Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

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Marsianer
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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Marsianer » Mo 3. Apr 2023, 22:10

Goldmädchen hat geschrieben:Das verstehe ich nicht. Ich verstehe oder sehe aber, dass sich meine Ansichten sehr oft ändern können.

An dieser Stelle meinte ich mehr Effekte die überwiegend wohl eher langfristig und aus dem Bewußtsein vieler eher schleichend Einfluß nehmen.
Manche lästern ja schon aus einer Art Sucht heraus.

Das ist wohl so.
Und ich wollte sagen, daran sehe ich ja, das nur weil ein Mensch manchmal finster ist, es nicht den ganzen Menschen ausmachen muss.

Ja, ich würde sagen es ist auf der Erde überwiegend so.
Warum siehst du dazu aktuell wenig Not ?

Weil ich an sich meine, auch heute kann im Prinzip jeder mit recht wenig Geld haushalten. Es wäre an sich nicht nötig sich viel mit Gelderwerb abzugeben. Aber viele Menschen behaupten in Deutschland schon immer, seit Jahrzehnten es sei ganz anders und sie hätten eigentlich viel zu wenig Geld. Viele wissen aber wohl kaum, wie sie in Deutschland mit wenig oder keinen Geld haushalten könnten.
Du meinst manche denken so und haben sich darum geändert, sind skrupelloser geworden

So ungefähr.
verleugnen ihre schönen Gefühle ( zB Mitgefühl zu haben )

Sie werden eher schleichend immer blinder dafür in vielerlei Hinsicht?
du meinst sie meinen sie brauchen viel Kaufbares und daher passen sie sich den Menschen an bei der Arbeit oder meinen sie müssten hart, unnachgiebig, skrupelos handeln

Ja.
damit ihnen bei der Arbeit keiner Kommandos gibt oder damit sie nicht angreifbar oder verletzlich sind

Das kann eine Art von Antrieb dafür sein.
dass sie sich jahrelang ausbeuten lassen haben oder sich selbst ausgebeutet haben, sie zB einen sehr stumpfsinnige Tätigkeit ( zB Fließbandarbeiten ) ausgeführt haben, obwohl die Seele und der Körper sich dagegen gewehrt haben

Das kann sein, an sich sehr ich aber solche Abhängigkeitsstrukturen kritischer, in denen dann schleichend aktiver Anpassungen an Ungutes erfolgt. Z.B. um Vorgesetzten, die im Auftrag von Profitstreben eher finster gestalten, menschlich zu gefallen oder nur nicht deren Unwillen zu wecken.
nicht genug Selbstliebe, um sich das nicht lange anzutun, oder falsche Konditionierung in der Kindheit, um da schneller wieder aufzuhören

Ich sehe bei fast jeder Lohnarbeitsstelle, das irgendwas zum Schlechten wirkt, zB Ausbeutung der Natur ( wenn man in einem Lebensmittel- Laden arbeitet ) oder Ausbeutung der Mitarbeiter ( Wenn alles sehr schnell weggeräumt werden soll und dennoch alles richtig hingestellt werden soll, oder viele Stunden, mehrere Tage in der Woche so gearbeitet werden soll ).

Tja.
Mir ist aufgefallen, das wenn man seinen Geist nicht ein wenig unter Kontrolle hat, man dazu neigt viel Blödsinn zu reden, zu reden um des Redens willen, da oft nichts Ergiebiges raus kommt oder hilfreiches, es wird einfach alles raus gelassen, was der Geist sich da zurecht denkt, und es tut gut es anderen erzählen zu dürfen, sich mitteilen zu können.
Kontrolle ist ja nicht so das, was ich als optimal betrachten würde. Darin wäre dann eher eine Kluft vorhanden? Widerstreitende Impulse?
Mit dem " man " meinte ich aber mich.

Das kann schon sein.

Goldmädchen
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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Goldmädchen » Mi 12. Apr 2023, 12:37

Ich muss sagen, du hast eine gute Menschenkenntnis Marsianer, bist was das angeht weise oder erfahren. Auch wie Menschen sich in der Arbeitswelt verändern können ( nicht zum Hellen hin ).

Marsianer hat geschrieben:An dieser Stelle meinte ich mehr Effekte die überwiegend wohl eher langfristig und aus dem Bewußtsein vieler eher schleichend Einfluß nehmen.


Goldmädchen hat geschrieben:Du meinst manche denken so und haben sich darum geändert, sind skrupelloser geworden

So ungefähr.

Goldmädchen hat geschrieben:verleugnen ihre schönen Gefühle ( zB Mitgefühl zu haben )

Marsianer hat geschrieben:Sie werden eher schleichend immer blinder dafür in vielerlei Hinsicht?

