Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

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Marsianer
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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Marsianer » Sa 7. Mär 2026, 07:36

Agape hat geschrieben:Vermutlich bliebe es dabei, wenn aus innerstem Wollen im Herzen der Entscheid getroffen würde, nicht in neue Abgründe zu stürzen (weil es die Seele gar nicht mehr dorthin ziehen würde).

Nur dieses "wenn" wäre wohl mehr die Ausnahme. Warum wurde sich eine Seele erst nach erfahrenem Leid etwas anderem hinwenden? Wieso nicht schon vorher?

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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Agape » Sa 7. Mär 2026, 08:05

Warum war aus Saulus letztendlich Paulus geworden? Gott hat sich ihm offenbart und dies bewirkte in ihm einen Wandel.

Warum nicht schon früher? Die Seele war vermutlich noch nicht bereit dafür?
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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Marsianer » Sa 7. Mär 2026, 08:33

Agape hat geschrieben:Warum war aus Saulus letztendlich Paulus geworden? Gott hat sich ihm offenbart und dies bewirkte in ihm einen Wandel.

Soweit ich es verstehe, wurde er eher durch äußere seelische Einflüsse gerichtet für eine "Mission" für die Christus ihn ausgewählt hatte. Darin würde sich dann nicht freier die betreffende seelische Substanz ausleben, sondern der Willensspielraum eines Menschen zu einem Zweck eingeschränkt und "festgezurrt". Soweit ich weiter meine, ist Paulus danach innerlich nicht vergleichbar mit einer menschlichen Seele gewesen, die aus ihrem eigenen seelischen Zustand oder nur nach eher milderen Stubsen mehr aus ihrer eigenen Substanz zu Gott strebt.

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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Agape » Sa 7. Mär 2026, 11:43

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Warum war aus Saulus letztendlich Paulus geworden? Gott hat sich ihm offenbart und dies bewirkte in ihm einen Wandel.

Soweit ich es verstehe, wurde er eher durch äußere seelische Einflüsse gerichtet für eine "Mission" für die Christus ihn ausgewählt hatte. Darin würde sich dann nicht freier die betreffende seelische Substanz ausleben, sondern der Willensspielraum eines Menschen zu einem Zweck eingeschränkt und "festgezurrt". Soweit ich weiter meine, ist Paulus danach innerlich nicht vergleichbar mit einer menschlichen Seele gewesen, die aus ihrem eigenen seelischen Zustand oder nur nach eher milderen Stubsen mehr aus ihrer eigenen Substanz zu Gott strebt.

Ich gebe zu, dass ich etwas Mühe habe, dies mit meinem Verständnis von Gott zu vereinbaren. So, wie Du es oben beschreibst, hat Gott damit S(P)aulus eine Chance verbaut, aus eigenem seelischen Zustand zu agieren. Ihn sozusagen durch Anstrahlung (Fremdbestimmung) beeinflusst und dadurch seinen weiteren Fortgang festgelegt.

Dies wäre aktuell das Letzte, was ich mir für mich selbst und andere Seelen wünschen würde. Lieber würde ich aus Blindheit heraus (aber zumindest in relativer Eigenständigkeit) in den Abgrund stürzen, als davor bewahrt zu werden, jedoch dadurch meiner Seelensubstanz nicht zum "Lichteren" zu verhelfen.

Etwas anderes wäre es aus meiner Sicht, wenn grundsätzlich davon ausgegangen würde, dass alleine aus eigener Kraft NICHTS zu verändern wäre, sondern dass jegliche Veränderung davon abhängt, inwiefern eine Seele nach Gottes Hand greift, um sich seiner Führung (dem "getragen sein" durch Gott) hinzugeben. Ich tendiere stark dazu, mich diesem Verständnis anzuschliessen.
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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Marsianer » Sa 7. Mär 2026, 22:28

Agape hat geschrieben:So, wie Du es oben beschreibst, hat Gott damit S(P)aulus eine Chance verbaut, aus eigenem seelischen Zustand zu agieren. Ihn sozusagen durch Anstrahlung (Fremdbestimmung) beeinflusst und dadurch seinen weiteren Fortgang festgelegt.

Saulus verfolgte Christen vermutlich aus eigenen geistigen Tendenzen und dessen Folgen wären ohne Eingriff wohl sein Schicksal gewesen. Aber Christus griff diesen Feind wunderhaft mit solchem Gericht heraus und machte ihn zu einem insofern gerichteteren Werkzeug, das dann dazu diente das frühe Christentum vor manchen Abwegen zu bewahren und auszubreiten. Im Vergleich zum Schicksal ohne Eingriff wird für ihn auch nicht von Nachteil gewesen sein, so wie schicksalhaftes Leid wegen "Absinken" auf üblichere Weise Schlimmeres verhindert, wenn dadurch erstmal auch ebenfalls ein gewisses Gerichtetsein folgt.
Dies wäre aktuell das Letzte, was ich mir für mich selbst und andere Seelen wünschen würde. Lieber würde ich aus Blindheit heraus (aber zumindest in relativer Eigenständigkeit) in den Abgrund stürzen, als davor bewahrt zu werden, jedoch dadurch meiner Seelensubstanz nicht zum "Lichteren" zu verhelfen.

