Zeitbegriff und Seelenzustand

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Agape
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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Agape » So 6. Mär 2022, 22:16

Quelle: https://www.bertha-dudde.org/de/proclamation/7924

7924 Zeit- und Raumbegriff....

20. Juni 1961: Buch 83
Der Zeitbegriff gilt nur für das unvollkommene Geistige, das noch in der Begrenzung des Denkens lebt und das deshalb auch an Zeit und Raum gebunden ist, während das vollendete Geistige keine Begrenzung kennt und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der gleiche Begriff ist, denn das Wesen, das vollkommen ist, kann zu gleicher Zeit vergangene, gegenwärtige und zukünftige Geschehen schauen und erleben, und es wird darum auch ewig selig sein, weil es nichts mehr gibt, was das Wesen je belasten könnte. Denn es wird alles in seiner Zweckmäßigkeit erkannt, denn es hat dem Wesen zur Vollendung verholfen. Es ist überwunden, müßte also der Vergangenheit angehören und ist doch lebendig in der Gegenwart und immer in seiner Auswirkung ersichtlich.... jedoch niemals an Zeit und Raum gebunden.... Dies zu verstehen ist schon ein Zeichen der nahen Vollendung.... doch für den Menschen so lange nicht restlos zu fassen, wie er sich noch auf Erden befindet, denn so lange ist er auch noch nicht vollkommen, und so lange halten Zeit und Raum ihn noch gebunden. Ewigkeitsbegriffe sind daher für den Menschen unausdenkbar; er kann sich wohl endlos lange Zeiten vorstellen, diese aber mit seinem Verstand nicht fassen, wie er auch nicht sich vorstellen kann, daß die "Zeit" einmal ausgeschaltet sein wird.... daß er lebt und sich ebenso in der Vergangenheit wie in der Zukunft bewegen kann.... daß ihm alles ersichtlich ist, was sich abspielte seit Ewigkeiten. Dann wird er zwar auch um einen "Anfang" wissen, dieser aber wird ihm ebenso gegenwärtig sein wie auch das erreichte Ziel alles Wesenhaften, das in Gott seinen Ausgang nahm und wieder zu Ihm zurückgekehrt ist. Dann kann es für ein Wesen keine Begrenzung mehr geben, denn eine Begrenzung hat das Wesen sich selbst geschaffen durch seinen Fall zur Tiefe.... Es setzte der Zustand der Lichtlosigkeit ein, es entstanden vorerst Lücken im Wissen, in der Erkenntnis.... der Mangel an Licht war zeitlich begrenzt, weil sich der Zustand des Wesenhaften epochenweise änderte.... Und so auch änderte sich immer wieder der Aufenthaltsort, was eine räumliche Begrenzung verständlich macht.... Zeit und Raum sind Merkmale des Unvollkommenen, das also nun in seinem Wirken begrenzt war, eben weil es unvollkommen war.... oder auch, es war an Raum und Zeit gebunden, es war nicht mehr frei, wie es einst aus Gott hervorgegangen ist.... Es hatte sich selbst Fesseln angelegt oder anlegen lassen von dem Gegner Gottes, und es bestimmte selbst die Dauer seines gefesselten Zustandes.... Es machte sich selbst auch von der Zeit abhängig, solange es nicht ernstlich der Vollendung zustrebte.... Doch einmal wird auch Zeit und Raum überwunden sein, einmal werden diese Begriffe nicht mehr gelten, weil einmal die Vollendung sicher erreicht sein wird.... Und dann wird das Wesen es nicht verstehen können, daß es sich so lange Zeit von Gott entfernt gehalten hat, daß es in jeder Weise begrenzt war, und es wird wiederum verstehen können, daß vor Gott tausend Jahre sind wie ein Tag, weil es für Ihn keine Zeit gibt.... weil daher auch der Begriff: Gott ist von Ewigkeit.... nichts besagt, denn Er ist immer in der Gegenwart, für Ihn gibt es keine Vergangenheit, Er sieht das Zukünftige genauso in der Gegenwart wie das Vergangene.... Er war und ist und wird bleiben immer das Urzentrum, der Leben-sprühende-Kraftquell, der Anfang und das Ende.... Er war und ist und bleibt das zeitlose, unbegrenzte Wesen, Das keines Seiner geschaffenen Wesen je wird ergründen können.... Und es gibt für Ihn kein "Vorher" oder "Nachher".... Er ist immer in der Gegenwart, und diese nimmt ewig kein Ende.... Und jeder Zeit- und Raumbegriff ist immer nur den von Ihm einst abgefallenen Wesen eigen, die sich selbst eine "Begrenzung" geschaffen haben durch das Verkehren ihres Wesens.... die das Vollkommene unvollkommen werden ließen, die sich selbst gestalteten zu etwas Gott-Widersetzlichem.... die ihren Urzustand verkehrten in das Gegenteil.... Und es wurde nun von dem Abgefallenen selbst das Zeit- und Raumgesetz geschaffen, in dem alles Unvollkommene sich nun bewegen muß, weil alles Unvollkommene sich in einer gewissen Begrenzung bewegt.... (befindet) Nur das Vollkommene ist unbegrenzt; was jedoch der Begrenzung unterliegt, ist auch unvollkommen laut Gesetz von Ewigkeit.... Vollkommen ist das Wesen aus Gott hervorgegangen, und es gab für dieses Wesen weder Zeit noch Raum, und es war unbegrenzt selig. Doch sein Fall zur Tiefe hat Grenzen geschaffen in jeder Weise, die erst wiederaufgehoben sein werden, wenn das Wesen sich rückgestaltet hat zur Vollkommenheit, zu seinem Urwesen, zu dem Zustand, in dem es von Gott einst erschaffen wurde....