Gut erkannt. Du hast Menschenkenntnis, viel Lebenserfahrung. Sie spielen manchmal nur noch eine rolle bei der Arbeit oder generell.
Da sie anderen gefallen wollen. Sind aber auf der anderen Seite düster, von dem verstellen, sich selbst verleugnen die ganze Zeit.
Das zeigt sich dann zB in Wutausbrüchen über Kleinigkeiten ( jemand hatte mal die Schokolade die gespendet wurde aufgegessen fast alleine ).
Oder zu Hause meckern sie evt die Nachbarn an, weil sie das Fenster auf Kipp stehen ließen. Oder flüchten sich zu Hause in die virtuelle Welt und zocken- aber nicht bewusst. Flucht ohne es zu wissen. Andere haben Kaufsucht.
Goldmädchen hat geschrieben:du meinst sie meinen sie brauchen viel Kaufbares und daher passen sie sich den Menschen an bei der Arbeit oder meinen sie müssten hart, unnachgiebig, skrupelos handeln

Ja.

damit ihnen bei der Arbeit keiner Kommandos gibt oder damit sie nicht angreifbar oder verletzlich sind

Marsianer hat geschrieben:Das kann eine Art von Antrieb dafür sein.

Naja, dabei habe ich das mal so erlebt, das keiner so war, dass er sich nichts hätte sagen lassen von sogenannten Vorgesetzten, das war eher so, dass manche Menschen finster und hinterlistig oder bösartig zu den anderen normalen Angestellten waren. Aber du schriebst ja, "das könnte" ein Antrieb sein.
Manche waren herrschsüchtig, so als ob sie den Druck von oben an die die vermeintlich unter ihnen stehen oder genauso gestellt sind, ablassen wollten oder mussten ( da unbewusst darüber ?? ) . Wollten es und mussten es sozusagen um sich etwas besser zu fühlen dadurch.
Goldmädchen hat geschrieben:dass sie sich jahrelang ausbeuten lassen haben oder sich selbst ausgebeutet haben, sie zB einen sehr stumpfsinnige Tätigkeit ( zB Fließbandarbeiten ) ausgeführt haben, obwohl die Seele und der Körper sich dagegen gewehrt haben

Marsianer hat geschrieben:Das kann sein, an sich sehr ich aber solche Abhängigkeitsstrukturen kritischer, in denen dann schleichend aktiver Anpassungen an Ungutes erfolgt. Z.B. um Vorgesetzten, die im Auftrag von Profitstreben eher finster gestalten, menschlich zu gefallen oder nur nicht deren Unwillen zu wecken.

Ja, das habe ich auch an anderen erlebt bei der letzten Stelle wo ich war. An mir selbst habe ich es aber auch gemerkt, ich habe das auch ab und zu getan. ( Mich verleugnet um der Vorgesetzten zu gefallen ). Aber es gab auch schöne, helle Momente dort, wenn ich mal mehr in einem friedlichem Geist war.

Mir ist aufgefallen, das wenn man seinen Geist nicht ein wenig unter Kontrolle hat, man dazu neigt viel Blödsinn zu reden, zu reden um des Redens willen, da oft nichts Ergiebiges raus kommt oder hilfreiches, es wird einfach alles raus gelassen, was der Geist sich da zurecht denkt, und es tut gut es anderen erzählen zu dürfen, sich mitteilen zu können.
Marsianer hat geschrieben:Kontrolle ist ja nicht so das, was ich als optimal betrachten würde. Darin wäre dann eher eine Kluft vorhanden? Widerstreitende Impulse?

Wenn man sehr unachtsam ist ( kein gutes Gewahrsein hat ) ist es auch unmöglich. Man beobachtet sich nicht so gut ( die Gedanken ). Daher kann man sie auch nicht kontrollieren ( fallen lassen und ersetzten ). Wenn man das versuchen würde, wäre es unnatürlich wahrscheinlich, da es eine Unterdrückung von ihnen wäre und mehr nicht. Die Energie würde sich dann woanders Bahn brechen.

Mit Geistesschulung kann man lernen die Vorzüge von hellem Denken, liebevollen Gedanken wert zu schätzen, weil wir uns nicht selbst oder durch andere ( eigentlich sind es immer wir selbst mit den Gedanken an denen wir anhaften ) aus der Harmonie bringen lassen wollen. Die Harmonie ist schöner als Hass, Angst.

Marsianer
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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Marsianer » Do 13. Apr 2023, 16:36

Goldmädchen hat geschrieben:Manche waren herrschsüchtig, so als ob sie den Druck von oben an die die vermeintlich unter ihnen stehen oder genauso gestellt sind, ablassen wollten oder mussten ( da unbewusst darüber ?? ) . Wollten es und mussten es sozusagen um sich etwas besser zu fühlen dadurch.

Tja.
Marsianer hat geschrieben:Das kann sein, an sich sehr ich aber solche Abhängigkeitsstrukturen kritischer, in denen dann schleichend aktiver Anpassungen an Ungutes erfolgt. Z.B. um Vorgesetzten, die im Auftrag von Profitstreben eher finster gestalten, menschlich zu gefallen oder nur nicht deren Unwillen zu wecken.

Ja, das habe ich auch an anderen erlebt bei der letzten Stelle wo ich war. An mir selbst habe ich es aber auch gemerkt, ich habe das auch ab und zu getan.

Ja.
Aber es gab auch schöne, helle Momente dort, wenn ich mal mehr in einem friedlichem Geist war.