Aus dem eigenen Herzenszustand zu leben ist kein Selbstzweck, wenn eine Seele dadurch zu Finsteres ausleben würde ohne daß der eigene Seelenzustand irgendwie aus freierem inneren Antrieb ansatzweise zu einer Aufhellung tendiert.
Etwas anderes wäre es aus meiner Sicht, wenn grundsätzlich davon ausgegangen würde, dass alleine aus eigener Kraft NICHTS zu verändern wäre, sondern dass jegliche Veränderung davon abhängt, inwiefern eine Seele nach Gottes Hand greift, um sich seiner Führung (dem "getragen sein" durch Gott) hinzugeben. Ich tendiere stark dazu, mich diesem Verständnis anzuschliessen.

Ich würde sagen, Seelen können wählen, aber ihr Willensspielraum ist in teilweiser Abkehr von Gott (und auch sonst) nicht absolut und das muß er auch nicht sein, damit die Seele im Erdendasein wählen kann, womit sie zusammenhängen will.

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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Agape » So 8. Mär 2026, 12:47

Marsianer hat geschrieben:Saulus verfolgte Christen vermutlich aus eigenen geistigen Tendenzen und dessen Folgen wären ohne Eingriff wohl sein Schicksal gewesen. Aber Christus griff diesen Feind wunderhaft mit solchem Gericht heraus und machte ihn zu einem insofern gerichteteren Werkzeug, das dann dazu diente das frühe Christentum vor manchen Abwegen zu bewahren und auszubreiten. Im Vergleich zum Schicksal ohne Eingriff wird für ihn auch nicht von Nachteil gewesen sein, so wie schicksalhaftes Leid wegen "Absinken" auf üblichere Weise Schlimmeres verhindert, wenn dadurch erstmal auch ebenfalls ein gewisses Gerichtetsein folgt.

Daraus könnte geschlossen werden, dass sich letztendlich alles "zum Bestmöglichen" entwickelt hatte, ohne dass Saulus etwas "bewusst" dazu beitrug.

Und genau diese Erfahrung machte auch ich selbst in meinem eigenen Erleben schon öfter, was mich heute letztendlich auf Gottes Wegen weitgehend "sicher und geschützt" wandeln lässt. Je mehr ich "aus eigenem Ermessen heraus" an gewissen Dingen "herumschrauben will" desto schwieriger stellt sich mir die "Resonanz" darauf dar. Je gelassener und unverkrampfter ich Lebenssituationen gegenübertrete, desto leichter lassen sich scheinbar unüberwindliche Stolpersteine "bewegen".
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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Marsianer » So 8. Mär 2026, 15:36

Agape hat geschrieben:Daraus könnte geschlossen werden, dass sich letztendlich alles "zum Bestmöglichen" entwickelt hatte,

Als Ausgangspunkt würde ich finstere Anteile in Saulus sehen. Ein Mensch kann sich für oder gegen soetwas entscheiden und tut das auch meist unterschwellig. Saulus strebte offenbar dahin das Licht zu verdecken, auch wenn er in die Christenverfolgung menschlich gesehen auch "einfach reingeschlittert" sein könnte. Als bestmöglich hätte ich betrachtet, wenn er sich eben zu dieser Zeit nicht dem Licht entgegengestellt hätte. Das dies aber anders kam aufgrund seiner inneren Wahl ergab sich dann anderes.
ohne dass Saulus etwas "bewusst" dazu beitrug.

Er hätte sich auch gegen dieses Eingreifen sperren können und andere hätten es vielleicht getan. Aber diese Art von Eingreifen machte es jemandem, der nicht sehr stark vernagelt wäre schon ziemlich schwer dieses Wunderhafte zu verwerfen. Darin liegt hier aus nicht nur meiner Sicht der Umstand des Gerichtetseins.
Und genau diese Erfahrung machte auch ich selbst in meinem eigenen Erleben schon öfter, was mich heute letztendlich auf Gottes Wegen weitgehend "sicher und geschützt" wandeln lässt.

Daß er so erwählt wurde ist aber eine seltene Ausnahme. Viele ähnlich verfasste damalige Juden erfuhren soetwas nicht.
Je mehr ich "aus eigenem Ermessen heraus" an gewissen Dingen "herumschrauben will" desto schwieriger stellt sich mir die "Resonanz" darauf dar.

Das bezieht sich auf "sich ändern wollen wie Menschen menschliche Gesetze befolgen" statt auf etwas wie "anderen Geist ergreifen"?
Je gelassener und unverkrampfter ich Lebenssituationen gegenübertrete, desto leichter lassen sich scheinbar unüberwindliche Stolpersteine "bewegen".

Aha.