Amen
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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Marsianer » So 6. Mär 2022, 23:34

Dann wird er zwar auch um einen "Anfang" wissen, dieser aber wird ihm ebenso gegenwärtig sein wie auch das erreichte Ziel alles Wesenhaften, das in Gott seinen Ausgang nahm und wieder zu Ihm zurückgekehrt ist.

Da geht es dann um das vorübergehende "physikalische Universum" (Rückkehr zu Gott)? Dessen Zeit ist hier gemeint, nicht die "Zeit", die Änderungen in den eigentlichen "geistigen Schöpfungen" bedeutet?
Dann kann es für ein Wesen keine Begrenzung mehr geben, denn eine Begrenzung hat das Wesen sich selbst geschaffen durch seinen Fall zur Tiefe....

Also ich würde ja schon sagen, daß es in "geistigen Schöpfungen" Begrenzungen gibt, denn ein Geistgeschöpf ist z.B. ein bestimmtes Geistgeschöpf mit bestimmten festen Eigenschaften. Das wären aber keine Begrenzungen im Sinne von "Lichtferne" und dieses Geistgeschöpf wäre dann nicht begrenzt durch Raum und Zeit des "physikalischen Universums".
daß vor Gott tausend Jahre sind wie ein Tag, weil es für Ihn keine Zeit gibt....

Naja, wenn ein lichtes Geistgeschöpf sich in Weltgeschehen einklinkt, dann sollte es sich schon damit befasst haben welchen zeitlichen Horizont verkörperte Menschen haben? Aber es könnte auch um anderes gehen bei "Ungenauigkeiten", z.B. um Effekte die Ankündigungen bewirken. Natürlich könnte es dabei in der Substanz auch eher um Aussagen der geistigen Nähe bestimmter Wesenszusammenballungen zu etwas gehen.
weil daher auch der Begriff: Gott ist von Ewigkeit.... nichts besagt, denn Er ist immer in der Gegenwart, für Ihn gibt es keine Vergangenheit, Er sieht das Zukünftige genauso in der Gegenwart wie das Vergangene....

Aber zugleich ist von Anfängen, von Werden und einem Ausgang von etwas die Rede. Und eben von "Wirken".
Und es gibt für Ihn kein "Vorher" oder "Nachher".

Aber es gibt etwas, das er schuf? Das wäre dann etwas, das "Vorher und Nachher" eigentlich automatisch mit sich brächte.
Vollkommen ist das Wesen aus Gott hervorgegangen, und es gab für dieses Wesen weder Zeit noch Raum, und es war unbegrenzt selig.

Nicht im Sinne von Raum und Zeit des "physikalischen Universums", ja.

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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Marsianer » Mo 7. Mär 2022, 17:31