Sonst würde sich soein langfristiges Ziehen wohl meist auch nicht so auswirken.
Marsianer hat geschrieben:Kontrolle ist ja nicht so das, was ich als optimal betrachten würde. Darin wäre dann eher eine Kluft vorhanden? Widerstreitende Impulse?

Wenn man sehr unachtsam ist ( kein gutes Gewahrsein hat ) ist es auch unmöglich. Man beobachtet sich nicht so gut ( die Gedanken ). Daher kann man sie auch nicht kontrollieren ( fallen lassen und ersetzten ).

Wahrscheinlich, ich würde aber auch vor allem sagen, wenn der Mensch sich innerlich nicht wandelt, dann würde er auch nie innerlich so heil sein, wie er es sein könnte.
Wenn man das versuchen würde, wäre es unnatürlich wahrscheinlich, da es eine Unterdrückung von ihnen wäre und mehr nicht. Die Energie würde sich dann woanders Bahn brechen.

Z.B. ist das bei "Sucht" ganz oft so in der Art, ja.

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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Goldmädchen » Fr 28. Apr 2023, 06:18

Aber es gab auch schöne, helle Momente dort, wenn ich mal mehr in einem friedlichem Geist war.

Marsianer hat geschrieben:Sonst würde sich soein langfristiges Ziehen wohl meist auch nicht so auswirken.


Ja, also mit Ziehen meintest du, dass es mich noch solange beschäftigt hat. Das hat mich auch gewundert.
Es hat vermute ich auch mit den Planetenkonstellationen zu tun gehabt. Skrupellos sein, als Einzelkämpfer leben, das war nicht mehr ohne ein sehr schlechtes Gewissen zu haben, möglich. Denn es soll ja durch Neptun glaube ich war das, um die das Kollektivdenken gegangen sein.
Also ich verstehe das so : Mehr Zusammenhaltgefühl, Verbindungswunsch mit anderen.
Durch das Stehen von Saturn im Fischezeichen ( kann da schon so gewesen sein, ich weiß es nicht so genau ) ging es auch weniger um Strukturen, Härte, Regeln, sondern eher um Leichtigkeit, Freiheit, sich neu ausrichten, offen sein, keine Pläne schmieden ( kein Strategie- Denken ).
So dass mir mein Verhalten im Nachhinein auch fremd vorkam, ich es nicht so genau verstehen konnte, was mich dazu angetrieben hatte.
Habe den Sinn darin nicht mehr erkannt. Das nur an sich Denken und mit Härte ( auch gegen mich selbst ) etwas durchsetzen, dafür standen die Planeten einfach ganz ungünstig.

Wenn man sehr unachtsam ist ( kein gutes Gewahrsein hat ) ist es auch unmöglich. Man beobachtet sich nicht so gut ( die Gedanken ). Daher kann man sie auch nicht kontrollieren ( fallen lassen und ersetzten ).

Marsianer hat geschrieben:Wahrscheinlich, ich würde aber auch vor allem sagen, wenn der Mensch sich innerlich nicht wandelt, dann würde er auch nie innerlich so heil sein, wie er es sein könnte.

In dem Moment wo jemand seine Absichten erkennt, immer heilsamer denkt, unheilsamen Gedanken nicht nachgibt, diese fallen lässt, geschieht doch auch schon eine innere Wandlung- wäre es in dem Moment eine Wandlung zum Hellen hin.
Glaube nicht, dass selbst ein Erwachter nie negative ( Gier, Ablehnung ) hat, er ergreift sie nur nicht mehr und lässt sie wieder weiter ziehen oder ersetzt sie besser gesagt. Na gut, da fällt mir ein, dass es auch darum geht in der Geistübung nach Shakyamuni, dass man die unheilsamen Gedanken gar nicht mehr aufsteigen lässt, sie schon beim hoch steigen wieder fallen lässt, sie sozusagen unterdrückt. Es wird da doch etwas anders erklärt. Vermeidung wäre ja eine gute Strategie.
Das hat dann weniger mit Unterdrücken zu tun, wenn etwas nicht vorhanden ist, kann man es ja nicht unterdrücken.
Und wenn sie aufgestiegen sind, soll man sie ja ersetzen, das könnte Unterdrückung sein, aber auch wieder nicht, denn sie wären ja schon da, und auflösen wäre etwas anderes.
Es wäre so wie einen Streit zu schlichten, den Streit gab es schon, doch man hat ihn aufgelöst.
Die Vier Rechten Anstrengungen (samma padhana)
Unaufgestiegene unheilsame Dinge vermeiden.
Aufgestiegene unheilsame Dinge aufgeben / auflösen.
Unaufgestiegene heilsame Dinge ins Leben rufen.
Aufgestiegene heilsame Dinge festigen.


Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Bodhipakkhiyadhamma#:~:text=der%20Geistesobjekte%20(Dhammanupassana)-,Die%20Vier%20Rechten%20Anstrengungen%20(samma%20padhana),Aufgestiegene%20heilsame%20Dinge%20festigen.