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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Agape » Mo 9. Mär 2026, 11:17

Marsianer hat geschrieben:
Agape hat geschrieben:Je mehr ich "aus eigenem Ermessen heraus" an gewissen Dingen "herumschrauben will" desto schwieriger stellt sich mir die "Resonanz" darauf dar.

Das bezieht sich auf "sich ändern wollen wie Menschen menschliche Gesetze befolgen" statt auf etwas wie "anderen Geist ergreifen"?

Ein "Gesetz" dahinter nehme ich nicht wahr, wenn ich einfach das "tue" oder "nicht tue", was sich mir situativ innerlich erschliesst. Und was sich mir innerlich erschliesst - davon gehe ich jedenfalls aus - ist abhängig vom entsprechenden Geist, den ich ergriffen halte. Da mir aber nur bewusst ist, was ich mag - oder nicht mag - und ein "Ergreifen" dessen wohl eher unbewusst geschieht, ist es mir immer noch schleierhaft, weshalb das, was ich eindeutig zu mögen erkenne, sich von dem unterscheiden soll, was Du als "Geist ergreifen" bezeichnest.
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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Marsianer » Mo 9. Mär 2026, 11:50

Agape hat geschrieben:Ein "Gesetz" dahinter nehme ich nicht wahr, wenn ich einfach das "tue" oder "nicht tue", was sich mir situativ innerlich erschliesst.

Gemeint war von mir da das "Herumschrauben"
Und was sich mir innerlich erschliesst - davon gehe ich jedenfalls aus - ist abhängig vom entsprechenden Geist, den ich ergriffen halte.

Das bezieht sich wohl auf eine Intuition, die dem "Herumschrauben" entgegengesetzt wird?

Intuition würde ich erstmal als etwas sehen, das mit Nähe zur eigenen Seele zu tun hätte? Das innerste Wollen würde ich noch als etwas anderes sehen.
Da mir aber nur bewusst ist, was ich mag - oder nicht mag

Ja, das ginge dann auf "Vater" zurück, würde ich sagen. Wohl auch, was notartige Empfindung von Körperidentifikation anginge, meine ich.
und ein "Ergreifen" dessen wohl eher unbewusst geschieht

Aber so wie es sich mir darstellt aus geringem bewußteren Erkennen und Verstehen vieler Menschen, was diese Dinge angeht. Ich halte es schon für möglich, das bewußt zu tun.
ist es mir immer noch schleierhaft, weshalb das, was ich eindeutig zu mögen erkenne, sich von dem unterscheiden soll, was Du als "Geist ergreifen" bezeichnest.

Das Mögen der Seele halte ich für eine Folge des "eŕgriffenen Geistes". Es befindet sich "auf einer anderen Ebene".

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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Marsianer » Do 26. Mär 2026, 12:49

Lange habe ich mich gefragt, warum der liebe Gott einzelne bevorzugt, warum nicht alle Seele das gleiche Maß an Gnaden empfangen, ich wundere mich darüber, daß Er Heilige, die ihn zuvor beleidigt hatten wie der Hl. Paulus, der Hl. Augustinus, mit außergewöhnlichen Gunsterweisen überschüttete und daß Er sie sozusagen zwang seine Gnade anzunehmen; oder aber beim Lesen der Lebensbeschreibung von Heiligen, wo es unserem Herrn gefiel, sie von der Wiege bis zur Bahre mit Liebe zu umhegen, ohne auch nur ein Hemmnis auf ihrem Wege zu lassen, das sie gehindert hätte, sich zu Ihm aufzuschwingen, diesen Seelen mit soviel Gnadenerweisen zuvorkommend, daß sie den makellosen Glanz ihres Taufkleides nicht beflecken konnten, [...]

Heilige Therese von Lisieux, Selbstbiographie, Johannes-Verlag 2009 (1. Auflage 1958), Handschrift A (An Mutter Agnes de Jesus), Prolog

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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Agape » Do 26. Mär 2026, 18:38

Dazu zwei Fragen:

1. Inwiefern gibt es beim oben stehenden Zitat einen Zusammenhang mit "Körperidentifikation"?

2. Hat die Heilige Therese von Lisieux auf ihre Frage letztendlich eine Antwort gefunden?
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Re: Körperidentifikation und Zugänglichkeit oadischer Kultur

Beitragvon Marsianer » Do 26. Mär 2026, 19:22

Agape hat geschrieben:1. Inwiefern gibt es beim oben stehenden Zitat einen Zusammenhang mit "Körperidentifikation"?

Es gibt einen Bezug zur Betrachtung der Person Saulus/Paulus wie hier weiter oben bereits.
2. Hat die Heilige Therese von Lisieux auf ihre Frage letztendlich eine Antwort gefunden?

Sie beschreibt danach, Jesus habe ihr gezeigt, daß es schöner sei, wenn Blumen unterschiedlich seien. Das betrachte ich als durchaus korrekt, aber auch nicht wirklich als Antwort auf diese Frage.


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