Zitat aus BD 3670 hat geschrieben:Jedoch es sind die herrlichsten Schöpfungen der Erde nur ein schwacher Abglanz der geistigen Schöpfungen, die keinen Vergleich aushalten können, weil auf der Erde Meine Liebe nicht so augenscheinlich erkennbar sein kann, weil die Menschen selbst sich noch nicht zur Liebe gewandelt haben. Zur Liebe gewordenen Seelen aber kann Ich auch die Fülle Meiner Liebe zuwenden, ihnen kann die gestaltende Liebe sich offenbaren, und ihnen kann Ich zeigen und geben, was Ich ihnen verheißen habe: "Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört hat, das habe Ich denen bereitet, die Mich lieben ...." Und es werden die Schöpfungen immer herrlicher werden, je tiefer das Wesen zu lieben vermag .... Die tiefe Liebe läßt sie Einblick nehmen in Mein Walten und Wirken im geistigen Reich, sie stehen Mir nicht mehr unvollendet gegenüber, sondern sie sind geworden, was Ich Selbst bin .... Liebe .... sie sind selbst macht- und kraftvoll, um in höchster Vollendung selbst schaffen und gestalten zu können in Meinem Willen durch Meine Kraft. Einen Vergleich für ihre Tätigkeit im geistigen Reich ist den Menschen auf der Erde nicht zu geben, da völlig andere Gesetze herrschen und das geistige Wirken nichts mit dem materiellen Wirken, mit der Tätigkeit auf Erden gemein hat. Doch es ist ein Wirken in Seligkeit, ein Wirken, das höchste Beglückung bedeutet für das zur Liebe gewordene Wesen, das denken, fühlen und wollen kann, zu schauen und zu hören vermag, das als Einzelwesen empfindet und doch in Verbindung mit anderen Wesen überaus glücklich ist, weil es Kraft und Liebe dadurch vermehrt und seine Wirkensfähigkeit erhöht. Es ist ein Zustand seligster Harmonie, in dem die Bewohner der geistigen Welten sich befinden, ein Zustand, der ständig angestrebt wird, sowie die Seele zum Erkennen gekommen ist auf Erden oder im geistigen Reich. Es ist ein Zustand, in den Ich alle Wesen versetzen möchte, weil Ich sie liebe und sie die Herrlichkeiten Meines Reiches schauen lassen möchte. Denn Mein Liebeswirken gilt unausgesetzt der Beglückung Meiner Geschöpfe, Meine Liebe ist unendlich und will geben und beglücken, und darum will Ich Meine Geschöpfe würdig machen, in geistigen Schöpfungen weilen zu dürfen; doch sie selbst müssen dazu den Willen haben, sie müssen sich gestalten zur Liebe im freien Willen, um im geistigen Reich unsagbar beglückt werden zu können bis in alle Ewigkeit ....

Walten und Wirken ... und auch nicht schlecht in Bezug auf "Tätigkeit":
Zitat aus BD 8217 hat geschrieben:Die von Mir einst abgefallenen Urgeister wählten selbst im freien Willen die Finsternis, denn sie gaben alles Licht hin, sie wehrten sich gegen den Zustrom Meines göttlichen Liebelichtes. Und also wurde ihr Geist verfinstert, sie verloren jegliche Erkenntnis. Sie erstarrten und wurden zu jeder Tätigkeit unfähig, sie verloren jegliche Beweglichkeit und verhärteten völlig in ihrer geistigen Substanz .... Sie waren einst von Mir ausgestrahlte Liebekraft, die zu allen Leistungen fähig war .... und wurden nun ohnmächtige, tote Wesen, die in völliger Verhärtung unfähig wurden zu jeglicher Tätigkeit und die Ich darum umformte zu Schöpfungen jeglicher Art, auf daß die Kraft nun in Meinem Willen wirksam wurde und das erstarrte Geistige wieder langsam zum Leben kam. Denn nur Tätigkeit ist Leben und Tätigkeit erfordert Kraft, und es ist ein "Leben" ohne Kraftzufuhr nicht zu denken .... Immer wieder erkläre Ich euch dies, um euch das Verständnis zu erschließen dafür, daß die einst von Mir und Meiner Liebe ausgestrahlten Wesen im Grunde des Grundes ebendie Liebekraft waren, die nun in Meinem Willen tätig werden sollte, die wirksam werden mußte, wenn das Gesetz göttlicher Ordnung erfüllt werden sollte .... Der immerwährende Zustrom Meiner Liebekraft also befähigte alle Meine Geschöpfe zum ständigen Wirken und Schaffen, weil sie als Meine Ebenbilder geschaffen waren, die den gleichen Schöpfergeist und Willen in sich trugen und auch ihre Beglückung fanden in schöpferischem Wirken .... Gerade die Liebekraftfülle, die sie ständig durchströmte, war es, die sie überheblich werden ließ und in ihnen die Vorstellung wachrief, daß sie von selbst über diese große Kraft verfügten, daß sie keinen Kraftquell benötigten, sondern aus sich selbst Kraft und Licht schöpften und darum völlig unabhängig waren von Mir ....

Und kurz ergänzend:
Zitat aus BD 8216 hat geschrieben:Ihr ginget einst von Mir aus in aller Vollkommenheit, denn Ich hatte euch erschaffen als Meine Ebenbilder, als höchst vollkommene Wesen, als Miniaturen Meiner Selbst, jedoch von gleicher Beschaffenheit, weil euer Urelement Liebe war, weil ihr aus der Urliebe hervorgegangen waret, Die Sich Gefäße schuf um Sich Selbst in die Gefäße ergießen zu können .... um Liebekraft unaufhörlich ausströmen zu können, die von jenen erschaffenen Wesen aufgefangen wurde .... Diese Wesen, Meine Ebenbilder, waren pur Liebe, sie waren die von Mir ausgeströmte Liebekraft, die sich selbst wohl gegenseitig wahrnehmen und schauen konnten, die aber nicht Mich Selbst zu schauen vermochten, aus Dem sie hervorgegangen waren, weil Ich die Urfülle der Liebekraft Selbst war und sie Diese also nicht zu schauen vermochten, ansonsten sie vergangen wären.

