja, Liebe wäre so gesehen ein Wunsch,

Nicht auch eine geistig-seelische „Qualität“, wenn sie aus einem aufrichtigen Herzen kommen würde?

Weisheit etwas, das sich mit der möglichen Umsetzung auseinandersetzt. Manche Menschen bewegen sich vielleicht eher in solchen Absichten, andere empfinden es als bedeutsamer nicht nur Absichten zu verfolgen, sondern in deren Sinne auch wirklich Entsprechendes zu bewirken.

Die Vorstellung, dass jemand bewusst nur bei der Absicht verbleiben wollte, da ihm ein diesbezügliches „Bewirken“ weniger bedeutsam wäre, fällt mir schwer. Eher vermute ich, dass zwischen Absicht und deren Umsetzung aus bestimmten (ihm vielleicht noch unbewussten) Gründen eine Kluft besteht, die zu erkennen und zu „überwinden“ wäre (aufgrund von frei entschiedenem „Liebeswirken“).

Die, die sich eher in ihren Absichten bewegen, lieben die so wirklich, sind sie wirklich entsprechend bei anderen oder dann eher doch mehr bei sich und ihrer eigenen Befindlichkeit?

Ich vermute, dass es sich hierbei um eine Frage der Perspektive handeln könnte. Ein „wirklich Liebender“ sieht einen Mangel an Liebe wahrscheinlich deutlicher, als jemand, der vorerst nur beabsichtigt hat, zu lieben. Wie sonst würde ein "Liebender" zwischen solchen Stufen unterscheiden können?

Nachdenklich hat geschrieben:Hallo, habe hier mitgelesen.

Es freut mich, dass Du nun offenbar auch mitschreibst. :)

Bei mir steigt die Frage auf, ob die Absicht rein ist, sein Gegenüber wirklich kennenzulernen, oder ob man sein Gegenüber mit einer ganz bestimmten Absicht kennenlernen will (z.B. mit dem Ziel, "etwas rüberzubringen").

In diesem Falle könnte die Absicht eher von „Eigenliebe/Eigennutz“ geprägt sein, als von einem „echten“ Interesse an Begegnung?

Das erste setzt reines, absichtsloses Öffnen voraus.

Oder zumindest das Offenlegen einer vorhandenen Absicht, um das Gegenüber nicht zu täuschen (im Unklaren zu lassen), worum es ihm hauptsächlich ginge.

Das zweite hat ein bestimmtes Ziel im Hintergrund, welches die Kommunikation auf ganz bestimmte (allenfalls eingeschränkte) Bahnen lenken möchte.

Dies liefe dann mehr oder weniger auf „Manipulation“ hinaus.

Scheitert dann die Kommunikation eventuell nicht gerade daran, dass die "Absicht des Kennenlernens" nur ein "Schleier" ist/war, also nicht die eigentliche wahre und tiefste Absicht ist?

Das könnte durchaus sein.

Wer sein Gegenüber wirklich kennenlernen will, müsste der nicht davon ausgehen, dass sein Gegenüber das höchste Wesen ist / das höchste Wesen in sich birgt?

Du meinst, dass solches sozusagen als „Potenzial“ im Innersten eines Menschen vorliegen würde?

Und wenn ich in Wahrheit und wirklich in dieser Haltung kommuniziere, muss ich dann nicht immer die Ursache des Scheiterns bei mir selbst suchen?

Zumindest könnte es sinnvoll und vielleicht sogar „fruchtbringend“ sein, wenn jeder der Beteiligten nach der „wahren“ Ursache auch in sich selbst suchen würde.

Marsianer hat geschrieben:Eine Anmerkung: Hier ging es auch um Kommunikation zu bestimmten Themen. Darin, in einem Thema, läge dann wohl eine bestimmte Absicht?

Dies wäre dann vermutlich eher eine Kommunikation im Sinne eines Austausches über ein bestimmtes Thema - und es ginge dabei weniger oder vielleicht nur am Rande um ein „wirkliches Kennenlernen“ der Innenwelt eines Gegenübers.

Anders gemeint war "Absicht" in meinem vorherigen Beitrag. Mehr als ein eigentlich Gewolltes, zu dem derjenige jedoch nicht so hinschaut, ob es durch das was von ihm getan wird auch erreicht wird.

Und möglicherweise auch „weshalb“ es nicht erreicht wird.
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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Nachdenklich » Sa 13. Apr 2024, 06:31

Agape hat geschrieben:
Nachdenklich hat geschrieben:
Wer sein Gegenüber wirklich kennenlernen will, müsste der nicht davon ausgehen, dass sein Gegenüber das höchste Wesen ist / das höchste Wesen in sich birgt?