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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Marsianer » Fr 28. Apr 2023, 08:31

Goldmädchen hat geschrieben:Ja, also mit Ziehen meintest du, dass es mich noch solange beschäftigt hat.

Nein, an der Stelle meinte ich diese häufig stattfindenden Wirkungen durch "solche Abhängigkeitsstrukturen".
In dem Moment wo jemand seine Absichten erkennt, immer heilsamer denkt, unheilsamen Gedanken nicht nachgibt, diese fallen lässt, geschieht doch auch schon eine innere Wandlung- wäre es in dem Moment eine Wandlung zum Hellen hin.

Käme wohl darauf an, was "Fallenlassen" bedeuten soll und auch "innere Wandlung".
Glaube nicht, dass selbst ein Erwachter nie negative ( Gier, Ablehnung ) hat, er ergreift sie nur nicht mehr und lässt sie wieder weiter ziehen oder ersetzt sie besser gesagt.

Nach meinem letzten Stand würde "erwacht" da ja auch bedeuten, daß jemand ersteinmal punktuell "Lichtes erkannt hat" und ihn dies verändert hatte?
Na gut, da fällt mir ein, dass es auch darum geht in der Geistübung nach Shakyamuni, dass man die unheilsamen Gedanken gar nicht mehr aufsteigen lässt, sie schon beim hoch steigen wieder fallen lässt, sie sozusagen unterdrückt. Es wird da doch etwas anders erklärt. Vermeidung wäre ja eine gute Strategie.

Hm.
Das hat dann weniger mit Unterdrücken zu tun, wenn etwas nicht vorhanden ist, kann man es ja nicht unterdrücken.

Oder auch möglich, daß jemand dann etwas so stark unterdrückt, daß er es aus seinem Bewußtsein ganz verdrängt hätte. Nach manchen Schilderungen z.B. auch von Yogis besteht deren "Praxis" ja wohl mehr oder weniger darin dauerhafter eine Art Kartenhaus vor dem Einsturz zu bewahren. ;)
Es wäre so wie einen Streit zu schlichten, den Streit gab es schon, doch man hat ihn aufgelöst.

Frieden oder Waffenstillstand oder Beherrschung durch eine Seite ("Sieg")?

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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Goldmädchen » Sa 29. Apr 2023, 11:17

Marsianer hat geschrieben:Nein, an der Stelle meinte ich diese häufig stattfindenden Wirkungen durch "solche Abhängigkeitsstrukturen".

Ach so.
In dem Moment wo jemand seine Absichten erkennt, immer heilsamer denkt, unheilsamen Gedanken nicht nachgibt, diese fallen lässt, geschieht doch auch schon eine innere Wandlung- wäre es in dem Moment eine Wandlung zum Hellen hin.

Käme wohl darauf an, was "Fallenlassen" bedeuten soll und auch "innere Wandlung".

Es wäre mit einer Anstrengung verbunden. Aber in dem Moment wo jemand unheilsame Gedanken die aufgestiegen sind, fallen lässt, ist für mich auch schon die innere Wandlung geschehen. Jedes Mal, wenn er / sie das schafft. Wenn man es schafft dass gar keine mehr aufsteigen, wäre die innere Wandlung abgeschlossen würde ich sagen. Doch ob das geht, das so sein kann, weiß ich nicht, oder ob diese Anstrengung immer da sein wird, benötigt wird.
Glaube nicht, dass selbst ein Erwachter nie negative ( Gier, Ablehnung ) hat, er ergreift sie nur nicht mehr und lässt sie wieder weiter ziehen oder ersetzt sie besser gesagt.

Nach meinem letzten Stand würde "erwacht" da ja auch bedeuten, daß jemand ersteinmal punktuell "Lichtes erkannt hat" und ihn dies verändert hatte?

Ja. Er würde unheilsame Gedanken an sich schnell bemerken und ersetzen durch Heilsame. Lichtes erkannt würde in Buddhas Lehre bedeuten, dass man diese drei Daseinsmerkmale erkannt hat, das alles ohne festen Kern ist, das es Leiden ist, solange man an ein festes Ich glaubt, dass man sich aus der Hölle sie wir selbst schaffen, selbst befreien kann, das alles vergänglich ist, nicht fest steht, wir nicht die Gefühle und Gedanken sind, das einzige was fest ist, ist das reine Bewusstsein, das So sein, das Gewahrsein. Ich habe das blöd erklärt mit den drei Daseinsmerkmalen, müsste das nochmal lesen.

Das hat dann weniger mit Unterdrücken zu tun, wenn etwas nicht vorhanden ist, kann man es ja nicht unterdrücken.

Oder auch möglich, daß jemand dann etwas so stark unterdrückt, daß er es aus seinem Bewußtsein ganz verdrängt hätte. Nach manchen Schilderungen z.B. auch von Yogis besteht deren "Praxis" ja wohl mehr oder weniger darin dauerhafter eine Art Kartenhaus vor dem Einsturz zu bewahren. ;)

Weiß ich nicht. Man kann nichts unterdrücken ( unheilvolle Gedanken ), das geht meine ich immer nur, wenn wir gelernt haben, diese zu ersetzen durch Heilsame, solange ist man getrieben von seinen ( unheilsamen ) Gedanken und Impulsen. Solange diese auch immer wieder aufsteigen.