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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Marsianer » Sa 12. Mär 2022, 20:10

Zitat aus BD 7609 hat geschrieben:Einmal werdet ihr es erkennen, wie kurz die ganze Erdenlebenszeit gewesen ist, wenn ihr nicht mehr im Fleisch auf dieser Erde weilet. Und dann werdet ihr auch die Dringlichkeit Meiner Mahnungen und Warnungen verstehen, denn dann erst werdet ihr es erkennen, daß euer Zeitbegriff auf Erden ein anderer war (ist), als im geistigen Reich.

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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Marsianer » Sa 15. Mär 2025, 17:42

Zeitreisen und die Föderation von Damanhur [15.11.2002]
https://cropfm.at/archive/show/damanhur

Ein Journalist gibt in dieser alten Sendung einen Überblick der Ergebnisse seiner mehrjährigen Beschäftigung. Demnach sei das heutige Damanhur wohl eine Gründung von Zeitreisenden aus der Zukunft, die versuchen würden Änderungen zu bewirken, um künftige Probleme zu beseitigen. In den benutzten Zeitreisekammern werde der Körper innerhalb von Sekunden aufgelöst und in die Vergangenheit gebracht, was aber nur mit Reisenden möglich sei, die dort auch bereits inkarniert gewesen wären. Sie würden nur in die Vergangenheit von jetzt her reisen können. In der Vergangenheit würden sie Vorrichtungen platzieren, durch die die Zeitreisenden wieder zurückgelangen können. Aus dem heutigen Damanhur seien auch neue Bauten in Altägypten angestoßen worden, die dann sogar in heute bereits durchforschten Gebieten aufgetaucht seien. Archäologen würden sich dann gefragt haben, wie man diese haben übersehen können. In Altägypten habe es auch ein Damanhur gegeben, eine Initiationsstätte, die zum Zeitpunkt der Sendung ausgegraben worden sei.

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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Marsianer » So 16. Mär 2025, 12:12

rjupa hat geschrieben:Wenn man sich z.B. die Schöpfungsgeschichte mit Adam und Eva in der Bibel anschaut, gibt es da verschiedene Zustände, einerseits bei der Entstehung der Welt und andererseits auch vor und nach der Vertreibung aus dem Paradies.

Es ist aber Gegenstand von verbreiteteren Überlegungen, an welcher Stelle die dort benannte Schöpfung stand. Es wird oft von einem Ursündenfall ausgegangen, während dem auch vorher die Schlange von Gott "abfiel"? Und für "Engel Gottes" ist Zeit wie in dieser Schöpfung nach Beschreibungen so nicht Gegenstand ihres Erfahrens?

BD 2575 bezieht sich wohl auch mehr auf etwas wie "Körperidentifikation"? Würde die weniger, würde die Seele freier und weniger eng gebunden an einen Körper oder körperverwandte Zugewandtheiten.

Ein Wirken auch in unterschiedlichen Zeiten dieser zeitlichen Schöpfung (bedeutet nach anderen Aussagen, daß es eben nicht nur mehr schlagartige fertige Wirkungen gäbe, sondern sich Dinge langsam entwickeln, daß Himmelskörper z.B. sich in Geschwindigkeiten allmählich-zeitlich fortbewegen) könnte theoretisch auf etwas hinauslaufen wie ein Überblicken verschiedener Grundstücke, während viele Wesen nur ein Grundstück kennen und sich dort aufhalten. Dann würden die verschiedenen Grundstücke vielleicht mehr wie ein Ganzes betrachtet und bei Wirken behandelt. Ein "wissen um alles, was war, was ist und noch sein wird" könnte sich dann doch auf eine Art "aktuellen Zustand" beziehen. Wenn nicht weiter eingegriffen würde, würde es so sein, wie es sich der Seele dann darstellen würde. Würde aber nochmals wirkend eingegriffen, würde sich wieder etwas verändern, das nicht als "es wird so sein" gesehen worden wäre.

In BD 3670 war dann auch von geistigen Schöpfungen die Rede. Woraus bestünden solche,abgesehen von Geistwesen selbst?

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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Marsianer » So 16. Mär 2025, 12:36