Du meinst, dass solches sozusagen als „Potenzial“ im Innersten eines Menschen vorliegen würde?



Wie ist "sozusagen" zu verstehen? - Und warum "nur" im Innersten? - Durchdringt der Geist - wenn er denn im Inneren des Menschen "in Form" ist, (Sach 12,1), nicht den ganzen Menschen?

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Re: Gescheiterte Kommunikation?

Beitragvon Marsianer » Sa 13. Apr 2024, 10:32

Agape hat geschrieben:Nicht auch eine geistig-seelische „Qualität“, wenn sie aus einem aufrichtigen Herzen kommen würde?

Je nachdem, wie du das meinen würdest. Ein Wunsch kann etwas wie "Weltfrieden und daß sich alle Menschen lieben würden" sein. Jemand, der sich soetwas in gewisser Weise ehrlich wünscht, könnte etwas tun, das nach irgendwelchen Ansichten in soeine Richtung wirken solle. Aber nur jemand, der wirklich auf die Ergebnisse schaut macht sich auch die Mühe eben an den Ergebnissen orientiert zu sein, nicht irgendwie zugleich noch mehr an eigener Bequemlichkeit oder soetwas. Echte göttliche Liebe würde also auch scharfsinnig Weisheit/Logos bedingen. Und so weiter.
Die Vorstellung, dass jemand bewusst nur bei der Absicht verbleiben wollte, da ihm ein diesbezügliches „Bewirken“ weniger bedeutsam wäre, fällt mir schwer.

Unter Menschen ist soetwas oft zu beobachten?
Eher vermute ich, dass zwischen Absicht und deren Umsetzung aus bestimmten (ihm vielleicht noch unbewussten) Gründen eine Kluft besteht, die zu erkennen und zu „überwinden“ wäre (aufgrund von frei entschiedenem „Liebeswirken“).

Ich denke auch, daß in solchen Fällen meist noch anderes diese Menschen antreibt, nicht klar zuerst diese Liebe.
Wie sonst würde ein "Liebender" zwischen solchen Stufen unterscheiden können?

Manche geben z.B. schnell auf, wenn etwas nicht so läuft wie erhofft oder ignorieren solche Ergebnisse. Andere befassen sich eben intensiv mit ihnen, weil es ihnen tatsächlich auch um Ergebnisse, wirksames Lieben geht.
Nachdenklich hat geschrieben:Bei mir steigt die Frage auf, ob die Absicht rein ist, sein Gegenüber wirklich kennenzulernen, oder ob man sein Gegenüber mit einer ganz bestimmten Absicht kennenlernen will (z.B. mit dem Ziel, "etwas rüberzubringen").

In diesem Falle könnte die Absicht eher von „Eigenliebe/Eigennutz“ geprägt sein, als von einem „echten“ Interesse an Begegnung?

Ich habe z.B. ja mit der Zeit den Eindruck bekommen, viele Menschen vertehen mich nur bedingt oder empfinden Wesentliches anders als ich und werden dann häufig irgendwann bezogen auf solche Hinsicht aggressiv gegenüber mir und so weiter.
Das erste setzt reines, absichtsloses Öffnen voraus.

Oder zumindest das Offenlegen einer vorhandenen Absicht, um das Gegenüber nicht zu täuschen (im Unklaren zu lassen), worum es ihm hauptsächlich ginge.

Ich würde sagen, z.B. hier im Forum ist soetwas schon möglich? Wenn es um Zusammenwohnen ginge, wäre da aber ja - so begriffen - diese Absicht, dieser Zweck eines "Kennenlernens" darauf hin mit beteiligt.
Das zweite hat ein bestimmtes Ziel im Hintergrund, welches die Kommunikation auf ganz bestimmte (allenfalls eingeschränkte) Bahnen lenken möchte.

Dies liefe dann mehr oder weniger auf „Manipulation“ hinaus.

Oder einfach auf eine Situation, in der beide sich eben wegen eines Zwecks begegnen würden?
Wer sein Gegenüber wirklich kennenlernen will, müsste der nicht davon ausgehen, dass sein Gegenüber das höchste Wesen ist / das höchste Wesen in sich birgt?

Dem läge dann eine bestimmte spirituelle Sichtweise zugrunde, die jemand für wahr hielte?
Und möglicherweise auch „weshalb“ es nicht erreicht wird.

Ja.


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