Es wäre so wie einen Streit zu schlichten, den Streit gab es schon, doch man hat ihn aufgelöst.

Frieden oder Waffenstillstand oder Beherrschung durch eine Seite ("Sieg")?

Wenn das Heile, Helle herrscht, ist dagegen doch nichts zu sagen, oder ? Es ist alles noch unausgereift, was ich hier erklärt habe, aber so grob waren das meine Gedanken dazu. Ich mache nun beim anderen Thema weiter.

Marsianer
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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Marsianer » Sa 29. Apr 2023, 12:36

Goldmädchen hat geschrieben:Es wäre mit einer Anstrengung verbunden. Aber in dem Moment wo jemand unheilsame Gedanken die aufgestiegen sind, fallen lässt, ist für mich auch schon die innere Wandlung geschehen. Jedes Mal, wenn er / sie das schafft.

Das sehe ich nicht als zwangsläufig so. Was für Anstrengung?
Wenn man es schafft dass gar keine mehr aufsteigen, wäre die innere Wandlung abgeschlossen würde ich sagen.

Oder jemand hätte sich in gesetzlicher Art konditioniert, diese weiter vorhandene Teile des Seelenzustands entsprechend stark unterdrückt.
Doch ob das geht, das so sein kann, weiß ich nicht, oder ob diese Anstrengung immer da sein wird, benötigt wird.

Aha.
Er würde unheilsame Gedanken an sich schnell bemerken

Eine Art Selbstkontrolle im Rahmen von Konditionierung vielleicht.
dass man sich aus der Hölle sie wir selbst schaffen, selbst befreien kann

Ja sozusagen, fragt sich nur wie.
Man kann nichts unterdrücken ( unheilvolle Gedanken )

Konditionierung als Faktor hat aber mit soetwas zu tun? Ich bschreibe ja schon länger, daß das oft ein Problem sein kann, weil Menschen da so tief drin stecken, daß sie meinen, das was daraus kommt sei ihr wirkliches seelisches Wollen.
das geht meine ich immer nur, wenn wir gelernt haben, diese zu ersetzen durch Heilsame, solange ist man getrieben von seinen ( unheilsamen ) Gedanken und Impulsen. Solange diese auch immer wieder aufsteigen.

Licht macht hell, es sei denn etwas löscht es aus, läßt es nicht so durch.
Wenn das Heile, Helle herrscht, ist dagegen doch nichts zu sagen, oder ?

Dann wäre aber eine Kluft in der Beherrschngssituation, nicht einfach nur überall stabiles Licht.

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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Goldmädchen » Mo 1. Mai 2023, 20:15

Goldmädchen hat geschrieben:Es wäre mit einer Anstrengung verbunden. Aber in dem Moment wo jemand unheilsame Gedanken die aufgestiegen sind, fallen lässt, ist für mich auch schon die innere Wandlung geschehen. Jedes Mal, wenn er / sie das schafft.

Marsianer hat geschrieben:Das sehe ich nicht als zwangsläufig so. Was für Anstrengung?

Es können immer mal wieder solche Gedanken hoch kommen, außer bei einem Erwachten da nicht mehr wahrscheinlich. Diese niederen Gedanken ( Feindschaftsgedanken zB) nicht zu füttern, sondern ersetzen durch wohlwollende Gedanken das ist anstrengend. Man selbst kommt auch augenblicklich aus der Freude, dem Frieden, dem Glück heraus, wenn man an solchen Gedanken anhängt, sie fest hält.
Wenn man es schafft dass gar keine mehr aufsteigen, wäre die innere Wandlung abgeschlossen würde ich sagen.

Marsianer hat geschrieben:Oder jemand hätte sich in gesetzlicher Art konditioniert, diese weiter vorhandene Teile des Seelenzustands entsprechend stark unterdrückt.

Das kann sein, aber das wäre nicht schlecht für einen, wenn man dadurch durchgehend friedlich zu sich und anderen und hell sein würde, selig sozusagen. Aber irgendwie scheinst du recht zu haben. Aber jeder hat ja mal unheilsame Gedanken. Meinst du nicht ?
Doch ob das geht, das so sein kann, weiß ich nicht, oder ob diese Anstrengung immer da sein wird, benötigt wird.

Marsianer hat geschrieben:Aha.
Ja, das möchte ich noch heraus finden bald.
Er würde unheilsame Gedanken an sich schnell bemerken

Marsianer hat geschrieben:Eine Art Selbstkontrolle im Rahmen von Konditionierung vielleicht.