BD 4405 hat geschrieben:Die sichtbare Welt birgt das unerlöste Geistige und hat sonach materielle Schöpfungen aufzuweisen, in denen das Geistige ausreifen soll. Die materielle Welt ist also nötig, solange eine Form sein muß, die dem Geistigen als Umhüllung dient, welche es spüren soll als Zwang, denn der Trieb, dieser Form ledig zu werden, ist Anlaß zu einer Tätigkeit und diese wieder nötig zum Ausreifen. Es dienet das Wesenhafte in der Form durch diese Tätigkeit gemäß seiner Bestimmung und entwickelt sich durch das Dienen wenn auch im Mußzustand langsam zur Höhe. Wäre das Wesenhafte nicht in einer Form gebunden, so würde es untätig verharren, weil es noch im Widerstand gegen Gott sich befindet und dadurch kraftlos ist, während es als Lebewesen, wozu die Außenform nötig ist, auch die Lebenskraft zugeführt erhält, die ihm ein Tätigsein ermöglicht. Daher ist in der materiellen Welt eine ständige Veränderung bemerkbar, weil Tätigkeit stets eine Veränderung dessen bedeutet, was als Materie anzusprechen ist. Offensichtlich ist diese Wahrnehmung im Stadium als Mensch, wo eine immerwährende Tätigkeit Bedingung ist, soll das körperliche Leben eines Menschen erhalten bleiben. Ein Zustand ohne Tätigkeit ist schon ein Zustand des Todes, wenngleich der Körper noch lebend genannt werden kann, doch Untätigkeit ist ein Zeichen ungenützter Kraft, die dem Menschen dann ganz entzogen wird, weil ein untätiges Erdenleben wider die göttliche Ordnung verstößt und sich entsprechend auswirken muß. Nur durch Tätigkeit kann eine Aufwärtsentwicklung stattfinden, diese aber ist Zweck und Ziel des Erdenlebens, sowohl für den Menschen als auch für die gesamte irdische Schöpfung, in der sich das Geistige dienend betätigen muß .... (15.8.1948) Und so werden irdische Schöpfungen bestehen, solange noch Geistiges erlöst werden muß, was Ewigkeiten in Anspruch nimmt. Jede irdische Schöpfung ist nur das Abbild eines geistigen Schöpfungswerkes, es ist die Form, die das Geistige sehen kann in seinem schwachen Erkenntnisgrad, während das rein Geistige nur schaubar ist dem Wesen, das reif ist, das im Erkennen steht, im Licht und alles Geistige ersehen kann wie mit leiblichen Augen. Diese Schöpfungen sind weit herrlicher anzusehen, sie sind von einer Vielfältigkeit und Gestaltung, die keinen Vergleich auf der Erde finden könnten. Der Schauende kann nur ständig genießen und befindet sich selbst dabei in einem Bewußtsein von Kraft, die ihn zu schaffender und gestaltender Tätigkeit treibt. Geistige Schöpfungen benötigen auch keinen Raum und sind sonach auch unbegrenzt in ihrer Ausdehnung. "Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört hat, habe Ich bereitet denen, die Mich lieben ...." Diese Verheißung erfüllet sich bei dem Betrachten jener Schöpfungen, die von ungeahnter Liebe und Weisheit Gottes zeugen und jedem im Licht stehenden Wesen zugänglich sind. Da es pure Lichtschöpfungen sind, strahlen sie auch nach allen Seiten hin Licht aus und sind sonach Lichtquellen, die das Weltall erleuchten, wenngleich die Schöpfungen selbst nicht sichtbar sind. Die Lichtstrahlung aber manifestiert sich und dringt in das Universum, um zu lichtlosen, materiellen Schöpfungen ihren Weg zu nehmen, um also als ? Geistiges sichtbar zu werden den Wesen, die wohl Licht benötigen, aber selbst noch nicht als Lichtträger solches erzeugen können, bzw. eine direkte Lichtstrahlung aus dem geistigen Reich empfangen können. Schöpfungen, die leuchten, sind als geistige Schöpfungen anzusehen, also nicht aus irdisch materiellen Stoffen bestehend, sondern nur dem Geistig-zu-schauen-Vermögenden ersichtlich, während ein unvollkommenes Wesen nur das Licht erblicken kann, das diese geistigen Schöpfungen ausstrahlen. Geistige Schöpfungen können auch zur Form werden, sowie sie in ein Bereich gerichteter Materie kommen, wenn also durch Gottes Willen eine Neuschöpfung entstehen soll, die wieder gerichtetes Geistiges bergen muß, und diese Schöpfungen von den Lichtwesen als eigene Idee, doch dem göttlichen Willen entsprechend, ins Weltall gestellt werden. Denn die Materie ist zur Form gewordenes Geistiges, das immer irgendwo erst verdichtet wird, ursprünglich aber Geistiges, also Kraft aus Gott, ist. In welchem Moment nun das Geistige Form annimmt, also die Materie entsteht, das entzieht sich dem Wissen des Wesens, das, als Mensch verkörpert, inmitten der materiellen Schöpfung lebt und dessen Kenntnis seinem Reifegrad entspricht. Erst als Lichtwesen begreift es den Vorgang des Entstehens der Materie, so es gleichzeitig auch Kenntnis von den geistigen Schöpfungen besitzt und selbst schaffend und gestaltend tätig sein kann. Dann sind ihm viele Fragen gelöst und beantwortet, die er als Mensch nicht lösen konnte, und seines Lobes und Preisens des ewigen Schöpfers wird kein Ende sein ....
Amen

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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Agape » Di 18. Mär 2025, 12:43

Marsianer hat geschrieben:In BD 3670 war dann auch von geistigen Schöpfungen die Rede. Woraus bestünden solche, abgesehen von Geistwesen selbst?

