Jesus umfassen

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Marsianer
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Jesus umfassen

Beitragvon Marsianer » Fr 3. Jul 2026, 08:09

Heilige Gemma hat geschrieben:Ich suche Jesus und finde ihn nicht. Wahrscheinlich ist er meiner
müde geworden und will nichts mehr wissen von mir. Wohin soll ich mich wenden? Was wird aus
mir werden? Armer Jesus, ich habe es dir zu schlimm gemacht! Aber du lässt dich doch
wiederfinden, nicht wahr? Besänftige dich und wende dich wieder mir zu; denn fern von dir halte
ich es nicht länger aus.

viewtopic.php?p=10422#p10422

Bei menschlichen Angehörigen, Freunden, Rivalen auch über das Ablegen des Fleisches hinaus, empfinden es Menschen in der Regel anders als doch weitgehend gegenüber Jesus (Gott)? Es ist doch so, wenn Menschen an ihre Lieben oder auch nicht so Lieben "denken", dann sind diese leicht und durchweg "lebendig präsent" für sie "in ihrer Energie"? Gegenüber Jesus ist es nicht so (unabhängig von etwas wie "dunkler Nacht")? Oder wie erlebt ihr es? Andere Menschen sind schnell "mit der Seele umfasst" und man selbst mit ihnen recht solide dauerhaft seelisch verbunden? Aber solch ähnliches seelisch solides Verbundensein ergibt sich Menschen gegenüber Jesus kaum je, oder?

Marsianer
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Re: Jesus umfassen

Beitragvon Marsianer » Sa 18. Jul 2026, 09:14

Läuft ein Mensch in der Natur Lebewesen von einer anderen Art über den Weg, dann kann er irriiert sein, weil er deren Art nicht einzuschätzen weiß. Was wird dieses Lebewesen (mir gegenüber) vielleicht tun? Von ihm könnte viel ausgehen, das bei mir bekannterweise geprägten Menschen kaum zu erwarten sein wird. Eventuell mit fortschreitender Beobachtung oder Einholung von Erfahrungen anderer Menschen könnte sich dann mehr ein Gefühl einstellen diese Art zu verstehen, zumindest auf eingeholten Rat anderer besser einschätzen zu können.

Wieviel hat "ein Lebewesen umfassen" mit solcherle Verstehen, Einschätzenkönnen zu tun?

Der Natur weniger entfremdete Menschen würden vielleicht bei der ursprünglichen Begegnung weniger auf die unbekannte äußere Form achten und über diese in ein Angstgefühl kommen. Damit meine ich nicht pauschal den äußeren Lebensumständen nach "gute Wilde", denn auch viele "Primitive" dürften stark körperidentifiziert und Seelischem gegenüber vernebelt und fleischlich notleidend sein. Ein "der Natur weniger Entfremdeter" würde bei einer grobkörperlichen Begegnung vielleicht weniger das Äußere wertend betrachten und stattdessen mehr "die Energie", die an sich auch für den "Entfremdeten" spürbar wäre, jedoch ihm oft in seinem brüllenden inneren Lärm nicht bewußt würde und daher auch kaum zu ausgeglicheneren bewußteren Folgerungen führt, jedoch innere Impulse anstoßen kann und das meist auch oft tut.

Gegenüber einem Bekannten kommt es vor, daß jemand den Eindruck hat, ihn blind zu kennen. "Er würde bestimmt ... tun." Wird "an ihn gedacht", was dann meist ein Bezugnehmen auf Erinnerungen einschließlich "der Energien" des Bekannten bedeuten würde wiedererscheint der innere Eindruck ihn quasi zu umfassen, ähnlich dem ganz sehen einer äußeren Gestalt. Der Bekannte würde vielleicht sogar öfters doch anders handeln als von ihm erwartet worden wäre und das überrascht seinen Betrachter, ändert jedoch bemerkenswerterweise öfters den Eindruck ihn blind zu kennen nicht. Es sei denn vielleicht es werden für den anderen heikle Grenzen überschritten, die der Bekannte bisher nicht bekanntermaßen überschritten hatte. Aber meist dürfte das am Eindruck kaum etwas ändern, der Bekannte sei von einem "umfasst". Und wenn man zu Erinnerungen an ihn käme, dann wäre er einem entsprechend innerlich lebendig präsent.

Jesus hingegen - und soweit ich z.B. in vielen voneinander unabhängigen Niederschriften von Menschen aus verschiedenen Jahrhunderten, Regionen, Kulturen las, wäre das ein recht allgemeiner Eindruck - entzieht sich dem Menschen oft. An vergangene Erfahrungen mit ihm erinnert es sich gegebenenfalls nur sehr schemenhaft (ich denke Johannes vom Kreuz bezieht sich u.a. übergewichtig auf solche Erfahrungen), das lebendige Erleben von ihm ist nicht "normal" verfügbar, der Mensch "umfasst" ihn nicht und es fällt ihm innerlich schwer auf ihn menschlich zu bauen wie auf menschliche Bekannte, die man vielleicht seit Jahren nicht mehr gesehen hat, aber irgendwie im eigenen Inneren eine Rolle spielen als ein "umfasstes Lebewesen".


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