Diese Methode oder Thema ist schon kompliziert. Ich habe eben ein Video angehört, wo der Mönch auch sagte, dass wir nicht an schönen Gefühlen anhaften sollen und unschöne ( schmerzhafte ) Gefühle nicht abwehren sollen. Das beides da sein darf- wir das lernen sollten. Also nicht unser Glück davon abhängig machen ob es gut läuft oder etwas nicht gut läuft, um glücklich zu sein, so verstehe ich das. Leiden wäre an Situationen anhaften und Situationen abwehren ( nicht haben wollen ). Es geht weniger um Gefühle als um die Situationen oder Gegenstände / Objekte.
Das wäre ein anderes Thema als das Thema den Geist schulen unheilsame Gedanken fallen zu lassen, oder ? Das wäre eine Nummer weiter, oder ?
Oder das andere eine Nummer weiter. Oder wird beides gleichzeitig geübt.

Man kann nichts unterdrücken ( unheilvolle Gedanken )

Marsianer hat geschrieben:Konditionierung als Faktor hat aber mit soetwas zu tun? Ich bschreibe ja schon länger, daß das oft ein Problem sein kann, weil Menschen da so tief drin stecken, daß sie meinen, das was daraus kommt sei ihr wirkliches seelisches Wollen.

Ja das stimmt. Aber muss nicht auf Menschen, welche Geistschulung / Meditation machen so oft zutreffen, eher auf andere Menschen, oder ?
viele lernen ihre Gefühle zu unterdrücken, es wird Kindern schon von Kindergarten alter an beigebracht, dass die Gefühle ( oder was sie wollen ) nicht wichtig ist. Das ist wirklich schade. Und später wenn sie älter sind, müssen sie für die Schule lernen, gute Noten schreiben und denken, sie wollen das selbst so, meinst du so etwas ? Oder zB Frauen, wo die Mütter beibringen, sie habe ihrem Mann nicht zu widersprechen- also so etwas soll es ja geben und sie lernt das/ gewöhnt es sich an und später denkt sie, sie gehört so, es gehört zu ihr. Manches ist aber doch gut, wenn es uns aberzogen wurde, oder ?

Wenn das Heile, Helle herrscht, ist dagegen doch nichts zu sagen, oder ?

Goldmädchen hat geschrieben:Es wäre mit einer Anstrengung verbunden. Aber in dem Moment wo jemand unheilsame Gedanken die aufgestiegen sind, fallen lässt, ist für mich auch schon die innere Wandlung geschehen. Jedes Mal, wenn er / sie das schafft.

Marsianer hat geschrieben:Das sehe ich nicht als zwangsläufig so. Was für Anstrengung?

Es können immer mal wieder solche Gedanken hoch kommen, außer bei einem Erwachten da nicht mehr wahrscheinlich. Diese niederen Gedanken ( Feindschaftsgedanken zB) nicht zu füttern, sondern ersetzen durch wohlwollende Gedanken das ist anstrengend. Man selbst kommt auch augenblicklich aus der Freude, dem Frieden, dem Glück heraus, wenn man an solchen Gedanken anhängt, sie fest hält.
Wenn man es schafft dass gar keine mehr aufsteigen, wäre die innere Wandlung abgeschlossen würde ich sagen.

Marsianer hat geschrieben:Oder jemand hätte sich in gesetzlicher Art konditioniert, diese weiter vorhandene Teile des Seelenzustands entsprechend stark unterdrückt.

Das kann sein, aber das wäre nicht schlecht für einen, wenn man dadurch durchgehend friedlich zu sich und anderen und hell sein würde, selig sozusagen. Aber irgendwie scheinst du recht zu haben. Aber jeder hat ja mal unheilsame Gedanken. Meinst du nicht ?
Doch ob das geht, das so sein kann, weiß ich nicht, oder ob diese Anstrengung immer da sein wird, benötigt wird.

Marsianer hat geschrieben:Aha.
Ja, das möchte ich noch heraus finden bald.
Er würde unheilsame Gedanken an sich schnell bemerken

Marsianer hat geschrieben:Eine Art Selbstkontrolle im Rahmen von Konditionierung vielleicht.

Diese Methode oder Thema ist schon kompliziert. Ich habe eben ein Video angehört, wo der Mönch auch sagte, dass wir nicht an schönen Gefühlen anhaften sollen und unschöne ( schmerzhafte ) Gefühle nicht abwehren sollen. Das beides da sein darf- wir das lernen sollten. Also nicht unser Glück davon abhängig machen ob es gut läuft oder etwas nicht gut läuft, um glücklich zu sein, so verstehe ich das. Leiden wäre an Situationen anhaften und Situationen abwehren ( nicht haben wollen ). Es geht weniger um Gefühle als um die Situationen oder Gegenstände / Objekte.
Das wäre ein anderes Thema als das Thema den Geist schulen unheilsame Gedanken fallen zu lassen, oder ? Das wäre eine Nummer weiter, oder ?
Oder das andere eine Nummer weiter. Oder wird beides gleichzeitig geübt.

Man kann nichts unterdrücken ( unheilvolle Gedanken )

Marsianer hat geschrieben:Konditionierung als Faktor hat aber mit soetwas zu tun? Ich bschreibe ja schon länger, daß das oft ein Problem sein kann, weil Menschen da so tief drin stecken, daß sie meinen, das was daraus kommt sei ihr wirkliches seelisches Wollen.