Vielleicht aus allem, was sich Gott „gedacht“ hat?
https://prophetia.org/index.php?title=Sch%C3%B6pfung
In der ganzen Unendlichkeit gibt es nichts, das nicht aus Gott wäre. Gott in Seinem Wesen ist unendlich und es kann sich streng genommen außer Ihm nichts befinden. Da Gott ewig ist, kann Er nichts Zeitliches und Vergängliches oder erst Entstehendes in sich fassen, sondern, was in Ihm ist, ist wie Er selbst ewig. Er kann Seine ewigen großen Gedanken und Ideen nur außer Sich der Erscheinlichkeit nach zur Gewinnung einer wesenhaften Selbständigkeit wie hinausstellen; und wenn Er das tut, so ist dies von Ihm ausgehend ein Schöpfungsmoment, und für das durch Seine Macht und Weisheit wie außer Ihn freigestellte Gottesgedankenwesen beginnt dann erst die Zeit, besser aber der Zustand der zugelassenen Selbsttätigkeit zur Erwerbung eines bleibenden selbständigen Seins wie außer Gott, wenn schon im Grunde des Grundes dennoch in Ihm. Was nicht war, konnte nicht selbstwillig hervorgehen, sondern musste von Gott erst erschaffen werden und dann als erschaffenes Wesen erst durch die Macht Seiner Ordnung heraustreten aus Gott nach Seinem Willen.[24]
Vor der Schöpfung war Gott die Liebe und die Weisheit selbst. Diesen beiden Wesenselementen wohnt das Streben inne, Nutzwirkungen hervorzubringen, da sie sonst lediglich flüchtige Gebilde der Vernunft wären. Wenn Liebe und Weisheit nicht in nützliches Wirken übergehen, dann verflüchtigen sie sich. Daher kann das Weltall als ein Schauplatz der Nutzwirkungen bezeichnet werden.[29]
Im freien Zustand erfüllt alles, was da Seele heißt, die ganze unendliche Räumlichkeit und ist im Geisterreich eine zu bewohnende Unterlage für alle zahllosen Heere von Engeln und Geistern aller Arten. Es handelt sich dabei um die freien, noch ungefesteten Gedanken Gottes. Diese Gedanken erfüllen nicht nur die Unendlichkeit, sondern sind auch die lebendigen Gefäße oder Träger des Lebens aus Gott. Wenn Gott einen Seiner Gedanken fangen und dann festhalten will, dann umfasst Er ihn mit Liebe, d.h. Er hat auch uns schon geliebt, bevor wir noch waren; denn wäre es nicht so, dann wäre nie etwas erschaffen worden. Wenn das geschehen ist, kann sich der von der Liebe Gottes ergriffene Gedanke nicht mehr gleich den zahllosen nicht ergriffenen aufschwingen in die unendlichen Kreise von Gottes eigentlichem göttlichen Sein und Wirken, sondern er bleibt dann schon als eine beständige Form lebendig wie vor Gott. Soll dann diese Form sich selbst vor Gott bewusst werden, dann wird sie nicht nur von der Liebe Gottes umfangen, sondern auch allenthalben durchdrungen. Dadurch geschieht dann ein Drängen und Reiben zwischen der Form und der Liebe und die Folge davon ist, dass die durch die Liebe von allen und in allen Teilen bedrängte Form anfängt, Widerstand zu leisten, wenn sie von der Liebe zu sehr in Beschlag genommen wird, wobei der am meisten bedrängte Mittelpunkt (Schwerpunkt) auch den größten Widerstand leistet. Wo aber der größte Widerstand ist, da ist auch die Tätigkeit am größten, und wo starke Bedrängungen, da werden Entzündungen bewirkt. Ein solches Erbrennen ist immer mit einer leuchtenden Flamme verbunden, welche dem Leben der Liebe Gottes gleich ist und die von der Liebe gefangene und gedrängte Form notwendig durchleuchtet, worauf die Form endlich selbst in allen ihren Teilen in die Bewegung der vom Mittelpunkt aus lodernden Flammen übergeht und dadurch lebendig und im eigenen Licht sich selbst frei bewusst wird. Will Gott dann auch, dass ein solcher auf diese Art gehaltener Gedanke fortbesteht, dann wird er bald gefestet und bleibt immerdar dann so wie Gott. Will es Gott aber nicht, dann zieht Er Seine Liebe wieder ab aus und von der Form; diese wird dann wieder frei und flott und steigt wieder, allein nur Gott sichtbar bewusst, in die unendlichen Kreise Seiner Göttlichkeit. Das ist die Ordnung Gottes, aus der alle Dinge hervorgegangen sind.[33]
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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Marsianer » Di 18. Mär 2025, 18:53

In BD 4405 gibt es ja schon Hinweise direkt zum Begriff "geistige Schöpfungen" bei Dudde. "und sind sonach Lichtquellen, die das Weltall erleuchten" wird auf mich, als würde z.B. die materielle Sonne in dem Sinne auch als "geistige Schöpfung" verstanden. Wenn die Definition nur einfach so wäre, daß es um materielle Himmelskörper gehen soll, die Licht aussenden, dann wäre für mich klar, daß ich mit "geistige Schöpfungen" etwas anderes meinen würde. Aber so ganz einfach ist die Beschreibung dann ja auch im angeführten Text nicht.

Woanders heißt es ja meines Wissen schon, daß auch Sonnen zur gefallenen Schöpfung zählen. Aber wie lebt es sich un ungefallenen Schöpfungen? Gibt es in Schöpfungen, in denen ungefallene Engel Gottes leben Tiere, Pflanzen, Kristalle und so weiter? Oder eben nicht, weil soetwas erst mit dem Ursündenfall (vor dem in Eden) entstanden wäre?

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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Agape » Di 18. Mär 2025, 21:09

Marsianer hat geschrieben:Wenn die Definition nur einfach so wäre, daß es um materielle Himmelskörper gehen soll, die Licht aussenden, dann wäre für mich klar, daß ich mit "geistige Schöpfungen" etwas anderes meinen würde.

Aber es ist doch beim oben stehenden Zitat von BD auch von „puren Lichtschöpfungen“ (nicht aus irdisch materiellen Stoffen bestehend) die Rede, welche jedoch nur für den „geistig zu schauen Vermögenden“ sichtbar sind?

Gibt es in Schöpfungen, in denen ungefallene Engel Gottes leben Tiere, Pflanzen, Kristalle und so weiter? Oder eben nicht, weil soetwas erst mit dem Ursündenfall (vor dem in Eden) entstanden wäre?

Gemäss „nicht aus materiellen Stoffen bestehend“ vermutlich eher nicht?
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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Marsianer » Di 18. Mär 2025, 21:51

BD 4405 hat geschrieben:Die materielle Welt ist also nötig, solange eine Form sein muß, die dem Geistigen als Umhüllung dient, welche es spüren soll als Zwang, denn der Trieb, dieser Form ledig zu werden, ist Anlaß zu einer Tätigkeit und diese wieder nötig zum Ausreifen.

Sind Tiere, Landschaft und so weiter nur solche Formen? Wie wäre das geartet, was da so geistig um umhüllt wäre? ist ein Herumlaufen von Tieren nicht in seiner Natur zeitlich?
Daher ist in der materiellen Welt eine ständige Veränderung bemerkbar, weil Tätigkeit stets eine Veränderung dessen bedeutet, was als Materie anzusprechen ist.

In geistigen Schöpfungen (nicht nach BD-Verständnis) gäbe es keine ständigen zeitartig allmählichen Veränderungen wie bei einem Tier, das z.B. allmählich eine Strecke in der Landschaft zurücklegt?
Jede irdische Schöpfung ist nur das Abbild eines geistigen Schöpfungswerkes, es ist die Form, die das Geistige sehen kann in seinem schwachen Erkenntnisgrad, während das rein Geistige nur schaubar ist dem Wesen, das reif ist, das im Erkennen steht, im Licht und alles Geistige ersehen kann wie mit leiblichen Augen.

Was soll das bedeuten? Inwiefern ein Abbild von was?
Diese Schöpfungen sind weit herrlicher anzusehen, sie sind von einer Vielfältigkeit und Gestaltung, die keinen Vergleich auf der Erde finden könnten.

Sie weisen also eine Gestaltung auf. Aber das bezieht sich vielleicht auf Sonnenwelten innerhalb dieses materiellen Universums?
Geistige Schöpfungen benötigen auch keinen Raum und sind sonach auch unbegrenzt in ihrer Ausdehnung.

Sie benötigen also keinen Raum? Welche Art von Form würden sie dann aufweisen? Materielle Sonnenwelten nehmen soweit bekannt Raum in diesem Universum ein.
Da es pure Lichtschöpfungen sind, strahlen sie auch nach allen Seiten hin Licht aus und sind sonach Lichtquellen, die das Weltall erleuchten, wenngleich die Schöpfungen selbst nicht sichtbar sind.

Wie ist das gemeint? Sterne, die nach aktuellem menschlichen Weltbild Licht aussenden, sind zumindest ja als Himmelskörper körperlichen Augen sichtbar? Es ginge um genau solches Licht?
Die Lichtstrahlung aber manifestiert sich und dringt in das Universum, um zu lichtlosen, materiellen Schöpfungen ihren Weg zu nehmen,

Woher dringt da Licht in das Universum? Von außerhalb des Universums? Angeblich materielle Sonnen wären aber auch demnach schon innerhalb des Universums?
um also als ? Geistiges sichtbar zu werden den Wesen, die wohl Licht benötigen, aber selbst noch nicht als Lichtträger solches erzeugen können, bzw. eine direkte Lichtstrahlung aus dem geistigen Reich empfangen können.