Ja das stimmt.
das geht meine ich immer nur, wenn wir gelernt haben, diese zu ersetzen durch Heilsame, solange ist man getrieben von seinen ( unheilsamen ) Gedanken und Impulsen. Solange diese auch immer wieder aufsteigen.

Licht macht hell, es sei denn etwas löscht es aus, läßt es nicht so durch.
Wenn das Heile, Helle herrscht, ist dagegen doch nichts zu sagen, oder ?

Marsianer hat geschrieben:Dann wäre aber eine Kluft in der Beherrschngssituation, nicht einfach nur überall stabiles Licht.

Kann mir nicht vorstellen das wir immer hell sein können, innerlich immer stabiles Licht da wäre. : )
Also das ist eine neue Sichtweise, damit werde ich mich noch beschäftigen.

Wegen der alten Geschichte bei meiner letzten Arbeit ist mir heute erst wieder eingefallen, was der Hauptimpuls für mich war, dass ich dort weg wollte. Es war die Art wie diese Frau mit mir geredet hatte, dieses Versuchen mich zu erziehen und mir diese Regeln einzuhämmern oder beizubringen, wo ich mich selbst verleugnen soll, das lernen soll, sie das als Muss sah und selbst das wohl auch so lebte bei ihren früheren Arbeitsstellen. Dieses nicht wissen, das keiner einem verbieten darf seine Sichtweise auszusprechen- solange er keinen damit beleidigt, angreift, oder beleidigen oder angreifen will, also keine bösen Gedanken dabei hat. Dieses nicht bei dem Thema bleiben, um welches es mir ging ( der Veränderungswunsch ), sondern das wohl als Angriff aufgefasst zu haben ( sie sagte ja sie habe innerlich Aggressionen gehabt ).

Also ich habe geahnt, dass ich dort nur zurecht kommen würde, wenn ich meine Wünsche unterdrücke, oder meinen Unmut nicht äußere.
Das mochte sie gar nicht. Es sollte ihr am besten nie jemand widersprechen ( auch nicht wenn jemand das freundlich gemacht hatte ). Hm.

Naja, also ich habe mich unterdrückt gefühlt in dem Moment und auch falsch gesehen. Aber die Erinnerung ist jetzt auch wieder weg.

Eben habe ich mir einen Mönch weiter angehört und er sagte etwas auf was Marsianer wohl anspielt oder meint mit Gefühle unterdrücken.

Es gibt etwas in unserer Kultur ( er meint die westliche Kultur ) die ich Leidvergessenheit nenne. Das ist wenn wir uns abschneiden von unserem eigenen Spüren, der Preis für dieses Abschneiden des Spürens des eigenen Körpers ist, das wir uns nicht spüren, dann brauche ich auch die unangenehmen Empfindungen nicht spüren. Diese Leidvergessenheit ist eine Form von ganz generellem Widerstand. Der Preis ist, dass ich mich nicht ganz lebendig fühle.

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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Marsianer » Di 2. Mai 2023, 13:29

Goldmädchen hat geschrieben:Diese niederen Gedanken ( Feindschaftsgedanken zB) nicht zu füttern, sondern ersetzen durch wohlwollende Gedanken das ist anstrengend.

Ich meine ja, soetwas liegt an "dem Geist (biblisch "Vater"), den jemand mit seiner Seele ergriffen hält" und zwar auf einer ganz anderen Ebene. Würden entsprechende Geistverhältnise "losgelassen", würde soetwas dann nie wieder auftreten, egal was jemand irdisch machen würde. Wobei "Feindschaft" auch ein etwas unscharfer Begriff ist, er könnte etwa Ablehnung von "Ungutem" bezeichnen, die dann nicht unbedingt "schlecht" wäre, sondern "gute Intuition".
Diese Methode oder Thema ist schon kompliziert. Ich habe eben ein Video angehört, wo der Mönch auch sagte, dass wir nicht an schönen Gefühlen anhaften sollen und unschöne ( schmerzhafte ) Gefühle nicht abwehren sollen. Das beides da sein darf- wir das lernen sollten.

Das ist als Aussage in buddhistischen Lehren wohl recht verbreitet?
viele lernen ihre Gefühle zu unterdrücken, es wird Kindern schon von Kindergarten alter an beigebracht, dass die Gefühle ( oder was sie wollen ) nicht wichtig ist. Das ist wirklich schade.

So ist das wohl oft.
Und später wenn sie älter sind, müssen sie für die Schule lernen, gute Noten schreiben und denken, sie wollen das selbst so, meinst du so etwas ?

Das könnte wohl als Beispiel genommen werden. Eines bei dem das eher aus "Mainstream-Druck" wäre. Das muß aber nicht immer der Fall sein.
Das kann sein, aber das wäre nicht schlecht für einen, wenn man dadurch durchgehend friedlich zu sich und anderen und hell sein würde, selig sozusagen.