Hm, also wäre hier nicht Licht gemeint, das "direkt geistig" wäre. "Geistiges Licht" würde demnach mit körperlichen Augen der Erdenmenschen nicht zu sehen sein?
Schöpfungen, die leuchten, sind als geistige Schöpfungen anzusehen, also nicht aus irdisch materiellen Stoffen bestehend,

Das würde z.B. für die Sonne gelten, die die materielle Erde soweit zu erkennen hauptsächlich beleuchtet? Sie wäre vielleicht materiell, aber nicht "irdisch materiell"? Oder demnach vielleicht gar nicht materiell?
sondern nur dem Geistig-zu-schauen-Vermögenden ersichtlich, während ein unvollkommenes Wesen nur das Licht erblicken kann, das diese geistigen Schöpfungen ausstrahlen.

Aber Sonnenlicht kann ja von Erdenmenschen körperlich wahrgenommen werden?
Geistige Schöpfungen können auch zur Form werden, sowie sie in ein Bereich gerichteter Materie kommen, wenn also durch Gottes Willen eine Neuschöpfung entstehen soll, die wieder gerichtetes Geistiges bergen muß, und diese Schöpfungen von den Lichtwesen als eigene Idee, doch dem göttlichen Willen entsprechend, ins Weltall gestellt werden.

Da ginge es wieder um gerichtetes Geistiges. Aber wie würde dieses Geistige als Schöpfung aussehen ohne solche Form? Da geht es wohl um das Erlösungswerk, nicht geistige Schöpfungen ungefallener Art. Vielleicht würden sich irgendwelche geistigen Faktoren als Entsprechungen in Formen niederschlagen, die so nur im Umfeld dumpfen gefallenen Geistigen existieren, die diesem eben eine Struktur geben, die ihnen wie genannt langsame Wiederhöherentwicklung ermögliche? Aber was wären solche Faktoren in rein geistiger Form und wie würden sie sich solchem Geistigen selbst darstellen?

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Re: Zeitbegriff und Seelenzustand

Beitragvon Agape » Mi 19. Mär 2025, 21:51

Marsianer hat geschrieben:
BD 4405 hat geschrieben:Die materielle Welt ist also nötig, solange eine Form sein muß, die dem Geistigen als Umhüllung dient, welche es spüren soll als Zwang, denn der Trieb, dieser Form ledig zu werden, ist Anlaß zu einer Tätigkeit und diese wieder nötig zum Ausreifen.

Sind Tiere, Landschaft und so weiter nur solche Formen?

Einzelne Tiere sowie Pflanzen und Mineralien (Lebewesen) als Bestandteil einer Landschaft wohl nicht?

Wie wäre das geartet, was da so geistig um umhüllt wäre?

Hm - soweit ich es richtig verstehe, ist das Geistige von Materie umhüllt?

ist ein Herumlaufen von Tieren nicht in seiner Natur zeitlich?

Doch, ich würde dies auch als „zeitlich“ betrachten.

Marsianer hat geschrieben:
BD 4405 hat geschrieben:Daher ist in der materiellen Welt eine ständige Veränderung bemerkbar, weil Tätigkeit stets eine Veränderung dessen bedeutet, was als Materie anzusprechen ist.

In geistigen Schöpfungen (nicht nach BD-Verständnis) gäbe es keine ständigen zeitartig allmählichen Veränderungen wie bei einem Tier, das z.B. allmählich eine Strecke in der Landschaft zurücklegt?

Soweit ich es schon beispielsweise bei Lorber gelesen habe, wird dort unterschieden zwischen dem Zurücklegen des Körpers (relativ langsames Fortbewegen), der Seele (schnelleres Fortbewegen) und des Geistes („blitzschnelles“ Fortbewegen) - also schon auf eine Art „zeitlich“. Aber offenbar nicht vergleichbar mit dem zeitlichen Verständnis auf dieser Erde.

Marsianer hat geschrieben:
BD 4405 hat geschrieben:Jede irdische Schöpfung ist nur das Abbild eines geistigen Schöpfungswerkes, es ist die Form, die das Geistige sehen kann in seinem schwachen Erkenntnisgrad, während das rein Geistige nur schaubar ist dem Wesen, das reif ist, das im Erkennen steht, im Licht und alles Geistige ersehen kann wie mit leiblichen Augen.

Was soll das bedeuten? Inwiefern ein Abbild von was?

Ich vermute, dass mit Abbild „Entsprechung“ gemeint sein könnte.

Über die restlichen Aussagen muss ich wohl noch längere Zeit nachdenken. ;)
"Schreiben ist der direkte Weg zum Herzen"
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