Aus buddhistisch-hinduistischer Sicht wohl nicht, aus meiner Sicht wäre es schon her fragwürdig, weil es sich in Hinsicht "tieferer Spiritualität" eben an eigentlichen Wirkzusammenhängen vorbeigestalten würde.
Das wäre ein anderes Thema als das Thema den Geist schulen unheilsame Gedanken fallen zu lassen, oder ?

Vielleicht, aber auch nicht unbedingt das was ich bevorzuge und öfters mitzuteilen versuche.
Wegen der alten Geschichte bei meiner letzten Arbeit ist mir heute erst wieder eingefallen, was der Hauptimpuls für mich war, dass ich dort weg wollte. Es war die Art wie diese Frau mit mir geredet hatte, dieses Versuchen mich zu erziehen und mir diese Regeln einzuhämmern oder beizubringen, wo ich mich selbst verleugnen soll, das lernen soll, sie das als Muss sah und selbst das wohl auch so lebte bei ihren früheren Arbeitsstellen. Dieses nicht wissen, das keiner einem verbieten darf seine Sichtweise auszusprechen- solange er keinen damit beleidigt, angreift, oder beleidigen oder angreifen will, also keine bösen Gedanken dabei hat. Dieses nicht bei dem Thema bleiben, um welches es mir ging ( der Veränderungswunsch ), sondern das wohl als Angriff aufgefasst zu haben ( sie sagte ja sie habe innerlich Aggressionen gehabt ).

Aha.
Es gibt etwas in unserer Kultur ( er meint die westliche Kultur ) die ich Leidvergessenheit nenne. Das ist wenn wir uns abschneiden von unserem eigenen Spüren, der Preis für dieses Abschneiden des Spürens des eigenen Körpers ist, das wir uns nicht spüren, dann brauche ich auch die unangenehmen Empfindungen nicht spüren. Diese Leidvergessenheit ist eine Form von ganz generellem Widerstand. Der Preis ist, dass ich mich nicht ganz lebendig fühle.

Da wird wohl was dran sein.

Goldmädchen
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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Goldmädchen » Di 13. Jun 2023, 12:17

So ganz verarbeitet habe ich die ganze Geschichte noch nicht, ein schlechtes Gewissen habe ich bis gerade eben noch gehabt. Ein wenig habe ich neue Einsichten bekommen, über mich, aber mein schlechtes Gewissen kommt sicher bald wieder zurück. Einsicht war, dass ich dankbar war, dass mir angeboten wurde noch länger machen zu dürfen. Ich fühlte mich geschmeichelt, angenommen so wie ich bin. Meistens so würde ich sagen, war ich authentisch, denke ich jedenfalls, phasenweise mal nicht. Habe noch etwas zu sagen, was mir noch für eine Einsicht erschienen ist eben, die passt aber gut in einen anderen Faden. LG

Goldmädchen
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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Goldmädchen » Di 13. Jun 2023, 13:40

Ich nehme wahr, dass in mir ein Kampf getobt hat zu dem Zeitpunkt, als ich gehen wollte. Und noch tobt. Eine zeit lang ( oder für ein paar Momente mal ) war es mir möglich, alles anzunehmen oder sagen wir die Menschen dort so wie sind, und die Situationen. Aber mein Ego hatte am Ende wieder die Oberhand, wollte da etwas anders haben, verändern. Wenn ich dieses Gefühl oder diese Ausrichtung nicht wieder belebe, nicht wieder darein gehe, so wird dieser Konflikt wohl weiter bestehen, das ich ein schlechtes Gewissen habe aber mein Ego sagt dann, dass es auch nicht ganz falsch war, weil da einiges nicht so gut gemacht wurde. : ) Mir selbst vergeben, ist mir noch nicht ganz möglich, da ja diese Stimme ( Ego ) das nicht so sieht, dass ich etwas falsch gemacht habe, oder es fällt ihr schwer, das so zu fühlen, oder zu sehen. Dauerhaft so zu sehen. Und auf der anderen Seite klagt mich diese Stimme auch noch an anscheinend. Die selbe Stimme. Denn sie möchte perfekt sein, alles immer richtig machen. Und irgendwie scheint diese Stimme, ja doch zu fühlen das ich nicht alles richtig gemacht habe.

Aber langsam kann ich das gehen lassen und mir verzeihen und dann werde ich einfach versuchen das nicht nochmal so zu machen, der Stimme nicht nachzugeben, die meinte sie wüsste besser wie man etwas machen sollte und dabei nicht auf die Gefühle anderer Rücksicht nahm. Und ich muss oder möchte diese wohlwollende Einstellung versuchen wieder zu entwickeln. So dass ich Probleme auf sanfte Weise ansprechen kann, Probleme auf sanfte Weise lösen kann.

Marsianer
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Re: Menschen anders sehen, neu sehen oder stur bleiben und gehen ?

Beitragvon Marsianer » Mi 14. Jun 2023, 07:27

Das Ego wäre dann hier etwas, das eher anderen "den Weg zeigen will" und zwar mehr aus finstereren Empfindungen? Es ginge eigentlich nicht so sehr um das Wohl der anderen, sondern eher darum daß der eigene Horizont "Vermehrung" fände?


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